Hallo anja.loevenich,
da liegt der Hund begraben. Aufklärung ist angesagt.
Jeden Tag sind Millionen Menschen im Netz, aber wenn diese Leute mal nach was ordentlichen suchen sollen heißt es immer:
„Ich will, dass man zu mir nach Hause kommt und mir ALLES ganz genau erzählt.“
Bei fast allen Automobilherstellern gibt es eine kostenlose Hotlein, wo man anrufen kann. Im Netz existieren Millionenlisten, aber kein Mensch schaut da mal drauf.
Es
reicht m.E. jetzt nicht mehr aus, dem verunsicherten
Verbraucher Listen an die Hand zu geben, aus denen er ersehen
kann, ob sein KFZ E10 verträgt oder nicht.
Was soll man den noch für den (un)mündigen Bürger tun? Jeden Tag 10 Sondersendungen mit 0800-Nummer um den Experten im Studio anzurufen?
Da gilt es eben mal auch selber aktiv zu werden und zu seinem Händler zu fahren und dort mal zu fragen.
Jetzt muss man
aufklären, was die Erhöhung des Bioanteils auf 10% (immerhin
eine Verdoppelung des Anteils) für berührte Teile zur Folge
hat.
Erhöhen sich u.U. Wartungsintervalle, leiden
Dichtungsteile mehr als zuvor, oder zersetzen sich sogar?
Die gleichen Fragen hab’ ich gehört als der bleifreie Sprit eingeführt wurde.
Die Motoren, die E 10 vertragen, brauchen weder alle 1.000 km einen kompletten Wechsel aller Dichtungen, noch zerfrisst das Zeug Spritleitungen (die größtenteils sowieso aus Metallen sind) noch muss man Wartungsintervalle oder Motoröle in kürzeren Abständen wechsel. Keiner hat so richtig Ahnung, aber mit Schreckensszenarien sind die „Experten“ schnellstens da.
Keine Ahnung - kein Konzeot - aber auf jeden Fall ne eigene Meinung, egal wie weit die von der Realität weg ist.
Und da doch alles so easy erscheint: Warum gibt die
Autoindustrie (die Hersteller natürlich) nicht eine Garantie
für die E10- Verträglichkeit ihrer Produkte derart, dass im
nachweisbaren Schadenfall, sie in der Haftung stehen?
Super - im nachweisbaren Schadensfall. Wer soll denn das was nachweisen?
Die Autoindustrie gibt für Ihre Fahrzeuge den E 10 Sprit frei - oder nicht. Reicht das denn nicht aus? Nein, weil der Verbrauchen heute zwar über die „blöden“ Amis und ihre Produkthaftung lauthals lacht (Kaffe bei Fastfutter zu heiss - 10 Mio Schandesersatz / Pudel in Microwelle - 15 Mio Schadensersatz) sich aber andererseits, weil er genauso „unwissend“ ist sich gerne in die risikolosen Produkthaftungshängematte legen möchte.
Das führt aber zu dem Punkt, dass ein Auto nunmal aus vielen
Komponenten besteht, die weltweit in irgendwelchen Hinterhöfen
möglichst billig produziert und im Werk halt nur
zusammengeschustert werden.
Das würde ich mal dem Qualitätsprüfer bei einem Autohersteller erzählen.
Aber wahrscheinlich hast Du noch nie ein Autowerk von innen gesehen und in Deiner Arbeitstelle werden wohl auch nur die dümmsten Leute zu absoluten Hungelöhnen eingestellt.
Und die Fabriken der großen Komponenten Hersteller sind bestimmt keine Hinterhöfe. Bosch, Siemens, Delphi, Brembo, ATE, Continental, dass sind Weltfirmen, die absolut hochwertige Standards fahren.
Wer will für die Qualität dieser
Teile eine Gewährleistung übernehmen? Zumal man sich daran
erinnern müsste, wer vor 5 oder mehr Jahren Zulieferer war.
Für schadhafte Teile haftet der Hersteller auch nach mehr als 5 Jahren. Und die Anzahl der Rückrufaktionen zeigt eindeutig, das Automobilhersteller die Sicherheit heute über alles stellen und lieber mal zu oft als zu wenig zurückrufen. Heute halten Autos bei guter Pflege 20 Jahre und länger. Früher war nach 20 Jahre die Kiste vollkommen fertig und absolut schrottreif.
Ich halte es, wie z.Zt. mio anderer Fahrer: neuere Fahrzeuge,
denen in den Auslieferungspapieren bereits die Verträglichkeit
von E10 betätigt wurde kriegen E10. Allen anderen Fahrzeugen
gönne ich den teureren Kraftstoff, allen Unkenrufen zu Trotz.
Wie soll auch sonst sein?
E 10 für die einen und für die alten eben Super Plus
PS:
wo ich gerade so nett in Fahrt bin: E10 ist doch
nicht etwa ein altes Konjunkturpaket für die kränkelnde
Automobilwirtschaft?
Wenn Du mal Deinen Grips ein wenig anstrengen würdest, kommst du sicherlich sehr schnell dahinter, dass dies eine Vorgabe ist um den CO2 Ausstoss zu verringern. Das ist abgestimmte Europapolitik, ob uns das jetzt passt oder nicht.
Und das hat sich nicht etwa die Automobil Industrie ausgedacht sondern die Politik.
Aber wie immer, solange man selber davon betroffen ist, ist Umweltschutz scheisse, weil er ist meist teurer als einfach so weiterzumachnen wie bisher.
Im Ernst, die ganze E10 Diskussion kotzt mich so was von an, weil massenhaft Leute wieder irgendeinen Blödsinn erzählen, die werder von irgendwas eine Ahnung haben, noch sich die Mühe machen sich zu informieren. Viele sollten einfach bevor sie was sagen oder schreiben mal ihr Gehirn einschalten - sofern sie sowas besitzen.
Aber es war schon immer einfacher andere dafür anzupissen, als selber den eigenen Arsch zu heben und sich selber mal kundig zu machen.
222kpl