Diskussion über trojaner-info.de

Hallo zusammen
Wiedermal bat ein einfacher Anwender mich um Infos über Internet und Sicherheit. Routinemässig empfehle ich die Seite trojaner-info.de. Ebenso routinemässig werfe ich nochmals einen Blick auf die Seiten, bevor ich sie wieder empfehle. Dabei entdeckte ich folgenden Artikel und bitte um Meinungen darüber:

http://www.trojaner-info.de/report_mailviren.shtml
Auszug & Kommentar in Sternen
Javascript an sich ist sicherheitstechnisch unbedenklich.
***falsch - auf Grund der Möglichkeiten in den Browsern und den MS-OS, welches auf den allermeisten User Kisten installiert ist.***
Es gibt keine Möglichkeit z.B. Daten des Surfers zu löschen oder zu manipulieren.
***falsch -
Grundlage
http://www.uni-mainz.de/~pommeren/DSVorlesung/Grundp…
aktuelles Bsp.
http://www.heise.de/security/result.xhtml?url=/secur…
***

Es ist relativ einfach zu lernen und bringt ausreichende Möglichkeiten mit, um Webseiten anspruchsvoll zu gestalten. Mit einigen Fehlern in der Browsersoftware mutiert JavaScript allerdings schon zu einer Gefahr. Wirkliche Schäden sind trotzdem nicht möglich.
***Aha… doch gefährlich. Wie der Autor wohl „wirkliche Schäden“ definiert? Ist das manipulieren oder löschen von digitaler Information
ein Schaden? Wann ist es ein wirklicher Schaden? Sehr unfundiert.
***
Da Microsoft immer ein wenig mehr als die anderen Unternehmen machen oder auch erreichen wollte, riefen sie eigene Programmiersprachen ins Leben.
*** Meinungsmache / Polemik / Propaganda hat nichts in Anwenderinformationsseiten verloren (IMHO) ***
JScript ist an Javascript angelehnt und bietet weitaus mehr Möglichkeiten als Javascript.
*** falsch. Irgendwie erstaunt es mich nicht, dass er den Zeitpunkt dieser Aussage nicht festgehalten hat. D.h. welche Versionen hat er den verglichen? Gilt die Aussage auch für ECMA Script? ***

VBScript ist die Abkürzung von Visual Basic Script und orientiert sich an der „großen“ Programmiersprache Visual Basic.
*** falsch. 1. VB-Script gibt es nicht mehr. 2. VB war (gibt es auch nicht mehr) ein RAD (Rapid Application Development Tool). Signifikanter Teil einer RAD ist eine IDE mit einer funktionsmächtigen
GUI. VB-Script ist eine Scriptsprache und wird i.d.R. mit Editoren (UltraDev / Notepad / etc.) codiert. Etwa so verschieden wie Java Ver 1.4 und Java Script 1.3.

Leider fehlt mir die Zeit um den Artikel ganz auseinander zu nehmen. In jedem Fall bin ich sehr enttäuscht. Wenn ihr mich gute Infosites für Anwender die Infos zu Win-PC und Sicherheit suchen nennen könnt, danke ich Euch vielmals im voraus!! :smile:
Ich verspreche auch, sie nicht öffentlich zu zerpflücken :wink:

viele Grüsse
Peter

Hallo,

http://www.trojaner-info.de/report_mailviren.shtml
Auszug & Kommentar in Sternen
Javascript an sich ist sicherheitstechnisch unbedenklich.

HIIILFE!!!

Es gibt keine Möglichkeit z.B. Daten des Surfers zu löschen
oder zu manipulieren.

AAAAAAARRRRRGH!

Da Microsoft immer ein wenig mehr als die anderen Unternehmen
machen oder auch erreichen wollte, riefen sie eigene
Programmiersprachen ins Leben.

Die Gründe, warum MS sowas tut, liegen bakanntlich woanders. In einem Punkt hat MS allerdings Tatsächlich mehr als „die andere Unternehmen“ geschaft: mit sicherheitskritischer Müll-Software auf Dritte-Welt-Niveau eine globale Userverdummung zu erreichen.

Und man staunt, wie weit sie damit kommen: bis zu den Autoren von Trojaner-info.de

Gruß,

Sebastian

Geiz ist geil!
Hi Sebastian

Der PC kam nur auf weil er günstiger war!
Die ganze Geschichte des PC (HW / SW) wird dominiert von Marketing und Kunden mit „Aldi“ (sorry Aldy) Mentalität.
Es ist doch wie mit dem Fernsehprogramm, es wird immer dümmer, niemand schauts angeblich, aber alle reden darüber…
Oder wie jenes weise und vernünftige Kollegenwesen, welches sich über die Untreue der Frauen im allgemeinen, die Kürze der Bezhiehungen sogar Ehen im speziellen beklagte und selbst in Beziehung stehend alles anbaggerte was einen Rock anhatte :frowning:
Also was solls? Jeder hat am Schluss doch mehr oder weniger was er verdient…

Aber der Artikel von Trojaner-info.de hat mich irritiert. Ich überlege, ob ich mir noch einen zweiten genehmigen soll…

viele Grüsse
Peter

Der PC kam nur auf weil er günstiger war!

Nö. War er nicht. Er war halt „kompatibel“ und erweiterbar durch
Dritthersteller. Das war ein Atari ST nicht so ganz (am wenigsten
erweiterbar) und ein Mac auch nicht (zumindest nicht preiswert
erweiterbar). Und die Unixen haben den „Personal Computing“-Teil
damals völlig verpasst.

Viel wichtiger aber war vorher: der PC war von IBM. Das war vielen
damals so wichtig wie es heute Software von Microsoft ist.

Die ganze Geschichte des PC (HW / SW) wird dominiert von
Marketing und Kunden mit „Aldi“ (sorry Aldy) Mentalität.

Das ist heute so. Heute sind die Anwender andere als damals.

Aber der Artikel von Trojaner-info.de hat mich irritiert. Ich
überlege, ob ich mir noch einen zweiten genehmigen soll…

Schreib lieber denen einen netten Brief und poste dann, ob und wie
sie reagiert haben.

Stefan

Hallo Peter,

vorgestern mal wieder Demenzfernsehen geguckt. Planetopia auf Pro Sieben. Planetopia hat das Online Banking gehackt. Sehr informativ die Sendung. Empfehlenswert. Wer mit „Sendung mit der Maus“ überfordert: Planetopia gucken!

Zurück zur deutschen Sprache. Was Internetsicherheit angeht, findest du genügend Müll in den Medien. Journalismus und Recherche scheinen sich mittlerweile auszuschliessen. Aber wenn…

Wiedermal bat ein einfacher Anwender mich um Infos über
Internet und Sicherheit. Routinemässig empfehle ich die Seite
trojaner-info.de.

ein Anwender sich wirklich für dieses Thema interessiert, empfehle ich die Heise security Seiten http://www.heisec.de

Diese Seiten bieten allenfalls ein Streiflicht auf das, was in diesem Zusammenhang relevant ist (und es werden oft auch Irrtümer vertreten), aber du findest immer weiterführende Links oder zumindest hinreichende Infos, mit denen du (oder dein Anwender) weitergooglen kannst.

Und wenn das nicht mehr reicht: http://www.heise.de/ix (besser: das Papierpendant). Aber da geht’s schon ein bisi ins Eingemachte, das würde ich einem normalen Anwender nicht mehr empfehlen.

Gruss,
Schorsch

Hi!

Und die Unixen haben den „Personal
Computing“-Teil
damals völlig verpasst.

Das würd ich mal nicht sooooo im Raum stehn lassen; damals, vor ca. 15 Jahren gab’s bei uns in der HTL bereits ein UNIX (schlagt mich, ich weiß nimmer, wie es hieß, allerdings endete es überraschender Weise mit „NIX“ - den Wortspielereien waren Tür und Tor geöffnet) im PC-Format (brauchte natürlich 41 5,25-Zoll Disketten - hm, an die Zahl werd ich mich ewig erinnern) - und das zu einer Zeit, als Windows 3.x nur per „Internet“ (also FTP) auf australischen Servern zu bekommen war

Grüße,
Tomh

Hi Stefan

Commodore (C64 / 128) und Atari waren mir damals als reine Spielkonsolen bekannt, Sinclair hatten keinen Farbbildschirm, Mac waren teuer, für CP/M war kaum Software (ausser über Mailboxen oder compuserve) verfügbar.

Für die MS-DOS Büchsen entstand sehr schnell eine „Zulieferindustrie“ die an Hard- / Software lieferte was fehlte, bzw. den Heimwerker im Benutzer zum flicken ermunterte (Norton Diskeditor…).

Die heilige Kuhr des MS-PC war immer die Kompatibilität, egal mit was für Kondsequenezen. Und die Kompatibilität machte im Augenblick das Gerät günster, weil man den alten Schrott weiter nutzen konnte.

IBM wurde durch geniales Marketing (Gruss an Mister Watson) gross. Sei
es die Verdrängung der Sperry Computer Ende 60er Jahre mit der 36 / 38 Serie oder eben den PC. Nur das sie mit Bill einem noch gewiefteren
Geschäftsmann erlegen sind. Ein weiterer guter Schachzug war, dass die
Spezialisten leicht an die neuesten Versionen der Software kamen um damit zu spielen. Raubkopieren war damals für MS kein Thema. Unser Credo war, dass man sobald man mit einer SW Geld verdient, bzw. sie nutzt auch kauft. Die erste Ausnahme war das NT Beta, für das man zu zahlen hatte. Okay, sie gaben dafür noch ein Windows SDK obendrauf :wink:

So genug der Nostalgie und ich bleib dabei. Die gierigen Konsumenten bekommen was sie verdienen, Autos aus Korea weil die Japaner inzwischen auch auf unserem Salärniveau sind, Junk Food von den Amis und die sch… günstigen PC-Kisten von internationalen Warenhäusern und Vertriebskette. Ach ja und den gratis Hilfe Service von W-W-W :smile:)

viele Grüsse
Peter
PS:
Denen einen Brief schreiben führt doch nur zu endlosen Diskussionen und Mailwechseln. Wenn ich in einem Restaurant esse und nachher Bauchgrimmen habe oder die Käfer im WC halligalli tanzen, da geh ich einfach das nächste Mal in ein anderes…

Hi Peter

Commodore (C64 / 128) und Atari waren mir damals als reine
Spielkonsolen bekannt, Sinclair hatten keinen Farbbildschirm,
Mac waren teuer, für CP/M war kaum Software (ausser über
Mailboxen oder compuserve) verfügbar.

Hinzu kommt: Commodore, Atari, Apple etc. bauten ihre Büchsen immer selber. Nur Apple hat mal eine zeitlang Clones lizenziert, ansonsten gabs immer nur Original-Ware. Das führte zwangsläufig dazu, dass da kein echter Preiswettbewerb existierte und die Hard- und Software kleinere Auflagen erreichte.

IBM hat dagegen den PC zum klonen freigegeben. So gab es bald ‚kompatible‘ PC von Compaq, Olivetti und vielen anderen, bis hin zu den Noname-Kisten aus der Garage. Breite Auswahl, insgesamt hohe Stückzahlen der Komponenten, zwangsläufiger Preisdruck.

Und noch ein Vorteil der IBM-kompatiblen: Du schreibst selber, dass Du C64 etc. als ‚Spielekonsolen‘ kanntest. Auch der Amiga, der eigentlich ein wirklich gutes System war, hatte immer diesen Makel. Die IBM-kompatiblen wurden dagegen kaum zum Spielen verwendet und hatten daher auch nie diesen Ruf. Ausserdem hatten sie durch ihren Einsatz in Firmen als Arbeits-Rechner einen ‚seriöseren‘ Touch.

Und dann noch die Bequemlichkeit der User. Wenn sich jemand für zu Hause einen Computer kaufte (ist heute immer noch so…), dann nahm er meistens das System, das er schon kannte -> MS-DOS bzw. später Windows. Dass man sich so ggf. die eine oder andere Software aus dem Büro ‚ausleihen‘ konnte, spielte da natürlich auch noch eine Rolle. Aber auch, dass man z.B. den zu Hause geschriebenen Brief im Büro auf dem Laserdrucker ausdrucken konnte… etc…

CU
Peter