Diskussionen zum Ladenschlussgesetz

Es ist nun drei Jahre her, seitdem das neue Ladenschlußgesetz verabschiedet worden ist. Was es für einen Nutzen für den Kunden gebracht hat ist wohl unverkennbar. Grenzenloses Einkaufsvergnügen bis spät in den Abend hinein. Wie sehen es die Geschäftsinhaber? Hat sich für sie nun der Umsatz gesteigert, wie immer vorausgesagt wurde oder haben sich die Einkäufe nur auf die neuen Öffnungszeiten verteilt? Was haltet ihr von den den aktuellen Diskussionen vom Ladenschlußgesetz?

Soll doch jeder seinen Laden aufmachen, wann immer er es für richtig hält. Die Vermutung, man könne durch Veränderung von Öffnungszeiten irgendeinen Branchenumsatz erhöhen, ist vom Ansatz her unsinnig. Allenfalls lassen sich innerhalb einer Branche Umsätze verschieben - von den unflexiblen zu den flexiblen Unternehmen.
Das Ganze hat eher etwas mit Service und Kundennähe zu tun - und mit Freiheit, denn das Ladenschlußgesetz ist nichts anderes als Gängelung. Auch das betroffene Verkaufspersonal hat davon keine erkennbaren, zumindest aber keine unzumutbaren Nachteile. Die Arbeitszeit wird dadurch natürlich nicht verlängert, lediglich im Einzelfall verschoben. Da passiert dann etwas, was in beinahe jedem anderen Bereich Usus ist.
Die ganze Diskussion ist der Ruf nach stattlicher Reglementierung, nach vielen Beamten, die aufpassen, daß Unterhosen und Brötchen nur zu bestimmten Zeiten verkauft werden - einfach unbeschreiblich blödsinnig und irgendwie typisch deutsch.

Haben wir nichts Besseres zu tun, als uns um die Regelung dieses Krümelkrams zu kümmern?

Wolfgang Dreyer

Nach den Gesprächen, die ich mit Ladeninhabern hatte, hat ein unbegrenztes Offenhalten der Läden gravierende Folgen für Familienbetriebe. Die können nicht mit den Filialisten mithalten und machen dicht. Die Folge davon, nennt man in der Branche, Deichmannisierung, d.h. immer mehr Fußgängerzonen schauen gleich aus. Filialist an Filialist, kaum noch Familienbetriebe. Andererseits schadet es m.E. nicht, wenn Wind in die verstaubten Bereiche kommt, denn ich kenne Städte, bei denen mich Wirtschaftsförderer u.a. konkret aufforderten, Filialisten anzusiedeln, damit der Winterschlaf ein Ende hat.
Kurzum, Ladenöffnungszeiten haben Vorteile und Nachteile. Wie man es macht, ist es in jedem Fall verkehrt.

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Grenzenloses Einkaufsvergnügen bis spät
in den Abend hinein.

Das bezweiflich ich, ich denke auch die großen passen sich dann den gegebenheiten an, weil es nicht immer Sinn macht bis 20.00 Leute da zu haben.

Was haltet ihr von den den
aktuellen Diskussionen vom
Ladenschlußgesetz?

Wenn einer zwischen 21.00 und 4:00 seine Klamotten lieber verkauft soll er es doch dürfen. Ich denke der hätte sogar gute Chancen daß Leute zu ihm kommen wenn er es richtig macht.

Nils

Hello Wolfgang,

Danke! Da triffst Du den Nagel auf den Kopf!

Und dies: was in vielen Laendern bes. in den USA problemlos tut, da jeder dann aufmacht , wenns passt oder Sinn macht, nach seiner Meinung eben 24 Stunden, samstags und sonntags auch, zB WAL*MART, Kroeger -aber die auch nur in best. Staedten, nicht ueberall, d.h. das freie Spiel der Kraefte wirkt; besser gehts wirklich nicht und Arbeitslose hats -auch dadurch letztlich - unter 2%.

Tschau
Tom

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Ich schließe mich Deiner Meinung voll an.

Warum soll der Bäcker seine Brötchen nicht schon morgens um vier verkaufen - oder eine Boutique erst abends ab 22 Uhr öffnen?

Jedem wie es gefällt und jeder nach seiner Kundschaft.

Schade das die Deutschen so unflexibel und festgefahren sind.