Ich bin im Moment Student und habe aber noch aus vorheriger Zeit einen Dispo, den ich genommen hatte, als ich noch arbeiten war. Nun hab ich mal gehört, dass man z.B. als Arbeitsloser, Schüler, Auszubildender usw. ja keinen Dispo bekommt.
Zur Zeit nutze ich den Dispo leider auch, also bin etwas im Minus. Ich muß aber auch noch Kontoführungsgebühren etc. zahlen, es sei denn, ich gebe der Bank bescheid, dass ich Student bin und so von den Gebühren befreit werde.
Nun weiß ich aber nicht, wie das ist. Könnte es passieren, dass die Bank dann sagt, dass mein Dispo gestrichen ist und ich den Minus-Betrag sofort bezahlen muß? Muß man, wenn man von den normalen Gebühren befreit ist, trotzdem weiterhin Überziehungsgebühren zahlen?
Nun weiß ich aber nicht, wie das ist. Könnte es passieren,
dass die Bank dann sagt, dass mein Dispo gestrichen ist und
ich den Minus-Betrag sofort bezahlen muß?
Wieso sollte die Bank da ‚zicken‘?
Solange Du den Betrag wie vereinbart behandelst, ist da kein Grund zu.
Muß man, wenn man
von den normalen Gebühren befreit ist, trotzdem weiterhin
Überziehungsgebühren zahlen?
Beides hat nichts miteinander zu tun.
Sieh die Bank nicht als Deinen Feind an,
das ist eigentlich die falsche Einstellung.
Sie haben Dir geholfen, und sie werden Dir auch weiterhin helfen.
Warum unterstellst Du ihnen also unterschwellig, daß sie Dich ‚ausziehen‘ möchten.
Und - falls es bei Dir brennen sollte, und du Schwierigkeiten mit dem Dispo hast, dann mußt Du sowieso zur Bank (oder sie kommt zu Dir, was unangenehmer ist). Also geh einfach hin und rede mit denen.
Eine Bank braucht immer ein Vertrauensverhältnis zum Kunden - und Du zur Bank.
Einziger! Maßstab für die Frage der Bank, ob sie einen Dispo (oder anderen Kredit) bereitstellt ist die Frage der Bonität des Kunden, d.h. der Frage, ob der Kunde den Kredit bedienen kann (und will).
Sofern ein regelmäßiges Einkommen besteht, ist dies noch problemlos darstellbar. Bei Studenten ohne regelmäßigem Einkommen (und ohne Sicherheiten) ist die Bank auf die Beurteilung „weicher“ Fakten angewiesen:
Würde der Student im Zweifel jobben gehen oder auf eine Urlaubsreise verzichten, um den Kredit zu bedienen?
Gibt es Eltern, die im Zweifel unter der Arme greifen?
Wie sind die Berufsaussichten nach dem Studium?
Je nach Bank und je nach Kunde kann die Entscheidung fallen, einen Dispo aufrechtzuhalten oder nicht.
Die Bank ist frei darin, den Dispo zu streichen. Sie muss dann eine angemessene Frist setzen, die Inanspruchnahme zurückzuführen.
Den wichtigsten „weichen“ Faktor habe ich vergessen: Ist der Kunde offen und ehrlich und hält es Vereinbarungen ein?
Daher: Auf jeden Fall mit der Bank sprechen und vom Studium erzählen. Wenn die Bank das hintenrum erfährt (weil kein Gehalt mehr eingeht), ist die Bereitschaft zu Kulanz sicher reduziert.
Noe, Karsten, das tust Du doch garnicht.
Wir sind doch der selben Meinung.
Dein Schwerpunkt liegt sicher mehr auf dem Erlangen eines Kredits.
Auch da würden wir uns nicht widersprechen, weil ich das genau so sehe wie Du offensichtlich.
Hier geht’s aber um das Erhalten eines Kredites.
Und da soll er einfach ehrlich und offen sein.
Deswegen hab ich doch auch angedeutet, daß die Bank nicht sein Feind ist.
Wenn er sich (wie bisher?) an die Abmachungen hält,
dann sieht die Bank ihn noch so gern.