Dissidenten

Hallo,

SPIEGEL-online berichtet unter

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,290…

dass Schröder sechs Leute aus der Partei ausschließen will, die sich Gedanken um die Neugründung einer linken Partei machen.

Namen werden nicht genannt. Auch in dem Bezugsartikel nur einer. Wer sind denn die sechs?

Gruß
Peter

Ottmar Schreiner dürfte ein guter Kanidat sein. Aber die Idee ist Schwachsinn. Wir brauchen keine USPD.
chalalalal

http://www.n-tv.de/5224649.html

Nach Angaben aus Parteikreisen handelt es sich bei den Betroffenen um die IG-Metall-Vorstandsmitglieder Gerd Lobodda und Günther Schachner, die Bevollmächtigten der Gewerkschaft Peter Vetter (Kempten), Klaus Ernst (Schweinfurt), Thomas Händel (Fürth) sowie das niedersächsische SPD-Mitglied Herbert Schui.

Gruß
Frank

Hallo Frank,

will sich Schröder die Gewerkschaften zum Feind machen?
Da rutschen die ja noch weiter in den keller!
Unangenehme Nebenerscheinung: die CDU/CSU würde dann auf weit über 50 % kommen. Mir wäre es äußerdst unangenehm, wenn eine Partei allmächtig wird.
Grüße
Raimund

Hallo Frank,

will sich Schröder die Gewerkschaften zum Feind machen?
Da rutschen die ja noch weiter in den keller!
Unangenehme Nebenerscheinung: die CDU/CSU würde dann auf weit
über 50 % kommen. Mir wäre es äußerdst unangenehm, wenn eine
Partei allmächtig wird.

Kommt doch auf die Intelligenz dieser Wahlalternative drauf an. Wenn die ein vernünftiges, sprich systemänderndes Programm aufweisen würden, wäen sie sicher für viele wählbar. Das Problem bleibt nur wieder, dass es wieder nicht funktionieren kann, in einem Land weg vom Ökonomismus zu kommen. In der EU evtl, bleibt aber auch anzuzweifel.
Alternativ? Wer hier CDU wählt 2006 ist selbst schuld. Dem sollte man Sozialhilfe, Lohn oder Rente gleich auf 10% zusammenstreichen.
Die CSU hat auch in der Bayernwahl, trotz ihres überwältigenden Sieges, ordentlichj eingebüßt! Dot haben die Nichtwähler gewonnen.

Was soll sonst noch passieren in Deutschland? Dass wir nochmal in eie Diktatur abdriften, würde ich ausschliessen. Es liegt doch an der Intelligenz der Leute selbst, wie weit sie sich noch verarschen lassen wollen. Wir könnten heute schon die Hälfte arbeiten bei doppeltem Lohn, jeder!

Gruß
Frank

Thomas

Händel (Fürth)

Hallo ,

Thomas Händel kenne ich persönlich sehr gut, auch privat.
Er ist ein sehr intelligenter, analytisch denkender Mensch.
Er ist der 1. Bevollmächtigter der IG Metall Fürth, tritt oft zu unseren Betriebsversammlungen auf und hat mit dem jahrelangen Debakel mit der Firma Grundig und dem Abbau der Arbeitsplätze dort zu tun gehabt.
Also beste Erfahrung mit dem Vorgehen in solchen Großkonzernen.
Er hatte immer so seine Probleme mit der Zentrale der IG Metall in Frankfurt, also schon immer ein Querdenker.
Nun steht der angekündigte Abbau bei Siemens ins Haus, da kann man in Fürth gleich die Bürgersteige hochklappen.
Solche Zukunftsaussichten werden wahrscheinlich sehr ausschlagend sein, für so ein Vorgehen.

Gruß Regine

.

Hi!

… da kann
man in Fürth gleich die Bürgersteige hochklappen.
Solche Zukunftsaussichten werden wahrscheinlich sehr
ausschlagend sein, für so ein Vorgehen.

Das heisst also, Eure IG-Metall-Genossen wählen dann basisdemokratisch 100.000 neue Arbeitsplätze für Fürth…

Oh Mann!

Grüße,

Mathias

Hallo!

Was ich dabei nicht verstehe: es gibt doch die PDS.
Das klassiche Sammelbecken für alle, denen die Grünen als Sammelbecken für Altkommunisten noch nicht linksextrem genug sind.
Eine neue Partei SWLVDSPD (sehr weit links von der spd) würde ein paar versprengte und/oder frustrierte Altgewerkschafter und unverbesserliche Superlinke anziehen.
Die breite Masse hat jedoch nach meiner Einschätzung bereits verstanden, dass die Ziele dieser Leute nicht kompatibel sind mit denen des Großteiles der Bevölkerung in diesem Land.
Da es nichts mehr zu verteilen gibt, wird eine Partei, deren Hauptprogrammpunkt die Umverteilung von oben nach unten ist, kaum mehr als FDP-Status erlangen, fürchte ich. Und selbst wenn: was denkt Ihr würde passieren, wenn die SWLVDSPD bei der nächsten Bundestagswahl 2006 ein Ergebnis von 25% erreichen würde? Wer würde mit ihr koalieren wollen? Die SPD keinesfalls, da sie ja genau ihr die Wähler abgegraben hat. die Union ohnehin nicht. Die PDS mit ihren dann 10%, zusammen mit den grünen mit 10% (wenn überhaupt), würde ebenfalls nicht ausreichen.

Fazit: egal, was die paar versprengten Linksaußen im land den Leuten noch versprechen - die nächste Regierung wird unionsgeführt sein.
Und gnade diesen Leuten Gott, sollten sie die nun so lautstark geforderten Reformen nicht auf den Weg bringen.
Der innere Friede im land steht auf dem Spiel, wenn man so leichtfertig wie unsere politische Klasse dies die letzten 20 Jahre getan hat den Frieden zwischen den Generationen aufs Spiel setzt.

Wenn die Jugend erst einmal massiv Leistungsverweigerung betreibt, hilft der höchste Rentenbeitragssatz nichts mehr, denn es zahlt keiner mehr ein…

Grüße,

Mathias

Hi,

Was ich dabei nicht verstehe: es gibt doch die PDS.

Wo ist denn die PDS eine linke Partei? Sie hat sich aus der Staatspartei eines totalitären Systems entwickelt, mit Kontinuität in der Funktionärsebene, aber mehr noch in der Parteibasis. Nenn mir doch mal eine andere Partei, die anteilsmäßig mehr ehemalige Offiziere, Soldaten und Grenztruppen-Angehörige in ihren Reihen hat. Möchtegern Luxemburg-Clone Wagenknecht und das bisschen sozialistische Folklore ändern daran auch nichts.

Das klassiche Sammelbecken für alle, denen die Grünen als
Sammelbecken für Altkommunisten noch nicht linksextrem genug
sind.

Linksextrem sind die Grünen schon lange nicht mehr, spätestens seit „uns Joschka“ turnbeschuht zur Minister-Vereidigung geschlendert ist. Und seit sie Regierungspartei sind, bekomme ich zunehmend Zweifel, ober auch nur „links“ noch stimmt. Das ist imho ja auch ein wesentlichr Kernpunkt des Problems, obwohl die derzeitigen Wahlerfolge der Grünen zu 100 Prozent auf die Abwanderung der SPD-Wähler nach (vermeintlich) links zurückzuführen ist.

Eine neue Partei SWLVDSPD (sehr weit links von der spd) würde
ein paar versprengte und/oder frustrierte Altgewerkschafter
und unverbesserliche Superlinke anziehen.

Glaub ich nicht. Sie würde Wähler der Grünen und der SPD abziehen und, wenn ihre „Gesichter“ glaubwürdig sind, vielleicht noch ein paar bisherige Nichtwähler. 10-15 Prozent könnten drin sein.

Die breite Masse hat jedoch nach meiner Einschätzung bereits
verstanden, dass die Ziele dieser Leute nicht kompatibel sind
mit denen des Großteiles der Bevölkerung in diesem Land.
Da es nichts mehr zu verteilen gibt,

Ist das so? Glaubt die Mehrheit das? An beidem habe ich erhebliche Zweifel.

Wer würde mit ihr koalieren wollen? Die SPD
keinesfalls, da sie ja genau ihr die Wähler abgegraben hat.
die Union ohnehin nicht. Die PDS mit ihren dann 10%, zusammen
mit den grünen mit 10% (wenn überhaupt), würde ebenfalls nicht
ausreichen.

Stimmt. Genau das würde passieren. Die „Linke“ (wenn man die SPD aus weitgehend nostalgischen Gründen nochmal so bezeichnen darf) würde noch weiter aufsplittern.

die nächste Regierung wird
unionsgeführt sein.

Höchswahrscheinlich. Allerdings kann bis zur nächsten Wahl noch eine Menge geschehen.

Und gnade diesen Leuten Gott, sollten sie die nun so lautstark
geforderten Reformen nicht auf den Weg bringen.

Sie werden es nicht schaffen.
Werden die Reformen wirklich lautstark gefordert? Glaube nicht. Eher wollen die Leute, dass alles so bleibt wie es ist, ober besser, dass es wieder so wird wie vor 20 Jahren. Vielleicht wollen die Leute auch beides , obwohl es nicht geht („Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.“). Darauf deutet zumindest die öffentliche Meinung (sprich: Bild-Schlagzeilen) hin.

Gruß

Volker

Hi,

das ist der Mathias. Nicht wundern, wenn er demnächst Stoiber o.ä. noch als Linksextremisten bezeichnet :smile:.

Wo ist denn die PDS eine linke Partei? Sie hat sich aus der
Staatspartei eines totalitären Systems entwickelt, mit
Kontinuität in der Funktionärsebene, aber mehr noch in der
Parteibasis. Nenn mir doch mal eine andere Partei, die
anteilsmäßig mehr ehemalige Offiziere, Soldaten und
Grenztruppen-Angehörige in ihren Reihen hat.

Ja und?
Erstmal hat die ca. 90% der Mitglieder über 60 Jahren, 50% über 70. Der junge Rest ist wohl der aktivere Teil und kommt auch zu nicht unerheblichen Teilen aus den alten Ländern.
Was ist daran cverwerflich, dass noch eine Menge ehemaliger Soldaten drin sind (ist das so?)? Die darfst du nicht mit BW-Offizieren vergleichen. Bei denen stand im Vordergrund eine gesellschaftswissenschaftliche Ausbildung (gibts nicht mehr) und irgendein anderes Fachdiplom. Das klingt ja fast wie „Killerbande“ bei dir.

Gruß
Frank

Hi,

Nenn mir doch mal eine andere Partei, die
anteilsmäßig mehr ehemalige Offiziere, Soldaten und
Grenztruppen-Angehörige in ihren Reihen hat.

Erstmal hat die ca. 90% der Mitglieder über 60 Jahren, 50%
über 70.

Ja, eben.

Der junge Rest ist wohl der aktivere Teil und kommt
auch zu nicht unerheblichen Teilen aus den alten Ländern.
Was ist daran cverwerflich, dass noch eine Menge ehemaliger
Soldaten drin sind (ist das so?)?

Kann ich nicht belegen. Ist vielleicht auch nicht so. Es drückt aber auf jeden Fall das aus, was imho der große Mangel der PDS ist.

Die darfst du nicht mit
BW-Offizieren vergleichen. Bei denen stand im Vordergrund eine
gesellschaftswissenschaftliche Ausbildung

Man könnte es auch „Indoktrination“ nennen.

(gibts nicht mehr)
und irgendein anderes Fachdiplom.

Studium oder Fachausbildung ist bei Bw-Offizieren auch üblich.

Das klingt ja fast wie
„Killerbande“ bei dir.

Ist vielleicht etwa zu krass ausgedrückt, geht aber in die richtige Richtung. Was ich eigentlich meinte, ist aber die Tatsache, dass viele
PDS-Mitglieder einen sehr autoritären Hintergrund haben(und das ist eine Soldaten-Laufbahn nun mal). Und das qualifiziert die Partei in meinen Augen nicht unbedingt als „linke Alternative“ in einem demokratischen Staat, da „links“ zumindest für mich auch immer was mit Freiheit zu tun hat.

Gruß

Volker

Hi!

Was ich dabei nicht verstehe: es gibt doch die PDS.

Wo ist denn die PDS eine linke Partei? Sie hat sich aus der
Staatspartei eines totalitären Systems entwickelt, mit
Kontinuität in der Funktionärsebene, aber mehr noch in der
Parteibasis. Nenn mir doch mal eine andere Partei, die
anteilsmäßig mehr ehemalige Offiziere, Soldaten und
Grenztruppen-Angehörige in ihren Reihen hat. Möchtegern
Luxemburg-Clone Wagenknecht und das bisschen sozialistische
Folklore ändern daran auch nichts.

Interessanter Standpunkt.

Das klassiche Sammelbecken für alle, denen die Grünen als
Sammelbecken für Altkommunisten noch nicht linksextrem genug
sind.

Linksextrem sind die Grünen schon lange nicht mehr, spätestens
seit „uns Joschka“ turnbeschuht zur Minister-Vereidigung
geschlendert ist. Und seit sie Regierungspartei sind, bekomme
ich zunehmend Zweifel, ober auch nur „links“ noch stimmt.

Links bis richtungslos trifft es aktuell.

Das
ist imho ja auch ein wesentlichr Kernpunkt des Problems,
obwohl die derzeitigen Wahlerfolge der Grünen zu 100 Prozent
auf die Abwanderung der SPD-Wähler nach (vermeintlich) links
zurückzuführen ist.

Ist das belegbar?

Eine neue Partei SWLVDSPD (sehr weit links von der spd) würde
ein paar versprengte und/oder frustrierte Altgewerkschafter
und unverbesserliche Superlinke anziehen.

Glaub ich nicht. Sie würde Wähler der Grünen und der SPD
abziehen und, wenn ihre „Gesichter“ glaubwürdig sind,
vielleicht noch ein paar bisherige Nichtwähler. 10-15 Prozent
könnten drin sein.

Maximal 10%. Keinesfalls die weiter oben erwähnten 20%.

Die breite Masse hat jedoch nach meiner Einschätzung bereits
verstanden, dass die Ziele dieser Leute nicht kompatibel sind
mit denen des Großteiles der Bevölkerung in diesem Land.
Da es nichts mehr zu verteilen gibt,

Ist das so? Glaubt die Mehrheit das? An beidem habe ich
erhebliche Zweifel.

Ich denke, dass die meisten kapiert haben, dass bei der Normalbevölkerung nicht mehr viel zu holen ist.
Viele rufen halt nach höheren Abgaben für die vermeintlichen „Reichen“ und für „die Unternehmen“. Dass beide Gruppen in einem solchen Fall das LAnd verlassen, kann man den Leuten ganz einfach darlegen.
Bei einem auch nur ansatzweise argumentativ cleveren Wahlkampf hätten unsere Neo-Linken also keine Chance.

Wer würde mit ihr koalieren wollen? Die SPD
keinesfalls, da sie ja genau ihr die Wähler abgegraben hat.
die Union ohnehin nicht. Die PDS mit ihren dann 10%, zusammen
mit den grünen mit 10% (wenn überhaupt), würde ebenfalls nicht
ausreichen.

Stimmt. Genau das würde passieren. Die „Linke“ (wenn man die
SPD aus weitgehend nostalgischen Gründen nochmal so bezeichnen
darf) würde noch weiter aufsplittern.

Vermute ich eben auch.

die nächste Regierung wird
unionsgeführt sein.

Höchswahrscheinlich. Allerdings kann bis zur nächsten Wahl
noch eine Menge geschehen.

Natürlich. Vielleicht jagen ja Fischer, Ströbele & Co. kurz vorher noch einen Zug in die Luft…

Und gnade diesen Leuten Gott, sollten sie die nun so lautstark
geforderten Reformen nicht auf den Weg bringen.

Sie werden es nicht schaffen.
Werden die Reformen wirklich lautstark gefordert? Glaube
nicht. Eher wollen die Leute, dass alles so bleibt wie es ist,
ober besser, dass es wieder so wird wie vor 20 Jahren.

Ich denke, dass der Großteil der Bevölkerung weiss, dass das nicht möglich ist.
Es will eben nur keiner, dass genau er selbst sparen muss…

Vielleicht wollen die Leute auch beides , obwohl es
nicht geht („Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.“).

Genau so sehe ich das.

Darauf deutet zumindest die öffentliche Meinung (sprich:
Bild-Schlagzeilen) hin.

Irgendwann erreichen wir die kritische Masse an Arbeitslosen. Nämlich dann, wenn es in jeder Familie einen getroffen haben wird. Das schätze ich wird bei ca. 8-9 Mio. spätestens der Fall sein. Soweit werden wir in 10 Jahren sein.
Was dann bei 10 Mio. passieren kann, wissen wir aus der Geschichte…

Grüße,

Mathias

Hi,

Was ich dabei nicht verstehe: es gibt doch die PDS.

Wo ist denn die PDS eine linke Partei? Sie hat sich aus der
Staatspartei eines totalitären Systems entwickelt, mit
Kontinuität in der Funktionärsebene, aber mehr noch in der
Parteibasis.

Die PDS ist die umbenannte SED. Wenn mir jetzt jemand weis machen will, daß die nicht linksextrem ist, dann behaupte ich, daß eine NSDAP - wenn es sie denn gäbe - nicht rechtsextrem wäre, aber ich würde mich selber für verrückt halten.

Gruß, Infotalk

Hi,

Die PDS ist die umbenannte SED. Wenn mir jetzt jemand weis
machen will, daß die nicht linksextrem ist, dann behaupte ich,
daß eine NSDAP - wenn es sie denn gäbe - nicht rechtsextrem
wäre, aber ich würde mich selber für verrückt halten.

Kommt natürlich drauf an, wie man „links“ definiert. Für mich war die SED keine linke Partei, nur weil sie in einem Staat herrschte, der sich das Etikett „sozialistisch“ aufklebte, aber in vielen Aspekten totalitär war.

Gruß

Volker

Hallo,

bitte Herrn Fischer und seine Vergangenheit, ebenso Herrn Trittin und Frau Roth nicht vergessen. Denn wenn sich angeblich der Mensch nicht ändert, nicht ändern kann, und seine Ursprünge behält, dann frage ich mich, ob Fischer für Dich ein Gangster ist, der bewusst durch Fusstritte auf am Boden liegenden Polizisten deren Tötung in Kauf nahm. Rein juristisch nämlich nimmt ein Täter, der auf eine am Boden liegende wehrlose Person eintritt den Tod dieser Person billigend in Kauf.

Gruss Günter

Was ich dabei nicht verstehe: es gibt doch die PDS.

Wo ist denn die PDS eine linke Partei? Sie hat sich aus der
Staatspartei eines totalitären Systems entwickelt, mit
Kontinuität in der Funktionärsebene, aber mehr noch in der
Parteibasis.

Die PDS ist die umbenannte SED. Wenn mir jetzt jemand weis
machen will, daß die nicht linksextrem ist, dann behaupte ich,
daß eine NSDAP - wenn es sie denn gäbe - nicht rechtsextrem
wäre, aber ich würde mich selber für verrückt halten.

Gruß, Infotalk

Hallo Volker,
dann mußt Du mir schon den Linksextremismus neu definieren.
Wenn dazu die von der SED-Nomenklatura verursachten Schäden nicht reichen?
Als da sind:

  • Errichtung einer Diktatur und Verweigerung der Demokratie für die Bevölkerung;

  • mitverantwortlich für die 40 Jahre Teilung Deutschlands;

  • Verweigerung freier demokratischer Wahlen;

  • Eingrenzung von 17 Millionen Menschen;

  • Schießbefehl und Ermordung hunderter Menschen;

  • verantwortlich für über 4 Millionen Flüchtlinge;

  • verbrecherische Eigentumsentziehungen;

  • Schikanöse Einmauerung von zwei Millionen Westberlinern;

  • militärischer Einmarsch in ein Nachbarland; …

  • Verweigerung der Freizügigkeit;

  • Verhinderung der Meinungsfreiheit;

  • Verwehren des Streik- und Demonstrationsrechtes;

  • Negieren der Pressefreiheit;

  • parteiabhängiges Recht und ideologisiertes politisches Strafrecht;

  • ständige Rechtsbrüche und Rechtsbeugungen;

  • 390.000 politische Häftlinge ; davon 190.000 Tote ;

  • lebens- und gesundheitsgefährdender menschenunwürdiger Strafvollzug;

  • offene und versteckte Zwangsarbeit;

  • Ausweisungen und Zwangsumsiedlungen;

  • Kommunikationsbehinderung der Menschen;

  • Eingrenzung des Konsumangebotes der Menschen;

  • Verweigerung des Tarifrechtes für die Arbeitnehmer;

  • einseitige ideologische Ausrichtung des gesamten öffentlichen Lebens;

  • ideologische Indoktrinierung des Bildungswesens;

  • Erziehung der Jugend zum Haß und zum militärischen Einsatz;

  • Vergewaltigung der Freiheit von Lehre und Forschung;

  • Indoktrinierung von Kunst und Literatur;

  • vielfältige Geschichtsfälschung;

  • Überwachung der Bevölkerung durch ein Geheimdienstsystem;

  • Beeinträchtigung der freien wirtschaftlichen Entfaltung;

  • Erpressung zum Wohlverhalten durch Prämien und Vergünstigungen;

  • ständige Verletzung der menschlichen Würde zur Erhaltung des Regimes;

  • Gewährung erheblicher Privilegien an die Nomenklatura zu Lasten der Bevölkerung;

  • schleichende Zerstörung aller wirtschaftlichen Bereiche;

  • rücksichtslose Ausbeutung des Bodens zu Lasten von Mensch und Natur;

  • gewaltige Umweltschäden durch Verschmutzung von Wasser, Luft und Erde;

  • Verkommenlassen des Straßen- und Schienennetzes;

  • Lädierung aller Stadtbilder durch Vernachlässigung der Altbausubstanz;

  • miserabler Wohnungsbau;

  • zurückgebliebene Technologie;

  • Vernachlässigung des Gesundheitswesens und der sozialen Einrichtungen.“

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM) ergänzte diesen Schreckenskatalog sogar noch: Neben der „planmäßigen Hasserziehung in allen Bildungseinrichtungen“ nannte sie

  • den obligatorischen Wehrkundeunterricht und vormilitärische Ausbildung der Jugendlichen;
  • Verpflichtung aller Geistesschaffenden - die Richter vorrangig eingeschlossen - zur
    Parteilichkeit;
  • den allgegenwärtigen Staatssicherheitsdienst;
  • die Begünstigung des internationalen Terrorismus;
  • den intrasystematischen Terror durch hohe Freiheitsstrafen;
  • Folter und unmenschliche Haftbedingungen;
  • Zwangsadoptionen;
  • Zwangsmitgliedschaft in paramilitärischen Kampfgruppen;
  • ca. 1.000 rechtswidrige Tötungen an Mauer und innerdeutscher Grenze;
  • Hinrichtungen „aus erzieherischen Gründen“;
  • Morde, die als Selbstmorde oder Unfälle getarnt wurden.

mehr dazu unter http://www.stasiopfer.de

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

es ging weniger um Extremismus oder (was in diesem Fall besser passt, weil es sich um staatliche Repression handelt) um Totalitarismus, sondern um die Einordnung als „links“. Und da hab ich bei der PDS aus besagten Gründen meine Zweifel.

Gruß

Volker

Hallo,

es ging weniger um Extremismus oder (was in diesem Fall besser
passt, weil es sich um staatliche Repression handelt) um
Totalitarismus, sondern um die Einordnung als „links“. Und da
hab ich bei der PDS aus besagten Gründen meine Zweifel.

Man sollte sich einfach einmal über - auch ich verwende diese unsinnigen Zuordnungen - denn sie sind einfach haltlos - von Links und Rechts - wie es zu dieser Einteilung gekommen ist. „Links“ und „Rechts“ wurden in der BRD dadurch zum Sprachgebrauch, weil die SPD links im Bundestag sass und die CDU rechts. Es ist also purer Zufall, dass die SPD nichts „rechts“ ist und die CDU „links“. Und damit hat sich dann auch - zweifelhaft - sozialdemokratisch und/oder sozialistisch als links manifestiert und das konservative Lager wurde als rechts eingeordnet.

Gruss Günter

Hi,

„Links“ und „Rechts“ wurden in der BRD dadurch zum
Sprachgebrauch,

wenn ich mich nicht irre, kommt das aus der Weimarer Republik oder sogar von noch früher.

Gruß
Frank

.