Durch Googlen habe ich herausgefunden, dass es sich um „Dissoziation“ handelt, wenn ich abends im Bett liege, und mir kommt mein Körper unwirklich vor, oder mein Kopf 4 Meter dick oder meine Arme winzig wie bei einer Maus. Oder die Wand ist kilometerweit weg, obwohl ich sie gar nicht sehen kann im dunkeln.
Früher hatte ich sowas häufig nach stressigen Situationen oder bei Schlafmangel, wenn ich mich dann endlich schlafen legen konnte.
Aber nun kommt das immer häufiger vor, und dabei habe ich weder Stress, noch schlafe ich schlecht und sonst hat sich nichts in meinem Leben geändert.
Ab wann sollte einen das beunruhigen? Wann sollte ich damit zum Arzt?
Hey,
da hst du aber ein wundervolles Talent entdeckt. Um das auch nur annähernd zu erfahren, geben manche viel Geld aus.
Mein Rat: Du solltest das unbedingt kultivieren und die Kunst des Träumens entwickeln. Auf diese Weise habe ich schon manche Bücher geschrieben.
Ganz ohne Hilfe und ohne eigene Arbeit wird es wohl nicht gehen.
Vorab empfehle ich dir dich mit Milton Erickson zu beschäftigen. Auch er wurde ein Meister. Dann lies auch alle Bücher von Carlos Castaneda und lass dich „verzaubern“.
Hallo, da du diese Frage im Brett Psychologie schreibst, sollte diese Frage auch aus dieser Ecke heraus beantwortet werden.
Sehr häufig sind dissoziative Zustände die Folge von traumatischen Erlebnissen, die den Menschen in irgendeiner Weise auch im späteren Leben noch belasten können, meistens dann, wenn er zur Ruhe kommen will. Wenn es tatsächlich zu Belastungen kommt, mit Schlafstörungen oder solchen Einschränkungen im Alltag, dass dieser nicht mehr bewältigt werden kann, spätestens dann ist eine professionelle Hilfe aus dem Bereich der Psychologie sehr sinnvoll! Solange du Wahrnehmungen hast, die dir weder Angst machen, noch dich in irgendeiner Weise einschränken, kannst du natürlich auch erstmal deine HausärztIn fragen, wie es bei dir dazu kommen kann. Immerhin ist hier die Wahrnehmung verändert, was auch auf Substanzen/ Medikamente/ Suchtmittel die du eingenommen haben könntest, zurückführbar sein kann.
Gute Gesundheit wünscht Thelma
Wenn es tatsächlich zu
Belastungen kommt, mit Schlafstörungen oder solchen
Einschränkungen im Alltag, dass dieser nicht mehr bewältigt
werden kann, spätestens dann ist eine professionelle Hilfe aus
dem Bereich der Psychologie sehr sinnvoll!
In meinem Leben hat sich nichts verändert, mir geht es ausgesprochen gut - ich denke kaum, dass es durch ein Trauma oder zu viel Stress hervorgerufen wird.
Kann soetwas durch irgendwelche neurologischen Probleme ausgelöst werden? Ich habe z.B. auch Migräne mit einer ausgesprochen intensiven Aura (geht bis zur Körperlähmung und kann dann nicht mehr sprechen).
Solange du
Wahrnehmungen hast, die dir weder Angst machen, noch dich in
irgendeiner Weise einschränken, kannst du natürlich auch
erstmal deine HausärztIn fragen, wie es bei dir dazu kommen
kann.
Mein Hausarzt ist nicht Dr. House und hat für solche Probleme sicherlich keine Zeit, er würde mich direkt zum Psychologen/Psychiater/Neurologen überweisen und dort bekommt man Termine frühestens in sechs Monaten…
Immerhin ist hier die Wahrnehmung verändert, was auch
auf Substanzen/ Medikamente/ Suchtmittel die du eingenommen
haben könntest, zurückführbar sein kann.
Ich nehme keine Drogen Und auch sonst keine Medis.
Allerdings - ich arbeite fast ausschließich im Stehen, wodurch sich mein Rücken/Nacken häufiger mal verspannt. Ich habe wenig Schmerzen, aber kann sowas auch durch Minderdurchblutung zustande kommen?
Hast du dieses Phänomen schon länger oder erst seit einiger Zeit? Gleiche Frage bezogen auf die Migräne. Hast du das denn überhaupt schon einmal einen Arzt geschildert? Bist du mit der Migräne bei einem Facharzt in Behandlung?
So etwas kann durchaus neurologische Ursachen haben. In Kombination mit den Kopfschmerzen ist das jedenfalls etwas, was in jedem Fall in die Hände eines Neurologen (NICHT Psychologen!) und diagnostisch abgeklärt gehört. Deine „solchen Probleme“ können handfeste organische Ursachen haben, die man erst einmal ausschließen muss. Da diese, ohne dich unnötig zu beunruhigen, möglicherweise ernst sein können, kann ich mir kaum vorstellen, dass dein Hausarzt das auf „Psychoecke“ abschiebt, wie du das hier andeutest. Du solltest das im eigenen Interesse zeitnah abklären lassen.
Hast du dieses Phänomen schon länger oder erst seit einiger
Zeit? Gleiche Frage bezogen auf die Migräne. Hast du das denn
überhaupt schon einmal einen Arzt geschildert? Bist du mit der
Migräne bei einem Facharzt in Behandlung?
Die Migräne ist vollständig abgeklärt (soweit man das bei Migräne sagen kann, aber ich wurde 3 Tage in einem neurologisch spezialisierten Krankenhaus auf den Kopf gestellt, sodass als Ausschlussdiagnose nur Migräne bleibt. Alle Symptome passen: einseitige Aura, Kopfschmerz auf der gegenüberliegenden Schädelseite etc.).
Diese dissoziativen Wahrnehmungen beim Einschlafen habe ich schon seit meiner Kindheit, allerdings bislang eben nur nach stressigen oder aufregenden Tagen, bzw. bei Schlafmangel. Ich habe vor diesem Gefühl auch keine Angst, ich bleibe ruhig dabei, nur einschlafen geht nicht. Ich muss dann Licht anmachen und aufstehen, um mich daraus zu „befreien“. Danach ist es meistens weg. Selten habe ich das auch manchmal am Tage, z.B. wenn ich im Chor singe, aber da schiebe ich es auf leichte Hyperventilation Es ist auch da nicht so schlimm wie manchmal abends im Bett. Die Leute scheinen mir nur etwas entfernt zu sein, es fühlt sich fast an, wie der Beginn einer Migräneaura. Man hat etwas den Eindruck, als würde man das Wahrgenommene durch einen Fernseher sehen und hören. Es ist schwer zu beschreiben.
Meine Frage ist halt nur, ob das auf irgendwas hindeuten kann, wo man drauf achten sollte.