Disziplin und Askese Der Weg zum Wahnsinn

Hallo

also ich muss nun nochmal fragen da ich zwar gute Ansätze hier bekommen habe aber nicht sicher bin wie ich diese Umsetze oder ob ich dann abdrehe.

Wir reden davon geplant zu handeln und das möglichst so dass alle Auswirkungen positiv sind.
Also mein Konzept des lebens zu überdenken und dann die Wege zu definieren und diese zu gehen.

An einem weiteren Beispiel. Ich habe 10Kg übergewicht, verzichte ich länger auf Zucker sollte man mich irgendwo einschließen und keine Waffe sollte in der Nähe sein. Obwohl ich also weiss das Zucker schlecht ist esse ich es bei Verlangen trotzdem (Optima für mich, suboptima aus Sicht der Logik).

Soviel habe ich verstanden. Zucker, Alk, TV usw sind aber auch drogen, damit muss man anders umgehen als vielleicht mit anderen sachen des lebens!(??)
Stimmt das so? Oder hat jeder Mensch seine eigenen Drogen die er nehmen muss?
Ist am Ende alles eine Droge?

Ich hab schon gehört das Laufen eine Droge ist, oder Thaichi…

Wieso ich diesen „Schwachsinn“ frage (für mich ist es kein Schwachsinn).

Weil ich merke dass mein Optima (also das Suboptima) mich nicht weiter bringt.
Ich muss und will es ändern nur ich kann es in nur ganz ganz ganz also wirklich ganz kleinen für mich zu kleinen schritten.

Ich Frage mich ob das nicht ein Fehler sich zu geiseln, aber dass kann es doch nicht wenn man das Ergebnis sieht?
Ich frage mich ob man da dann noch merkt wenn was schief geht?

Mein Problem ist nähmlich dass ich ein extremist bin.
Ich fing sehr spät an zu rauchen, rauchte aber dann 60 Zigs am Tag und trank 2 Kannen kaffe. Mein Büro war ein Nebel.
Ich versuchte langsam aufzuhören aber es ging nicht, also versuchte ich es erst garnicht richtig. Dann habe ich versucht schnell aufzuhören und rauchte eine Woche nix.
Dann habe ich mich 6 Wochen mental darauf vorbereitet nichts mehr zu rauchen. Habe mir eine Woche frei genommen( es war silvester) und hörte damit auf.
Ich kann also, glaube ich, den Weg nicht langsam gehen, weil mir die Tolleranzfähigkeit fehlt.
Ich weiss nur nicht ob wenn ich ihn mit Gewalt gehe ich keinen Fehler mache.

Kann man sowas nachlesen?

Die Chinis machens doch auch. Die Mönche usw.

Ich weiss ich verlange hier viel, finde ich eine Lösung zu dem Problem habe ich sozusagen mein Leben in neue Dimensionen gehoben.
Aber ich bin es leid weiter die Konsequenzen meines aktuellen handelns zu ertragen

Daniel

Hallo Daniel,
wir sind alle mißbraucht von Kräften, die wir nicht durchschauen und von Kräften gelenkt, die wir nicht kontrollieren können.
Also, machst du das schon recht gut; vergnüglich am Leben zweifeln ist ehrenhaft.
Das Gefühl der Jugend, mehr zu wollen als man bekommt … und erst unter Zweifel
erfahren, dass das Leben überreichlich war, erhält man im Alter, so kann ich es dir sagen.
Auch ich bin fortwährend damit beschäftigt, die quer zu Lebensgeschichte liegenden Dinge
beiseite zu räumen.
Und dass der Lebensprozess leicht ist, behauptet nur die, die, die Zerbrechlichkeit des Menschen unberücksichtigt lassen.
Wenn du traurig bist und sterben willst, denk an die, die traurig sind, weil sie sterben müssen. Auch Therapeuten versuchen ‚nur‘ neurotisches Elend in normales menschliches Leid zu verwandeln. Also mache es dir nicht zu schwer, habe Geduld mit dir.
Mit Gruß und einem Link
http://www.zeitzuleben.de/artikel/geschichten/wer-bi…

Daniel:
Es ist doch ganz einfach, entweder Du handelst auf die eine Weise oder auf die andere. Solange die Möglichkeit besteht auch anders zu handeln, bist Du frei es zu tun.
Psychologische Ausreden, dass Du etwas, das Du willst nicht tun kannst verstärken eher den Effekt, dass Du es nicht hinkriegst, als wenn Du Dir einmal eingestündest Du KANNST es, aber Du willst nur nicht.
A oder B, nicht sehr kompliziert: Entweder Du willst oder Du willst nicht.

Bei dieser Entscheidung, die nur Du ganz allein für Dich treffen kannst, hilft Rat von außen wenig. Du musst selbst wissen, was Du tust, Du bist frei.

Disziplin und Askese als Mittel zum Ziel
Wenn Du ein Ziel vor Augen hast, erübrigen sich sämtliche Versuchungen.
Du tust dann, was Deinem Ziel dient oder Dich ihm näher bringt.
Der ganze Kram, Alk, Drogen, Rauchen usw. wird dann sinnlos und erübrigt sich von selbst.
Auch Disziplin oder Askese ergeben sich dann von selbst aus reiner Notwendigkeit oder weil Du schlicht keine Zeit mehr zum Essen hast sogar zB. (sondern nur zB arbeitest - ganz so krass isses wohl meistens nicht, kann aber oft doch tatsächlich 'mal so kommen)
Du bist dermaßen ‚drin‘ in dem, was Du Dir vorgenommen hast, daß alles andere unwichtig wird.
Du ißt und trinkst nicht mehr aus Lust oder Appetit, sondern, weil Du denkst, Dein Körper könnte ein bißchen Nahrung oder Wasser vertragen, damit er weiter funktioniert und Du fit bleibst und Du weitermachen kannst.
Da mußt Du gar nichts mehr erzwingen.
Ziel, Vision, Plan … das sind so die Stichworte.
Begeisterung, Ehrgeiz, Wille, und so Sachen.
Was immer Du willst.
Es ergibt sich von allein.