Diverse Expertenfragen zur Telefonleitung

Hallo Wissende,

ich habe ein paar kurze Fragen. Kurz zur Situation, ich bin seit Oktober in meine neue Studenten-1Zi-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus eingezogen. Eine der ersten Impressionen war das aus der Wand hängende Telefonkabel, um das es hier jetzt auch gehen soll. Angeschlossen wurde eine TAE-F 6 Telefondose.

In Sachen Telekommunikation/Telefonanlagen habe ich leider keine Erfahrung - wohl mal einen Splitter, Modem etc. angeschlossen, mehr dann allerdings auch nicht. Aber ich bin leidenschaftlicher Bastler, und lerne immer gerne was Neues… zu den Fragen:

  • Das Telefonkabel ist vieradrig, eine rote, eine rote mit einem blauen Balken, eine rote mit einem paar blaue Balken nah beieinander, das letzte mit einem paar Balken weit auseinander. Soweit so gut, auf Wikipedia habe ich erfahren, dass La die rote Leitung und Lb die mit einem blauen Balken ist. Jedoch sollte ich zwischen diesen beiden Leitungen eine Spannung von irgendwo zwischen 30 und 72V messen. Nichts wars. Spaßeshalber habe ich einfach mal alle Leitungen gegeneinander gemessen, Wechsel- wie Gleichspannung. Ich konnte nichts messen. Das Voltmeter funktioniert.
    Darum die Frage, bei der „Freischaltung“, die ein Techniker immer machen muss, bevor man sich ins Internet einwählen kann … wird da die Leitung tatsächlich erst „angeschlossen“, oder hätte ich schon eine Spannung messen können sollen???

  • Über die beiden anderen Leitungen habe ich nichts gefunden, ich vermute das sind die oft erwähnten „Durchschleifleitungen“? Was hat es damit auf sich? Diese muss ich ja, wenn ich das richtig verstanden habe, gar nicht an die TAE-F 6 Dose angeschlossen werden, oder?

  • Ist die TAE-F 6 Dose, die ich geholt habe, überhaupt die richtige?? Ich bekomme Alice-Internet, bekomme ich dazu auch einen Splitter, der dann vors Modem muss? Wie verhält sich das im Mehrfamilienhaus? Gibt es da so etwas wie einen „Hauptsplitter“ im Keller, oder hat hier jeder seine eigene Telefonleitung, vor die dann jeweils der Splitter muss?? Sollte ich keinen Splitter brauchen, muss ich dann eine TAE-N Dose anschließen? Wenn ich es richtig gelesen habe, werden Modems ja an eine N-Dose angeschlossen.

  • Und dann noch zur „rechtlichen“ Situation, ich habe gelesen, dass die Telekom bis zur ersten TAE Dose verantwortlich und auch Inhaber dieser ist. Ist das so? Könnte ich dann einen „korrekten Anschluss“ erbitten? Oder ist das dann Sache der Vermieterin?

So, ich denke das war es jetzt mal. Einen teuren Techniker kann ich mir leider nicht leisten, deswegen freue ich mich hier über jedes bisschen Fachwissen. Sollte es ähnliche Threads schon gegeben haben, vergebt mir, ich habe 2 Stunden gesucht, aber beim tethern übers Handy sind nur 5kb/s drin, und damit ist so eine Suche nicht so ertragreich :wink:

Vielen Dank im voraus!

Grüße

Hallo,

Aber ich bin
leidenschaftlicher Bastler, und lerne immer gerne was Neues…

schön und damit machst du es dann der Störungshotline schwer, wenn es nicht funktioniert.

„Ich habe kein Internet und Telefon, es muss an der Leitung liegen, ich habe nichts gemacht!“

Ok soweit so gut, also die Telekom, bzw der Leitungsinhaber ist bis zur ersten TAE zuständig. Diese wird bei Bedarf auch von einem Techniker ausgewechselt bzw angebracht und ist für den Kunden kostenlos. Stellt sich heraus, das der Kunde selber alles vermurkst hat, trägt der Kd die Technikerkosten.

So…und jetzt viel Spass beim Basteln, der Mitarbeiter der Störungshotline freut sich schon auf deinen Anruf :wink:

Gruß
Roland

Achja, was wäre solch ein Forum ohne diese Antworten…

Herzlichen Dank, damit weiß ich jetzt zwar immer noch nicht, ob in einem Mehrfamilienhaus die TAE-Dose in MEINER Wohnung auch als erste TAE-Dose gilt und die dann kostenlos bekomme, geschweige denn ob an der Leitung eine Spannung hätte Messbar sein müssen oder ob das erst mit der „Freischaltung“ kommt…

Selbst wenn ich es nachher den Telekom-Techniker machen lasse, weiß ich gerne mehr als vorher.

Wer nicht helfen will, sondern nur wichtige Sprüche und heiße Luft ablassen möchte, der darf sich die Antwort gerne sparen.

Über freundliche hilfreiche Antworten freue ich mich natürlich weiterhin :smile:

Beste Grüße

Achja, was wäre solch ein Forum ohne diese Antworten…

Antwort nicht genehm? UPS, Sorry.

Selbstverständlich hat jede abgeschlossene Mietpartei Anspruch auf einen eigenen Telefonanschluss und somit auf eine Tae Dose.
Diese zählt dann auch als erste Tae.
Dachte das wäre eine rhetorische Frage, weil doch sehr ungewöhnlich, Sorry nochmal :wink:
Naja, anscheinend dachtest du ja wirklich das in einem Mehrfamilienhaus nur der Mieter unten links einen eigenen As hat.

Wenn dich dann der Techniker freigeschaltet hat an der APL dann hast du auch Spannung auf der Dose. Es sei denn der As wurde am APL nicht abgeklemmt.

Gruß
Roland

Darum die Frage, bei der „Freischaltung“, die ein Techniker
immer machen muss, bevor man sich ins Internet einwählen kann
… wird da die Leitung tatsächlich erst „angeschlossen“, oder
hätte ich schon eine Spannung messen können sollen???

Wenn der Anschluss noch vor Kurzem geschaltet war UND der Anschluss ein klassischer analoger oder ISDN Anschluss war, dann hättest du eine Spannung gemessen.

War er schon länger tot, dann ist die Leitung auch tot.
War es ein VoIP-Anschluss, dann würde nur ein Hochfrequenz-Signal anliegen, dass vom Multimeter nicht erfasst würde.

  • Über die beiden anderen Leitungen habe ich nichts gefunden,
    ich vermute das sind die oft erwähnten
    „Durchschleifleitungen“?

Nein, Ausgleichsadern findet man nur im Hausanschlusskasten.

Was hat es damit auf sich? Diese muss
ich ja, wenn ich das richtig verstanden habe, gar nicht an die
TAE-F 6 Dose angeschlossen werden, oder?

Leider kann man nur raten, was angeschlossen werden muss.
Du kannst es nicht wissen. Und wenn da kein Amt (analog/ISDN, kein VoIP) drauf ist, dann kannst du auch nichts messen.

Hi xstrom,

super, vielen Dank! Die Leitung ist wohl schon länger tot, da die Vormieterin 2 Jahre keinen Festnetzanschluss hatte.
Ich denke mal nicht, dass ich im Kreis Esslingen im VoIP Gebiet bin.

Vielen Dank für die Infos!

Hi Roland,

hatten uns auf dem falschen Fuß erwischt, aber die erste Antwort hätte auch echt ausbleiben können :wink:
Ich wohne jetzt das erste mal im Mehrfamilienhaus, daher habe ich keine Ahnung, wie die Telefonanlagen da aussehen (ob es einen zentralen Verteiler im Keller gibt o.ä.). Daher fand ich die Frage jetzt auch nicht sooo unberechtigt.

Trotzdem danke für die aufschlussreichen Antworten!

Hi xstrom,

super, vielen Dank! Die Leitung ist wohl schon länger tot, da
die Vormieterin 2 Jahre keinen Festnetzanschluss hatte.

Jau, dann wird eine Leitung nicht weiter reserviert und die dafür mal benötigten Adern wurden inzwischen ggf. für andere Anschlüsse geschaltet. Kein Problem - es muss halt nur wieder ein Techniker raus und schlimmstenfalls von Straßenverteiler zu Straßenverteiler wieder zwei Adern bis zu dir schalten.

Ich denke mal nicht, dass ich im Kreis Esslingen im VoIP
Gebiet bin.

Alice ist fast überall VoIP und KEIN „echter“ Telefonanschluss.
Voraussetzung ist nur, dass DSL da ausreichend schnell ist.
Und dann wirst du vermutlich auch keinen Splitter bekommen.

Wer die Kosten für die Montage der „1. TAE-Dose“ trägt, weiß ich nicht.
Die Schalterei der beiden Adern quer durch die Pampas erledigt der Netzbetreiber auf jeden ohne zusätzliche Berechnung durch den Telefonanbieter.

Vielen Dank für die Infos!