Im Hinblick auf den ab 2007 drastisch reduzierten Freibetrag für Kapitalerträge wird eine „Umschichtung in Dividendenpapiere“ empfohlen.
Da hab ich mal 2 Fragen dazu:
- Fallen darunter nur Akten oder auch Fonds?
- Wie findet man solche (ertragreichen) Dividendenpapiere?
Danke für Eure Hilfe!
Karl
Hallo,
Im Hinblick auf den ab 2007 drastisch reduzierten Freibetrag
für Kapitalerträge wird eine „Umschichtung in
Dividendenpapiere“ empfohlen.
wer empfiehlt denn sowas? Das Finanzamt? Und zu was soll denn die Investition in Dividendenpapiere eine Alternative sein?
Gruß,
Christian
Hallo Christian!
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Capital“ steht auf S. 89 im Hinblick auf die Gesetzesänderungen betr. Sparerfreibetrag zum 1.1.2007 u.a.:
„Strategie: […] Umschichtungen in Dividendenpapiere könnten sinnvoll sein, denn Ausschüttungen fließen weiter nur zur Hälfte in die Steuerrechnung ein […]“
Gruß
Karl
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Hallo Karl,
da würde ich vorsichtshalber mal das Finanzamt oder einen Steuerberater fragen. Inwieweit das Halbeinkünfteverfahren für Privatpersonen bei Dividenden gilt, weiß ich nicht. Bin da eher skeptisch.
Ansonsten können das Aktien direkt oder auch Fonds sein. Ein Direktinvestment in Aktien ist aber erst ab sehr großen Summen wirklich sinnvoll. Ansonsten ist das Einzelwertrisiko einfach zu groß.
Es gibt auch Fonds, die spieziell in Dividendenstarke Titel investieren. Diese haben den Begriff „Dividende“ dann oft auch im Namen.
Ob das allerdings anlagestrategisch Sinn macht ist zu prüfen. Immerhin wäre ja auch die Vermeidung von Kursgewinnen ein „Steuersparmodell“, aber halt nicht wirklich ertragreich… .
Viel Erfolg.
Gruß Schorsch
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In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Capital“ steht auf
S. 89 im Hinblick auf die Gesetzesänderungen betr.
Sparerfreibetrag zum 1.1.2007 u.a.:
„Strategie: […] Umschichtungen in Dividendenpapiere könnten
sinnvoll sein, denn Ausschüttungen fließen weiter nur zur
Hälfte in die Steuerrechnung ein […]“
Also du meinst Umschichtungen von Anleihen in Aktien. Na ich hoffe das „Capital“ auch dabei geschrieben hat, dass man damit auch höhere Risiken eingeht.
Dividendenpapiere sind historsich betrachtet eine gute Anlage gewesen, was nicht für die Zukunft so sein muss, auch wenn ich selber viel von einer Dividendenstrategie / Valuestrategie halte.
Entscheident für den Anlageerfolg ist aber die Dividende plus Kursentwicklung.
- Fallen darunter nur Akten oder auch Fonds?
Die anfallenden Erträge in den Fonds sind entsprechend zu versteuern, sofern es eben Dividendenerträge sind.
- Wie findet man solche (ertragreichen) Dividendenpapiere?
Naja, wie schon gesagt, der „Ertag“ ist die Dividende plus Kursentwicklung. Und mit Empfehlungen sollte man vorsichtig sein.
Aber wenn du Fonds suchst die diese Stragtegie spielne, so ist unter anderem der BWI (vormals BWK) DividendenStrategie Europa zu nennen.
Dieser hat schon eine längere Historie und war sehr erfoglreich.
Weiter gibst es u.a. DWS Top Dividende oder UniDividendenAss, mit einer sehr kurzen Historie.
Gruss
Börsenfan1968
Halbeinkünfteverfahren gilt für Privatpersonen.
Hallo Karl,
da würde ich vorsichtshalber mal das Finanzamt oder einen
Steuerberater fragen. Inwieweit das Halbeinkünfteverfahren für
Privatpersonen bei Dividenden gilt, weiß ich nicht. Bin da
eher skeptisch.
Natürlich gilt das Halbeinkünfteverfahren bei Dividenden für Privatpersonen.
Sorry, aber sollte eigentlich jeder wissen der in Aktien investiert.
Nix für ungut
Gruss
Börsenfan1968
Natürlich gilt das Halbeinkünfteverfahren bei Dividenden für
Privatpersonen.
Sorry, aber sollte eigentlich jeder wissen der in Aktien
investiert.
Dann ist ja gut, dass ich es jetzt auch weiß 
Hallo Karl,
„Strategie: […] Umschichtungen in Dividendenpapiere könnten
sinnvoll sein, denn Ausschüttungen fließen weiter nur zur
Hälfte in die Steuerrechnung ein […]“
dsa stimmt zwar, aber wenn Aktien in Deiner Anlagestrategie vorkommen, weil Du bspw. von steigenden Zinsen und/oder fallenden Aktienkursen ausgehst, bringen Dir derartige Pauschaltips, die einer kurzfristigen Steuerentlastung dienen sollen, gar nichts.
Hinzu kommt, daß die geplante Abgeltungssteuer Kursgewinne stärker belasten wird als die geltende Regel (nach der die realisierten Kursgewinne u.U. sogar steuerfrei sind). Da Kursgewinne auch bei Aktien mit hoher Dividendenzahlung Teil der Renditeerwartung sind, kann die Umschichtung auch ganz nach hinten losgehen.
Grundsätzlich sollte sich eine Anlagestrategie nicht ausschließlich an steuerlichen Erwägungen orientieren. Es bringt nichts, die Steuerlast zu reduzieren, wenn gar keine steuerpflichtigen Gewinne anfallen.
Gruß,
Christian
P.S.
Achso: Aktienfonds fallen nach der Strategie der capital auch unter Dividendenpapiere.
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