DLF Dreiländerfonds (offener Immo-Fonds)

Hallo Zusammen,

ich bin auf der Suche nach Antworten, um ein bisschen die Funktion eines offenen Immobilienfonds zu verstehen.

Wenn man z. B. Anteile an dem o.g. Fonds besitzt, heißt das doch, dass man auch Anteile an den Objekten (Immobilien), welche in dem Fonds zusammengeschlossen sind, besitzt. Demnach müsste man an den Kosten, aber auch an den Einnahmen anteilig beteiligt werden. Man wäre doch sozusagen „anteiliger“ Vermieter.

Wenn man z. B. im Jahr 1998 für Betrag „X“ Fondsanteile erworben hat, und sich der Immobilienwert laut Papier halbiert hat, müssten meine Anteile nun auch nur noch halb so viel Wert sein.

Kann man diese Fondsanteile jetzt nicht wieder zum jetzigen (halben) Immobilienwert verkaufen?

Gibt es Fristen, bis zu denen man die Anteile nicht verkaufen kann, z. B. frühestens im Jahr 2014?

Nach dem Kauf hat dieser Fonds 7% Rendite abgeworfen. Seit 2 Jahren gibt es keine Rendite mehr (weniger Mieteinnahmen?). Kann es sein, dass man irgendwann sogar noch draufzahlen muss?

Hat der Besitz dieser Fondsanteile den Effekt, dass man als „Vermieter“ Steuern sparen kann?

Wenn ja, was passiert, wenn man diese Fondsanteile an mehrere Personen weiter vererbt?

Wie Ihr seht, gibt es eine Menge Fragen zu einer solchen Anlageform. Mir fallen noch viele weitere ein, es soll aber fürs Erste reichen. Ich bin gespannt auf Eure Antworten.

Vielen Dank

Roland

Halt !!! ist ein geschlossener Immo-Fonds
Sonst bleiben die Fragen aber gleich.

Roland

Hallo Roland,

Wenn man z. B. Anteile an dem o.g. Fonds besitzt, heißt das
doch, dass man auch Anteile an den Objekten (Immobilien),
welche in dem Fonds zusammengeschlossen sind, besitzt. Demnach
müsste man an den Kosten, aber auch an den Einnahmen anteilig
beteiligt werden. Man wäre doch sozusagen „anteiliger“
Vermieter.

richtig.

Wenn man z. B. im Jahr 1998 für Betrag „X“ Fondsanteile
erworben hat, und sich der Immobilienwert laut Papier halbiert
hat, müssten meine Anteile nun auch nur noch halb so viel Wert
sein.

auch richtig.

Kann man diese Fondsanteile jetzt nicht wieder zum jetzigen
(halben) Immobilienwert verkaufen?

Darin besteht eben der Nachteil von geschlossenen Fonds, dass man diese nicht leicht verkaufen kann. Einzige Alternative ist die Anteile am Zweitmarkt zu veräußern. Da musst du wohl aber mit einem weiteren Abschlag rechnen.

Gibt es Fristen, bis zu denen man die Anteile nicht verkaufen
kann, z. B. frühestens im Jahr 2014?

Geschlossene Fonds kann man nicht zurückgeben/verkaufen. Du kannst wie bereits gesagt, nur einen Käufer auf dem Zweitmarkt finden, der die Anteile für dich übernimmt.

Nach dem Kauf hat dieser Fonds 7% Rendite abgeworfen. Seit 2
Jahren gibt es keine Rendite mehr (weniger Mieteinnahmen?).
Kann es sein, dass man irgendwann sogar noch draufzahlen muss?

Bei geschlossenen Fonds ist auch ein Gesamtverlust möglich. Es kann sogar sein, dass du aufgefordert wirst, eventuelle bisherige Ausschüttungen zurückzuzahlen.
Um Genaueres zu sagen, müsste man aber die genauen Bedingungen des Fonds studieren.

Hat der Besitz dieser Fondsanteile den Effekt, dass man als
„Vermieter“ Steuern sparen kann?

Es gibt spezielle steuerliche Aspekte für geschlossene Fonds, aber grundsätzlich sparst du damit keine Steuern.

Wenn ja, was passiert, wenn man diese Fondsanteile an mehrere
Personen weiter vererbt?

Kann ich dir leider nicht beantworten, kenne mich da zu wenig mit Erbrecht aus.

Wie gesagt, das ist ein geschlossener fonds.

Die Rendite steht erst fest, wenn die Investition beendet ist;
das heißt, die Imobilie bzw. Immobilien verkauft sind.

Der Fondsinitiator versucht i.d.R. nach der im Prospekt genannten
Zeit die immobilie zu verkaufen, und so das Investment des
anlegers zu beenden.

Wenn das nicht gelingt, muss der anleger versuchen, wie gesagt,
für den Fonds selber einen Käufer zu finden.