Doktor Doktor

Hallo Zusammen,

ich habe eine Frage zu Doktortiteln und hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen!

Und zwar geht es um Doktortitel der Religion. Hab schon über Google nach Richtlinien und Nostrifizierungsgrundsätzen in Deutschland gesucht, bin dabei aber nur auf einige seltsame Titelvermittler und wiederrum Warnungsseiten vor eben jenen gestoßen.

Es geht in meinem Fall konkret um den „Doctor of Divinity“, den ich überlege, an mein Online-fernstudium (Master of Divinity) an einer international akkreditierten Bible Graduate School (mit Sitz in Indien) anzuschließen. Da es sich bei meinem Studium tatsächlich auch um eines handelt und die Belegung des „Doctor of Divinity“ nochmal ca. 3 Jahre in Anspruch nehmen würde, möchte ich halt dann schon sicher wissen, ob der am Ende auch in Deutschland anerkannt ist (weiß jemand Links dazu?).

Auf diesen Titelvermittler- Seiten heißt es, dass kirchliche Titel keine akademischen seien und von jeder Kirche verliehen werden könnten.
Ich gehe schon davon aus, dass ich an meiner konfessionslosen Schule einen akademischen Abschluss erhalte und keinen ehrenhalber (für ehrenhalber ist es schon ein wenig arg viel Arbeit :wink: ).

Freue mich über jede hilfreiche Antwort,
Beste Grüße,
Typhoon

Hallo,

„Doctor of Divinity“,

da man für diesen Titel kein Examen benötigt, ist er - obwohl nicht verboten - unnütz. Der Titel wird im Übrigen nicht - falls dir das wichtig ist - als Dr. oder Dr. div. oder so geschrieben, sondern die Bezeichnung lautet korrekt „Typhoon Meier DD.“, was dir im zwischenmenschlichen Bereich kaum weiterhilft, weil niemand weiß, was das DD. bedeutet. Manchmal mach auch das Eindruck, aber es ist im Grunde kein wirklicher Vorteil. Vielleicht sagst du einmal, warum du unbedingt den Titel erwerben möchtest.

Herzliche Grüße

Thomas Miller (Dr. phil.)

Hallo,

in Deutschland zählt nur der Titel eine deutschen Hochschule oder einer, deren Qualifikation anerkannt ist. Bei einem ausländischen Dr. musst Du die Uni daninterschreiben. Sogar bei sehr guten UNiversitäten.

Bei der Akkreditierung gibt es Sonderregelungen für religiöse Gemeinschaften. Dies nutzen einige Pseudokirchen aus, um einen wissenschaftlich völlig wertlosen Abschluß anbieten zu können. Gegen Bezahlung natürlich. Diesen Abschluß kann man trotz „Akkreditierung“ getrost vergessen.

Gruß

Peter

Hi Peter,

Danke für Deine Hilfe.

Über diesen Umstand wusste ich bereits bescheid…-
aber die Uni, die ich besuche ist eben weder basierend auf einer kirchlichen Institution (sondern tatsächlich nur auf akademischer Grundlage), noch handelt es sich um einen Titelhändler. Man kann z.B. an der selben Schule auch den Dr. theol. machen (und zudem ist die Schule gebührenfrei). Voraussetzung für die Erlangung des Doktortitels sind u.a. den Besuch von 3 Jahren zusätzlichen Unterrichtseinheiten im Doktorprogramm, praktische Arbeit (Entwicklung) und eine 200 seitige Dissertation. Das sind doch schon Indizien für eine akadmische Erlangung…!? Wer legt das letztendlich fest (Kultusministerium?)?

Nochmals, Danke.

Beste Grüße,
Typhoon

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Hallo Thomas,

danke für Deine Antwort.

Aber ich habe doch geschrieben, dass man für den Titel ein Examen benötigt…

Da es sich bei meinem Studium tatsächlich auch um eines handelt und
die Belegung des „Doctor of Divinity“ nochmal ca. 3 Jahre in
Anspruch nehmen würde, möchte ich halt dann schon sicher wissen, ob
der am Ende auch in Deutschland anerkannt ist (weiß jemand Links
dazu?).

Die Erlangung des Grades wäre verbunden mit 3 jähriger intensiver Zusatzbildung, praktischer Arbeit und einer Dissertation von 200 Seiten.

Kann ich dann davon ausgehen, dass ich den Titel in Deutschland legal führen darf?

Auf der Seite heißt es zu der Thematik:

The Illusion Of Honorary Degrees

Many schools that offer Distance Education also offer what they falsely label as „honorary“ degrees. However, „degrees“ which anyone can obtain for a „financial consideration“ are not „honorary“. All such degrees simply are fakes. If you are interested only in this kind of a degree, then Trinity is definitely not the place ! For that kind of deception you would have to visit some „degree mills“ from where you can secure a „doctorate“ even for your pet dog. A degree is „honorary“ only when an institution grants it to an outstanding scholar without the candidate himself soliciting for it.

Dazu in den FAQs:

Question: Do Calvin or Trinity grant honorary degrees ?
Answer: NO, we do not give honorary degrees under any circumstances. Students have to study a regular, accredited, syllabus from 2 to 5 years to earn a degree. Our requirements often exceed the requirements of other distance education programs. However, our courses and faculty are very user-friendly, allow any person from any background to enjoy his studies.

Question: Do Calvin or Trinity allow degrees for work-experience ?
Answer: NO, we do not. You will have to study the prescribed syllabus, and pass the exams to get a degree.

Nochmals Danke,

Beste Grüße,
Typhoon

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Hallo,
soweit ich informiert bin, wird in Deutschland die Nostrifizierung schrittweise abgeschafft, Titel dürfen dann geführt werden, wenn grundsätzlich nicht gekauft und entsprechend den Bedingungen des Landes, in denen man sie verliehen bekommen hat, und mit der Bezeichnung des Herkunftslandes.

Es geht in meinem Fall konkret um den „Doctor of Divinity“,
den ich überlege, an mein Online-fernstudium (Master of
Divinity) an einer international akkreditierten Bible Graduate
School (mit Sitz in Indien) anzuschließen. Da es sich bei
meinem Studium tatsächlich auch um eines handelt und die
Belegung des „Doctor of Divinity“ nochmal ca. 3 Jahre in
Anspruch nehmen würde, möchte ich halt dann schon sicher
wissen, ob der am Ende auch in Deutschland anerkannt ist (weiß
jemand Links dazu?).

ZUnächst eine Korrektur zum Posting weiter unten: Der DD kann durchaus ein Examen voraussetzen (so z.B. in Yale).
Die nächste Frage an Dich: Wozu möchstest Du den Dr machen? Die Eintragung in Ausweispapieren ist eh kein Anrecht. Eine „Anerkennung“ würde also höchstens dann relevant sei, um beruflich dadurch Vorteile zu erlangen - abgesehen natürlich davon, daß man privat durchaus Vorteile haben kann.
Eine Anerkennung seitens einer deutschen Universität (z.B. zwecks Anstellung) könnte durchaus schwierig werden. Vor einiger Zeit war ich mal an einem derartigen Verfahren beteiligt, was letztlich negativ ausging.
Deinem Alter nach hast Du wohl noch einige Zeit, Dir das mit der Promotion zu überlegen. Vielleicht solltest Du Dich dann vorher konkret bei den Stellen, von denen Du Deinen DD anerkannt wissen möchtest, erkundigen.

Beste Grüße,
Taju (Dr. theol.)

Hallo,

es gibt internationale Akkreditierungsgesellschaften, die von den nationalen Ministerien anerkannt sind.

Manche ist in einigen Ländern anerkannt und in anderen nicht. Damit aist dann auch Dein Abschluß dort anerkannt oder eben nicht. Frag am Besten beim Ministerium nach.

Gruß

Peter

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Wenn Du den Titel unbedingt haben willst, kauf ihn. Mein ich ernst.
In Russland ist das gang und gäbe. Und das ist auch vernünftig so. Mit einem Titel wird keiner ein besserer Mensch oder Wissenschaftler. Albert Schweitzer hat bestimmt später bereut, daß er soviel Zeit mit dem Doktorat verschwendet hatte, wo er schon längst den Afros hätte helfen können.

jp

Hi Taju,

danke für Deine Antwort!

Die Nostrifizierung ist in Baden W. (woher ich komme) bereits abgeschafft. Ich dachte aber bisher, dass man Doktortitel trotzdem noch irgendwo nostrifizieren müsse…- hab ich mich da getäuscht? Dann wär mein Problem beseitigt.

Titel dürfen dann
geführt werden, wenn grundsätzlich nicht gekauft und
entsprechend den Bedingungen des Landes, in denen man sie
verliehen bekommen hat, und mit der Bezeichnung des
Herkunftslandes.

Die Schule ist in Indien staatlich akkreditiert. :smile:

ZUnächst eine Korrektur zum Posting weiter unten: Der DD kann
durchaus ein Examen voraussetzen (so z.B. in Yale).

Gut zu wissen. Mit diesem ganzen „ausschließlicher Honory- Titel“ Zeug war ich schon ganz unsicher…-
Ist aber im Endeffekt vermutlich besser, einen anderen Doktortitel zu wählen, um nicht den vorgefassten Urteilen, die mit einem DD verbunden zu sein scheinen, ausgesetzt zu sein.

Die nächste Frage an Dich: Wozu möchstest Du den Dr machen?
Die Eintragung in Ausweispapieren ist eh kein Anrecht. Eine
„Anerkennung“ würde also höchstens dann relevant sei, um
beruflich dadurch Vorteile zu erlangen - abgesehen natürlich
davon, daß man privat durchaus Vorteile haben kann.

Ich bin der Meinung, dass man sich mit Hilfe des Doktortitels eine eingehendere Beschäftigung mit dem jeweiligen Studienfach attestieren kann.

Dazu kommt natürlich auch die Prestigewirkung, um die es mir allerdings (allerhöchstens) sekundär geht. Ich bin der Meinung, dass es nichts Peinlicheres gibt, als sich mit nem fetten Doktortitel vor dem Namen im betreffenden Fach in keinster Weise auszukennen…
Im Ausweis brauch er nicht unbedingt stehen (wäre allerdings auch ein schönes Extra :smile: ).

Deinem Alter nach hast Du wohl noch einige Zeit, Dir das mit
der Promotion zu überlegen.

Ein wenig Zeit bleibt schon noch :wink:

Vielleicht solltest Du Dich dann
vorher konkret bei den Stellen, von denen Du Deinen DD
anerkannt wissen möchtest, erkundigen

Werd ich tun!

Vielen Dank für Deine Hilfe!

Vielleicht mach ich dann doch lieber den Dr. theol.- ist eh noch ein wenig anspruchsvoller als der DD. :smile:

Beste Grüße,
Typhoon

Hi Jo,

naja. Wer sich einen Titel kauft, begeht erstens Betrug an sich selbst und macht sich zweitens strafbar. Der Doktorkauf ist ja auch schon hier gang und gäbe (es wird geschätzt, dass jährlich etwa 1% der Doktortitel (~250 Stück) in D gekauft sind…).

Im Businessbereich mag das vielleicht noch bedingt vertretbar sein, weil sich da ja eh alle gegenseitig verarschen, aber gerade in der Theologie sollte man sich doch eher an die eigenen Lehren halten… :wink:

Danke trotzdem für Deinen Tipp!

Beste Grüße,
Typhoon

Hallo Typhoon,

Die Nostrifizierung ist in Baden W. (woher ich komme) bereits
abgeschafft. Ich dachte aber bisher, dass man Doktortitel
trotzdem noch irgendwo nostrifizieren müsse…- hab ich mich
da getäuscht? Dann wär mein Problem beseitigt.

Nostrifizierung (was letztlich eine Übertragung des Titels nach Deutschland heißen würde) ist wohl abgeschafft, aber Du mußt aufpassen, Dich dann nicht mit einem falschen Titel zu schmücken, d.h. der Titel muß korrekt geführt werden. Nach Auskunft eines Kollegen sind in NRW die Regierungspräsidenten die richtigen Ansprechpartner…

Gut zu wissen. Mit diesem ganzen „ausschließlicher Honory-
Titel“ Zeug war ich schon ganz unsicher…-
Ist aber im Endeffekt vermutlich besser, einen anderen
Doktortitel zu wählen, um nicht den vorgefassten Urteilen, die
mit einem DD verbunden zu sein scheinen, ausgesetzt zu sein.

Vorurteile gibt es immer:
Dr. phil. = Laberköppe
Dr. theol. = Betbrüder (und Schwestern)
und im übrigen kommt es bei Ehrentiteln auch immer darauf an, woher man sie hat (meine Dr.-Mutter hatte auch ein DD als Ehrendoktor hinter ihrem Namen, was durchaus anerkannt war:wink:
Ich denke, Du hast eine gute Einstellung zum Dr-Titel: Letztlich sollte er heißen, daß man sich in einem Fachgebiet besonders gut auskennt. Alles andere ist Beiwerk!

Ich bin der Meinung, dass man sich mit Hilfe des Doktortitels
eine eingehendere Beschäftigung mit dem jeweiligen Studienfach
attestieren kann.

Gerade dann solltest Du Dich vielleicht tatsächlich allgemein mit der Frage, worin und wo Du promovieren möchtest, beschäftigen. Ich kenne Dein Studium nicht, wenn es der hiesigen Theologie ähnelt, dann kämen Fächer wie NT, AT, Kirchengeschichte etc. in Frage. Meiner Erfahrung nach bedarf jedes theologische Fach auch bei einer Promotion solide Kenntnisse in den anderen.
Ein Wechsel der Lehrinstitution für die Promotion ist dabei durchaus sehr empfehlenswert: Andere Fakultäten haben andere Schwerpunkte, die den Promovenden neu herausfordern und seinen Horizont erweitern. Vielleicht gibt es dann also mit Deiner jetzigen Uni kooperierende Institutionen, an die Du zwecks Doktorat (auch online) wechseln kann. Da ist dann bei aller Jugend frühzeitige Information durchaus wichtig!

Viele grüße,
Taju

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Hi Taju,

vielen Dank für Deine wertvollen Informationen!

Ein bißchen irritiert bin ich noch wegen des ganzen Prozederes der Erlangung.

In Deutschland ist es doch - wenn mich nicht alles täuscht- meistens die eingehende wissenschaftliche Erarbeitung eines bisher weitestgehend „unerforschten“ Teilgebiets des jeweiligen Faches oder?

Weil dieser Dr. theol. an der indischen Universität mit einem ziemlich anspruchsvollem Lehrplan einhergeht…

Ist das zu vergleichen mit der deutschen (oder internationalen) Promotion (wär nett, wenn Du Dir mal die Infos unten anschaust, wenn Du Lust hast)?

Auf der Seite steht nämlich Folgendes:

DrTheol: Doctor Of Theology

Each student would have to write a thesis and defend a given subject in divinity or ministry, in addition to fulfilling the other course requirements.

Duration:
Maximum 3 years

Syllabus I:

Modules are shown in blue (e.g. „Foundations 2“) and topics in black (e.g. „Introductory studies on Abortion“). We supply text material FREE for each topic, ranging in length from 20 to 500 pages each topic.

Foundations 2:
Introductory studies on Abortion,
Baptism,
Bible Code And Reality,
Church Discipline,
Church Leadership,
Cloning,
Genetic Engineering,
Christian Counseling,
Creationism,
Doctrines Of Election,
Eternal Security,
Healing,
Inerrancy of the Bible,
The King James Version,
The Lord’s Supper,
Marriage and Divorce,
Moral and Non-Moral Issues,
Parachurch agencies,
Prophecy, Repentance,
Spiritual Warfare,
Christian’s Obligation to the Law,
Church and Government,
Church and Politics,
The Gift of Tongues,
The Unreached,
The Will of God,
Women’s Roles in the Church

Apologetics 1:
Introduction To Christian Apologetics,
Presuppositions of Christian Apologetics,
Historical Apologetics,
Reliability of The Canon,
Revelation And The Pagans [Each topic here represents a textbook supplied by us]

Apologetics 4:
Errors of Interpretation,
Bible Difficulties,
Scientific Truth,
Propaganda Techniques,
Mind Manipulation,
Resisting Mind Manipulation,
Logic And Fallacies,
Debating Techniques,
Countering Debating Techniques,
Leading Questions

Apologetics 6A:
God’s Existence,
Analysis of Open Theism 1,
Analysis of Open Theism 2,
Faith And Reason,
Cloning,
Bible And Science,
Bible And Science 2,
Bible And Science 3,
Origin Of Coal And Oil,
Archeology And Bible I,
Origin Of Religions

Theology 1:
Intro Systematic Theology,
Covenants I,
Christology I,
Incarnation,
Sin: A Theological Study I,
Trinity I, Atonement,
God: Attributes I,
Theology Proper Intro,
Theology Proper,
Heresies & Schisms In Early Church

Theology 2 [Intermediate]:
New Testament Church I,
Eschatology I,
Great Tribulation I,
Atonement II ,
Justification By Faith,
Calvinism,
Pneumatology,
Satan: Origin,
Activities,
Charismatic Movement

Bible I [Introduction]:
Inspiration: Doctrine Of I,
OT Survey,
NT Survey,
New Testament Introduction I,
Major Biblical Doctrines [Intro],
Genesis,
Daniel,
Hosea

Practical Life 1A (Introduction):
Christian Faith And Freedom,
Ten Commandments & Christian Ethics,
How To Study Bible,
Developing A Rock Solid Life,
Sharing The Good News,
Spirit Filled Life,
Power Of God,
Worshipping God,
Victory,
Resisting Satan,
Suffering [Job],
Wisdom [Proverbs],
Perplexing Questions [Ecclesiastes]

Practical Life 10B [Pastoralia]:
Pastoralia,
Leader Fulfillment,
Multiplying Adult Ministry,
Understanding Adults,
Church Planting I,
Church Planting II,
House Churches,
Leadership Training Guide,
Transformational Ministry,
disciple-making

Readings:
The above sections will have plenty of additional reading prescribed. This material is provided on the Textbook CD sent to students

Syllabus II:
The student will have to opt for three additional modules from the sections related to Apologetic Theology, Issues, or Polemics.

Syllabus III:
We supply the CDs free of cost.
In addition to syllabus 1 and 2, the student will have to study 40 audio lectures on Apologetics, 40 on Theology, and 40 on Hermeneutics and 40 on Bible. These are provided on CDs, MP3 format

Practical Work:
The student will have to develop four advanced-level self-study courses on biblical and theological topics, similar to what is seen at Apologetics Courses

Thesis
180 pages, double spaced thesis in a selected area of Apologetics, Polemics, or Apologetic Hermeneutics, or Text-based study in lieu of it.

Additional Work
Additional topics [both text as well as audio] will have to be studied, based upon whether the student joins after theological studies, or secular studies. The Academic Council determines the additional subjects based upon a students qualification

Those who have already studied the above-mentioned modules as part of another degree program will be required to study the corresponding alternate modules. For example, for them instead of Apologetics 1, 4 and 6A we might require a study of Apologetics 2, 3, 5 etc. The actual modules are decided either by the Academic Council or by your Mentors.

Also, they will be sent alternate audio CDs in Apologetics, Bible, Theology, etc. Kindly notice that there is more than one Audio CD in a given series, such as Apologetics, Counseling, Issues, or Bible.

Danke :smile:

Typhoon

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Hallo Typhoon,
tatsächlich erscheint mir das Pensum des Doktoratsstudiums recht umfangreich. Ein „Vergleich“ ist jedoch so spontan schlecht möglich.
Sicherlich wäre eine Anerkennung als gleichwertig mit einem duetschsprachigen Dr.theol.-Titel ja auch nur unter der Bedingung notwendig, wenn Du z.B. an einer universitären Fakultät eingestellt werden wolltest (oder Deine Habilitation einreichen…).
Aus meinen früheren Erfahrungen Folgendes:
Grundsätzlich würde man dann erst einmal prüfen, ob Deine Uni in Indien staatlich anerkannt ist. Deine Dissertation würde als nächstes begutachtet werden, ebenso Deine Studienleistungen. Die meisten ausländischen Doktorate scheitern dabei schon an den Sprachanforderungen. Zumindest für einen deutschen Dr.theol. an einer evangelischen Fakultät sind Latinum, Hebraicum und Graecum unabdingbare Voraussetzung. es gibt dann einige Sonderregelungen, aber am Graecum geht kein Weg vorbei (wobei derzeit hier die Anforderungen sinken). Wenn diese Hürde geschafft ist, wird die Dissertatio überprüft, inwieweit sie den hiesigen Standards entspricht. Oft ist hier ein anderes Wissenschaftsverständnis kirchlicher Institutionen ein Problem. Aber wie gesagt: All das wäre nur für den Fall relevant, wenn man nun aus diesem Dr einen Beruf im engeren Sinne machen wollte.

Zu deiner Information:
Die Wege zu einem Dr.theol. an deutschen (und österr.) Fakultäten sind vielfältig (wobei ich mich hier nur im evang. bereich auskenne). Grundsätzlich bedarf es der oben genannten Sprachanforderungen. Die These, ein Dr setze grundsätzlich ein Examen voraus, stimmt nicht pauschal. An meiner alten Fakultät kann man direkt mit einem Doktoratsstudium beginnen, was allerdings nicht empfehlenswert ist. In Deutschland macht man in der Regel sein Examen und setzt sich dann an die Dissertation in einem der fünf Fächer der Theologie (AT, NT, Kirchengeschichte, Systematik (Ethik), Religionspädagogik (Homiletik).
Die Diss wird abgegeben, begutachtet und schließlich muß man sich einer mündlichen Prüfung unterziehen. Etwas pauschaliert: an norddeutschen Fakultäten wird man noch einmal in allen Bereichen der Theologie geprüft, an südostdeutschen nur in drei Wahlfächern, einige wenige Universitäten kennen auch die „Verteidigung“, d.h. man spricht über die Diss und hat oft noch zwei zusätzliche Wahlthemen.
Solltest Du einmal überlegen, doch einen Dr.theol. in Deutschland zu erwerben, empfiehlt es sich, eine Fakultät mit Doktoratsstudium auszuwählen (was i.d.R. einen Doktorvater voraussetzt), so würde es leichter fallen, sich in den deutschsprachigen theologischen Wissenschaftsbetrieb einzuordnen.

Ansonsten sei gewarnt: Wissenschaftler sitzen nicht in Elfenbeintürmen, sondern auf Wehrtürmen!

Grüße,
Taju

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Vielen Dank und einige Sternchen! :smile:
Hi Taju,

vielen, vielen Dank für Deine umfangreiche Hilfe!

Beste Grüße,
Typhoon