Domainhandel

Liebe/-r Experte/-in,

ich bin in der Baubranche tätig und habe vom Domainbusiness recht wenig Ahnung. Da die Baubranche immer mehr zum Erliegen kam, habe ich vor ca. 1 Jahr begonnen, nebenberuflich im Domainhandel tätig zu werden, um so einen finanziellen Ausgleich zu schaffen. Da mir nebenberuflich hierfür nicht sehr viel Zeit zur Verfügung steht, bezeichne ich mich noch immer als „Möchte-gern-Domainer“, der zwischenzeitlich erkannt hat, daß dieses Business viel Wissen erfordert. Anfänglich habe ich recht wild gereggt, natürlich auch Exoten und somit viel Lehrgeld bezahlt. Zwischenzeitlich habe ich mein Portfolio bereinigt und regge sehr vorsichtig und m.E. gute Domains - überwiegend de und com, eine handvoll mobi, biz und at. Da ich vom Projektieren keine Ahnung habe, stehen diese Domains alle ohne Projekte bei UnitedDomains und Sedo zum Verkauf (bei Sedo geparkt).

Eine meiner ersten Domains war „Versandapotheke-Online.com“. Diese hatte ich sofort bei Sedo geparkt und eine Stunde später ein erstes Angebot vorliegen, nach 4 Wochen war sie verkauft. Zu Reichtum bin ich damit nicht gelangt, aber ich hatte ein erstes Erfolgserlebnis und dachte natürlich, daß das so weiter geht. Die Ernüchterung blieb natürlich nicht aus und ich denke, hierauf muß ich auch nicht näher eingehen. Zwischenzeitlich habe ich noch eine weitere Domain für 500 € verkaufen können „Fluor.biz“. Ich denke, für eine biz-Domain gar nicht so schlecht, zumal, wenn man bedenkt, daß ich hier wohl mehr Glück als Verstand hatte. Diese Domain war geschützt, was ich jedoch zum Zeitpunkt des Verkaufs noch nicht wußte. Der Käufer war das weltweit führende Unternehmen und ich gehe heute davon aus, daß der Käufer sich hierdurch die Kosten und Zeit für ein langwieriges Klageverfahren sparen wollte. Zwischenzeitlich prüfe ich vor Reg. jeder Domain den Markenschutz.

So weit zu meinen bisherigen Aktivitäten im Domainbusiness. Wie mir aus einigen Foren bekannt ist, kann ich mich als Newbie mit meinen beiden Verkäufen im ersten Jahr wohl recht glücklich schätzen, denn andere warten wohl Jahre auf ein erstes Angebot.

Ich konzentriere mich ausschließlich auf Verkäufe über UD und Sedo und habe dort alle Domains geparkt. Bisher bin ich immer davon ausgegangen, daß ich Traffic durch das Setzen eines optimierten Keywords und die Kategorisierung forcieren kann. Dem scheint aber nicht so zu sein, wie mir kürzlich von Sedo mitgeteilt wurde. Sedo spricht hier von „natürlichem Traffic“ beim Parken, das man nicht beeinflussen kann. Alles andere wäre „Fake-Traffic“. Nun wüßte ich gern, ob sich Traffic nur beim Parking nicht beeinflussen läßt oder generell nicht. Wenn ich Traffic selbst nicht beeinflussen kann, welche Chancen haben Domains mit wenig Traffic oder gar kein Traffic dann überhaupt auf einen Verkauf? Anhand der verkauften Domain „Fluor.biz“ kann ich sagen, daß diese pro Monat ca. 40 interne Aufrufe hatte, jedoch kaum Traffic. Ich regge nur Domains mit einem hohen Bekanntheitsgrad, bestehend aus max. 2 Wörtern (generische, kurze Keys sind ja kaum noch zu finden). Vorher mache ich eine weltweite Abfrage und oftmals ist weltweit sehr viel mit diesem Key belegt. Trotzdem erhalte ich bei Sedo kaum Traffic, aber viele interne Aufrufe, was ja dafür spricht, daß Interesse an der Domain besteht oder liege ich hier falsch? Häufig ist es auch so, daß ich sofort nach Reg. und auch in den ersten Monaten Traffic erhalte, diese dann aber drastisch abnimmt. Was mache ich falsch oder muß ich verändern? Erhöht sich Traffic je länger eine Domain besteht? Ich möchte noch ein Beispiel geben: Ich habe eine generische mobi-Domain - sehr kurzer chinesischer Key und sehr bekannt. Diese hat monatlich z. Z. zwischen 60 und 80 interne Zugriffe, aber nur 1 Besucher. Hat diese Domain eine Chance, verkauft zu werden? Bei Sedo gibt es neuerdings ein Bewertungstool, von dem ich nicht sehr viel halte. Ich habe dennoch Bewertungen vornehmen lassen, und selbst Domains, die keinerlei Traffic haben, wurden mit deutlich mehr als 100 € bewertet, teilweise im 4stelligen Bereich.

Für mich ist das alles sehr widersprüchlich und momentan bin ich ziemlich verwirrt. Deshalb wäre ich für etwas Aufklärung und ein paar Tipps sehr dankbar und hoffe sehr auf eine Rückantwort.

Viele Grüße und ein schönes WE

Monika

Hallo Monika,

Ich konzentriere mich ausschließlich auf Verkäufe über UD und
Sedo und habe dort alle Domains geparkt. Bisher bin ich immer
davon ausgegangen, daß ich Traffic durch das Setzen eines
optimierten Keywords und die Kategorisierung forcieren kann.
Dem scheint aber nicht so zu sein, wie mir kürzlich von Sedo
mitgeteilt wurde. Sedo spricht hier von „natürlichem Traffic“
beim Parken, das man nicht beeinflussen kann. Alles andere
wäre „Fake-Traffic“. Nun wüßte ich gern, ob sich Traffic nur
beim Parking nicht beeinflussen läßt oder generell nicht.

Traffic lässt sich natürlich immer beeinflussen (z.B. SEO, Traffic einkaufen und umleiten), die Frage ist nur ob man es darf und das - für gewöhnlich - beim Domainparking nicht zugelassen.
Natürlich hat kein Parkinganbieter etwas dagegen mehr qualitativen Traffic zu erhalten - es ist nur meist so, daß die Kunden dann unqualitativeren Traffic auf den Domains verursachen und damit die Werbekunden verschrecken (langfristig gesehen).

Wenn
ich Traffic selbst nicht beeinflussen kann, welche Chancen
haben Domains mit wenig Traffic oder gar kein Traffic dann
überhaupt auf einen Verkauf? Anhand der verkauften Domain

Achtung - du redest hier von zwei verschiedenen Dingen - einerseits Traffic, andererseits Domainhandel.
Mit dem Traffic kannst du Geld über Werbung etc. vedienen und u.a. dem Verkauf fördern, weil evtl. einer dieser Personen auch einen Kauf in Erwägung zieht.
Der Verkauf einer Domain aber an sich ist nicht zwingend abhängig vom Traffic einer Domain - dies kommt eher bei sehr qualitativen Domains (>10.000 Euro) in Frage und selbst da nicht immer.

„Fluor.biz“ kann ich sagen, daß diese pro Monat ca. 40 interne
Aufrufe hatte, jedoch kaum Traffic. Ich regge nur Domains mit
einem hohen Bekanntheitsgrad, bestehend aus max. 2 Wörtern
(generische, kurze Keys sind ja kaum noch zu finden). Vorher
mache ich eine weltweite Abfrage und oftmals ist weltweit
sehr viel mit diesem Key belegt.

Das ist schon mal eine gute Strategie. Interessante Keys - konzentriere dich auf einen Markt in dem du dich auskennst und lass die Finger besser von Exoten TLDs - selbst die ganz großen Domainhandelsfirmen bewegen sich nur selten in diesem Bereiche.

Trotzdem erhalte ich bei Sedo
kaum Traffic, aber viele interne Aufrufe, was ja dafür
spricht, daß Interesse an der Domain besteht oder liege ich
hier falsch?

Den Traffic und die Verkaufschance solcher Domains kannst du nur sehr begrenzt dadurch erhöhen, daß du diese parkst. Besser setze ca. 3 - 4 Seiten Content auf die Domains drauf (muss nichts besondere sein) und schau das diese in den Google Index kommen (und einen Verweis bzgl. VErkauf auf Sedo machen) - somit verkaufst die Domain auch schneller. Von alleine wird Traffic in den seltensten Fällen mehr.
Die internen Aufrufe bei Sedo sind Leute, die sich eine Domain so angucken - das ist grundsätzlich sehr positiv, aber du solltest dich nicht alleine darauf verlassen.

Häufig ist es auch so, daß ich sofort nach Reg.
und auch in den ersten Monaten Traffic erhalte, diese dann
aber drastisch abnimmt. Was mache ich falsch oder muß ich
verändern? Erhöht sich Traffic je länger eine Domain besteht?

Bei sehr guten generischen Domains trifft dies zu - es wird mehr Traffic. Bzgl. abnehmenden TRaffics hört sich das für mich eher danach an, als würden ein paar Spider / Bots deine Domain ansurfen, indexen und danach nur noch selten besuchen, da diese geparkt ist (eine geparkte Domain wieder in den Google Inhdex zu bringend auert ca. 2 - 3 Monate).

Ich möchte noch ein Beispiel geben: Ich habe eine generische
mobi-Domain - sehr kurzer chinesischer Key und sehr bekannt.
Diese hat monatlich z. Z. zwischen 60 und 80 interne Zugriffe,
aber nur 1 Besucher. Hat diese Domain eine Chance, verkauft zu
werden?

Durchaus. Wie gesagt, gerade in diesem Falle einfach mal ein paar Seiten Content drauf platzieren.
Domains die keine Besucher von alleine haben, parkt man (einfach), erstellt ein bisschen Content + Verkaufslink (bringt am meisten, aber aufwendiger) oder man leitet diese sogar direkt einfach auf die Angebotsseite bei Sedo um.

Bei Sedo gibt es neuerdings ein Bewertungstool, von
dem ich nicht sehr viel halte. Ich habe dennoch Bewertungen
vornehmen lassen, und selbst Domains, die keinerlei Traffic
haben, wurden mit deutlich mehr als 100 € bewertet, teilweise
im 4stelligen Bereich.

Stop. Wie bei Immobilienpreisen gehe die Schätzwerte bei Domains sehr stark auseinander - solche Tools sind daher nur Anhaltspunkte in welche Richtung es gehen kann. Man muss sich darauf nicht verlassen, es ist aber eine Möglichkeit eine erste grobe Einschätzung zu bekommen.

Am wichtigsten um Domans schnell zu verkaufen:

  • Domain MIT Preisangabe (!) bei Sedo platzieren - Domains mit Preis verkaufen sich viel schneller als ohne (bis zu 300% Unterschied!)
  • IMMER kategorisieren (!), dadurch steigt die VK Chance bis zu 35%
  • Niedriges Mindestgebot angeben, wenn überhaupt (max. 300 Euro)

Für mich ist das alles sehr widersprüchlich und momentan bin
ich ziemlich verwirrt. Deshalb wäre ich für etwas Aufklärung
und ein paar Tipps sehr dankbar und hoffe sehr auf eine
Rückantwort.

Viele Grüße und ein schönes WE

Monika

Ein kleiner Tipper noch zu guter letzt:
Registriere nicht zu viele Domains, lieber ein paar weniger und dafür qualitativ als zu viele - die meisten Domainer sind deshalb nicht profitabel, weil die Registrierungskosten diese auffressen…

Grüsse,
Ole Kebbel

Hallo Ole,

vielen Dank für Deine schnelle und informative Rückantwort. Ich bin richtig erleichtert, daß ich meine Domains nicht alle vergessen muß - war meine größte Befürchtung. Vieles von Deinen Tipps berücksichtige ich bereits, wie z. B. das Kategorisieren oder die Größe des Portfolios. Hatte dieses bereits bereinigt und alle Exoten unter „Lehrgeld“ verbucht und gelöscht. Somit ist es jetzt mit etwa 100 Domains (m.E. qualitativ gute Domains) sehr übersichtlich und in dieser Größenordnung werde ich es auch in etwa halten. Bisher habe ich mich jedoch sehr schwer getan, einen Mindestpreis oder überhaupt einen Preis festzulegen. Habe es mal bei einer Domain versucht (500 €), worauf die internen Aufrufe sich drastisch reduzierten. Vielleicht hatte ich hier zu hoch angezogen. Habe dann den Preis wieder entfernt und die internen Aufrufe haben sich wieder erhöht.

Der Verkauf einer Domain aber an sich ist nicht zwingend
abhängig vom Traffic einer Domain - dies kommt eher bei sehr
qualitativen Domains (>10.000 Euro) in Frage und selbst da
nicht immer.

Ich habe mich davon leiten lassen, daß es für einen potentiellen Käufer wichtig ist, wie viele Besucherzahlen (potentielle Kunden) ihm die Domain bringt, ohne daß er selbst viel dafür tun muß.

Besser
setze ca. 3 - 4 Seiten Content auf die Domains drauf (muss
nichts besondere sein) und schau das diese in den Google Index
kommen (und einen Verweis bzgl. VErkauf auf Sedo machen) -
somit verkaufst die Domain auch schneller.

Für mich sprichst Du hier von „Böhmischen Dörfern“, habe zwar von Content schon mal was gehört und weiß immerhin, daß dies nichts zum Essen ist. Ich denke, das fällt schon wieder in die Projektierung, wovon ich 0 Ahnung habe. Oder irre ich hier? Habe mich kürzlich schon mal mit „Wordpress“ befaßt, denn ich würde gerne einige Domains projektieren, bin dann aber wieder am „Webspace“ gescheitert. Man benötigt ja einen Server und ich bin mir nicht sicher, ob die kostenlosen Webspace-Anbieter geeignet sind oder überhaupt für eigene Projekte verwendet werden können. Wenn ich Webspace über UD kaufe, kann ich nur eigene Domains aufschalten. Ich habe aber überwiegend Fremd-Domains und schöpfe bei UD immer nur die günstigen Angebote aus. Mir fehlt auch einfach die Zeit, um tiefer in die Materie einzutauchen. Wie schon erwähnt, wir haben eine Baufirma und an mir hängt die gesamte Bürotätigkeit.

Bzgl. abnehmenden TRaffics hört sich das für
mich eher danach an, als würden ein paar Spider / Bots deine
Domain ansurfen, indexen und danach nur noch selten besuchen,
da diese geparkt ist (eine geparkte Domain wieder in den
Google Inhdex zu bringend auert ca. 2 - 3 Monate).

Ich gehe mal davon aus, daß sich diese wieder selbst in den Google-Index bringt. Von der Zeit her würde das auch hinkommen, denn nach ca. 2-3 Mon. haben die Domains wieder Traffic, aber deutlich weniger.

Jedenfalls danke ich Dir sehr für Deine Tipps und hoffe, Deine Zeit nicht überstrapaziert zu haben.

Viele Grüße

Monika

Hallo Monika,

also einfach nur reggen und parken, bringt nicht wirklich traffic, sondern höchstens dem Parking-Betreiber Geld ein. Auch wenn Du für klickt auf den Seiten etwas Geld bekommst, den Löwenanteil kassieren immernoch die Betreiber. Die Rechnen einfach nach auf die Masse hoch. z.B. 1-2 Mio geparkte Seiten mit kaum oder ganz wenig traffic bei 1-2 Klicks pro Monat… Naja kannst dir ja denken.

Natürlich ist es interessant, wenn eine Domain einen hohen Traffic vorweisen kann, doch ist Dein Konzept ein Anderes. Du begigst dich auf die Suche nach Domains mit guten Suchbegriffen und einprägsamen Namen, welche natürlich nicht geschützt sind und möchtest diese meistbietend weiter verkaufen.

Doch das kann sehr lange dauern, bis wirklich einer genau das sucht, was du hast und dann kann es auch noch sein, dass dieser sich doch leiber umentscheidet und eine andere Domain wählt, welche noch frei ist. Also sollte man rein kalkulatorisch bei diesem Konzapt von Regging-Kosten für mind. 3-5 Jahre ausgehen. Natürlich kann es schneller gehen, aber eben auch mal länger dauern.

Bei Deinen Auswahlkriterien bist Du schon ganz gut dabei. (Hast dich gut belesen).

Wenn du aber zwingend den Wert Deiner Domains steigern willst, dann solltest Du Ahnung von HTML und Suchmaschinenoptimierung haben. Zudem wäre es hilfreich ein guter Texter zu sein. Denn dann kannst Du Dir aus Deinem Domain-Portfolio ein eigenes Parking-Netzwerk aufbauen, so dass sich die Domains gegenseitig im Ranking nach oben schaukeln und so traffic generieren. Doch bitte glaube mir, wenn ich Dir sage, das ist eine Wissenschaft für sich. Denn die Seiten benötigen einen relativ Interessanten Inhalt (Text passend zur Domain und wenn möglich soga noch etwas informativ). Es gibt Firmen, die haben extra dafür laute sitzen, die den Tag lang nichts anderes machen. Dann solltest du zumindest schon mal was von Cross-Links und dem 4-Circle Link-verfahren gehört haben. Dann darf jede Seite nicht mehr als 10 Links nach außen beinhalten (inhaltlich und auch die Links zu Deinen anderen Domain = Hauptzweck) Somit muss man sich ein rafiniertes Linkstruktursystem einfallen lassen, welches beim Verkauf einer Domain nicht gleich auseinander bricht. Denn alle Domains müssen systematisch miteinander verlinkt sein und dabei gegen keiner für Suchmaschinen relevate Regeln verstoßen. So linkt z.B. eine Seite auf 4-5 andere themenverwandte Deiner Seiten, welche wiederum auf weitere 4-5 verlinken. Man sollte jedoch von einer Seite nie zu der Seite zurück linken von der breits ein link kommt. das ober erwähnte 4-Circle Link-Verfahren beschreibt die optimale Vorgehensweise beim verlinken. d.h. Seite A zeilt auf Seite B, B auf C, C auf D und D erst wieder zurück zu A. Da jedoch von einer Seite 4-5 Links nach außen gehen und man ja vor hat letzten Endes alles Seiten miteinander zu verlinken, kann es da schnell zu überschneidungen kommen. Denn wenn man bereits von der Seite C zurück zu A linken würde, hat dies schwere Folgen. Denn suchmaschinen wie Google erkennen solche Link-Kreise und dies wird negativ gewertet und zwar für alle 3 Domains.

Das ist jedoch nur ein kleiner Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Zumal hierbei weniger optimiert, sondern vielmehr nur eine Linkstruktur erzeugt wird.

Wenn Dir nur ein Fehler bei der Optmierung unterläuft, kann es Auswirkungen auf Dein komplettes Link-System haben. Im schlimmsten Fall hast Du dann so genannte Sandkasten Domains, welche sich nicht mehr in den Suchmaschinen indizieren lassen und demzufolge nicht einmal mehr die Reg-Gebühr wert sind.

kleinen Beispiel am Rande: BMW ist es mal passiert, dass www.bmw.de aus dem google-index geflogen ist, da die Jungs einen möchtegern-SEO an die Seite gelassen haben. Ein langer Streit begann inkl. Gerichtsverfahren usw. Das Ende vom Lied war, das BMW einen 7-stelligen betrag an google gezahlt hat, damit die Seite wieder aufgenommen wurde. Und google war rechtlich auf der sicheren Seite, denn BMW hat gegen die google-Auflagen (Richtlienien, AGB usw.) verstoßen.

Nun aber wieder zu Dir.

Ich möchte Dir ja nciht nur sagen, was du nciht machen sollst, sondern auch, wie Du weiter kommst.

Es ist ganz einfach: Du musst verkaufen.

Biete die Domains Firmen welche sie Deiner Meinung nach gebrauchen könnten. Denk dir geschichten aus, warum Du Die Domains ursprünglich geregt hast, jedoch denke dabei an die mind. Wiederverkaufsfrist. du weist ja hoffendlich, dass du eine frisch gereggte Domain nciht gleich wieder verkaufen kannst. (ist jedoch Erweiterungsabhängig z.B. bei com-domains). Die DENIC sieht das etwas lockerer.

Ach ja, und noch etwas: halte dich von .biz .mobi .net .org .eu usw fern.

Interessant sind nur .de und .com Domains unter Umständen auch .at, doch dann solltest Du auch gezielt die Domain in Österreich anbieten.

Ich könnte darüber den ganzen abend schreiben, doch möchte ich mir noch was für mein Buch aufheben, was ich zeitlich einfach nciht schaffe zu schreiben. :smile:

Also, ich hoffe dir weiter geholfen zu haben.

Beste Grüße aus Hamburg

Sören

Hallo Sören,

auf so viel Information und noch dazu zu so später Stunde muß ich einfach noch mal reagieren. Vielen Dank für Deine Mühe und Deine Zeit.

Also ich denke, ein guter Texter zu sein. Daran sollte es nicht scheitern, aber allein vom Lesen schwirrt mir bereits der Kopf. Ich denke, der Aufbau eines eigenen Parking-Netzwerkes ist dann doch für mich als Newbie mehr als „eine Nummer zu groß“.

Von Sandkasten-Domains habe ich schon gehört, konnte aber so richtig nichts damit anfangen. Daß Domainbusiness eine Wissenschaft für sich ist, ist mir schon lange klar. Es ist für mich aber jeden Tag auf’s Neue sehr faszinierend.

Also nochmals vielen Dank für Deine Tipps und viel Erfolg für Dein Buch.

Viele Grüße

Monika

Hallo,

ich komme leider erst heute zum Antworten.

Momentan habe ich auch Flaute in diesem Geschäft, deshalb ruhen meine Aktivitäten da etwas. Ich werde meine Domains wahrscheinlich zum Jahresende auslaufen lassen. Nun denn, im Immobiliengeschäft läuft´s etwas besser …

LG Jürgen Göhler

Liebe/-r Experte/-in,

ich bin in der Baubranche tätig und habe vom Domainbusiness
recht wenig Ahnung. Da die Baubranche immer mehr zum Erliegen
kam, habe ich vor ca. 1 Jahr begonnen, nebenberuflich im
Domainhandel tätig zu werden, um so einen finanziellen
Ausgleich zu schaffen. Da mir nebenberuflich hierfür nicht
sehr viel Zeit zur Verfügung steht, bezeichne ich mich noch
immer als „Möchte-gern-Domainer“, der zwischenzeitlich erkannt
hat, daß dieses Business viel Wissen erfordert. Anfänglich
habe ich recht wild gereggt, natürlich auch Exoten und somit
viel Lehrgeld bezahlt. Zwischenzeitlich habe ich mein
Portfolio bereinigt und regge sehr vorsichtig und m.E. gute
Domains - überwiegend de und com, eine handvoll mobi, biz und
at. Da ich vom Projektieren keine Ahnung habe, stehen diese
Domains alle ohne Projekte bei UnitedDomains und Sedo zum
Verkauf (bei Sedo geparkt).

Eine meiner ersten Domains war „Versandapotheke-Online.com“.
Diese hatte ich sofort bei Sedo geparkt und eine Stunde später
ein erstes Angebot vorliegen, nach 4 Wochen war sie verkauft.
Zu Reichtum bin ich damit nicht gelangt, aber ich hatte ein
erstes Erfolgserlebnis und dachte natürlich, daß das so weiter
geht. Die Ernüchterung blieb natürlich nicht aus und ich
denke, hierauf muß ich auch nicht näher eingehen.
Zwischenzeitlich habe ich noch eine weitere Domain für 500 €
verkaufen können „Fluor.biz“. Ich denke, für eine biz-Domain
gar nicht so schlecht, zumal, wenn man bedenkt, daß ich hier
wohl mehr Glück als Verstand hatte. Diese Domain war
geschützt, was ich jedoch zum Zeitpunkt des Verkaufs noch
nicht wußte. Der Käufer war das weltweit führende Unternehmen
und ich gehe heute davon aus, daß der Käufer sich hierdurch
die Kosten und Zeit für ein langwieriges Klageverfahren sparen
wollte. Zwischenzeitlich prüfe ich vor Reg. jeder Domain den
Markenschutz.

So weit zu meinen bisherigen Aktivitäten im Domainbusiness.
Wie mir aus einigen Foren bekannt ist, kann ich mich als
Newbie mit meinen beiden Verkäufen im ersten Jahr wohl recht
glücklich schätzen, denn andere warten wohl Jahre auf ein
erstes Angebot.

Ich konzentriere mich ausschließlich auf Verkäufe über UD und
Sedo und habe dort alle Domains geparkt. Bisher bin ich immer
davon ausgegangen, daß ich Traffic durch das Setzen eines
optimierten Keywords und die Kategorisierung forcieren kann.
Dem scheint aber nicht so zu sein, wie mir kürzlich von Sedo
mitgeteilt wurde. Sedo spricht hier von „natürlichem Traffic“
beim Parken, das man nicht beeinflussen kann. Alles andere
wäre „Fake-Traffic“. Nun wüßte ich gern, ob sich Traffic nur
beim Parking nicht beeinflussen läßt oder generell nicht. Wenn
ich Traffic selbst nicht beeinflussen kann, welche Chancen
haben Domains mit wenig Traffic oder gar kein Traffic dann
überhaupt auf einen Verkauf? Anhand der verkauften Domain
„Fluor.biz“ kann ich sagen, daß diese pro Monat ca. 40 interne
Aufrufe hatte, jedoch kaum Traffic. Ich regge nur Domains mit
einem hohen Bekanntheitsgrad, bestehend aus max. 2 Wörtern
(generische, kurze Keys sind ja kaum noch zu finden). Vorher
mache ich eine weltweite Abfrage und oftmals ist weltweit
sehr viel mit diesem Key belegt. Trotzdem erhalte ich bei Sedo
kaum Traffic, aber viele interne Aufrufe, was ja dafür
spricht, daß Interesse an der Domain besteht oder liege ich
hier falsch? Häufig ist es auch so, daß ich sofort nach Reg.
und auch in den ersten Monaten Traffic erhalte, diese dann
aber drastisch abnimmt. Was mache ich falsch oder muß ich
verändern? Erhöht sich Traffic je länger eine Domain besteht?
Ich möchte noch ein Beispiel geben: Ich habe eine generische
mobi-Domain - sehr kurzer chinesischer Key und sehr bekannt.
Diese hat monatlich z. Z. zwischen 60 und 80 interne Zugriffe,
aber nur 1 Besucher. Hat diese Domain eine Chance, verkauft zu
werden? Bei Sedo gibt es neuerdings ein Bewertungstool, von
dem ich nicht sehr viel halte. Ich habe dennoch Bewertungen
vornehmen lassen, und selbst Domains, die keinerlei Traffic
haben, wurden mit deutlich mehr als 100 € bewertet, teilweise
im 4stelligen Bereich.

Für mich ist das alles sehr widersprüchlich und momentan bin
ich ziemlich verwirrt. Deshalb wäre ich für etwas Aufklärung
und ein paar Tipps sehr dankbar und hoffe sehr auf eine
Rückantwort.

Viele Grüße und ein schönes WE

Monika