Doof wie Bohnenstroh

Hallo,
gibt es eine Idee, woher sich der Spruch ergeben hat?

Gruß
rakete

Moin Rakete,

Bohnenstroh ist das, was nach dem Ernten der Bohnen übrigbleibt, vor allem, wenn es dann getrocknet ist.
Bleibt das Wort „doof“ - das kommt von „taub“, und „taub“ meint ursprünglich gefühllos, abgestorben, empfindungslos, stumpfsinnig.

Das wird zuerst auf das Gehör angewendet, dann übertragen auf Gegenstände, die wertlos sind: taube Nuß, taubes Gestein.

Aus taub wird dann mundartlich „doof“ (vgl. engl. deaf), also blöde, geistesschwach, unintelligent.
Nun ist Bohnenstroh absolut wertlos; es hat nicht mal einen nennenswerten Brennwert.
Es gibt ähnliche Vergleiche, die an Bildhaftigkeit nichts zu wünschen übriglassen:
Der ist zu doof, aus dem Bus zu gucken.
Der ist zu blöd, einen Eimer Wasser umzustoßen. Der trinkt ihn lieber aus.
Und besonders schön (aus dem Schwäbischen): Wenn du dem mit dem Knüppel auf den Kopf haust, fragt der: „Wo bockelts da?“

Gruß - Rolf

Danke -owT-
owT

Gruß
rakete