Dopamin und Alkoholismus

Stimmt es daß viele Alkoholiker an Dopaminmangel leiden?
Falls ja, warum werden als Behandlung keine Dopaminagonisten (zb. Ropinirol) verwendet, um den Dopaminspiegel zu erhöhen?

vielen Dank und liebe Grüsse.

Stimmt es daß viele Alkoholiker an Dopaminmangel leiden?
Falls ja, warum werden als Behandlung keine Dopaminagonisten
(zb. Ropinirol) verwendet, um den Dopaminspiegel zu erhöhen?

vielen Dank und liebe Grüsse.

Das kann ich nicht beantworten. Eine Antwort ist sicher bei Prof. Manns, Zentral-Institut für seelische Gesundheit, 68161 Mannheim zu erhalten.
Gruß KONNI

vielen Dank trotzdem :smile:

Stimmt es daß viele Alkoholiker an Dopaminmangel leiden?
Falls ja, warum werden als Behandlung keine Dopaminagonisten
(zb. Ropinirol) verwendet, um den Dopaminspiegel zu erhöhen?

vielen Dank und liebe Grüsse.

Habe ich noch nie gehört!
Tut mir leid.
Alles Gute!

Stimmt es daß viele Alkoholiker an Dopaminmangel leiden?
Falls ja, warum werden als Behandlung keine Dopaminagonisten
(zb. Ropinirol) verwendet, um den Dopaminspiegel zu erhöhen?

vielen Dank und liebe Grüsse.

Hallo,

Dopamin wird eine wichtige Rolle bei Suchterkrankungen zugeschrieben.
Ohne Dopamin würde das Belohnungssystem im Gehirn nicht ansprechen.

Das High-Gefühl beim Konsum von Drogen, das verstärkte Empfinden von Glück, Freude und Zuversicht, wird auf eine verstärkte Ausschüttung von Dopamin zurückgeführt. Verantwortlich dafür ist ein Belohnungssystem, das wir auch selbst stimulieren können.
Dieses Belohnungssystem besteht aus verschiedenen Bestandteilen. Kernbereich ist der Nucleus accumbens. Man konnte im Tierversuch nachweisen, dass eine Injektion von Drogen an diese Stelle dazu führt, dass eine Selbststimulation stattfindet. Dabei wird eine erhöhte Dopaminkonzentration im Bereich des Nucleus accumbens hergestellt. Gezeigt werden konnte diese Stimulation für Opiate, Kokain und Amphetamine. Andere Drogen bewirken eine Hemmung des Neurotransmitters Noradrenalin. Diese Hemmung von NA führt zu einer verstärkten Wirkung von Dopamin. Auch auf diese Weise wird das Belohnungssystem aktiviert. Drogen, die diese indirekte Stimulation vermutlich ausüben sind Opiate, Alkohol, Barbiturate und Benzodiazepine. Auch die körpereigenen Endorphine wirken auf diese Weise. Nikotin und Koffein stimulieren ebenfalls das Belohnungssystem.

Dopaminmangel kann Depressionen auslösen.
Das könnte auch erklären, warum bei einer Entgiftung häufig depressive Verstimmungen auftreten. Der Abfall der Dopaminkonzentration führt auch zu einer Verminderung von Dopamin im Belohnungssystem. Dann werden nicht mehr Glücksgefühle vermittelt, sondern das „Gegenteil“.
Quelle:http://www.medizinfo.de/sucht/ursachen/dopamin.shtml
Daraus folgt, dass ein Dopaminmangel eine Suchterkrankung/Abhängigkeit eher nicht entstehen lässt.

Hallo,
Ich bin zwar nicht so der Experte, was die biochemische Seite des Alkoholismus angeht, aber ich möchte trotzdem ein paar Gedanken zu dieser Frage äußern.

Grundsätzlich denke ich, dass sich die Chemie in den Köpfen der meisten Menschen in einem Gleichgewicht zwischen Lust und Unlust erzeugenden Substanzen befindet. Durch den Konsum von Alkohol oder anderer psychoaktiver Substanzen verschiebt sich dieses Gleichgewicht, und es kann sein, dass ohne weitere Zufuhr der Droge ein Mangel an lusterzeugenden Substanzen entsteht. Diesen Vorgang kann man ja auch ganz gut beobachten, wenn man mit dem Rauchen aufhört, der Körper sich aber an die ständige Stimulation der Neurotransmitter gewöhnt hat. Dadurch entsteht dann großes Unbehagen.

Ich finde aber diese rein biochemische Betrachtungsweise etwas gefährlich, denn es könnte der Eindruck entstehen, bei dem Alkoholismus handelt es sich nur um ein chemisches Problem, ein Mangel an einer bestimmten Substanz. Man bräuchte dann nur eine bestimmte Pille zu schlucken, und alles ist wieder Ok.

Die Erfahrung zeigt aber, dass es so einfach im Leben nie zugeht. So ist Alkoholismus eine, in einer langen Zeit der gewöhnung entstandene, und von vielen sozialen und psychologischen Faktoren beeinflusste Krankheit, die nicht so einfach aus der Welt geschafft werden kann.

Ich denke also, wer bei sich selbst oder einem Angehörigen das Problem Alkoholismus festgestellt hat, sollte sich lieber mit diesen vielfältigen Faktoren auseinandersetzen, eine Selbshilfegruppe aufsuchen, oder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, als auf die einfache Lösung durch eine Pille zu hoffen.

Ich hoffe, damit einen Beitrag geleistet zu haben.

Viele Grüße!

Stimmt es daß viele Alkoholiker an Dopaminmangel leiden?
Falls ja, warum werden als Behandlung keine Dopaminagonisten
(zb. Ropinirol) verwendet, um den Dopaminspiegel zu erhöhen?

Hallo Tinen,

Vorweg zuerst: ich bin kein Mediziner und kann Dir hier wohl nur eine unzureichende Antwort geben.

Der von Dir beschriebene Dopamin"mangel" ist eigentlich eine Entzugserscheinung. Das heißt: Durch das Trinken erhöht der Trinker seinen Dopaminspiegel und wenn er nicht mehr trinkt „fehlt“ dann was (was er wieder befriedigen will). Es ist also kein echter Mangel sondern das Ausbleiben von Stimulation.

Meiner Ansicht nach stellt dann eine Gabe von Dopamin eine Fortführung der Sucht mit anderen Mitteln dar (aber das ist wie gesagt meine Meinung und wissenschaftlich nicht begründet).

Ob das sinnvoll wäre vermag ich nicht zu beurteilen.

Ich würde Dir eventeull raten Dich mit Deiner Frage an einen medizinisch ausgebildeten Experten zu wenden.

Viele Grüße
HylTox