Doppelspalt Spalte zu nahe beieinander

Hallo,
es gibt ja die Formel für Maxima: n*k=b*sin(alpha)
b soll der Abstand der beiden spalte sein.

Was passiert, wenn die zwei Spalten so nahe beieinander liegen, dass n*k/b >1 wird?
Dann dürfte man nur noch das Nullte Maximum am Schirm sehen.
Was passiert aber mit den anderen?
Wird das Licht dann reflektiert, wenn die Spalten zu nahe beieinander sind, oder was passiert?

Weil irgendwas muss ja mit dem Licht passieren, was das 1., 2., 3. … Maximum hätte bilden sollen.

Vielen Dank
Tim

Hallo!

Wenn die Spalte so eng beieinander liegen, dass ihr Abstand kleiner als die (halbe) Wellenlaenge ist, dann kann keine destruktive Interferenz mehr auftreten. Folglich sind zwei sehr nahe beieinander liegende Spalte fast das gleiche wie eine punktfoermige Lichtquelle.

Michael

Wie ändert sich denn die Intensität am 0. Maxima, wenn die zwei Spalten immer enger nebeneinander rücken und man davon ausgeht, dass von jedem Spalt genau eine Elementarwelle ausgeht?

Unter diesen idealisierten Bedingungen müsste doch die Intensität gleich bleiben, oder?

Folglich sind zwei
sehr nahe beieinander liegende Spalte fast das gleiche wie
eine punktfoermige Lichtquelle.

Nur noch mal zum Verständnis: wenn die Spalte zu nahe beieinander sind, dann ist das also so, als wenn eine Punktlichtquelle an einem Einfachspalt gebeut werden würde, oder?

Weil ein kleinen Lichtfleck wird es wohl nicht geben, sondern abwechselnd Maxima und Minima, denn wenn man Licht am Einfachspalt beugt, dann tritt ja auch ein Interferenzmuster auf.

Ist das so wie oben beschrieben richtig aufgefasst?

Hallo,

… wenn die Spalte zu nahe
beieinander sind, dann ist das also so, als wenn eine
Punktlichtquelle an einem Einfachspalt gebeut werden würde,
oder?

wenn Du den Abstand d der beiden b breiten Spalte eines Doppelspalts stetig immer mehr verkleinerst, wirst Du dann, wenn d = b ist, einen Einfachspalt der Breite 2 b vorliegen haben. Das Beugungsbild auf dem Schirm wird sich währenddessen kontinuierlich verändern. Am Anfang siehst Du ein Doppelspalt-Beugungsbild und zum d=b-Zeitpunkt ein Einfachspalt-Beugungsbild. Wie genau sich das Beugungsbild beim Aufeinanderzurücken der Spalte verändert, lässt sich mit Worten schlecht beschreiben; das siehst Du Dir besser „wie in echt“ anhand dieser hübschen Simulation an:

http://leifi.physik.uni-muenchen.de/web_ph12/simulat…

Viel Spass beim virtuellen Experimentieren.

Gruß
Martin

PS: Eine solche Simulation ist sogar eine recht einfache Angelegenheit. Man weiß ja, dass die Helligkeit(x)-Funktion des Beugungsbilds bei der Fraunhofer-Beugung („Schirm weit weg“-Näherung) mit dem Betrag der Fouriertransformierten der Spaltfunktion identisch ist. Die FT-Algorithmen sind jedoch wohlbekannt und der Aufwand zur Implementierung hält sich in Grenzen. Falls Du Dich also programmiererisch betätigen willst – es ist machbar.

Hallo!

wenn Du den Abstand d der beiden b breiten Spalte eines
Doppelspalts stetig immer mehr verkleinerst, wirst Du dann,
wenn d = b ist, einen Einfachspalt der Breite 2 b vorliegen
haben. Das Beugungsbild auf dem Schirm wird sich
währenddessen kontinuierlich verändern. Am Anfang siehst Du
ein Doppelspalt-Beugungsbild und zum d=b-Zeitpunkt ein
Einfachspalt-Beugungsbild.

Genau. Wenn wir jedoch von einem idealen Doppelspalt ausgehen (d. h. b → 0) treten Einfachspalt-Beugungsmuster nie auf. Stattdessen hat man eine Intensitätsverteilung mit einem Maximum in der Mitte und einem ziemlich flachen Abfall zu beiden Seiten hin. Auf einem unendlich ausgedehnten ebenen (oder halbkreisförmigen gekrümmten) Schirm verschwindet das erste Minimum (also das letzte Zeichen Kennzeichen eines Doppelspalts), wenn d

Genau. Wenn wir jedoch von einem idealen Doppelspalt ausgehen
(d. h. b → 0) treten Einfachspalt-Beugungsmuster nie auf.

Hallo,

ja, das ist eine richtige und gute Zusatzbemerkung. Bei b