Einige große GKV-Unternehmen haben es in diesen Tagen angekündigt: ´Anhebung des Hebesatzes auf X% (cirka 15%).´ Andere Unternehmen werden es auch ankündigen, aber die Medien werden es wahrscheinlich nur noch zur Kenntnis nehmen und keine weiteren Schlagzeilen produzieren.
Wer nun denkt, die Hebesatz-Erhöhung von z.V. 14.5% auf 15,0% wäre ja ´wohl nicht so dramatisch´, sollte nicht auf die Gehaltsabrechnung für Januar 2003 warten!
Die Hebesatzerhöhung ist nämlich nicht das, was zu Buche schlägt! Die Erhöhung der BBKV (Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung) gibt den Kassen die Möglichkeit, den höheren Hebesatz von einer höheren Bemessung vorzunehmen. Umgekehrt würde es bedeuten, daß der Preis pro Kilogramm einer Ware erhöht wird und zugleich 1 Kilogramm nur noch 800 Gramm hat.
Das ist aus einem E-Mailrundbrief eines meiner Kollegen.
Hier hat er Recht:
Herr Meier verdient 4.000 €. 2002 zahlte er an Beitrag: ca. 522 € (14 % + 1,7 %).
Durch die BBG-Erhöhung rechnete er sich aus: 600 €, also eine Mehrausgabe von 78 €.
Jetzt aber muss er hören, dass seine Kasse den Beitrag auf 15 % erhöht. Also muss er jetzt rechnen: 638 €, also eine Mehrausgabe von 116 €!
Was soll´s, sind ja nur 116 €! Ein lächerlicher Mehrbetrag.
Den steckt jeder gerne weg.
Ach ja, die Hälfte zahlt ja sowieso der Boss! Und der hat´s ja! Der lacht nur bei den paar Kröten.
Grüße
Raimund
Du solltest noch erwähnen,
daß Deine Rechnung nur für bislang freiwillig Versicherte richtig ist.
Für bislang Pflichtversicherte ändert die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze nichts!
Du verstehst es wirklich, mit Halbwahrheiten Stimmung zu machen…
Du solltest lesen…
hallo Goosi,
ich habe von Herrn Meier gesprochen, der 4.000 € verdient. Ist der pflichtversichert?
Außerdem haben auch die Pflichtversicherten einen Nachteil:
durch die Erhöhung der Beitragsprozente (statt 14 % jetzt 15 %) Das heißt bei einem, der 2.000 € verdient:
2002: 314 € (selbst: 157 €)
2003: 334 € (selbst: 167 €)
_________________________________
Mehrbelastung: 10 €
durch die verstärkten Rationalisierungsmassnahmen der Firma. Er kann arbeitslos werden! Denn nicht immer kann der Boss die extremen Mehrausgaben einfach über eine Preiserhöhung seiner Ware kompensieren. Geh mal von 1.000 Mitarbeitern aus.
Grüße
Raimund
ich habe von Herrn Meier gesprochen, der 4.000 € verdient. Ist
der pflichtversichert?
Du hast aber auch nicht erwähnt, daß er freiwillig versichert ist und daß Deine Rechnung nur da greift.
Dein Posting war vom Ort der Veröffentlichung und vom Stil her nicht an ein Fachpublikum gerichtet (denen Du das eh’ nicht erzählen mußt), sondern an „Jedermann“. Und da Du (zumindest nach Deiner VK) vom Fach bist, unterstelle ich Dir, daß Du dies mit voller Absicht verschwiegen hast (ansonsten wärest Du kaum „Fachmann“).
Deshalb bleibe ich dabei: Du machst hier (wie schon öfter) mit Halbwahrheiten Stimmung.
Wer sich mit einer Tatsachenmeldung an ein breites Publikum wendet und dabei wichtige Tatsachen nicht erwähnt, ist schlicht unredlich!
Außerdem haben auch die Pflichtversicherten einen Nachteil:
durch die Erhöhung der Beitragsprozente (statt 14 % jetzt
15 %) Das heißt bei einem, der 2.000 € verdient:
2002: 314 € (selbst: 157 €)
2003: 334 € (selbst: 167 €)
_________________________________
Mehrbelastung: 10 €
durch die verstärkten Rationalisierungsmassnahmen der
Firma. Er kann arbeitslos werden! Denn nicht immer kann der
Boss die extremen Mehrausgaben einfach über eine Preiserhöhung
seiner Ware kompensieren. Geh mal von 1.000 Mitarbeitern aus.