Doppelte buchführung -> Warum soll & haben tausch?

Hallo liebe Börsenmakler, Bankbesitzer und Großkapitalbesitzer, (*g*)

ich hätte da eine kleine Bescheidene Frage zum Thema doppelte Buchführung… und zwar konnte man mir bisher nicht erklären,
warum bei der Kontierung bei passiven T-Konten die Bedeutung von Soll und Haben vertauscht wird, also warum wird bei der aktiven seite ein Zuwachs links gebucht, und bei der passiven Seite rechts ?
Also warum macht man das selbe dort jeweils spiegelverkehrt ?

Hoffe meine Frage ist halbwegs verständlich, da ich das notwendige Fachvokabular noch nicht drauf habe, würde es mich auch nicht wundern,
falls nicht.
Ich würde lieber statt auswendig zu lernen, auch verstehen warum das so ist, also was sich die Erfinder damals speziell bei dieser Spiegelung gedacht haben.

Vielen Dank =)

Wenn du wissen willst, was sich die Erfinder dabei gedacht haben,
dann ist es vielleicht am besten du liest:
Lucca Paccioli: Summa de arithmetica ,1494

Wenn du kein lateinisch kannst, es gibt auch eine deutsche
Übersetzung von Penndorf , 1933.

Hallo liebe Börsenmakler, Bankbesitzer und
Großkapitalbesitzer, (*g*)

ich hätte da eine kleine Bescheidene Frage zum Thema doppelte
Buchführung… und zwar konnte man mir bisher nicht erklären,
warum bei der Kontierung bei passiven T-Konten die Bedeutung
von Soll und Haben vertauscht wird, also warum wird bei der
aktiven seite ein Zuwachs links gebucht, und bei der passiven
Seite rechts ?
Also warum macht man das selbe dort jeweils spiegelverkehrt ?

-> Das ist einer der Gründe, warum es „doppelte“ Buchführung genannt wird. Zum einem gibt es den Unterschied zwischen Bestandskonten und Gewinn und Verlustkonten. Die einen haben Aktiv & Passiv und die anderen Soll/Haben darüberstehen.
Da bei der doppelten Buchführung immer zwei Konten angesprochen werden, müssen derartige Zusammenstellungen sein um am Ende eine Bilanz aufstellen zu können.

Kann mich nur anschließen, dass Büchlein zu lesen…:wink:
Oder dir klar zu machen, warum man (neben gesetzl. Pflichten) Buchführung betreibt…^^

gruß

Hoffe meine Frage ist halbwegs verständlich, da ich das
notwendige Fachvokabular noch nicht drauf habe, würde es mich
auch nicht wundern,
falls nicht.
Ich würde lieber statt auswendig zu lernen, auch verstehen
warum das so ist, also was sich die Erfinder damals speziell
bei dieser Spiegelung gedacht haben.

Vielen Dank =)

Lass Dich von meinen Vorschreibern nicht verwirren!

Merk Dir, dass in der Bilanz die Mittelherkunft rechts, also auf der Passivseite steht, die Mittelverwendung links, also auf der Aktivseite.
Und so buchst Du dann auch.

Stell Dir vor, Du kaufst ein Auto-und finanzierst den Kauf.
Mittelherkunft: Bankdarlehen=>wird mehr (Passiv)
Mittelverwendung: Fahrzeugpool=>wird mehr (Aktiv)
Also PKW an Verbindlichkeit

Oder Du hast das Geld für den PKW auf dem Bankkonto:
Mittelherkunft: Bankkonto => wird weniger (Passiv)
Mittelverwendung: Fahrzeugpool=>wird mehr (Aktiv)
Also PKW an Bank

Deine Beispiele kann man leicht falsch verstehen, natürlich wird nicht immer genau ein Aktiv- und ein Passivkonto in einem Buchungsatz verwendet, ebenso können beispielsweise auch nur zwei Aktivkonten in einem Buchungssatz vorkommen. Die Antwort direkt hier drunter finde ich passender, die dort genannten Kontoarten können praktisch in jeglicher Kombination in Buchungssätzen auftauchen.

Meine Beispiele sind auch nicht abschliessend, sondern eben nur Beispiele…besser gesagt nur eines, mit einer Abwandlung.

Weil, Bestands-Erhöhungen (wie der Name schon sagt) logischerweise
zu den bereits dastehen Beständen hinzu gezählt (hinzu geschrieben) werden.

Werden die Bestände durch einen Vorgang geringer, schreibt man’s auf die gegenüberliegende Seite.

Also:
Da Bestände bei den Pasivkonten rechts stehen (Habenseite/Passivseite)
kommt auch alles, was durch Geschäftsvorfälle weiter dazukommt, auf die gleiche Seite, wo schon der Bestand steht.

Genauso bei den Aktivkonten: Bestände links (Soll/Aktiv).
Zugänge auf die gleiche Seite, Abgänge auf der anderen Seite.

Zweiter Grund und ein einfaches Beispiel:

Mal Dir mal ein T-Konto auf.
Trag den Bestand ein.
Buche einen Vorgang (Zugang oder Abgang so wie oben beschrieben).
Schließe dann das Konto ab = Errrechne den Saldo
und buche den Saldo dann in die Bilanz.
Na, merkste was?
Wieder das gleiche Prinzip:
Zugänge (bzw. der neue Bestand nach Jahresabschluss, stehen auf der gleichen Seite, auf der sie in der Bilanz stehen.

Man muss nichts „auswendig“ lernen. Außer ein einziges Mal lernen,
wo in der bilanz das Konto steht.
Dann weiß man, auf welcher Seite man buchen muss, wenn der Bestand durch einen Vorgang zunimmt oder abnimmt.

Schreib mal, ob ich mich verständlich ausgedrückt habe.