ich wende mich im Interesse einer lieben und viel zu gutgläubigen Kundin von mir an Euch.
Folgender Fall: Die Kundin ist Lehrerin und hat alle wichtigen Versicherungen vor Jahren bei meinem Unternehmen abgeschlossen. Auf Grund eines Schadesfalls habe ich mich bei Ihr gemeldet, um Ihr bei der Regulierung zu helfen. Im Gespräach mit Ihr berichtete sie mir von einem sehr hartnäckigen Vertreter einer anderen Gesellschaft.
Er verkaufte Ihr u.a. eine Unfallversicherung und eine Haftpglichversicherung (je 5 Jahresverträge). Aus der Haftpflicht bekomme ich sie bestimmt raus, weil unsere AH schon länger besteht.
Bei der Unfall sehe ich das nicht, weil sie ja mehrere UV nebeneinander haben darf.
Nun konkret: Kann man hier auf Grund der neuen EU-Vermittlerrichtlinie irgendwie tätig werden? Der Kollege von der Pfefferminzia hat sich - nach Aussage meiner Kundin - die anderen Verträge bei uns angesehen und sie nicht darüber aufgeklärt, dass sie diese evtl. kündigen solle. Auch war er wohl sehr unangenehm und hat, nachdem sie schon 2 mal die Dienstunfähigkeitsversicherung kündigte (die hat sie auch schon bei uns) so lange bedrängt, bis sie nachgegeben hat.
Das Ganze Verfahren ist m.E. schwer zu tolerieren.
Könnt Ihr mir einen Rat geben, wie die Kundin aus diesen Verträgen heraus kommen kann?
Wenn der Herr von der Pfefferminzia angestellt ist dann kannste das mit dem Beratungsprotokoll vergessen. Angestellte von Versicherungen und Banker dürfen im Prinzip noch immer alles. Und selbst Strukkis wenn nämlich z.B. eine grosse Versicherung für einen gewissen Vertrieb die Haftung übernimt und damit die Vermittlerrichtlinien umgeht.
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Wenn der Herr von der Pfefferminzia angestellt ist dann
kannste das mit dem Beratungsprotokoll vergessen. Angestellte
von Versicherungen und Banker dürfen im Prinzip noch immer
alles.
Na dann verwundere ich Dich damit, dass „wir“ als Angestellte seit 22.05.07 verbindlich mit dem Beratungsprotokoll arbeiten und es mit dem neuen VVG für alle verpflichtend ist.
Ok, aber ihr seid nicht in der Haftung. Erst letzte Woche bin ich ganzen 3 angestellten Vermittlern begegnet die keines erstellt haben. Die Gesellschaften meinten darauf hin das sie das nicht müssten. Banker müssen auf keinen Fall. Bzgl. der angestellten Versicherer gibt es da meiner Meinung nach das Problem der Haftung. Ich hatte da vor ca. 6 Monaten mal ne heisse Diskussion und musste mich von Juristen aufklären lassen. Aber wie das ja so ist bei Juristen gibt es auch da unterschiedliche Ansichten
Hey, nach allem was so passiert in letzter Zeit: Warum übernehmen nicht Juristen unseren Job ? Dann gebe es weniger die am Existenzminimum rumeiern.
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Wenn der Herr von der Pfefferminzia angestellt ist dann
kannste das mit dem Beratungsprotokoll vergessen. Angestellte
von Versicherungen und Banker dürfen im Prinzip noch immer
alles. Und selbst Strukkis wenn nämlich z.B. eine grosse
Versicherung für einen gewissen Vertrieb die Haftung übernimt
und damit die Vermittlerrichtlinien umgeht.
Hi Tobi,
nee, da siehst Du was falsch: bei AO-Vermittlern ist es so, dass der vertretene VR den Vermittler von der Haftung freistellt, indem er direkt für einen entstandenen Schaden aufkommt. Somit benötigt der Vermittler keine eigene Vermögensschaden-H.
Diese Art von Haftun gab/gibt es aber übrigens schon seit Jahren, nämlich seit dem „Auge-und-Ohr“-Urteil. Die Vermittlerrichtlinie hat dies nur jetzt verbindlich in Form von niedergeschriebenen Vorschriften festgelegt.
Die Haftung selbst trifft also jeden Vermittler außer dem sog. Tippgeber. Dass Eure Hausjuristen da unterschiedliche Ansichten vertreten, ist schwer vorstellbar. Und auch das Beratungsprotokoll ist für jeden Pflicht. Natürlich könnt ihr darauf verzichten, der Vorstand wird dann nur demnächst abberufen werden vom BaFin und Ihr werdet halt jeden Prozess vergeigen.
Ok, aber ihr seid nicht in der Haftung. Erst letzte Woche bin
ich ganzen 3 angestellten Vermittlern begegnet die keines
erstellt haben. Die Gesellschaften meinten darauf hin das sie
das nicht müssten.
Es sind genau so wenige alle Gesellschaften gut oder schlecht, wie alle Makler gut oder schlecht sind. Ich wehre mich nur dagegen, immer alle über einen Kamm zu scheren.