Dosenpfand?

Hi Inlandspolitiker,

es ist ja ein Witzn und eine Schande für die Presse (meiner Meinung nach)

da wird wochenlang gejammert gestöhnt und polemisiert über ein Gesetz, aber das wichtigste, die Information des lesenden, hörenden sehenden Bürgers wird versäumt.

In einem Artikel des spiegel-online wird gar witzig beschrieben was so alles am Kiosk oder der Tankstelle damit passiert:

Das Dosenpfand ist garkein dosenpfand sondern ein Pfand auf Einweg-Getränke-Verpackungen! Hab ich so deutlich auch erst heute erfahren, daß Einwegflaschen ebenfalls betroffen sind.

lachende grüße und ein fröhliches Neues

winkel

Zungenbruch
Hallo,

Das Dosenpfand ist garkein dosenpfand sondern ein Pfand auf
Einweg-Getränke-Verpackungen! Hab ich so deutlich auch erst
heute erfahren, daß Einwegflaschen ebenfalls betroffen sind.

das war mir wohlbekannt und eigentlich wurde das auch nicht wirklich in der Berichterstattung unterschlagen. „Dosenpfand“ spricht sich halt etwas leichter und schneller, als „Pfand auf Einwegverpackungen für Bier, Minderalwasser und kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke“.

Hier übrigens noch mal ein Link zu jemandem, der sich damit auskennen muß:
http://www.bmu.de/sachthemen/abfallwirtschaft/dosenp…

Man beachte die Bezeichnung des Links: Auch hier „Dosenpfand“ :wink:

Gruß
Christian

Das Dosenpfand ist garkein dosenpfand sondern ein Pfand auf
Einweg-Getränke-Verpackungen!

Guten Morgen!

Aufwachen! Seit reichlich 10 Jahren ist von bestimmten Einwegverpackungen die Rede. Niemand hat je von Dosenpfand geredet, außer vieleicht ein paar Journalisten. Aber nur solche, die auch „Stundenkilometer“ schreiben und nichts dabei finden.

Gruß
Wolfgang

Guten Abend zusammen,

ob Dosenpfand oder Einwegverpackungspfand der Name ist doch SCH… egal.

Fakt ist, dass unser grüner Hinterweltler ein enormes Chaos damit ausgelöst hat. Genau wie er, ist dieses Gesetz überflüssig, undurchsichtig wenn nicht sogar chaotisch.

Entweder Pfand auf alle Einwegverpackungen und eine garantierte Rücknahme bei jedem Händler oder ab in die Recyclinganlage mit diesem Gesetz!

Gruß
strangerone

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin Stranger one!
Ich darf Dich korrigiren?

Fakt ist, dass unser grüner Hinterweltler ein enormes Chaos
damit ausgelöst hat. Genau wie er, ist dieses Gesetz
überflüssig, undurchsichtig wenn nicht sogar chaotisch.

Ersetze grüner durch schwarzer. Der Mann heisst Töpfer, war unter Kohl Umweltminister und hat dieses Gesetz „erfunden“- vor 10 Jahren!

Entweder Pfand auf alle Einwegverpackungen und eine
garantierte Rücknahme bei jedem Händler oder ab in die
Recyclinganlage mit diesem Gesetz!

Nun, ich werde keine Dosen (oder Einwegverpackungen) mehr kaufen- das „Tankenbier“ ist zum 1.1. abgeschafft. Und eigentlich ist es gut so - einige Händler haben ja die Dosen (Einwegverpackungen), die bepfandet werden (heisst das so?), aus dem Sortiment genommen.

Just my to Cents

Gruß

Weikko

Gruß
strangerone

Guten Abend zusammen,

ob Dosenpfand oder Einwegverpackungspfand der Name ist doch
SCH… egal.

Fakt ist, dass unser grüner Hinterweltler ein enormes Chaos
damit ausgelöst hat. Genau wie er, ist dieses Gesetz
überflüssig, undurchsichtig wenn nicht sogar chaotisch.

Entweder Pfand auf alle Einwegverpackungen und eine
garantierte Rücknahme bei jedem Händler oder ab in die
Recyclinganlage mit diesem Gesetz!

Gruß
strangerone

Hallo Strangerone,
dass dies ein Gesetz der CDU/Töpfer ist, wurde schon erwähnt. die SPD und die Grünen setzen es nur um.
Fakt ist, dass sich die Getränkeindustie, der Einzelhandel und die Dosenhersteller die Sache ziemlich lang verschleppt haben.
Zuerst haben sie darauf gehofft, dass die Regierung kippt, das war am 22.9.02, danach haben sie bis zuletzt, glaube am 30.12.02, durch irgendwelche Eilanträge beim obersten Gericht versucht, die Sache zu stoppen. Ergebnis ist ja bekannt. Und jetzt wunderst du dich, dass die ganze Angelegenheit so chaotisch ist.
Noch ein Wort zur CDU: die CDU hat in Bundesrat einige Novellierungen zum Dosenpfand nicht mitgetragen, wie z.B. Pfand auf alle Dosen, oder ein einheitliches Pfandgeld für alle Einwegverpackungen.
Übrigens: in Hessen, ein CDU-Land, wird sogar Pfand auf Tetrapacks erhoben. Falls diese Info nicht stimmen sollte, bitte sofort dementieren.

Gruß Mic

Fakt ist, dass unser grüner Hinterweltler ein enormes Chaos
damit ausgelöst hat.

Guten Morgen!

Chaos wegen Einwegpfand? Eine Schuhnummer kleiner tut’s gewiß auch. Richtig ist, daß die heute vom Handel praktizierten Rücknahmelösungen primitiv und umständlich sind. Man hatte ja auch nur 10 Jahre Zeit, um einen praktikablen Weg zu finden, der jetzt bis Herbst dieses Jahres folgen soll, sofern man den Sprechern der Einzelhandelsverbände glauben kann.

Ansonsten wird Kasperletheater vorgeführt. Seit 10 Jahren weiß die Branche, was auf sie zukommt. Das weiß sie, seit (übrigens unter einer schwarz-gelben Regierung) eine Maximalquote für Einweg-Getränkeverpackungen festgelegt wurde, bei deren dauerhafter Überschreitung eine Pfandregelung einzuführen sei.

Entweder Pfand auf alle Einwegverpackungen und eine
garantierte Rücknahme bei jedem Händler oder ab in die
Recyclinganlage mit diesem Gesetz!

Auch an solchen Versuchen hat es nicht gefehlt, übrigens lange vor Trittin. Der Grüne Punkt, hinter dem ein System von Rücknahme und Recycling steht oder stehen sollte, war die Alternative zum Pfand auf z. B. Joghurtbecher. In den Gelben Sack gehör(t)en übrigens auch die Einweg-Getränkedosen. Es zeigte sich aber, daß das Verbraucherverhalten bei Frischkäseschalen anders ist als bei Cola-Dosen. Letztere wandern zu Millionen in die Landschaft statt ins Recycling. So ist die Pfandpflicht auf Getränkeverpackungen eine Konsequenz aus ignorantem Verhalten zahlreicher Verbraucher.

Manche Stellungnahme hier bei w-w-w bot eine Lehrstunde über bockig-verwöhntes Verhalten. Man müsse eben genügend Abfallbehälter aufstellen, hieß es da. Soll man etwa die Republik vom Wattenmeer bis zu den Alpen mit Papierkörben vollpflastern und hinter jedem Auto mit ungehobelten Insassen ein Müllfahrzeug fahren lassen, weil es sich mancher Zeitgenosse zur Gewohnheit werden ließ, die Kost-nix-Dose direkt aus dem Fenster zu entsorgen?

Welches Verhalten ich meine, läßt sich auf jedem McDonalds Parkplatz beobachten. Dort stehen im Abstand weniger Schritte Abfallbehälter. Diese wenigen Schritte sind aber vielen Zeitgenossen schon zu viel, Autotür auf, raus mit dem Müll und den Inhalt des vollen Aschenbechers gleich hinterher.

Was sind das nur für Schreihälse, die jetzt an falscher Stelle protestieren? Hat je einer protestiert, weil für die Flasche Flensburger Bier Pfand zu entrichten ist? Wer jetzt kräht, bringt letztlich zum Ausdruck, daß er nach wie vor seine Bierdosen aus dem Autofenster entsorgen möchte. Pfand gibts doch zurück, ist also kein Anlaß für Jammerei. Umständlich ist die Sache jetzt erst einmal. Aber dann muß man sich an den Einzelhändler wenden, an seinen Verband und an Teile der Getränkeindustrie. Die haben nämlich allesamt in wirklich bemerkenswerter Weise geschlafen und ihren Job nicht gemacht, volle 10 Jahre lang.

Immer wieder verblüffend finde ich, wie kurz das Gedächtnis weiter Teile der Öffentlichkeit ist.

Gruß
Wolfgang

Hi!

Fakt ist, dass es durch dieses Gesetz, bei allen Kritikpunkten, aufwendiger wird, Dosen zu konsumieren. Dosen sind ohnehin überflüssig, also was soll´s?
Das Evian-Wasser wird weiterhin pfandfrei bleiben (da kohlensäurefrei), die sichere (weil glasfreie) Wasserversorgung der Autofahrer ist also gewährleistet. Alles andere juckt mich persönlich bei dem Thema null, denn Dosenbier schmeckt eh nicht und alle anderen Getränke für daheim gibt´s ja auch in Pfandflaschen…

Grüße,

Mathias

Link zur Detailinfo
Hallo Mic,

dass dies ein Gesetz der CDU/Töpfer ist, wurde schon erwähnt.
die SPD und die Grünen setzen es nur um.
Fakt ist, dass sich die Getränkeindustie, der Einzelhandel und
die Dosenhersteller die Sache ziemlich lang verschleppt haben.
Zuerst haben sie darauf gehofft, dass die Regierung kippt, das
war am 22.9.02, danach haben sie bis zuletzt, glaube am
30.12.02, durch irgendwelche Eilanträge beim obersten Gericht
versucht, die Sache zu stoppen. Ergebnis ist ja bekannt. Und
jetzt wunderst du dich, dass die ganze Angelegenheit so
chaotisch ist.

Kann nicht oft genug wiederholt werden, da die CDU sich nicht zur Vatterschaft bekennt und (wahrscheinlich) hofft, den Bürgerzorn für sich zu nutzen.

Noch ein Wort zur CDU: die CDU hat in Bundesrat einige
Novellierungen zum Dosenpfand nicht mitgetragen, wie z.B.
Pfand auf alle Dosen, oder ein einheitliches Pfandgeld für
alle Einwegverpackungen.

Hier noch mal paar Infos dazu (ab 2. Abschnitt)
http://www.taz.de/pt/2003/01/03/a0015.nf/text

Tschuess Marco.

Hallo Wolfgang,

Chaos wegen Einwegpfand? Eine Schuhnummer kleiner tut’s gewiß
auch.

Ach. Wie groß muss ein Chaos denn sein, damit man es auch so bezeichnen darf?
Ich bin viel unterwegs und hole mir auch gerne unterwegs an der Tankstelle oder im Lidl eine Dose Cola Light oder wenn ich nicht müde werden will oder darf eine Dose Red Bull oder ähnliches. Soll ich demnächst die Cola aus der Literflasche umfüllen und auf Red Bull ganz verzichten oder fahr ich am nächsten Tag noch mal hundert Kilometer, weil ich das Pfand auch nur an dieser Raststätte einlösen kann? Da müsste ich ja mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Was ist also das Ergebnis für mich? Die gleichen Getränke sind teurer geworden und landen noch immer im gelben Sack. Weißt Du, was allerdings viele (ich nicht) jetzt in solchen Fällen machen werden? Die Dose aus dem Fenster schmeissen und sich noch im Recht fühlen. Schließlich haben sie ja dafür gezahlt. Oder der Verbraucher wird irgendwann die Flinte ins Korn werfen, weil er es sich gar nicht leisten kann, jedem Pfandbon hinterherzurennen. Da verzichte ich doch lieber auf meine Cola unterwegs. Und wer leidet darunter? Unsere ohnehin schon ärgstens gebeutelte Wirtschaft.

Richtig ist, daß die heute vom Handel praktizierten
Rücknahmelösungen primitiv und umständlich sind. Man hatte ja
auch nur 10 Jahre Zeit, um einen praktikablen Weg zu finden,
der jetzt bis Herbst dieses Jahres folgen soll, sofern man den
Sprechern der Einzelhandelsverbände glauben kann.
Ansonsten wird Kasperletheater vorgeführt. Seit 10 Jahren weiß
die Branche, was auf sie zukommt. Das weiß sie, seit (übrigens
unter einer schwarz-gelben Regierung) eine Maximalquote für
Einweg-Getränkeverpackungen festgelegt wurde, bei deren
dauerhafter Überschreitung eine Pfandregelung einzuführen sei.

Natürlich, der Handel hat also den Schwarzen Peter und im Notfall war es ohnehin Helmut Kohl. Dass der Handel sich bis zuletzt gegen das „Dosenpfand“ gewehrt hat, ist doch mehr als nachvollziehbar, wenn man die Folgen bedenkt. Und die Umfrageergebnisse und letzten Endes auch das Wahlergebnis zeigen ja, dass eine Ablösung von Trittin und Co. nicht so unwahrscheinlich war. Die Verordnung ist 1991 in Kraft getreten, das stimmt, aber der Anteil der Mehrwegpackungen liegt ja nicht seit 10 Jahren unter 72 Prozent. Also ist die uns hier servierte 10Jahresgeschichte unwahr.
Wahr ist jedoch, dass Rot-Grün eine Veränderung der Verpackungsverordnung blockiert hat.
Wahr ist auch, dass Rot-Grün noch nicht einmal einen Aufschub bis Mitte des Jahres akzeptiert hat, um zu einer vernünftigen Regelung zu kommen, die auch große Teile von Schwarz-Gelb in Aussicht gestellt haben.
Wahr ist auch, dass man sowohl die Verbraucher als auch die kleinen Händler bis zum Schluss nicht vernünftig informiert hat. Die Information bekam der Verbraucher doch erst in den ersten Januartagen vom Discounter.
Jeder hat doch zwangsläufig sein eigenes Pfandsüppchen gekocht. Die Tankstellenpächter und Kioskbesitzer waren doch völlig überfordert. Plus wollte sogar Pfand zurückzahle, ohne die Dosen und Flaschen zurückzunehmen! Das zeigt doch ganz deutlich die Perversion der jetzigen Regelung.

Auch an solchen Versuchen hat es nicht gefehlt, übrigens lange
vor Trittin. Der Grüne Punkt, hinter dem ein System von
Rücknahme und Recycling steht oder stehen sollte, war die
Alternative zum Pfand auf z. B. Joghurtbecher. In den Gelben
Sack gehör(t)en übrigens auch die Einweg-Getränkedosen. Es
zeigte sich aber, daß das Verbraucherverhalten bei
Frischkäseschalen anders ist als bei Cola-Dosen. Letztere
wandern zu Millionen in die Landschaft statt ins Recycling. So
ist die Pfandpflicht auf Getränkeverpackungen eine Konsequenz
aus ignorantem Verhalten zahlreicher Verbraucher.

Ach, und die Kornflaschen, Weinflaschen, Bommerlunder und Rotweintüten und selbst die zahlreichen rumliegenden Pfandflaschen mit denen sich der ein oder andere Berber seinen nächsten Schluck finanziert? Was ist damit?

Manche Stellungnahme hier bei w-w-w bot eine Lehrstunde über
bockig-verwöhntes Verhalten. Man müsse eben genügend
Abfallbehälter aufstellen, hieß es da. Soll man etwa die
Republik vom Wattenmeer bis zu den Alpen mit Papierkörben
vollpflastern und hinter jedem Auto mit ungehobelten Insassen
ein Müllfahrzeug fahren lassen, weil es sich mancher
Zeitgenosse zur Gewohnheit werden ließ, die Kost-nix-Dose
direkt aus dem Fenster zu entsorgen?

Ob es Dir passt oder nicht: Die Geschichte mit den fehlenden Abfallbehältern kann ich nur bestätigen. Ich habe mittlerweile meinen eigenen Abfallbehälter im Auto.

Welches Verhalten ich meine, läßt sich auf jedem McDonalds
Parkplatz beobachten. Dort stehen im Abstand weniger Schritte
Abfallbehälter. Diese wenigen Schritte sind aber vielen
Zeitgenossen schon zu viel, Autotür auf, raus mit dem Müll und
den Inhalt des vollen Aschenbechers gleich hinterher.

Super-Argumentation. An den MC-Donalds-Tüten und Aschenbechern wird das Zwangspfand natürlich viel ändern. Aber die Aschenbecher stören ja anscheinend keinen. Schließlich entsorgt die der Wind, oder?

Was sind das nur für Schreihälse, die jetzt an falscher Stelle
protestieren? Hat je einer protestiert, weil für die Flasche
Flensburger Bier Pfand zu entrichten ist? Wer jetzt kräht,
bringt letztlich zum Ausdruck, daß er nach wie vor seine
Bierdosen aus dem Autofenster entsorgen möchte. Pfand gibts
doch zurück, ist also kein Anlaß für Jammerei.

Du hast nur wenig verstanden. Siehe oben. Ich möchte nicht weiter meine Bierdosen aus dem Autofenster entsorgen, sondern meine alkoholfreien Getränke weiterhin im Gelben Sack entsorgen. Schließlich zahle ich ja auch schon für den Grünen Punkt.

Umständlich ist die Sache jetzt erst einmal. Aber dann muß man :sich an den Einzelhändler wenden, an seinen Verband und an :Teile der Getränkeindustrie. Die haben nämlich allesamt in :wirklich bemerkenswerter Weise geschlafen und ihren Job nicht :gemacht,volle 10 Jahre lang.

Die 10-Jahres-Mär habe ich bereits erläutert. Ob unsere rot-grüne Regierung 4 Jahre lang geschlafen hat, darüber denken mittlerweile sogar selbst viele Rot-Grün-Wähler anders. Jedenfalls war diese sture Einführung einer Regelung, um deren Umsetzung sich Trittin und Co NULL Gedanken gemacht haben, einer deutschen Bundesregierung nicht würdig und hat Handel, Wirtschaft und Verbraucher gleichermaßen geschadet.

Immer wieder verblüffend finde ich, wie kurz das Gedächtnis
weiter Teile der Öffentlichkeit ist.

Stimmt, Du hast anscheinend auch schon vergessen, wie und warum Schröder die Wahl doch noch äußerst knapp gewonnen hat.

Armes Deutschland.

Gruß

Kater

Moin Pillar,

Ich bin viel unterwegs und hole mir auch gerne unterwegs an
der Tankstelle oder im Lidl eine Dose Cola Light oder wenn ich
nicht müde werden will oder darf eine Dose Red Bull oder
ähnliches. Soll ich demnächst die Cola aus der Literflasche
umfüllen und auf Red Bull ganz verzichten oder fahr ich am
nächsten Tag noch mal hundert Kilometer, weil ich das Pfand
auch nur an dieser Raststätte einlösen kann?

Die Cola gibt es auch in kleinen PET- oder Glasflaschen. Red Bull hat nun ein Problem. Aber auch genug Zeit sich darauf einzustellen.

Da müsste ich ja

mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Was ist also das Ergebnis
für mich? Die gleichen Getränke sind teurer geworden und
landen noch immer im gelben Sack. Weißt Du, was allerdings
viele (ich nicht) jetzt in solchen Fällen machen werden? Die
Dose aus dem Fenster schmeissen und sich noch im Recht fühlen.

Das Problem besteht tatsächlich. Aber eben nur bis Oktober.

Schließlich haben sie ja dafür gezahlt. Oder der Verbraucher
wird irgendwann die Flinte ins Korn werfen, weil er es sich
gar nicht leisten kann, jedem Pfandbon hinterherzurennen. Da
verzichte ich doch lieber auf meine Cola unterwegs. Und wer
leidet darunter? Unsere ohnehin schon ärgstens gebeutelte
Wirtschaft.

Nö. Die Dosenwirtschaft leidet. Die Glas- und PETwirtschaft profitiert.

Und der Sinn ist ja auch: weniger Dosen. Insofern ist es witzig, wenn kritisiert wird, dass durch diese Regelung weniger Dosen verkauft werden. Das ist ja der Sinn vom ganzen.

Natürlich, der Handel hat also den Schwarzen Peter und im
Notfall war es ohnehin Helmut Kohl. Dass der Handel sich bis
zuletzt gegen das „Dosenpfand“ gewehrt hat, ist doch mehr als
nachvollziehbar, wenn man die Folgen bedenkt.

Nö. Bei einer vernünftigen Umsetzung kann ich keine negativen Folgen erkennen.

Und die
Umfrageergebnisse und letzten Endes auch das Wahlergebnis
zeigen ja, dass eine Ablösung von Trittin und Co. nicht so
unwahrscheinlich war.

Die letzte Klage der Industrie vorm BVG stammt vom 30.12. Einen Tag vorher hatte das BVG eine Klage der Industrie noch abgeschmettert. Das Verhalten der Industrie war nur noch peinlich.

Die Verordnung ist 1991 in Kraft
getreten, das stimmt, aber der Anteil der Mehrwegpackungen
liegt ja nicht seit 10 Jahren unter 72 Prozent.

Aber schon mehrere Jahre. Zeit genug zum umstellen.

Also ist die
uns hier servierte 10Jahresgeschichte unwahr.
Wahr ist jedoch, dass Rot-Grün eine Veränderung der
Verpackungsverordnung blockiert hat.

Nein. Rotgrün wollte eine Veränderung nicht. Die Union nicht. Aber jetzt lenkt die Union ein.

Wahr ist auch, dass Rot-Grün noch nicht einmal einen Aufschub
bis Mitte des Jahres akzeptiert hat, um zu einer vernünftigen
Regelung zu kommen, die auch große Teile von Schwarz-Gelb in
Aussicht gestellt haben.

Warum auch? Die Industrie muss sich an Gesetze und Verordnungen halten. Ausserdem: wie wäre die Reaktion gewesen? Umstellung bis zum 31.05.03 meinetwegen. Und am 01.06.03 hätte die Industrie gesagt: „Oh, sorry, sind leider nicht fertig geworden. Wir brauchen noch ein halbes Jahr.“ Oder wir hätten dieses „Chaos“ am 01.06.03 gehabt. Die Dosen- und Einzelhandelindustrie hatte doch nicht die geringsten Bestrebungen gemacht, die Verordnung einzuhalten.

Erst jetzt, weil sie müssen. Denn wenn nicht schnell etwas geschieht, ist die Dose tot. Und das will die Dosenindustrie natürlich nicht. Jetzt hat also plötzlich die Dosenindustrie grössten Anreiz, dass das Pfandsystem bald vernünftig umsetzbar ist.

Wahr ist auch, dass man sowohl die Verbraucher als auch die
kleinen Händler bis zum Schluss nicht vernünftig informiert
hat. Die Information bekam der Verbraucher doch erst in den
ersten Januartagen vom Discounter.

Wofür gibt es denn den Einzelhandelsverband? Der soll halt seine Mitglieder informieren. Im übrigen waren die Informationen vorher überall zu lesen.

Jeder hat doch zwangsläufig sein eigenes Pfandsüppchen
gekocht. Die Tankstellenpächter und Kioskbesitzer waren doch
völlig überfordert. Plus wollte sogar Pfand zurückzahle, ohne
die Dosen und Flaschen zurückzunehmen! Das zeigt doch ganz
deutlich die Perversion der jetzigen Regelung.

Nein. Es zeigt deutlich die Perversion von Plus.

Auch an solchen Versuchen hat es nicht gefehlt, übrigens lange
vor Trittin. Der Grüne Punkt, hinter dem ein System von
Rücknahme und Recycling steht oder stehen sollte, war die
Alternative zum Pfand auf z. B. Joghurtbecher. In den Gelben
Sack gehör(t)en übrigens auch die Einweg-Getränkedosen. Es
zeigte sich aber, daß das Verbraucherverhalten bei
Frischkäseschalen anders ist als bei Cola-Dosen. Letztere
wandern zu Millionen in die Landschaft statt ins Recycling. So
ist die Pfandpflicht auf Getränkeverpackungen eine Konsequenz
aus ignorantem Verhalten zahlreicher Verbraucher.

Ach, und die Kornflaschen, Weinflaschen, Bommerlunder und
Rotweintüten und selbst die zahlreichen rumliegenden
Pfandflaschen mit denen sich der ein oder andere Berber seinen
nächsten Schluck finanziert? Was ist damit?

Wie gesagt: eine vernünftige Regelung haben Union und Industrie gemeinsam blockiert.

Manche Stellungnahme hier bei w-w-w bot eine Lehrstunde über
bockig-verwöhntes Verhalten. Man müsse eben genügend
Abfallbehälter aufstellen, hieß es da. Soll man etwa die
Republik vom Wattenmeer bis zu den Alpen mit Papierkörben
vollpflastern und hinter jedem Auto mit ungehobelten Insassen
ein Müllfahrzeug fahren lassen, weil es sich mancher
Zeitgenosse zur Gewohnheit werden ließ, die Kost-nix-Dose
direkt aus dem Fenster zu entsorgen?

Ob es Dir passt oder nicht: Die Geschichte mit den fehlenden
Abfallbehältern kann ich nur bestätigen. Ich habe mittlerweile
meinen eigenen Abfallbehälter im Auto.

Welches Verhalten ich meine, läßt sich auf jedem McDonalds
Parkplatz beobachten. Dort stehen im Abstand weniger Schritte
Abfallbehälter. Diese wenigen Schritte sind aber vielen
Zeitgenossen schon zu viel, Autotür auf, raus mit dem Müll und
den Inhalt des vollen Aschenbechers gleich hinterher.

Super-Argumentation. An den MC-Donalds-Tüten und Aschenbechern
wird das Zwangspfand natürlich viel ändern. Aber die
Aschenbecher stören ja anscheinend keinen. Schließlich
entsorgt die der Wind, oder?

Richtig. Asche bleibt nicht jahrelang irgendwo liegen. Und es gibt auch keine Alternative wie Mehrwegzigaretten.

Was sind das nur für Schreihälse, die jetzt an falscher Stelle
protestieren? Hat je einer protestiert, weil für die Flasche
Flensburger Bier Pfand zu entrichten ist? Wer jetzt kräht,
bringt letztlich zum Ausdruck, daß er nach wie vor seine
Bierdosen aus dem Autofenster entsorgen möchte. Pfand gibts
doch zurück, ist also kein Anlaß für Jammerei.

Du hast nur wenig verstanden. Siehe oben. Ich möchte nicht
weiter meine Bierdosen aus dem Autofenster entsorgen, sondern
meine alkoholfreien Getränke weiterhin im Gelben Sack
entsorgen. Schließlich zahle ich ja auch schon für den Grünen
Punkt.

Fein. Dann beschwer dich bei der Industrie, die ihre eigene Selbstverpflichtungserklärung nicht eingehalten hat.

Umständlich ist die Sache jetzt erst einmal. Aber dann muß man :sich an den Einzelhändler wenden, an seinen Verband und an :Teile der Getränkeindustrie. Die haben nämlich allesamt in :wirklich bemerkenswerter Weise geschlafen und ihren Job nicht :gemacht,volle 10 Jahre lang.

Die 10-Jahres-Mär habe ich bereits erläutert. Ob unsere
rot-grüne Regierung 4 Jahre lang geschlafen hat, darüber
denken mittlerweile sogar selbst viele Rot-Grün-Wähler anders.

Nein. Vorher bestand noch keine rechtliche Handhabe. Die Quote musste erst zwei Jahre unter 72% fallen. Zwar war abzusehen für jeden, dass dies bald geschieht (daher konnte sich die Industrie schon weit vor den zwei Jahren darauf einstellen), aber die Regierung konnte vorher nicht eingreifen.

Jedenfalls war diese sture Einführung einer Regelung, um deren
Umsetzung sich Trittin und Co NULL Gedanken gemacht haben,
einer deutschen Bundesregierung nicht würdig und hat Handel,
Wirtschaft und Verbraucher gleichermaßen geschadet.

Quatsch. Für die Umsetzung ist schlicht und einfach die Industrie zuständig.

Immer wieder verblüffend finde ich, wie kurz das Gedächtnis
weiter Teile der Öffentlichkeit ist.

Stimmt, Du hast anscheinend auch schon vergessen, wie und
warum Schröder die Wahl doch noch äußerst knapp gewonnen hat.

Armes Deutschland.

Arme Argumentation.

Ciao

Ralf

Hallo Dr. Ralf,
nur noch kurz einige Dinge, die ich so nicht stehen lassen kann, auch wenn Deine politische Gesinnung schon aus der Visitenkarte erkennbar ist und wir wohl nur wenig gemeinsame Nenner finden werden.

Die Cola gibt es auch in kleinen PET- oder Glasflaschen. Red
Bull hat nun ein Problem. Aber auch genug Zeit sich darauf
einzustellen.

Die kleinen PET-Cola-Flaschen, die ich kenne waren bisher keine Pfandflaschen, sollten es nach der neuen Verordnung aber sein. Wo wäre dann da der Unterschied zur Dose? Und die kleinen Glasflaschen waren auch bisher keine Pfandflaschen, sondern sollten, wenn es gut ging in den überfüllten Glascontainer wandern. Und jetzt? Ist da Pfand drauf? Weiß wohl keiner so genau.

Schließlich haben sie ja dafür gezahlt. Oder der Verbraucher
wird irgendwann die Flinte ins Korn werfen, weil er es sich
gar nicht leisten kann, jedem Pfandbon hinterherzurennen. Da
verzichte ich doch lieber auf meine Cola unterwegs. Und wer
leidet darunter? Unsere ohnehin schon ärgstens gebeutelte
Wirtschaft.

Nö. Die Dosenwirtschaft leidet. Die Glas- und PETwirtschaft
profitiert.

Nein, Du verstehst mich nicht. Der Tankwart, der Kioskbesitzer, der Discount, bei dem ich sonst meine Cola und mein Red Bull geholt habe, die leiden darunter. Lebensnotwendig war es ja nicht (es sei denn zum Wachhalten), also werde ich zumindest in naher Zukunft weniger Getränke unterwegs kaufen, und nicht nur ich. Darunter leidet unsere Schlusslichtwirtschaft.

Und der Sinn ist ja auch: weniger Dosen. Insofern ist es
witzig, wenn kritisiert wird, dass durch diese Regelung
weniger Dosen verkauft werden. Das ist ja der Sinn vom ganzen.

Nochmal in Zeitlupe. Du hast anscheinend ein Dosen-Trauma. Ich werde nicht weniger Dosen kaufen, sondern weniger Getränke unterwegs kaufen. Meist fiel dann noch ein Mars-Riegel oder sonst etwas mit ab. Jetzt fällt alles weg.

Natürlich, der Handel hat also den Schwarzen Peter und im
Notfall war es ohnehin Helmut Kohl. Dass der Handel sich bis
zuletzt gegen das „Dosenpfand“ gewehrt hat, ist doch mehr als
nachvollziehbar, wenn man die Folgen bedenkt.

Nö. Bei einer vernünftigen Umsetzung kann ich keine negativen
Folgen erkennen.

Das wundert mich nur wenig. Ist Dir wirklich nicht klar, dass die Discounter wie Lidl oder Aldi nur deshalb so günstig anbieten konnten, weil deren Konzept unter anderem räumlich und personell bewusst solche Maßnahmen wie Rücknahme von Leergut ausgeklammert hat? Die schwimen doch jetzt völlig. Versuch doch mal bei Aldi Leergut zurückzugeben. Da gibt es weder Platz noch Personal dafür. Die bauen doch ihre Häuser doch gerade mal so groß wie es auch unbedingt sein muss. Ist ja auch nachvollziehbar. Für mich als Unternehmer jedenfalls.

Warum auch? Die Industrie muss sich an Gesetze und
Verordnungen halten. Ausserdem: wie wäre die Reaktion gewesen?
Umstellung bis zum 31.05.03 meinetwegen. Und am 01.06.03 hätte
die Industrie gesagt: „Oh, sorry, sind leider nicht fertig
geworden. Wir brauchen noch ein halbes Jahr.“ Oder wir hätten
dieses „Chaos“ am 01.06.03 gehabt. Die Dosen- und
Einzelhandelindustrie hatte doch nicht die geringsten
Bestrebungen gemacht, die Verordnung einzuhalten.

Die Bestrebungen hätte ich als Industrieller auch möglichst lange vermieden. Siehe oben. Aber die Industrie hätte sich doch verpflichten müssen, dies auch zum 1.7. umzusetzen. Dazu wäre man auch seitens der Industrie bei einem Einlenken der Regierung bereit gewesen.

Erst jetzt, weil sie müssen. Denn wenn nicht schnell etwas
geschieht, ist die Dose tot. Und das will die Dosenindustrie
natürlich nicht. Jetzt hat also plötzlich die Dosenindustrie
grössten Anreiz, dass das Pfandsystem bald vernünftig
umsetzbar ist.

Du verstehst es immer noch nicht. Es geht nicht um die Dose, es geht um Einwegverpackungen, also beispielsweise auch Einwegflaschen, im nächsten Schritt dann auch sogar um die nicht kohlesäurehaltigen Getränke.

Wofür gibt es denn den Einzelhandelsverband? Der soll halt
seine Mitglieder informieren. Im übrigen waren die
Informationen vorher überall zu lesen.

Klar, Deine Jungs in Berlin führen nur ein. Ob das umsetzbar ist, spielt keine Rolle. Und der Kioskbesitzer? Der gehört keinem Verband an.

Jeder hat doch zwangsläufig sein eigenes Pfandsüppchen
gekocht. Die Tankstellenpächter und Kioskbesitzer waren doch
völlig überfordert. Plus wollte sogar Pfand zurückzahle, ohne
die Dosen und Flaschen zurückzunehmen! Das zeigt doch ganz
deutlich die Perversion der jetzigen Regelung.

Nein. Es zeigt deutlich die Perversion von Plus.

Nein, es zeigt deutlich, dass Plus vom Konzept her auch nicht auf Pfand eingerichtet ist. Siehe oben.

Ach, und die Kornflaschen, Weinflaschen, Bommerlunder und
Rotweintüten und selbst die zahlreichen rumliegenden
Pfandflaschen mit denen sich der ein oder andere Berber seinen
nächsten Schluck finanziert? Was ist damit?

Wie gesagt: eine vernünftige Regelung haben Union und
Industrie gemeinsam blockiert.

Das muss man ja nicht mehr kommentieren.

Richtig. Asche bleibt nicht jahrelang irgendwo liegen. Und es
gibt auch keine Alternative wie Mehrwegzigaretten.

Mehrwegzigaretten. Ich pinkle gleich in die Hose. Und damit ist das O.K.? Und Du engagierst Dich allen Ernstes bei Greenpeace?

Quatsch. Für die Umsetzung ist schlicht und einfach die
Industrie zuständig.

Danke, dass Du nochmals bestätigst, dass unsere Regierung sich für eine realistische Umsetzung nicht interessiert hat.

Armes Deutschland.

Arme Argumentation.

Danke, Dir auch einen schönen Tag. :smile:

Gruß

Kater

Moin Kater,

nur noch kurz einige Dinge, die ich so nicht stehen lassen
kann, auch wenn Deine politische Gesinnung schon aus der
Visitenkarte erkennbar ist und wir wohl nur wenig gemeinsame
Nenner finden werden.

Wirklich? Ich habe deine Visitenkarte nicht gelesen. Kann daher deine politische Gesinnung nur aus deinen Postings ablesen (also bislang kenne ich sie nicht). Kann bislang nur sagen, dass du dich mit diesem Thema anscheinend nicht wirklich beschäftigt hast.

Die Cola gibt es auch in kleinen PET- oder Glasflaschen. Red
Bull hat nun ein Problem. Aber auch genug Zeit sich darauf
einzustellen.

Die kleinen PET-Cola-Flaschen, die ich kenne waren bisher
keine Pfandflaschen, sollten es nach der neuen Verordnung aber
sein. Wo wäre dann da der Unterschied zur Dose? Und die
kleinen Glasflaschen waren auch bisher keine Pfandflaschen,
sondern sollten, wenn es gut ging in den überfüllten
Glascontainer wandern. Und jetzt? Ist da Pfand drauf? Weiß
wohl keiner so genau.

Doch, ist bekannt. Ist kein Pfand drauf. Geht ja in den Container und ist auch ökologischer als Dose.

Schließlich haben sie ja dafür gezahlt. Oder der Verbraucher
wird irgendwann die Flinte ins Korn werfen, weil er es sich
gar nicht leisten kann, jedem Pfandbon hinterherzurennen. Da
verzichte ich doch lieber auf meine Cola unterwegs. Und wer
leidet darunter? Unsere ohnehin schon ärgstens gebeutelte
Wirtschaft.

Nö. Die Dosenwirtschaft leidet. Die Glas- und PETwirtschaft
profitiert.

Nein, Du verstehst mich nicht. Der Tankwart, der
Kioskbesitzer, der Discount, bei dem ich sonst meine Cola und
mein Red Bull geholt habe, die leiden darunter.
Lebensnotwendig war es ja nicht (es sei denn zum Wachhalten),
also werde ich zumindest in naher Zukunft weniger Getränke
unterwegs kaufen, und nicht nur ich. Darunter leidet unsere
Schlusslichtwirtschaft.

Tja, dein Problem. Kannst ja auch was anderes als Dose kaufen. Ok, bei Red Bull nicht. Das ist dann das Problem von Red Bull.
Nur wie gesagt: der Sinn von Dosenpfand ist doch, dass weniger Dosen verkauft werden. Und wenn du jetzt weniger Dosen kaufst, hat das Pfandsystem seinen Sinn erfüllt.

Was willste mehr?

Und der Sinn ist ja auch: weniger Dosen. Insofern ist es
witzig, wenn kritisiert wird, dass durch diese Regelung
weniger Dosen verkauft werden. Das ist ja der Sinn vom ganzen.

Nochmal in Zeitlupe. Du hast anscheinend ein Dosen-Trauma. Ich
werde nicht weniger Dosen kaufen, sondern weniger Getränke
unterwegs kaufen. Meist fiel dann noch ein Mars-Riegel oder
sonst etwas mit ab. Jetzt fällt alles weg.

Dein Problem. Das Dosen-Trauma hast du. Denn du kannst weiterhin Getränke kaufen. Wenn du nur Dosen kaufen willst und nicht bereit bist €0,25 mehr zu zahlen (wenn du sie nicht zurückbringen kannst), ist das schlicht dein Problem.

Und das Problem des Zurückbringen liegt schlicht und einfach an der verbohrten Industrie.

Natürlich, der Handel hat also den Schwarzen Peter und im
Notfall war es ohnehin Helmut Kohl. Dass der Handel sich bis
zuletzt gegen das „Dosenpfand“ gewehrt hat, ist doch mehr als
nachvollziehbar, wenn man die Folgen bedenkt.

Nö. Bei einer vernünftigen Umsetzung kann ich keine negativen
Folgen erkennen.

Das wundert mich nur wenig. Ist Dir wirklich nicht klar, dass
die Discounter wie Lidl oder Aldi nur deshalb so günstig
anbieten konnten, weil deren Konzept unter anderem räumlich
und personell bewusst solche Maßnahmen wie Rücknahme von
Leergut ausgeklammert hat? Die schwimen doch jetzt völlig.
Versuch doch mal bei Aldi Leergut zurückzugeben. Da gibt es
weder Platz noch Personal dafür. Die bauen doch ihre Häuser
doch gerade mal so groß wie es auch unbedingt sein muss. Ist
ja auch nachvollziehbar. Für mich als Unternehmer jedenfalls.

Dann sollen sie halt keine Dosen mehr anbieten. Wo ist das Problem?
Im übrigen gibt es Dosenpfand schon in vielen anderen Ländern (selbst in 10 US-Staaten). Nur in Deutschland ist der Einzelhandel so blöd, dass er kein System auf die Reihe bekommt.
Das erklär mir mal, Mr. Unternehmer, warum der deutsche Einzelhandel unfähiger als der US-amerikanische, dänische, holländische etc. ist.

Warum auch? Die Industrie muss sich an Gesetze und
Verordnungen halten. Ausserdem: wie wäre die Reaktion gewesen?
Umstellung bis zum 31.05.03 meinetwegen. Und am 01.06.03 hätte
die Industrie gesagt: „Oh, sorry, sind leider nicht fertig
geworden. Wir brauchen noch ein halbes Jahr.“ Oder wir hätten
dieses „Chaos“ am 01.06.03 gehabt. Die Dosen- und
Einzelhandelindustrie hatte doch nicht die geringsten
Bestrebungen gemacht, die Verordnung einzuhalten.

Die Bestrebungen hätte ich als Industrieller auch möglichst
lange vermieden. Siehe oben. Aber die Industrie hätte sich
doch verpflichten müssen, dies auch zum 1.7. umzusetzen. Dazu
wäre man auch seitens der Industrie bei einem Einlenken der
Regierung bereit gewesen.

Die Industrie hat sich selbst verpflichtet, das Pfandsystem umzusetzen, wenn 72% in zwei Jahre unterschritten worden ist. Dazu war die Industrie mehrere Jahre nicht in der Lage (denn die Entwicklung war ja schon vor zwei Jahren abzusehen). Nun soll aber eine Selbstverpflichtung, dass die Industrie es in einem halben Jahr umsetzt, glaubwürdig sein, wenn die Industrie ihre eigene Selbstverpflichtung zwei Jahre lang nicht umsetzen will?

Die Industrie war schlicht und ergreifend kein glaubwürdiger Verhandlungspartner.

Erst jetzt, weil sie müssen. Denn wenn nicht schnell etwas
geschieht, ist die Dose tot. Und das will die Dosenindustrie
natürlich nicht. Jetzt hat also plötzlich die Dosenindustrie
grössten Anreiz, dass das Pfandsystem bald vernünftig
umsetzbar ist.

Du verstehst es immer noch nicht. Es geht nicht um die Dose,
es geht um Einwegverpackungen, also beispielsweise auch
Einwegflaschen, im nächsten Schritt dann auch sogar um die
nicht kohlesäurehaltigen Getränke.

Ja und? Wo ist das Problem? Es geht um die Erfüllung der Selbstverpflichtungserklärung.

Wenn Trittin sich hätte erpressen lassen von der Industrie, wäre die Industrie der Verlierer gewesen. Denn das Instrument der Selbstverpflichtungserklärung wäre für alle Zeiten belastet gewesen.

Aber soweit hat die Industrie nie gedacht. Du - als Unternehmer - offensichtlich auch nicht.

Wofür gibt es denn den Einzelhandelsverband? Der soll halt
seine Mitglieder informieren. Im übrigen waren die
Informationen vorher überall zu lesen.

Klar, Deine Jungs in Berlin führen nur ein. Ob das umsetzbar
ist, spielt keine Rolle. Und der Kioskbesitzer? Der gehört
keinem Verband an.

Richtig. Für die Umsetzung der selbst eingegangen Selbstverpflichtung ist die Industrie zuständig. Wie gesagt, in vielen anderen Ländern funktioniert das problemlos. Vielleicht sollten die deutsche Industriekapitäne mal über ihren eigenen Tellerrand hinaussehen.

Wie gesagt: ab Oktober soll es ja auch möglich sein. Warum kann es nicht am 01.01.03 umsetzbar sein? Wäre es natürlich gewesen, wenn die Industrie sich nicht in eine stumpfe Blockadehaltung geflüchtet hätte. Oder gibt es im nächsten halben Jahr plötzlich völlig neue Erkenntnisse und Erfindungen im Bereich Dosenpfand?

Jeder hat doch zwangsläufig sein eigenes Pfandsüppchen
gekocht. Die Tankstellenpächter und Kioskbesitzer waren doch
völlig überfordert. Plus wollte sogar Pfand zurückzahle, ohne
die Dosen und Flaschen zurückzunehmen! Das zeigt doch ganz
deutlich die Perversion der jetzigen Regelung.

Nein. Es zeigt deutlich die Perversion von Plus.

Nein, es zeigt deutlich, dass Plus vom Konzept her auch nicht
auf Pfand eingerichtet ist. Siehe oben.

Natürlich nicht. Und woran lag das: an den unfähigen Managern von Plus. Mit welcher Begründung verdienen die eigentlich ihren Lohn? Jeder Hilfsarbeiter wäre hochkantig rausgeflogen, wenn er innerhalb von mehreren Jahren sich nicht auf eine absehbare Situation hätte einstellen können.

Ach, und die Kornflaschen, Weinflaschen, Bommerlunder und
Rotweintüten und selbst die zahlreichen rumliegenden
Pfandflaschen mit denen sich der ein oder andere Berber seinen
nächsten Schluck finanziert? Was ist damit?

Wie gesagt: eine vernünftige Regelung haben Union und
Industrie gemeinsam blockiert.

Das muss man ja nicht mehr kommentieren.

Musste du tatsächlich nicht. Solltest dich aber mal mit der Materie beschäftigen.

Richtig. Asche bleibt nicht jahrelang irgendwo liegen. Und es
gibt auch keine Alternative wie Mehrwegzigaretten.

Mehrwegzigaretten. Ich pinkle gleich in die Hose. Und damit
ist das O.K.? Und Du engagierst Dich allen Ernstes bei
Greenpeace?

Richtig. Ich halte ausgeleerte Aschenbecher nicht für ein globales Umweltproblem.

Quatsch. Für die Umsetzung ist schlicht und einfach die
Industrie zuständig.

Danke, dass Du nochmals bestätigst, dass unsere Regierung sich
für eine realistische Umsetzung nicht interessiert hat.

Noch einmal für langsam Denkende:

  1. Vor zehn Jahren hat die Industrie diese Selbstverpflichtungserklärung unterschrieben.

  2. Seit Jahren ist absehbar, dass die Quote unter 72% fallen wird.

  3. Seit zwei Jahren ist die Quote unter 72%.

  4. Ich halte deutsche Spitzenmanager nicht für Analphabeten und gehe daher davon aus, dass sie die von ihnen selbst unterschriebene Selbstverpflichtungserklärung lesen können.

  5. Innerhalb dieses Zeitraums konnte sich die Industrie auf die neue Situation einstellen.

  6. Die Industrie hat genug Vorbilder im Ausland. Muss also das Rad nicht neu erfinden.

  7. Ich gehe davon aus, dass deutsche Spitzenmanager wissen, dass es ein Ausland gibt und hin und wieder auch mal die Aktivitäten im Ausland beobachten.

  8. Nach jahrelangem Prozessieren und Blockieren kann die Industrie ein System - nach eigenem Bekunden - im Oktober einführen.

  9. Es ist also möglich und wäre früher möglich gewesen, wenn die Manager ihrer Arbeit nachgegangen wären und versucht hätten, Politik zu machen.

  10. Die Regierung ist nicht dazu da, die Arbeit von unfähigen und verbohrten Managern zu übernehmen. Leider ist sie auch nicht dazu da, Manager, die sich eindeutig als unfähig erwiesen haben, rauszuschmeissen.

Ciao

Ralf

Hallo Doc H.,
nur kurz, weil … (siehe letztes Posting)

Tja, dein Problem. Kannst ja auch was anderes als Dose kaufen.
Ok, bei Red Bull nicht. Das ist dann das Problem von Red Bull.
Nur wie gesagt: der Sinn von Dosenpfand ist doch, dass weniger
Dosen verkauft werden. Und wenn du jetzt weniger Dosen kaufst,
hat das Pfandsystem seinen Sinn erfüllt.

Was willste mehr?

Hatte ich bereits erläutert, ich kaufe nicht weniger Dosen, sondern mache weniger Umsatz.

Dein Problem. Das Dosen-Trauma hast du. Denn du kannst
weiterhin Getränke kaufen. Wenn du nur Dosen kaufen willst und
nicht bereit bist €0,25 mehr zu zahlen (wenn du sie nicht
zurückbringen kannst), ist das schlicht dein Problem.

Du musst ja wahnsinnig gut verdienen, wenn es Dir egal ist, bis zu 86,2% mehr als bisher fürs gleiche Produkt zu zahlen. Wirtschaften kannst Du bei der Einstellung allerdings nicht.

Und das Problem des Zurückbringen liegt schlicht und einfach
an der verbohrten Industrie.

Das Lied von der bösen Industrie hast Du im letzten Posting bereits ausreichend gesungen.

Dann sollen sie halt keine Dosen mehr anbieten. Wo ist das
Problem?

Muss ich das wirklich erklären? Das Problem liegt für den Verbraucher im verringerten Angebot und für den Handel im fehlenden Umsatz.

Das erklär mir mal, Mr. Unternehmer, warum der deutsche
Einzelhandel unfähiger als der US-amerikanische, dänische,
holländische etc. ist.

Da bist Du anscheinend nicht ganz korrekt informiert. Die niederländische Regierung hat erst im Sommer 2001 ihre angemeldeten Bedenken gegen die deutschen Dosenpfand-Pläne zurückgezogen. Der niederländische Ministerrat hat sich daraufhin gegen eine rasche Einführung des Pfandes auf Getränkedosen und kleine PET Flaschen ausgesprochen. Nach einem Anfang Dezember getroffenen Beschluss wird das Pfand erst ab 1. Januar 2004 in Kraft treten, wenn es der Industrie in der Zwischenzeit nicht gelingt, mindestens zwei Drittel dieser Verpackungen zurückzunehmen. So mein Informationsstand.

Die Industrie war schlicht und ergreifend kein glaubwürdiger
Verhandlungspartner.

Oh Gott, durch welche Brille siehst Du? Wer hier nicht glaubwürdig ist, ist Kanzler Münchhausen mit seinen Kumpanen. Oder gibt es einen Untersuchungsausschuss, der sich mit den Lügen der Industrie beschäftigt?

Wenn Trittin sich hätte erpressen lassen von der Industrie,
wäre die Industrie der Verlierer gewesen. Denn das Instrument
der Selbstverpflichtungserklärung wäre für alle Zeiten
belastet gewesen.

Aber soweit hat die Industrie nie gedacht. Du - als
Unternehmer - offensichtlich auch nicht.

Es ging nicht um Erpressung, sondern um eine handlebare Umsetzung.

Richtig. Für die Umsetzung der selbst eingegangen
Selbstverpflichtung ist die Industrie zuständig.

Wenn das so wäre, dann hätten wir es erst im Oktober bekommen.

Wie gesagt: ab Oktober soll es ja auch möglich sein. Warum
kann es nicht am 01.01.03 umsetzbar sein? Wäre es natürlich
gewesen, wenn die Industrie sich nicht in eine stumpfe
Blockadehaltung geflüchtet hätte. Oder gibt es im nächsten
halben Jahr plötzlich völlig neue Erkenntnisse und Erfindungen
im Bereich Dosenpfand?

Nein, unsere dämliche Industrie ist ja nach Deiner Aussage zu keinen Erkenntnissen fähig.

Nein, es zeigt deutlich, dass Plus vom Konzept her auch nicht
auf Pfand eingerichtet ist. Siehe oben.

Natürlich nicht. Und woran lag das: an den unfähigen Managern
von Plus.

Es ist sinnlos, Du verstehst es nicht, weil Du es nicht verstehen willst, aber Marktwirtschaft ist anscheinend wirklich nicht Dein Ding.

Richtig. Ich halte ausgeleerte Aschenbecher nicht für ein
globales Umweltproblem.

Dazu fällt mir immer noch nichts ein. Das Problem ist vorhanden, jedoch gut verteilt und daher nicht sichtbar. Wie war das noch mit dem Tellerrand? Du bist nicht zufällig Raucher?

Noch einmal für langsam Denkende:

Dieses Niveau kommentiere ich nicht mehr.

Gruß

Kater

Moin Kater,

Tja, dein Problem. Kannst ja auch was anderes als Dose kaufen.
Ok, bei Red Bull nicht. Das ist dann das Problem von Red Bull.
Nur wie gesagt: der Sinn von Dosenpfand ist doch, dass weniger
Dosen verkauft werden. Und wenn du jetzt weniger Dosen kaufst,
hat das Pfandsystem seinen Sinn erfüllt.

Was willste mehr?

Hatte ich bereits erläutert, ich kaufe nicht weniger Dosen,
sondern mache weniger Umsatz.

Ja, aber das liegt - so deine Begründung - an der Unbequemheit die Dosen pfandgerecht zurückzugeben. Und das wiederum liegt an der Industrie, die sich jahrelang nicht mit der Realität beschäftigt hat.

Dein Problem. Das Dosen-Trauma hast du. Denn du kannst
weiterhin Getränke kaufen. Wenn du nur Dosen kaufen willst und
nicht bereit bist €0,25 mehr zu zahlen (wenn du sie nicht
zurückbringen kannst), ist das schlicht dein Problem.

Du musst ja wahnsinnig gut verdienen, wenn es Dir egal ist,
bis zu 86,2% mehr als bisher fürs gleiche Produkt zu zahlen.
Wirtschaften kannst Du bei der Einstellung allerdings nicht.

Der Satz bestand aus „und“. Nämlich vorher „wenn du nur Dosen kaufen willst“

Wie gesagt: bis auf Red Bull kannst du die Getränke auch in Flaschen kaufen. Und wenn die Red Bull Produzenten unfähig sind, ist das ja nicht der Regierung vorzuwerfen.

Oder ist es technisch unmöglich Red Bull in Flaschen abzufüllen?

Und das Problem des Zurückbringen liegt schlicht und einfach
an der verbohrten Industrie.

Das Lied von der bösen Industrie hast Du im letzten Posting
bereits ausreichend gesungen.

Ja, du solltest dich mal mit weniger Ideologie sondern mehr mit der Realität beschäftigen.

Ausser zu sagen: es liegt an der Regierung, denn ich mag die Regierung nicht. Basta. Ist dir ja bislang kein Argument eingefallen, warum die Regierung die Arbeit unfähiger (besser: unwilliger) Manager machen soll.

Dann sollen sie halt keine Dosen mehr anbieten. Wo ist das
Problem?

Muss ich das wirklich erklären? Das Problem liegt für den
Verbraucher im verringerten Angebot und für den Handel im
fehlenden Umsatz.

Falsch. Sie können das gleiche Getränk auch in Flaschen (Glas oder PET) anbieten. So viele Verbraucher, die sagen „ICH WILL MEINE DOSE!!!“ gibt es sicher nicht. Den meisten kommt es auf Preis und Inhalt an.

Das erklär mir mal, Mr. Unternehmer, warum der deutsche
Einzelhandel unfähiger als der US-amerikanische, dänische,
holländische etc. ist.

Da bist Du anscheinend nicht ganz korrekt informiert. Die
niederländische Regierung hat erst im Sommer 2001 ihre
angemeldeten Bedenken gegen die deutschen Dosenpfand-Pläne
zurückgezogen. Der niederländische Ministerrat hat sich
daraufhin gegen eine rasche Einführung des Pfandes auf
Getränkedosen und kleine PET Flaschen ausgesprochen. Nach
einem Anfang Dezember getroffenen Beschluss wird das Pfand
erst ab 1. Januar 2004 in Kraft treten, wenn es der Industrie
in der Zwischenzeit nicht gelingt, mindestens zwei Drittel
dieser Verpackungen zurückzunehmen. So mein Informationsstand.

Da hast du recht. Nur ist das keine Antwort. Es ging hier darum, dass es im Ausland schon viele Dosenpfand-Systeme gibt, die funktionieren. Die deutsche Industrie bräuchte also nur über die Grenzen zu blicken und nichts „erfinden“. Aber selbst dazu ist die deutsche Industrie nicht willens gewesen.

Die Industrie war schlicht und ergreifend kein glaubwürdiger
Verhandlungspartner.

Oh Gott, durch welche Brille siehst Du? Wer hier nicht
glaubwürdig ist, ist Kanzler Münchhausen mit seinen Kumpanen.
Oder gibt es einen Untersuchungsausschuss, der sich mit den
Lügen der Industrie beschäftigt?

Nein, wäre aber an sich nötig.

Wenn Trittin sich hätte erpressen lassen von der Industrie,
wäre die Industrie der Verlierer gewesen. Denn das Instrument
der Selbstverpflichtungserklärung wäre für alle Zeiten
belastet gewesen.

Aber soweit hat die Industrie nie gedacht. Du - als
Unternehmer - offensichtlich auch nicht.

Es ging nicht um Erpressung, sondern um eine handlebare
Umsetzung.

Doch. Es ging rein um Erpressung. Die Umsetzung ist ja ab Oktober - laut Industrie - da. Und hätten die Manager nicht jahrelang geschlafen und blockiert, sondern schlicht ihre Arbeit gemacht, für die sie ja nicht schlecht bezahlt werden, hätten wir heute schon die Oktober-Umsetzung. Oder gibt es bis Oktober neue Erkenntnisse und Erfindungen im Dosenpfand-System.

Das Motto der Industrie war: wir tun nichts (ausser klagen) und erklären dann, dass wir mit der Umsetzung nicht rechtzeitig fertig geworden sind.

Wenn ein Geselle Dir einen Schrank bis Ende Januar schreinern soll und am 31.01. dir erzählt, dass er nicht fertig geworden ist, weil er nie etwas getan hat, er aber bis Ende März sicher fertig wird, akzeptierst du das auch?

Richtig. Für die Umsetzung der selbst eingegangen
Selbstverpflichtung ist die Industrie zuständig.

Wenn das so wäre, dann hätten wir es erst im Oktober bekommen.

Eben nicht. Der Gesetzgeber ist für die sich aus der Selbstverpflichtung klar ergebenden Einführung eines Dosenpfandes zuständig. Die Industrie für deren Umsetzung. Wenn die Industrie den von ihr selbst eingegangenen Verpflichtungen nicht nachkommt, ist das sicherlich nicht der Regierung anzulasten.

Wie gesagt: ab Oktober soll es ja auch möglich sein. Warum
kann es nicht am 01.01.03 umsetzbar sein? Wäre es natürlich
gewesen, wenn die Industrie sich nicht in eine stumpfe
Blockadehaltung geflüchtet hätte. Oder gibt es im nächsten
halben Jahr plötzlich völlig neue Erkenntnisse und Erfindungen
im Bereich Dosenpfand?

Nein, unsere dämliche Industrie ist ja nach Deiner Aussage zu
keinen Erkenntnissen fähig.

Aha. Ausser Polemik, keine Antwort.
Gibt es denn neue Erkenntnisse und Erfindungen im Bereich Dosenpfand bis Oktober?

Nein, es zeigt deutlich, dass Plus vom Konzept her auch nicht
auf Pfand eingerichtet ist. Siehe oben.

Natürlich nicht. Und woran lag das: an den unfähigen Managern
von Plus.

Es ist sinnlos, Du verstehst es nicht, weil Du es nicht
verstehen willst, aber Marktwirtschaft ist anscheinend
wirklich nicht Dein Ding.

Auch hier: keine Antwort ausser Polemik.
Noch einmal: in Dönemark, Schweden, einigen US-Staaten (ok, nicht Holland) gibt es ein Dosenpfand-System. Gibt es in diesen Staaten keinen Supermarkt wie Plus? Und ist Plus auch im Oktober nicht im Stande damit umzugehen.

Richtig. Ich halte ausgeleerte Aschenbecher nicht für ein
globales Umweltproblem.

Dazu fällt mir immer noch nichts ein. Das Problem ist
vorhanden, jedoch gut verteilt und daher nicht sichtbar. Wie
war das noch mit dem Tellerrand? Du bist nicht zufällig
Raucher?

Nein, ich bin kein Raucher.

Welches Problem denn?

Noch einmal für langsam Denkende:

Dieses Niveau kommentiere ich nicht mehr.

Aha. Auch hier keine Antwort mehr.

Du bist doch Unternehmer. Dann hättest du doch innerhalb von mehr als zwei Jahren, in denen die Einführung des Dosenpfandes absehbar war, mal mit dem Thema beschäftigen können. Hast du aber offensichtlich, wenn man deine „Argumente“ verfolgt, nicht getan.

Für dich heisst es nur: für alles ist die Regierung verantwortlich. Jetzt soll sie auch noch die Arbeit von unwilligen oder unfähigen Spitzenmanagern übernehmen.

Ich dachte eigentlich Unternehmer käme von „unternehmen“. Du musst noch viel lernen.

Ciao

Ralf

Ich habe bereits im letzten Posting versucht es Dir klar zu machen: Wenn Du im Niveau weiter abrutschst und mich als langsam denkend, unwissend und unfähig hinstellen möchtest, bist Du für mich kein akzeptabler Diskussionspartner. Solche Gesprächspartner könnte ich in jeder Kneipe finden, wenn ich denn wollte. Das ist nicht mein Niveau.

Gruß

Kater

Moin Kater,

leider hast du versäumt deine Position auch nur mit einem Argument zu untermauern.

Mit Leuten, die über keinerlei Argumente verfügen, ist es natürlich schwer zu diskutieren.

Dennoch versuche ich es noch einmal mit einigen wenigen Fragen:

  • In vielen ausländischen Staaten existiert schon lange ein Dosenpfand. Was macht es der deutschen Industrie so schwer, diese Erfahrungen für Deutschland schlicht zu übernehmen (auch Einzelhandelsketten vom Typ „Plus“ gibt es im Ausland, ist also kein Gegenargument)?

  • Seit mehreren Jahren war absehbar, dass die Quote bei unter 72% liegen wird. Da die Manager wohl ihre eigene Selbstverpflichtungserklärung kannten, musste ihnen auch klar sein, dass es zu einem Dosenpfand kommt. Doch bis auf Klagen hat die Industrie nichts gemacht. Und hat dann erklärt, dass sie das Pfandsystem in ca. einem halben Jahr umsetzen werden und können. Warum konnte das die Industrie vorher nicht? Gibt es neue Erkenntnisse und Erfindungen im nächsten halben Jahr in Bezug auf Dosenpfand, die die Umsetzung erleichtert hätten?

  • Das Instrument der Selbstverpflichtung wird gerade von der Industrie stets als besonders kostengünstig und effizient gepriesen. Es existiert auch schon in vielen Bereichen. Nur wie soll man das Instrument zukünftig noch ernst nehmen, wenn die Industrie einen solchen Vertrag unterschreibt und dann nichts tut, um diese Selbstverpflichtung auch einzuhalten? Dann bleiben dem Staat demnächst nur noch Auflagen, Abgaben und Verbote. Ist die Industrie sich wirklich bewusst gewesen, welchen Schaden sie sich selbst zugefügt hat?

  • Vor allem „RedBull“ wird immer als Argument gegen Dosenpfand genannt (gibt es nur in der Dose). Dabei sagt Hückel, Geschäftsführer von Red Bull Deutschland, dass er langfristig keine Probleme von Seiten der Verbraucher erwarte. In einigen Staaten der USA oder in Schweden, wo seit längerem Pfand für Red Bull zu zahlen ist, hätten sich die Käufer auch daran gewöhnt.

  • Wie ernst zu nehmen, sind denn Unternehmer, die etliche Gerichte mit Klagen überziehen und bis zum BVG gehen? Und die dann, als das BVG ihren Eilantrag am 29.12. wegen offensichtlicher Unbegründetheit gar nicht erst zur Entscheidung angenommen hat, am 30.12. einen neuen Eilantrag stellen? Sind das Manager, die versuchen ihr Unternehmer unter einer vorgegebenen Realität bestmöglich zu führen, oder trotzige Kinder?

Bin ja mal gespannt, ob du hierdrauf mehr als das blödsinnige Blabla zu bieten hast, was ich bislang von dir lesen musste.

Ciao

Ralf

Bin ja mal gespannt, ob du hierdrauf mehr als das blödsinnige
Blabla zu bieten hast, was ich bislang von dir lesen musste.

Noch eine Beleidigung von Dir und ich werde w-w-w um Deinen Ausschluss bitten. Dann bleiben Deine Kommentare und Beleidigungen nicht nur mir erspart.

Mitglieds-Name: RalfHenrichs
Ort: Muenster
Geschlecht: Männlich
Familienstand: ledig
Hobbys: Greenpeace EurovisionSongContest Kriminalfilme Erotikliteratur
Beruf: Arbeitslos
Persönliches Motto: Quot homines, tot sententiae

Deshalb hast Du so viel Zeit.

NUR ZUR INFO:
Egal, was Du jetzt schreibst, ich werde Dir NICHT mehr antworten!

Moin Kater,

nach der „Diskussion“, die wir miteinander hatten, hätte es mich auch sehr gewundert, wenn Du auf meine Fragen geantwortet hättest. Denn dann hättest du es mal mit kritischem Nachdenken und Argumenten probieren müssen.

Da von Dir aber nur geistloses Blablabla gekommen ist, war ich mir sicher, dass du nicht die notwendige Intelligenz besitzt, um auf meine Fragen zu antworten.

Übrigens: Beschreibungen von Fakten können keine Beleidigungen darstellen.

Ciao

Ralf

P.S.: Der Eintrag in meiner ViKa ist älter. Mittlerweile habe ich zwei Jobs, wenn es Dich interessiert. Die Zeit fürs www nehme ich mir dennoch.

Hi!

Bei einer offiziellen Beschwerde gegen den User RalfHenrichs würde ich mich ggf. anschließen. Bislang habe ich das nur über die Moderation der Politikbretter getan, mehr Erfolg wäre der Sache jedoch vermutlich beschieden, wenn sich ein paar Leute, welche RalfHenrichs immer aufs neue beleidigt, zusammen tun würden und sich direkt an das Team wendeten.

Ich antworte ihm übrigens auch nicht mehr, seine beleidigenden Anfeindungen gehen schon lange viel zu weit.

Grüße,

Mathias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]