meine Freundin ist in der 16.Woche ihrer Schwangerschaft und nun wurden bei uns Chlamydien der Art chlamydia trachomatis festgestellt.
Unsere Frauenärztin meint, diese Art würde das Risiko einer Frühgeburt immens erhöhen und hat uns dagegen das Antibiotikum Doxycyclin verschrieben.
Bei meiner Recherche bin ich dabei jedoch auf Hinweise eglatanter Nebenwirkungen(Fehlbildungen des Knochenapparats, Fehler im Herzkreislaufsystem) gestoßen und wird es sogar teilweise kontraindiziert.
Die Frage ist somit: Welches Risiko ist höher? Das einer Fehlgeburt oder einer Fehlbildung durch das Medikament?
es tut mir leid, dass ich da keine Auskunft geben kann, aber du solltest dringend eine zweite ärztliche Meinung einholen, und zwar vor Ort und nicht online, notfalls im Krankenhaus. Ich selber habe nur Erfahrung mit Amxycillin in der Schwangerschaft, was keine Probleme bereitete.
Es wäre mir zu heikel und unverantwortlich, als Laie irgendwas zu googeln oder zu spekulieren. Geht am besten noch zu einem anderen Doc oder ruft vielleicht in der nächstgelegenen Uniklinik in der Gynäkologie an und lasst euch beraten.
meiner meinung nach soll deine freundin das medikament unbedingt nehmen. das risiko einer frühgeburt ist immens höher als das einer fehlbildung durch das medikament.
Ich möchte aber auch ausdrücklich darauf hinweisen, das ich kein arzt bin! wenn ihr euch weiterhin unsicher seid, fragt doch lieber einen 2. arzt nach seiner meinung. dann seid ihr auf der sicheren seite.
Die Ärztin wird sich was dabei gedacht haben und sie ist sicher nicht die einzige die es regelmäßig verschreibt.
Die gram-negativen Chlamydien (gr. Chlamys, Genitiv Chlamydos = ‚Mantel‘) bilden eine Familie der Bakterien. Sie können eine Vielzahl von Lebewesen infizieren, auch den Menschen. Chlamydien lösen hier insbesondere Erkrankungen (Chlamydiose) der Schleimhäute im Augen-, Atemwegs- und Genitalbereich aus mit teilweise schwerwiegenden Folgen wie Erblindung oder Unfruchtbarkeit.
Chlamydieninfektionen sind mit Antibiotika gut behandelbar. Rechtzeitig behandelte Chlamydieninfektionen ziehen in der Regel keine Folgeschäden nach sich.[1] Unbehandelte Chlamydienerkrankungen sind in Entwicklungsländern die häufigste Ursache vermeidbarer Erblindungen, sie können auch zu ektopischen Eileiterschwangerschaften, Frühgeburt, Unfruchtbarkeit oder Arthritis führen. Chlamydien sind einer der häufigsten Verursacher sexuell übertragener Erkrankungen weltweit. Es gibt auch Hinweise darauf, dass eine bestehende Chlamydieninfektion die Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, einschließlich der Infektion mit HIV, bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr erleichtern kann.
Darüber würde ich mir eher Gedanken machen. Diese Gefahren sind höher und gefährlicher.