dräuende Inflation

Hallo allerseits,

bei hohen Inflationsraten ist ja angespartes Geld immer weniger wert. Schulden aber auch. Da nun laut sogenannter Experten eine hohe Inflationsgefahr besteht, wäre es da nicht schlau, jetzt Schulden aufzunehmen und davon ein Haus zu bauen, da die Rückzahlung verhältnismäßig einfacher werden wird? Natürlich unter der Prämisse, dass wirklich eine Inflationsrate von 5-10% kommt.

fragende Grüße,

Ralph

bei hohen Inflationsraten ist ja angespartes Geld immer
weniger wert. Schulden aber auch. Da nun laut sogenannter
Experten eine hohe Inflationsgefahr besteht,

Hast du auch schon die sogenannten Experten gehört, die jetzt erst mal vor einer Deflation warnen…? Niemand kann sicher sagen, dass nach Wiederanspringen der Konjunktur zwangsläufig der Überschuss in die Gegenrichtung Inflation kommt; höchstens spekulieren. Und gerade jetzt sinkt die Inflationsrate erst mal auf bedrohliche Niedrigstände.

wäre es da nicht
schlau, jetzt Schulden aufzunehmen und davon ein Haus zu
bauen, da die Rückzahlung verhältnismäßig einfacher werden
wird? Natürlich unter der Prämisse, dass wirklich eine
Inflationsrate von 5-10% kommt.

Ich würde das vor allem daran festmachen, ob ich gerne ein Haus hätte oder nicht (und ob ich es auch dann finanzieren kann, wenn keine Geldentwertung eintritt).

Grüße,
Sebastian

Hast du auch schon die sogenannten Experten gehört, die jetzt
erst mal vor einer Deflation warnen…?

Gegoogelter Link dazu: http://www.wiwo.de/politik/sinkende-inflationsrate-b…

Hallo,
wenn man z.B. Beamter ist und sich keine nennenswerten Sorgen machen muß, daß das Einkommen etwa mit der Inflation steigen wird, ist das sicher ernsthaft zu überlegen.
Ich habe aber umgekehrt schon gehört, daß Leute die nicht verkaufen „müssen“ auch nicht verkaufen.

Cu Rene

Hallo,
die Ueberlegung halte ich fuer richtig. In der Vergangenheit gab es Beispiele. Nur - bis jetzt ist die Zukunft noch nicht vorhersehbar.
Gruss Helmut

Hallo,

auch wenn viele Experten ein Inflationsszenario erwarten, es kann auch ganz anders kommen.
Schau Dir mal die Situation in Japan nach der Bankenkrise an. Dort kan es zu vielen Jahren Deflation.

Keiner weiß es.Und wenn er kommt?
Dann glauben wir ihm nicht…! :wink:

Gruß vom Money-Schorsch

Erstens ist abzulesen, dass im vergangenen Jahrhundert zwei Perioden mit extremer Ver-schuldungsdynamik existierten. Es waren die Zeiträume, in denen die beiden Weltkriege stattfanden. Die Verschuldungsrate erreichte 1917 einen Spitzenwert von 155 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 1942 wurde ein Anstieg von knapp 90 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt. Diese beiden Spitzen sind auf dem obigen Chart gekappt.

Zweitens lässt sich insgesamt ein Zusammenhang zwischen Staatsverschuldung und Inflationsrate erkennen. In der Regel steigt mit zunehmender Verschuldungsdynamik auch die Inflationsrate. Allerdings gibt es Ausnahmen. So stieg die Verschuldung zwischen 1930 und 1932 deutlich an. Dennoch fiel die Inflationsrate bis 1932 in den Bereich von minus 10 Prozent (grüner Doppelpfeil). Eine weitere Ausnahme stellt die Bewegung Anfang der 80er Jahre dar (schwarzer Doppelpfeil). Damals schob Ronald Reagan die Wirtschaft durch die Staatsverschuldung hochtreibende Steuerentlastungen an („Reaganomics“). Dennoch fiel die Inflationsrate damals von 15 auf 5 Prozent.

Aktuell befindet sich die Verschuldungsdynamik im Bereich von 20 Prozent, während die Inflationsrate um null stagniert. Damit hat die Verschuldungsdynamik diejenige des Jahres 1932 erreicht.

Hier kannst noch mehr darüber lesen:

http://www.sharewise.com/news_articles/4178-Staatsve…

es kommt drauf an
Hallo Ralph,

da alles andere wie Lebensmittel & Tagesbedarfe in der Inflation auch teurer wird, kannst du vielleicht deine Raten nicht mehr bezahlen, dass könnte zum Problem werden.

„Die Gefahr wird sein, ob Sie die monatlichen Raten zahlen können, bis die Inflation ihre Schulden geschrumpft hat. Sollten Sie es nicht können, wird die Bank Ihre Sicherheiten in Anspruch nehmen und der Plan wird nicht aufgehen.“
Quelle: http://www.start-trading.de/2009tgd_schulden.htm

und bezüglich Deflation/Inflation
„Wir befinden uns in der Deflationsphase, diese wird noch ein wenig andauern. Die Rezession wird sich verschlimmern und in eine Depression abgleiten. Die Wirtschaftstätigkeit wird erlahmen, da es keine Käufer mehr für die Produkte der Unternehmen gibt.
Wie bereits mehrfach erwähnt, wird diese Krise in eine Inflation, später Hyperinflation münden; der Grundstein dafür wird derzeit gelegt.“
Quelle: http://www.start-trading.de/2009tgd_ausblick.htm

Hallo Ralph,

bei deiner Überlegung würde ich genau aufpassen, da wir im Moment keine Gefahr von Inflation sondern die große Gefahr einer Deflation haben und damit müssen Schuldner mehr (Arbeits)-Leistung für die Schulden erbringen.