Problem: Von einer Vorratspule wird eine lackisolierter Draht ab-und auf einen anderen Körper aufgewickelt. Der Drahtanfang ist während des Wickelvorganges elektrisch zugänglich. Das auf der Vorratspule befindliche Ende des Drahtes ist nicht zugänglich. Nun kann es aufgrund des verwendeten Wickelverfahrens dazu kommen, dass der Draht innerhalb des bereits gewickelten Bereiches reisst. Da der gesamte Wickelvorgang ca 1,5 Std dauert, ist es sehr frustrierend am Ende feststellen zu müssen, dass der Draht gerissen ist.
Könnte man evtl. ein HF Signal kapazitiv einkoppeln und auswerten? Frei zugängliche Drahtlänge ca 200mm, Drahtdurchmesser 0,05mm.
Bin für jedwede Anregungen dankbar.
Gruß Volker
Am einfachsten wird es wohl sein, die Bewegung bzw. Drehung der Vorratsspule zu überwachen. Dazu genügt ein einfacher impulsgeber. Wenn der Impuls für einige Sekunden ausbleibt, muß der Draht gerissen sein.
Jörg
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Hallo hast du dir schon mal überlegt zwischen den Draht zwischen beiden Spulen über ein Metall zum laufen lassen, gibt eine kleine Kapazität! nun müsstest du noch eine Hochfreqente Spannung an deiner Spule anlegen ( die sollte aller ziemlich hoch sein) nun müsstest du eigentlich eine Reihenschaltung zwischen L und C haben. Das Problem dass ich sehe ist: eine sehr hohe Induktivität im Gegensatz zu einer sehr geringen Kapazität.
es könnte allerdings auch mit einer dementsprechend hohen Gleichspannung funktionieren ähnlch der Isolationsmessung ist aber alles mit Gefahr verbunden.
Viel Glück
Ich hoffe dass ich dich doch auf ein paar Gedanken gebracht habe
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Danke für die bisherigen Antworten.
Problem weiterhin.
1.Die Vorratspule dreht sich nicht.
2.Der Draht reisst innerhalb des bereits gewickelten Bereiches, so dass trotz Drahtrisses er weiterhin aufgewickelt wird.
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Am einfachsten wird es wohl sein, die Bewegung bzw. Drehung
der Vorratsspule zu überwachen. Dazu genügt ein einfacher
impulsgeber. Wenn der Impuls für einige Sekunden ausbleibt,
muß der Draht gerissen sein.Jörg
Danke für die bisherigen Antworten.
Problem weiterhin.
1.Die Vorratspule dreht sich nicht.
Das ist eigentlich ungünstig, weil sich der Draht dadurch verwindet und sofort Schlaufen bildet, wenn er mal nicht gespannt ist. Bei Wiederspannung des Drahtes ziehen sich die Schlaufen eng zusammen und bilden eine Sollbruchstelle. Außerdem geht die Lackisolation an diesen Stellen evtl kaputt. Ist eine permanente Zugspannung des Drahtes gewährleistet, obwohl sich die Spule nicht dreht ?
2.Der Draht reisst innerhalb des bereits gewickelten
Bereiches, so dass trotz Drahtrisses er weiterhin aufgewickelt
wird.
Ich habe schon viele Spulen gewickelt, aber das ist mir noch nie passiert. Wie geht das ?
Nun zur ursprünglichen Frage:
Wenn die zu wickelnde Spule zugänglich ist, könnte man eine hochohmige Kapazitätsmessung ( Spule(n) gegen Erde ) z.B. mit 1 kHz Meßfrequenz machen. Die Eigeninduktivität fällt dann nicht mehr so ins Gewicht. Wenn der Draht reisst, verringert sich die Kapazität um den Wert der Vorratsspule. Wenn allerdings die Bruchstelle irgendwo mittendrin ist, fällt die Kapazitätsänderung geringer aus.
Jörg
Hallo Volker
Habe mir vor einiger Zeit ein Leitungssuch oder Leitungsunterbrechungssuchgerät gekauft. Es funktioniert sehr gut. Hierbei schickt man auf die vermutlich unterbrochene Leitung, zB. Hausinstallation, eine Trägerfrequenz und verfolgt mit einem zweiten mobilen Gerät die Leitung. Solange das Signal vorhanden ist, blinkt eine Leuchtdiode. Die Leitungsunterbrechung kann man bis auf 1cm orten.
Vielleicht kannst Du für Deine Zwecke so ein Gerät gebrauchen?
Gruß Harry
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Die Vorratspule wiegt ca 2kg, wäre die Spule drehbar gelagert, müsste sie angetrieben werden. Würde man versuchen sie durch abziehen des Drahtes in Rotation zu versetzen, würde der Draht sofort reissen. D=0,05mm. Deshalb läuft der Draht frei über den Rand der Spule und durchläuft dann eine Spannvorrichtung.
Da die Spule direkt in Epoxyharz mit lagenweiser Isolation gewicklt wird, kann es passieren, dass beim aufbringen der Isolationsfolie das gesamte Wicklungspaket verdreht wird, dabei passiert es dann halt, dass der Draht irgendwo im Inneren der Spule reißt. Passiert zwar sehr selten, aber kommt vor.
Danke für die Tipps.
Volker
Ich kann mir vorstellen, daß auch eine Prüfung mit Ultraschall in Frage käme (Ankopplung durch EMATS - zum Beispiel). Diese Sache muß aber überprüft werden, da der Draht ziemlich dünn ist. Es verlangt etwas Entwicklungsarbeit.
Ob sich der Aufwand in diesem Fall lohnt, kann ich nicht beurteilen. Falls Interesse besteht, sind wir in der Lage, diese Überpüfung zu machen.
Grüße
W. Bicz
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