Drainbeton auf 16/32 Schotter

Servus,
ich habe rund um mein Haus zwei Flächen, auf denen ich Naturstein verlegen möchte. Eine mit 17 qm und eine zweite mit rund 50 qm.
Diese wurden vor einem ca. Jahr einen Meter tief ausgehoben. Ganz unten wurde eine Schicht mit ca 40 cm. 70/100 Schotter) eingebracht (von Steinschlichtung übriggeblieben.
Darauf kamen dann noch ca. 50 cm 16/32 Schotter (kantig).
Das Ganze hatte jetzt ein gutes Jahr Zeit zum Setzen.
Darauf möchten wir nun eine rund 10cm starke Schicht Drainbeton aufbringen und darin bei der kleinen Fläche Granitpflasterwürfel, und bei der großen Fläche Porphyr-Polygonalplatten verlegen

Nun zur eigentlichen Frage:
Ich habe mir sagen lassen, dass es wohl viel besser gewesen wäre, als untere Tragschicht ein verdichtbares Material, wie 0/70 Schotter zu verwenden. Naja, nun ist es zu spät dafür…
Ich habe mal versucht zu verdichten/rütteln, aber da tut sich überhaupt nichts. Die Steine verzahnen sich aufgrund der Kanten sehr stark ineinander und die Fläche ist dadurch bretthart.
Ist es eurer Meinung nach sinnvoll auf die obere (16/32) Schotterschicht ein Drainageflies aufzubringen und darauf dann das Bett aus Drainagemörtel? Ich denke damit sollte es keine Vermischung der Materialien geben.

Oder hat jemand einen besseren Vorschlag oder einen guten Tipp für diesen Fall?

Vielen herzlichen Dank im Voraus und liebe Grüße!

falsch.
Wenn du 70/100 drunter hast ist der mind. genau so gut wie ein 0/70er. im Gegenteil, den 0/70er Schotter musst du noch mittels Stampfer oder Rüttelplatte verdichten, was dir bei dem 70/100er entfällt.

genau deswegen ist der 70/100er sehr gut geeignet.
Warum der nicht immer anstelle des 0/70er hergenommen wird? --> weil er teurer ist. Aber wenn er dir von der Steinschlichtung übrig geblieben ist würde ich sagen: perfekt verwertet!

Wenn dir der KK 16/32er ebenfalls nicht nachgegeben hat, bzw. durch die größeren Öffnungen des 70/100er nicht „durchgeschlupft“ ist, dann ist das eine ideale Ausgangslage für dein geplantes Projekt.

Also: alles richtig gemacht!

Zum Drainbeton:
Ein Drainbeton (16/32, 8/16,…) ist für’s Plattenlegen nicht geeignet!
Wenn du Granitpflasterwürfel und Porphyr-Polygonplatten verlegst, solltest du anstelle des Drainbetons einen „Pflastersplittbeton“ nehmen.
Das ist ein Kantkron 4-8mm gemischt mit 250kg Zement/m³.
Wenn du Steine in einen Drainbeton 16/32 legst, wirst schnell an deine Grenzen kommen, da die darin befindlichen Steine (16-32mm) viel zu groß sind.
Nimm also anstelle des Drainbetons den Pflastersplittbeton.

Hier ist ein Trennvlies auf alle Fälle vom Vorteil, da dir der Pflastersplittbeton in die größeren Öffnungen des 16/32er mit Sicherheit absinken wird. Mit einem Geotextil (TS20 oder sowas, kann irgend was billiges sein!) verhinderst du das und du bekommst eine schöne, gleichmäßige Oberfläche auf der du die Platten legen kannst.

Kleine Notiz am Rande:
Der Pflastersplittbeton ist ebenso - wie der Drainbeton - wasserdurchlässig.

Alles Gute,

Baumi

Ps.: bei dieser Fläche wäre vielleicht ein Silo vom Vorteil wo du dir das fertige Gemisch in die Scheibtruhe runter lässt. Solltest du es dir mit dem Mischwagen anliefern lassen - dann unbedingt verzögern lassen (ACHTUNG Mindermengenzuschlag!)

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Hallo Baumi,

vielen Dank für deinen Beitrag! Damit ist mir viel geholfen.

LG
Dolph

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hi,

wenn die Schicht ohne Platten/Pflaster 10cm ist, würde ich es auf 2 mal angehen.
Erst die ~7cm groben Drainbeton rein und 2-3 cm als Mörtelbett übrig lassen (je nach dem, wie maßhaltig deine Platten sind).
Den kannst du dann selbst anmischen und so deutlich leichter Arbeiten, als wenn du dir x m³ kommen lässt und die dann in wenigen Stunden verarbeiten musst.

Mal ganz davon angesehen, dass du so nicht permanent im Dreck kniest. Beim Pflaster mag das ja noch gehen, bei den Platten wirst du Zeit brauchen, um die passende zu finden (oder zu bearbeiten) und auch mal ein paar auszulegen.

Wenn die 10cm bis OKFFB sind, dann erübrigt sich das, da bleibt ja nicht viel übrig.

Ich frag mich aber gerad, was passieren soll, wenn sich etwas Drainbeton in den Schotter verabschiedet, außer, dass die Menge leicht steigt.
Das endet mit dem Abbinden des Zements, ist ja kein loses Schüttgut, was über die Jahre immer mehr nachgeben könnte.

grüße
lipi

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:+1:

grundsätzlich nicht viel. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass es dann zu kleinen Setzungen kommen kann. Dann bildet sich im schlimmsten Fall ein Hohlraum zwischen Platte/Pflaster und Splittbeton welche dann entweder den Stein absinken, oder bei starker Belastung sogar brechen lässt.
Lieber ein billiges Trennvlies reingeben und auf Nummer sicher gehen. Kostet fast nichts und bringt viel bzw. schließt solche WorstCaseSzenarien aus.

LG

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Hallo!
Danke für deine Nachricht. Ja, die ca. 10-12cm (+/-) sind bis OKFFB. Wir hatten damals bewusst ein bisschen mehr Schotter eingebracht, da sonst eben gleich eine riesen-Menge Drainbeton benötigt würde.

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Das dachte ich mir eben auch. Das Vlies hat (möglicherweise)einen großen Nutzen und kostet mich fast nix :slight_smile:

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