Dreambox 7000

Hallo,

ich habe letztens oben genannte Geraet gesehen und habe das Gefuehl, das waere das was ich suchte =:wink:

Aber leider waren die Infos nur duerftig. Speziell geht es um die Bedienbarkeit. Der spaetere Nutzer wird meine Mutter sein, technisch eher unbegabt.

-Wie einfach kann man damit Fernsehen? Also vom Sender suchen bis normal Abends davor haengen?

-Kann man mit einer standard Dreambox 7000 schon Filme digital aufnehmen? (Also nach Einbau einer Festplatte) Und wie schwierig gestaltet sich das?

-Wie oft „haengen“ die Dinger? Also so, dass man sie wirklich neu einstellen/aufsetzen muss? Meinen Erfahrungen nach mag Linux ja das beliebte Steckerziehen gar nicht!

-Wie sind die Rechte verteilt? Bekommt der Endanwender das System restlos kaputt?

-Kann man mit der DB7000 auch DVD/DivX/JPG/Mpeg/etc schauen?

Und natuerlich nehme ich auch alle anderen Kommentare entgegen. Oder auhc Tips zu vergleichbaren Geraeten.

Danke und Ciao! Bjoern

Hallo Björn,

bei mir steht das Ding seit einigen Wochen, und ich berichte gerne meine ersten Erfahrungen:

-Wie einfach kann man damit Fernsehen? Also vom Sender suchen
bis normal Abends davor haengen?

Wie bei jedem anderen SAT-Receiver auch. Ganz einfach per Fernbedienung. Da merkt man nichts von, dass man vor einem Gerät auf LINUX-Basis sitzt, bis auf die später noch anzusprechenden Fehler.

-Kann man mit einer standard Dreambox 7000 schon Filme digital
aufnehmen? (Also nach Einbau einer Festplatte) Und wie
schwierig gestaltet sich das?

Man kann die Box gleich mit eingebauter Platte kaufen (ich habe es so gemacht und habe mir ein 120 GB-Platte gegönnt). Bei nachträglichem Einbau sollte man auf eine spezielle Video-geeignete Platte mit ruhigem Laufverhalten und geringen Laufwerksgeräuschen achten (Seagate hat zwei spezielle Laufwerke im Angebot, Samsung bietet etwas langsamere, gelgelagerte Platten an). Sicherheitshalber sollte man beim Selbsteinbau dann auch noch ein spezielles Festplattenstromkabel mit großen Kondensatoren organisieren, denn die Netzteile der Dreambox sind offenbar eher ein Albtraum. Außerdem muss man bei der Demontage mit den Kabeln zum Display aufpassen.

-Wie oft „haengen“ die Dinger? Also so, dass man sie wirklich
neu einstellen/aufsetzen muss? Meinen Erfahrungen nach mag
Linux ja das beliebte Steckerziehen gar nicht!

Das ist ein ganz großes Problem. Wenn mir noch mal jemand erzählt, wie absturzsicher LINUX doch im Vergleich zu Windows wäre, gibt es einen mit der Dreambox auf die 12. Mein W2K-Rechner (und auch der von meiner Frau) läuft 7/24er-Betrieb und hat den letzten Absturz vor Monaten gehabt. Die Dreambox hängt sicher mindestens jeden zweiten bis dritten Tag einmal auf, und zwar mit unterschiedlichsten Images die ich zwischenzeitlich ausprobiert habe. Finger etwas zu lange auf einer Taste der Fernbedienung, und schon heißt es aufstehen, drei Knöpfe drücken und Reboot. Parallel einen Film von der Platte sehen und einen zweiten aufzeichnen erzeugt lustige Textboxen und man kann gar nichts mehr bedienen (will man die Aufnahme retten, bleibt einem nur übrig bis zum Ende der Aufnahme zu warten und das Ding dann zu resetten).

Da ein Image ja immer im Flash ist, sind die Abstürze von den Folgen her nicht so gravierend, wenn man nicht auch noch Erweiterungen des OS oder weitere Images auf Platte hat. Mir ist es bislang erst einmal passiert, dass die Platte nach einem Absturz RO war und das Ding dann von einem Absturz in den nächsten kam und ich dann eher zufällig auf die Ursache stieß. Einen Hinweis auf das korrupte Filesystem gab es nämlich direkt auf der Dreambox nicht. Erst als ich mich per Telnet über das Netzwerk auf die Kiste anmeldete und so auf Ursachenforschung ging, gab es eindeutige Hinweise und die Platte lies sich dann checken und somit wieder nutzbar machen (glücklicherweise ohne Datenverlust).

-Wie sind die Rechte verteilt? Bekommt der Endanwender das
System restlos kaputt?

Es gibt nur einen Root-User und dementsprechend kann man über Telnet-Zugriff oder bei Installation passender Tools auch über die Oberfläche natürlich alles kurz- und kleinhauen. Spielt man aber nicht in den Einstellungen rum, und installiert erst gar keine gefährlichen Tools, kann nicht viel passieren.

-Kann man mit der DB7000 auch DVD/DivX/JPG/Mpeg/etc schauen?

DVD geht nicht, weil das Ding ja kein Laufwerk hat. Ob es für DIVX bereits eine autarke Lösung gibt, weiß ich momentan nicht. Es gibt aber einen VideoLan-Client und dementsprechend müsste man zumindest über einen per LAN angeschlossenen Rechner dies realisieren können. Die Dreambox selbst zeichnet MPEG nativ auf (genauen Codec müsste ich raussuchen, habe ich nicht im Kopf. Momentan mache ich es noch so, dass ich mir die aufgezeichneten TS-Dateien per LAN auf meinen PC ziehe, dort schneide und mangels DVD-Brenner dann einfach als TS-Dateien auf die Platte der Dreambox zurückschiebe. JPG geht über ein entsprechendes PlugIn und MP3 ebenfalls (kann sogar WinAmp Playlists spielen).

Und natuerlich nehme ich auch alle anderen Kommentare
entgegen. Oder auhc Tips zu vergleichbaren Geraeten.

Vergleichbare Geräte gibt es meines Wissens nicht, weil die Dreambox der einzige Festplattenreceiver ist, bei dem man komfortabel über ein LAN auf die Festplatte zugreifen und die Filme so per PC bearbeiten kann. Auch ist das LINUX natürlich eine einmalig einfache Basis um das Gerät ständig um neue Funktionen erweitern zu können (wenn es nur stabil laufen würde). D.h. man kann sich seine Dreambox gerade im Zusammenhang mit einem LAN genau nach eigenen Wünschen mit besonderen Funktionen ausstatten. So kann das Ding bei mir per CIFS auf die PC-Platten zugreifen, wo die MP3s liegen, kann ich am Fernseher RSS-Feeds lesen oder einen ständig aktuellen Wetterbericht aus dem Internet anzeigen lassen, … Es gibt Browser (von bislang mäßiger Qualität, habe ich daher wieder gelöscht), Mail-Clients (aber ohne Anleitung wie man das Ding eigentlich konfigurieren soll), … Leider muss man sich hierfür aber in die Niederungen der LINUX-Fans begeben, die zwar teilweise ganz wunderbar programmieren können, aber nicht in der Lage sind, hieraus für Otto-Normalverbraucher versteh- und installierbare Programme mit klaren Funktionsbeschreibungen zu machen.

Ob das Teil allerdings die richtige Lösung für Leute ist, die eigentlich nur Fernsehen wollen und ggf. mal einen Film aufzeichnen, der nicht unbedingt auf DVD landen muss, wage ich zu bezweifeln. Dafür würde ich eher zu einem einfachen Festplattenreceiver raten.

Gruß vom Wiz

Das ist ein ganz großes Problem. Wenn mir noch mal jemand
erzählt, wie absturzsicher LINUX doch im Vergleich zu Windows
wäre, gibt es einen mit der Dreambox auf die 12.

Echt - das spricht wirklich nicht für die Qualität des Dings - entweder haben da Soft- oder Hardware grobe Schnitzer.
Bei mir läuft ein Linux-PC als Surf- Office-, Spiel-, usw- Station und digitaler Videorecorder (VDR) und ich hatte seit der Installation vor einem Jahr noch keinen Komplettabsturz.

An kommerziellen digitalen Recordern kenne ich nur den Humax PVR… meines Vaters - durchaus ein gutes Gerät, aber die kleinen „Fehler“ beginnen halt recht schnell zu nerven: Kanalumschaltung braucht viel länger als bei meinem PC, EPG-Daten werden nicht gespeichert (nervt, wenn man schnell eine Sendung programmieren will), Kindersicherungscode für Premiere lässt sich auch in einem Haushalt von Rentnern nicht deaktivieren. Das sind halt oft Probleme, für die sich bei einem offenen System bald ein Fix gefunden hätte.

LG
Stuffi