Das mußt Du schon mal deutlicher erklären!!
Wenn ich im Wasser eine leicht siedende Flüssigkeit verdampfen
lasse, dann entzieht sie dem Wasser thermische Energie.
Das nennt man dann Einspritzkondensator und der Dampf ist dann Flüssigkeit.
Wenn
ich diesen Dampf an einem anderen Ort
an einem anderen Ort? Dann benötige ich Transportmittel (Pumpe usw)
mit Hilfe der vom Wasser
geleisteten mechanischen Arbeit komprimiere,
Wasser läßt sich bekanntlich nicht komprimieren. Wo soll Wasser mechan Arbeit leisten
dann erhitzt er
sich zunächst, wobei ein Teil der Arbeit in Wärme umgewandelt
wird.
In Arbeit umgewandelt? Unter Verlust von Reibung!
Bei genügend hohem Druck kondensiert er dann und gibt
auch noch seine latente Wärme ab.
Ich kann mich da an irgendwelche Hauptsätze erinnern.
Die Hauptsätze werden nicht verletzt. Der Trick besteht
eingentlich nur in einer geeigneten Definition des
Wirkungsgrades.
Nehmen wir an, wir haben zwei geschlossene Systeme innerhalb
eines abgeschlossen Systems. Dann gilt für die beiden
geschlossenen Systeme der 1.HS und für das Gesamtsystem
zusätzlich der 2.HS. Im ersten System möge sich unser Wasser
mit der Temperatur T1 befinden und dem zweiten
System soll bei einer Temperatur
T2>T1 Wärme zugeführt werden. Wenn
wir einfach Wäre vom ersten in das zweite System schaufeln
würden,
Immer wieder schaufeln oder transportieren!!! Dabei geht sehr viel Energie flöten.
dann wäre zwar der 1.HS erfüllt, aber der 2.HS wäre
verletzt, weil die Entropieänderung
Q*(1/T2-1/T1) des Gesamtsystems negativ
ist. Wenn wir aber zusätzlich Arbeit in Wärme umwandeln, dann
können wir für einen entsprechenden ausgleich sorgen indem wir
die zusätzliche Arbeit mindestens so hoch wählen, daß
(Q+W)/T2=Q/T1 gilt. Dies ist für
Q=W*T1/(T2-T1) der Fall.
Wenn man den Wirkungsgrad auf die ausgetauschte gesamtenergie
bezieht, dann beträgt er natürlich 100%, weil System 1 die
Energie Q+W abgiebt und System 2 dieselbe Energie als Wärme
aufnimmt.
Bezieht man den Wirkungsgrad allerdings auf die eingesetzte
Arbeit (und das ist bei der hier geforderten Umwandlung von
Arbeit in Wärme sinnvoll), dann wandeln wir zunächst die vom
System geleistete Arbeit W in Wärme um und erhalten die Wäre Q
gratis dazu. Der Wirkungsgrad beträgt dann
T2/(T2-T1) und ist somit
größer als 1.
Auch wenn man den Wirkungsgrad auf die vom System 1 abgegebene
Wärme bezieht, ist er mit T2/T1größer
als 1.
Größer als 1 oder 100?
Also, mein alter Wärmedozent sagte immer, also mehr als drin ist, holt ihr auch nicht raus! Und da muß ich ihm nach einigen Jahren Verheizen von Energie Recht geben. Wir haben viel weniger raus geholt, als drin ist.