Drehen die Wissenschaftler durch?

http://news.nationalgeographic.com/news/2005/01/0125…

Sie kreuzen Hasen, Schweine, Mäuse mit Menschen und stellen Hybriden her.
Nichts gegen Genforschung. Doch hier muss eine Grenze gezogen werden!
Das Ergebnis würde irgend wann der frabrikmäßig hergestellte Mensch sein, der schon vor der Geburt für seine spätere Arbeit gentisch manipuliert wird.
Ein moderner Sklave!
Grüße
Raimund

Hi,

Sie kreuzen Hasen, Schweine, Mäuse mit Menschen und stellen
Hybriden her.
Nichts gegen Genforschung. Doch hier muss eine Grenze gezogen
werden!
Das Ergebnis würde irgend wann der frabrikmäßig hergestellte
Mensch sein.

du hast völlig recht.
Nur deine überschrift ist undurchdacht.
Hast du mal den film GATTACA gesehn? Für viele eine schrecklliche utopie, IMHO aber der einzige weg für den menschen.
Die gentechnik ist der einzige weg das überleben der menschlichen rasse zu sichern…

LG Alex:smile:

Hallo Alex,
wie gesagt, ich habe überhaupt nichts gegen die Genforschung. Sie ist m.M nach überlebenswichtig für uns. Klar werden wir viele Fehler am anfang machen. Doch diese Fehler haben alle Forschuingszweige Anfangs. Denke an die Atombombe: „dug and cover…“. Das Liedchen kennst Du ja bestimmt. Ich kann mich noch an meinen Physikunterricht erinner (damals die 11. Klasse Gym). Unser Physiklehrer wollte uns doch tatscächlich weis machen, dass eine Zeitung schon gegen die A-Bombe hilft: die Zeitung aufsfalten und gegen den Lichtblitz halten. Der ist so schnell vorbei, dass die Zeitung zwar verbrennt, aber daduch der Mensch davor geschützt ist. Die Gammastrahlung wäre zwar schlimm, aber überstehbar. Und die Druckwelle. Nun da würde schon ein Graben helfen.

Zu dem Film: nein, ich kenne ihn nicht. Doch wenn ich mir die Berichte über die nachlassende Zeugungsfähigkeit der Männer ansehe, ist die Genforschung bitter nötig. Dazu die einzige Hilfe um wirkungsvolle Heilmittel zu erstellen. Nichst gegen Pfarrer Kneipp („der Herrgott hat gegen jede Krankheit ein Kraut wachsen lassen“), doch die Naturmittel haben ihre Grenzen.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

Doch wenn ich mir die Berichte über die
nachlassende Zeugungsfähigkeit der Männer
ansehe, ist die Genforschung bitter nötig.

Das halte ich für eigentlich unzutreffend.
Die „Genforschung“ würde ja dann nur mit
enormem Aufwand einen Zustand konservieren,
durch den die Männer ihre Zeugungs-
fähigkeit einbüssten :wink:

Dazu die einzige Hilfe um wirkungsvolle Heilmittel
zu erstellen. Nichst gegen Pfarrer Kneipp („der
Herrgott hat gegen jede Krankheit ein Kraut
wachsen lassen“), doch die Naturmittel haben ihre
Grenzen.

Sicherlich „braucht“ man die „Gentechnik“ nicht. Aber
man verwendet sie, weil man sie hat. Die Folgen sind
irrelevant.

Es ist ein alter Traum der Menschen, über die
Natur und ihre Unwägbarkeiten zu herrschen.
Interessant imho, wie der olle Nietzsche dies an
mehreren Stellen seiner Texte vorhergesehen, „kritisiert“ hat:

[Winter 1869, Nachlass]
 Der Zweck der Wissenschaft ist Weltvernichtung. 
 Dabei geschieht es allerdings, daß die nächste 
 Wirkung die von kleinen Dosen Opium ist: Stei-
 gerung der Weltbejahung.

und

[Frühjahr 1888, Nachlass]
 Daß Wissenschaft möglich ist in diesem Sinne, 
 wie sie heute geübt wird, ist der Beweis dafür, 
 daß alle elementaren Instinkte, Nothwehr- und 
 Schutz-Instinkte des Lebens nicht mehr fungiren

und

[Unzeitgemäße, II, 1873]
 ...
 man triumphirt darüber, dass jetzt „die 
 Wissenschaft anfange über das Leben zu herr-
 schen“: möglich, dass man das erreicht; aber 
 gewiss ist ein derartig beherrschtes Leben nicht 
 viel werth, weil es viel weniger Leben ist und 
 viel weniger Leben für die Zukunft verbürgt, 
 als das ehemals nicht durch das Wissen, sondern 
 durch Instincte und kräftige Wahnbilder beherrschte
 Leben.
 ...

Grüße

CMБ

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Hallo Alex!

Die gentechnik ist der :einzige weg das überleben der
menschlichen rasse zu :sichern…

Das ist interessant! Welche existentielle Gefahr droht, die nur mittels Gentechnik abwendbar ist?

Gruß
Wolfgang

begründung
Hi

Die gentechnik ist der :einzige weg das überleben der
menschlichen rasse zu :sichern…

Das ist interessant! Welche existentielle Gefahr droht, die
nur mittels Gentechnik abwendbar ist?

Fehlende genetische auslese…

Eine spezies überlebt nur durch den motor der evolution (ich denke ja mal, daß man hier im brett „evolution“ sagen darf).

Man schreit immer, daß mit DOLLY die wissenschaftler gott so unsäglich ins handwerk gepfuscht haben. Das ist aber nur einseitig betrachtet. Der eigentliche eingriff fand schon mit den ersten medizinern statt und wurde durch den fortschritt der medizin nur verstärkt.
Wie funktioniert denn die evolution? Durch selektion, erlangung von fortpflanzungsvorteilen und so durch „überleben des stärkeren“.
Das kann nur bei einhaltung bestimmter bedingungen funktionieren. Als da wären: hohe nachkommenzahl; hohe nachkommensterblichkeit; natürliche auslese von „nachteilhaftem genmaterial“. Das mag sich zunächst „eugenisch“ anhören, ist aber lediglich natürlich, wenn man mal drüber nachdenkt…
Nun kommt die moderne medizin daher. Mit der folge, daß die kindersterblichkeit sinkt (somit geringere nachkommenzahl); die menschen werden älter als je zuvor (somit halten krankheiten einzug, die es vor 100 oder 200 jahren auch schon gab, die sich aber schlicht nicht manifestieren konnten, da die menschen vorher gestorben sind).
Die gesellschaftlichen faktoren sind auch nicht zu unterschätzen. So hat sich in den meisten teilen der welt die monogamie durchgesetzt, was die möglichkeit der rekombination bis fast null limitiert.

Ein gutes beispiel, das den menschen selbst betrifft sind die antibiotika. Seit den 30er jahren werden sie eingesetzt und heute gibt es derartig viel resistenzen, die in der evolution der bakterien begründet sind. Das heißt, die krankheiten überholen uns in der entwicklung.
Unsere gesellschaft ist also ein zweischneidiges schwert. Wir haben segensreiche verfahren z.b. kinder heute zu retten, die vor nicht allzu langer zeit noch gestorben wären. Darin liegen aber auch die faktoren, die unsere eigene entwicklung aufgehalten haben.

Die überschrift des augangspostings nur auf die gentechnik zu beschränken ist also sehr kleingeistig gedacht.
Da wir die natürliche entwicklung des menschen und damit sein überleben (als spezies) limitiert haben, müssen wir nun zwangsläufig auf künstliche wege zurückgreifen…

soviel zunächst

LG Alex:smile:

Hi Raimund!

Sie kreuzen Hasen, Schweine, Mäuse mit Menschen und stellen
Hybriden her. Nichts gegen Genforschung. Doch hier muss eine Grenze
gezogen werden!

Menschen haben sich letztlich in der Forschung und bezogen auf ihre wissenschaftliche Neugier über die Zeit gesehen noch nie an Grenzen gehalten. Warum sollten sie es dieses Mal tun?

Das Ergebnis würde irgend wann der frabrikmäßig hergestellte
Mensch sein, der schon vor der Geburt für seine spätere Arbeit
gentisch manipuliert wird.

Jaja, das kann durchaus passieren.

Ein moderner Sklave!

Auch das. Oder wie sagte gleich einer meiner Philosophielehrer: „Die Saurier sind an ihrem Magen-Darm-System eingegangen, die Menschen werden es an ihrem Hirn und seinen Möglichkeiten tun.“

Grüße

abendlichen Gruß

Raimund

Wolkenstein