Drehen von Datenreihen in Diagrammen

Hallo, mein Problem besteht darin,in einem Diagramm eine Datenreihe um einen bestimmten Winkel zu drehen und zwar nicht von hand , sondern per Programm.
Weiss jemand Rat ???

Horst

???
Hallo Horst (oder Hans)?

Wahrscheinlich stehe ich etwas auf der Leitung, aber Deine Frage verstehe ich so nicht.

In einer Datenreihe stehen üblicherweise skalare Größen, welche sich gerade dadurch auszeichnen, dass sie NICHT gerichtet sind, womit eine Drehung dieser Größen per se nicht viel Sinn macht.

Willst Du vielleicht den zugehörigen Graphen drehen? Wenn ja, um welche Achse? Und warum?

Gruß
Ted

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Hallo Ted,
zuerst mal zu meinem Namen. Ich heise schon Horst. Hans ist einer meiner Mitbewohner, der mir den Rat gab es in diesem Forum mal zu probieren und unter dessen Account ich mich momentan auch eingeloggt bin.
Das mit den Datenreihen und den skalaren Grössen mag ja stimmen, vielleicht habe ich dann die falsche Art der Darstellung gewählt. Fakt ist auf jedenfall, das ich gerade dabei bin ein älteres Programm unter HP-Basic (Plot) auf einen etwas neueren Stand zu bringen. In diesem Programm gibt es eben einen Befehl, um das Kordinatensystem , um einen bestimmten Winkel zu drehen.
Deswegen mein Versuch zunächst die Datenreihe zu drehen. Wenn das , aber keinen Sinn machen sollte, dann wäre meine logische Schlussfolgerung aus deiner Antwort, das ich ein zweites Koordinatensystem aufmache, um dies zu drehen. Richtig ???

Horst

Hallo Horst (oder Hans)?

Wahrscheinlich stehe ich etwas auf der Leitung, aber Deine
Frage verstehe ich so nicht.

In einer Datenreihe stehen üblicherweise skalare Größen,
welche sich gerade dadurch auszeichnen, dass sie NICHT
gerichtet sind, womit eine Drehung dieser Größen per se nicht
viel Sinn macht.

Willst Du vielleicht den zugehörigen Graphen drehen? Wenn ja,
um welche Achse? Und warum?

Gruß
Ted

Hallo noch mal!

Du hast immer noch nicht geschrieben, was für Werte denn in Deiner Datenreihe stehen. Angenommen, es handelt sich um gemessene Temperaturen an einem bestimmten Punkt, aufgetragen über der Zeit. Drehst Du nun das Koordinatensystem, so bekommt lediglich der Punkt der Temperaturmessung eine neue Darstellung, die Datenreihe an sich ändert sich jedoch überhaupt nicht. Du müßtest also allenfalls die Überschrift ändern.

Anders sieht es aus, wenn Du z.B. Beschleunigungskomponenten a_x, a_y und a_z in x-,y- bzw. z-Richtung hast. Diese haben in einem gedrehten Koordinatensystem natürlich eine ganz neue Darstellung, da es sich um Vektoren, also gerichtete Größen handelt. Hier wäre das Vorgehen folgendermaßen:

Ausgehend von der kanonischen Basis (1,00), (0,1,0), (0,0,1) des R^3 wählt man ein neues Orthonormalsystem (d.h. ein gedrehtes Koordinatensystem, dessen Basisvektoren alle senkrecht (orthoganal) zueinander und dem Betrage nach eins sind. Nennen wir dieses System (x_1,y_1,z_1), (x_2,y_2,z_2), (x_3,y_3,z_3). Die Matrix

| x_1 x_2 x_3 |
| y_1 y_2 y_3 |
| z_1 z_2 z_3 |

transformiert dann einen im gedrehten System gegebenen Vektor in das kanonische System zurück, wenn man ihn von rechts mit der Matrix multipliziert. Die Umkehrung dieser Transformation wird durch die Transponierte der Matrix beschrieben, was, da die Matrix wegen der gewählten Koordinatensysteme orthogonal ist, mit der Inversen der Matrix identisch ist.

Gruß
Ted

In meinen Datenreihen stehen zunächst mal einzelne Messpunkte von X/Y/Z-Werten, die die Maße von Objekten beschreiben von denen ich 2 verschiedene Ansichten in Diagrammen ausgebe (Seitensicht,Draufsicht). Zusätzlich habe ich noch einige Winkel dabei, z.b. Winkel in der Seitenansicht zur Horizontalen, die die ursprünglichen Massangaben beeinflussen; das Objekt in der 2-Dimensionalen Ansicht also gewissermassen drehen.
Die Werte zueinander ändern sich also nicht, sondern es muss die gesamte Datenreihe gedreht werden.
Genügen dir diese Ausführungen ???

Horst

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Hallo Horst,

jetzt kommt ja langsam heraus, dass es sich doch um Vektoren handelt.

> Zusätzlich habe ich noch einige Winkel dabei
Das ist natürlich etwas schwammig formuliert. Um welche Winkel handelt es sich genau? Wenn Du meine vorhergehenden Ausführungen nimmst, so ist x_1 der Cosinus des Winkels zwischen alter und neuer x-Achse, y_3 der Cosinus des Winkels zwischen alter y- und neuer z-Achse. So kann man aus den Winkels die Transformationsvorschrift für die Koordinaten ableiten und umgekehrt.

Wenn es aber um eine zweidimensionale Darstellung von 3D-Objekten geht, dann spielen da noch Projektionen eine Rolle. Da wirst Du nicht an einem Buch über Grundlagen der Computergrafik herumkommen.

Gruß
Ted

In meinen Datenreihen stehen zunächst mal einzelne Messpunkte
von X/Y/Z-Werten, die die Maße von Objekten beschreiben von
denen ich 2 verschiedene Ansichten in Diagrammen ausgebe
(Seitensicht,Draufsicht). Zusätzlich habe ich noch einige
Winkel dabei, z.b. Winkel in der Seitenansicht zur
Horizontalen, die die ursprünglichen Massangaben beeinflussen;
das Objekt in der 2-Dimensionalen Ansicht also gewissermassen
drehen.
Die Werte zueinander ändern sich also nicht, sondern es muss
die gesamte Datenreihe gedreht werden.
Genügen dir diese Ausführungen ???

Horst

Hallo Ted,
verzeih mir die etwas saloppe Ausdrucksweise, aber ich bin nun mal kein Mathematiker, sondern nur ein harmloser EDV´ler.
Ich hatte gerade noch eine Untererredung mit meinem Chef und der meinte ich brauche nur die Formeln für die Koordinatentransformation in der Ebene. Kannst du mir mal kurz erklären, wie das funktioniert bzw. die Formeln geben. Aber bitte so das es auch eine Laie wie ich verstehem kann !!!

Gruß Horst

Hi mal wieder!

2D: Wenn Du den Vektor (x_alt, y_alt) um den Winkel phi gegen den Uhrzeigersinn (d.h. in mathematisch positiver Richtung) drehen möchtest, so ist die Transformation:

x_neu=x_alt* cos(phi)+y_alt*sin(phi)
y_neu=x_alt*-sin(phi)+y_alt*cos(phi)

Gruß
Ted
(nach Diktat vergreist)

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