Wenn der Lenker beweglich ist treten zumindest bei einem
schnellfahrenden Motorrad ganz andere Effekte auf
(Schräglage). Daß Motorrad und Fahrrad werden aber auch dann
nicht durch den Drehimpuls der Räder stabilisiert, sondern
durch die mit der Lenkbewegung verbundenen
Fahrtrichtungsänderung, mit der man den Schwerpunkt immer über
der Auflagefläche bzw. Auflagelinie balanciert. Das haben wir
das kann aber nicht alleine ausreichen, weil man ansonsten
nicht freihändig fahren könnte.
Auch das rettet Deine Drehimpulstheorie nicht. Wenn ich freihändig fahre, was ich sehr ungerne mache, lenke ich nur noch durch Gewichtsverlagerung. Der Lenker wird dabei aufgrund der Rahmenkonstruktion stabilisiert. Die stabile Lage des Lenkers kann ich dabei geringfügig nach links oder rechts verschieben. Ich erspare ich mir jetzt weitere Erklärungen, denn es wurde hier schonmal ganz gut erklärt: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Damit wäre Deine Begründung hinfällig.
wenn man mit dem fahrrad oder einem motorrad beim tüv auf den
laufrollen relativ _steht_, wie soll das deiner meinung nach
funktionieren, wenn das krad nicht durch die kreiselwirkung
der räder stabilisert wird? -
genau wie bereits beschrieben. Auch dann funktioniert ja noch die seitliche Verschiebung des Radauflagepunktes bei Lenkung und ich kann den Schwerpunkt ausbalancieren.
man kann mit stehenden rädern
ein zweirrad nicht im gleichgewicht halten.
Natürlich nicht, aber nur deshalb, weil ich mit dem Lenker nichts ausrichten kann. Beim fahrenden Zweirad führt die Lenkbewegung zu eine seitlichen Beschleunigung, die umso größer ist, je schneller ich fahre.
Ein
ausreichend schnell drehendes, freilaufendes Rad wird also
nicht umfallen.
Schlechtes Beispiel, denn ein freirollendes Rad wird, ähnlich
wie das Fahrrad, hauptsächlich durch die Trägheitskräfte bei
der Rollrichtungsänderung automatisch balanciert.
trägheitskräfte ??
ja !!
die trägheitskräfte die das rad im stand
umfallen lassen würden, sind beim rollenden genauso vorhanden
WENN es die stabilisation durch die rotation nicht gäbe.
erstmal fällt das Rad nicht durch die Trägheitskräfte um sondern durch seine Gewichtskraft. Zweitens führt ein rollendes Rad ja noch eine mehr oder weniger gerade Translationsbewegung durch. Wenn das Rad kippt, rollt es seitlich weg und wird dadurch seitlich beschleunigt. Die dabei auf den Schwerpunkt wirkenden Trägheitskräfte versuchen es wieder aufzurichten und wirken daher stabilisierend.
ansonsten würdest du indirekt die stabilsierung durch den
kreisel eingestehen.
Nein, der Kreisel ist nur nebensächlich.
der einzige unterschied zwischen einem stehenden rad und einem
rollenden ist die rotation
Falsche Behauptung
- folglich muß darin die ursache
zusuchen sein, warum ein rollendes rad nicht umfällt.
–> Falsche Schlußfolgerung
Wesentlicher Unterschied ist die Bahnkurve des Schwerpunktes also ist Deine Schlußfolgerung unzulässig.
ansonsten ist alles andere gleich … der schwerpunkt ist
immernoch genausoweit von der erde entfernt wie bei dem
stehenden - das gewicht etc. ist alles das selbe.
außer der Bewegung des Schwerpunktes
und balancieren wie ein mensch kann so ein rad wohl nicht.
warum nicht ? Manche Systeme sind eben stabil, andere nicht.
so versteh ich diesen Textschnippsel zumindest - wenn ich das
Vorderrad in die Luft halte und auf eine Geschwindigkeit
beschleunige, die sagen wir 160km/h entspricht, dann werde ich
am Lenker sehr wohl eine Gegenkraft beim Lenken spürgen.
Nein, nein, nein und nochmal nein. Das Lenkerlager führt alle
Kräfte ab. Du selbst spürst keine Gegenkraft. Du mußt es
selbst ausprobieren, sonst wirst Du es niemals einsehen,
fürchte ich.
super einleuchtende erklärung.
Nein keine Erklärung sondern nur die X. Wiederholung einer physikalischen Tatsache. Erklärt worden ist das bereits zu Genüge, das spare ich mir jetzt.
ich BIN schon motorrad gefahren, ich weiss wie schwer es ist,
langsam zu fahren und dagegen wie einfach es ist mit 160 auf
der autobahn geradeaus zufahren. das bewegen des lenkers ist
bei hohen geschwindigkeit einfach unmöglich - man kann nur
noch durch gewichtsveränderungen lenken - ganz im gegensatz
zum langsamfahren, da funktiontioniert genau das NICHT.
o.k. das ist Deine Erfahrung, aber Du weißt nicht, warum das so ist. Du hast Dich für die Erlärung entschieden, daß nur die stabilisierende Wirkung des Kreisels dafür verantwortlich sein kann und jetzt ignorierst Du konsequent alles, was das in Frage stellen könnte. Vergiss bitte nicht, daß wir uns in einem wissenschaftlichem Forum befinden.
bei änderung der neigung kommt nochdazu das der umfang der
lauffläche sich verkleinert - ein motorradreifen ist im
gegensatz zum autoriefen nicht mit einer geraden lauffläche
versehen.
das sind alles eigenschaften die von einem einfachen
(lehrbuch) kreisel abweichen und es damit praktisch unmöglich
wird, alle einflüsse auf die fahrphysik eines motorrades im
kopf zu entflechten und präzise vorauszusagen!
Es geht hier nicht um präzise Voraussagen sondern um fundamentale Zusammenhänge.
ich kanns dir nur so sagen - motorrad fahren mußt du schon
selber, wenn du den physikgesetzen für kreisel schon keine
beachtung schenkst.
Ich glaube, Du wirst langsam unsachlich, um das mal ganz vorsichtig auszudrücken. Ich darf nochmal daran erinnern, daß wir uns in einem wissenschaftlichen Forum befinden.
Ein rotierender Kreisel läßt sich drehen und wenden wie ein
anderer Körper. Nur die dabei entstehenden Kräfte verhalten
sich etwas ungewöhnlich. Nimm doch mal das Beispiel des
ungewöhnlich??? also doch anders als bei einem starren körper.
Natürlich anders, das hat niemand hier bestritten.
wenigstens gibts du zu das einer freien kippbewegung eines
kreisels eine kraft entgegenwirkt -
keineswegs, ich sage nur, daß Kräfte auftreten aber nicht entgegenwirken
im gegensatz zu einem
starren körper … du erklärst doch indirekt schon das
vorhandensein von gegenkräften!
Nein, nur das Vorhandensein von Kräften, die keine Gegenkräfte sind
das die gegenkräfte vom radlager aufgenommen werden heißt doch
nicht automtisch das sie einfach so weg sind -
Doch, wenn die Kräfte vollständig vom Lenklager aufgenommen werden, sind sie für den Fahrer nicht mehr spürbar.
Jörg