kann mir jem. sagen wie ein Drehimpulsgeber funktioniert? Soweit ich bisher erfahren habe dienen Drehimpulsgeber der Weglängenmessung. Das Ausgangssignal gibt Aufschluss über die Drehzahl an der Welle. Meine Frage nun: Wie sieht das Ausgangssignal aus? Ein Rechteckimpuls für jede Umdrehung oder wie?
Hallo!
Ich denke Du sprichst von sog. Inkrementalgebern. Diese Geber sitzen normalerweise direkt an der Welle eines Motors. Je nach Ausführung gibt der Geber entsprechend viele Impulse pro Umdrehung aus (bei 2°/Impuls wären also 180 Impulse eine komplette Umdrehung).
Somit kann man mit einer Logikschaltung oder einem Microcontroller genau feststellen, wie weit sich die Welle des Motors gedreht hat.
Die Impulse sind im Nornmalfall recheckig.
Es gibt verschiedene Arten von Drehimpulsgeber, aber alle mir bekannten haben Digitalausgänge (TTL oder Schalter). Es gibt optische Geber, die intern Lichtschranken benutzen (teuer, wartungsfrei, für hohe Drehzahlen geeignet, evt. mit interner Elektronik) sowie mechanische Geber, die intern eine kleine gedruckte Schaltung mit mechanischen Kontakten verwenden (billiger, normalerweise ohne Elektronik, für kleinere Drehzahlen). Erstere werden in Verbindung mit Servomotoren für Positionsregelungen im Maschinenbau benutzt, letztere findet man in Fernbedienungsgebern oder Hifi-geräten, auch im Elektronikversand erhältlich. Bei den ausgegebenen Signalen gibt es auch große Unterschiede. Z.B. gibt es Geber mit Richtungssignalen für Rechts/Links, normalerweise nur bei denen mit Elektronik. Dann gibt es welche mit zwei phasenverschobenen Rechtecksignalen, bei denen man die Drehrichtung selbst auswerten muß. Und schließlich gibt es noch Geber mit mehreren Ausgängen, die kodiert die Position ausgeben.
Die Auflösung ist bei den optischen Gebern sehr hoch (bis 2000 Pulse pro Umdrehung!), bei den mechanischen Gebern mit phasenverschobenen Signalen geringer (16-32 Pulsfolgen pro Umdrehung) und bei den Absolutgebern am geringsten (ca 16 Positionen pro Umdrehung). Und dann sind da noch die reinen Drehzahlmesser, oftmals nur ein Impuls pro Umdrehung, ohne Richtungsauswertung.
Ich hoffe, das hilft ein wenig weiter…
Ich denke Du sprichst von sog. Inkrementalgebern. Diese Geber
sitzen normalerweise direkt an der Welle eines Motors. Je nach
Ausführung gibt der Geber entsprechend viele Impulse pro
Umdrehung aus (bei 2°/Impuls wären also 180 Impulse eine
komplette Umdrehung).
Hab da eine kurze Zwischenfrage:
wiest du wie das Tachosignal bei Computer-Lüftern aussieht ? Auch Rechteck mit ein paar Impulsen pro Umdrehung ?
wenn ja, wie hoch ist den da die Spannung ? (Messgerät wackelt wild, sowohl bei AC als auch bei DC)
Somit kann man mit einer Logikschaltung oder einem
Microcontroller genau feststellen, wie weit sich die Welle des
Motors gedreht hat.
wollte per Microcontroller ein paar Lüfter messen, die Frequenzmessung von dem controller verträgt aber nur 5V max. und ich wills nicht riskieren…
wiest du wie das Tachosignal bei Computer-Lüftern aussieht ?
Auch Rechteck mit ein paar Impulsen pro Umdrehung ?
Dazu kann ich leider nichts sagen. Ein Rechteck wäre aber logisch.
wenn ja, wie hoch ist den da die Spannung ? (Messgerät wackelt
wild, sowohl bei AC als auch bei DC)
Ich denke U(B). Aber sicher kannst du das nur mit einem Oszilloskop feststellen. Da es sich aber vermutlich um ein Rechteck handelt, kannst Du es nicht mit einem normal Messgerät messen. Das wäre nur mit einem TRMS-Messgerät, welches die tatsächliche Spannung unabhängig von der Signalform misst. Könnte aber auch problematisch werden, wenn die Frequenz zu hoch ist. Dann ist der Messwert ebenfalls wertlos.
wollte per Microcontroller ein paar Lüfter messen, die
Frequenzmessung von dem controller verträgt aber nur 5V max.
und ich wills nicht riskieren…
Ist doch nicht weiter problematisch. Mach einfach eine Schutzbeschaltung über einen Schutzwiderstand in Reihe und eine 5,1V Z-Diode nach Masse. Dann dürfte das funktionieren.
wiest du wie das Tachosignal bei Computer-Lüftern aussieht ?
Auch Rechteck mit ein paar Impulsen pro Umdrehung ?
Rechteckähnlich mit sehr vielen Störungen, je nach Hersteller des Lüfters. Also Tiefpassfilterung (evt. per Software) vorsehen.
wenn ja, wie hoch ist den da die Spannung ? (Messgerät wackelt
wild, sowohl bei AC als auch bei DC)
Spannung müsste max. 12V betragen, also Spannungsteiler bzw. Spannungsbegrenzer (Vorwiderstand und Diode nach +5V DES CONTROLLERS) vorsehen.
Ach ja, mit einem Multimeter kann man die hier interessierende Spannung natürlich nicht messen, denn interessant ist nicht der Effektivwert (was bei True-RMS angezeigt wird), sondern der Spitzenwert. Und bei den hier interessanten Frequenzen von ca. 1500Hz machen auch die meisten Multimeter mit Spitzenwertanzeige nicht mehr mit.