Drehmoment Elektomotor abhäng. v. Drehzahl?

Hallo!

Für eine Seminararbeit benötige ich eine Antwort auf folgende Frage, google hat mir nicht weiterhelfen können! :wink:

Es geht um den Elektromotor beim Toyota Prius Hybrid. Bei starker Beschleunigung, zB von einer Ampel weg, wird der Verbrennungsmotor ja vom Elektromotor unterstützt, daher auch der beachtliche Schub.

Jetzt bin ich der Meinung, bzw habe ich es so verstanden, dass beim Elektromotor, anders als beim Verbrenungs-, das Drehmoment unabhängig von der Drehzahl ist. Beim Verbr. steigt ja mit zunehmender Drehzahl das Drehmoment erst an, beim Elektromotor ist es doch von Anfang an gleich hoch oder?
Könnte mir bitte jemand dieses Phänomen erklären oder mich berichtigen wenn ich falsch liege?

Danke mfG MaBu

Jetzt bin ich der Meinung, bzw habe ich es so verstanden, dass
beim Elektromotor, anders als beim Verbrenungs-, das
Drehmoment unabhängig von der Drehzahl ist. Beim Verbr. steigt
ja mit zunehmender Drehzahl das Drehmoment erst an, beim
Elektromotor ist es doch von Anfang an gleich hoch oder?
Könnte mir bitte jemand dieses Phänomen erklären oder mich
berichtigen wenn ich falsch liege?

Hallo,

soweit ich weiss ist es sogar umgekehrt: beim Elektromotor (jedenfalls bei den in Frage kommenden, es gibt ja viele Bauformen) ist das Drehmoment aus dem Stillstand heraus am höchsten und nimmt dann ab.

Gruss Reinhard

Jetzt bin ich der Meinung, bzw habe ich es so verstanden, dass
beim Elektromotor, anders als beim Verbrenungs-, das
Drehmoment unabhängig von der Drehzahl ist.

Das kommt auf den Motor an.
Verschiedene Motoren haben unterschiedlichste Drehmomentkurven.
Z.B. ist ein Gleichstrom-Reihenschluss Motor ein wahres Drehmoment-Anlauf-Monster und wurde oft und gerne bei Bergbahnen eingesetzt.

Das andere Extrem wäre z.B. ein Synchronmotor, der beim Anlaufen ein Drehmoment hat, das u.U. sogar kleiner als das Losbrechmoment ist. Das heißt, der muss zum Anlaufen angeschubst werden.
Vermutlich findest Du bei Wiki ein paar Drehmomentkurven.

Hallo!

ich weiss nicht, welche E-Motoren bei Hybridantrieben eingesetzt werden, wahrscheinlich Reihenschluss-Motoren - sicher Gleichstrommaschinen.
Was ist das?

  1. Reihenschluss: Sehr hohes Anlaufmoment, wird daher gerne bei z.B. Strassenbahnen eingesetzt. Sie dürfen im Prinzip nicht im Leerlauf betrieben werden (was bei einem Fahrzeug nie der Fall ist), da sie sonst durchgehen können, d.h. zu hohe Drehzahl.
  2. Nebenschluss: Hohes Anlaufmoment, Drehzahl begrenzt sich automatisch.
  3. Dann gibt es noch Compound: Mischung aus den beiden vorgenannten, sehr hohes Anlaufmoment, aber kann nicht durchgehen.

Gruss
Laika

Hallo!

ich weiss nicht, welche E-Motoren bei Hybridantrieben
eingesetzt werden, wahrscheinlich Reihenschluss-Motoren -
sicher Gleichstrommaschinen.

Hallo Laika,

hilf mir mal etwas auf die Sprünge! Ich hab’ da so ganz grob in Erinnerung, dass in letzter Zeit bevorzugt 3~Asynchronmaschinen (Kurzschlussläufer) zusammen mit Frequenzumrichtern eingesetzt werden.
Die Gleichstrommaschinen sind in letzter Zeit meines Wissens etwas aus der Mode der Antriebstechnik gekommen. Kannst du mir eine Quelle für deine Aussage „sicher Gleichstrommaschinen“ nennen?

Gruß
peherr

ich weiss nicht, welche E-Motoren bei Hybridantrieben
eingesetzt werden, wahrscheinlich Reihenschluss-Motoren -
sicher Gleichstrommaschinen.

hilf mir mal etwas auf die Sprünge! Ich hab’ da so ganz grob
in Erinnerung, dass in letzter Zeit bevorzugt
3~Asynchronmaschinen (Kurzschlussläufer) zusammen mit
Frequenzumrichtern eingesetzt werden.

Kann natürlich auch sein.

Die Gleichstrommaschinen sind in letzter Zeit meines Wissens
etwas aus der Mode der Antriebstechnik gekommen. Kannst du mir
eine Quelle für deine Aussage „sicher Gleichstrommaschinen“
nennen?

Mein Wissen ist da noch uralt - „sicher Gleichstrommaschinen“ war vielleicht etwas voreilig. Da die Frequenzumrichter ja auch recht aufwendig sind, Gleichstrommaschinen eine bessere Drehmomentkennlinie haben, hatte ich das mal vermutet. Gleichstrommotoren sind ja auch teurer.
Vielleicht weiss jemand anderes was …

Gruss
Laika

ich weiss nicht, welche E-Motoren bei Hybridantrieben
eingesetzt werden, wahrscheinlich Reihenschluss-Motoren -
sicher Gleichstrommaschinen.

hilf mir mal etwas auf die Sprünge! Ich hab’ da so ganz grob
in Erinnerung, dass in letzter Zeit bevorzugt
3~Asynchronmaschinen (Kurzschlussläufer) zusammen mit
Frequenzumrichtern eingesetzt werden.

Das kann ich teilweise bestätigen. Es ist halt einfacher, einen dicken DASM mit FU einzubauen, die man beide aus dem Regal weg kaufen kann, als die etwas altmodisch wirkenden Gleichstrommaschinen.
DASM haben den Vorteil, dass sie keine Kohlen haben.
Ich durfte unlängst einen Reihenschlussmotor mit knapp 6kW gegen einen DASM mit FU von 7,5kW tauschen, das Ergebnis war entäuschend.
Wahrscheinlich hätte man eher 11kW nehmen sollen.

Hallo,

ich weiss nicht, welche E-Motoren bei Hybridantrieben
eingesetzt werden, wahrscheinlich Reihenschluss-Motoren -
sicher Gleichstrommaschinen.

hilf mir mal etwas auf die Sprünge! Ich hab’ da so ganz grob
in Erinnerung, dass in letzter Zeit bevorzugt
3~Asynchronmaschinen (Kurzschlussläufer) zusammen mit
Frequenzumrichtern eingesetzt werden.

Das ist für diverse Antriebe mit steuerbarer oder regelbarer Drehzahl
in der Industrie für z.B. Förderbänder, Pumpen, Krane und Aufzüge
usw. sicher richtig.
Hier geht es aber um einen Antrieb für Hybridmotor.
Da ist die Motorcharakteristik einer Asynchronmaschine sicher
höchst unbefriedigend.

Die Gleichstrommaschinen sind in letzter Zeit meines Wissens
etwas aus der Mode der Antriebstechnik gekommen.

Ah, ja? Kommt drauf an, welche Antriebe du da im Auge hast.
Bei den größeren Motoren für 0815-Antriebe ist es wohl so.

Gleichstrommotoren werden aber sehr wohl in riesigen Stückzahlen
eingesetzt, z.B. in Stellantrieben von Maschinen oder in der
Robotik zu Dutzenden pro Maschine/Roboter.
Das sind natürlich keine einfachen Motoren mit billigem Kollektor,
sondern z.B. Teile mit elektronischer Kommutierung.
Hier eine kleine Auswahl von Herstellern mit Produktportfolio:
http://www.ebmpapst.com/index/sid/09E4D276-79C7-411E…
http://www.iskra-ae.com/eng/dc_motors.php
http://www.maxonmotor.com/product_overview.html
http://www.dunkermotoren.de/default.asp?id=69&lang=1
http://www.portescap.com/

Kannst du mir eine Quelle für deine Aussage
„sicher Gleichstrommaschinen“ nennen?

Das schein mir auch bei dem Einsatzzweck einfach sinnvoll.
Gruß Uwi

H wie Hola.

Ah, ja? Kommt drauf an, welche Antriebe du da im Auge hast.

Hmmmmmm, nee. Die Gleichstrommaschine hat sich weitestgehend verabschiedet.

Gleichstrommotoren werden aber sehr wohl in riesigen
Stückzahlen
eingesetzt, z.B. in Stellantrieben von Maschinen oder in der
Robotik […]
Das sind natürlich keine einfachen Motoren mit billigem
Kollektor,
sondern z.B. Teile mit elektronischer Kommutierung.

Die Dinger heißen EC-Motor, Elektronikmotor oder brushless DC und
sind genau genommen keine Gleichstrommaschinen sondern Synchronmaschinen.

Ciao

H wie Hihglow.

Hmmmmmm, nee. Die Gleichstrommaschine hat sich
weitestgehend verabschiedet.

Die Dinger heißen EC-Motor, Elektronikmotor oder brushless DC
sind genau genommen keine Gleichstrommaschinen sondern
Synchronmaschinen.

Naja, ist natürlich auch Definitionssache, wie man sowas einsortiert.
Brushless DC ist natürlich nicht das Gleiche wie die herkömmlichen
Gleichstrommotoren.
Sind aber von Asynchronmaschinen weit entfernt.
Gruß Uwi

Hallo,

hilf mir mal etwas auf die Sprünge! Ich hab’ da so ganz grob
in Erinnerung, dass in letzter Zeit bevorzugt
3~Asynchronmaschinen (Kurzschlussläufer) zusammen mit
Frequenzumrichtern eingesetzt werden.

Das ist für diverse Antriebe mit steuerbarer oder regelbarer
Drehzahl
in der Industrie für z.B. Förderbänder, Pumpen, Krane und
Aufzüge
usw. sicher richtig.
Hier geht es aber um einen Antrieb für Hybridmotor.
Da ist die Motorcharakteristik einer Asynchronmaschine sicher
höchst unbefriedigend.

Hmm, ein ähnliches Problem hat man bei Bahnantrieben auch. Und doch ist die ASM immer öfter das Mittel der Wahl.
Übrigens: bei einer Probefahrt neulich im Toyota Prius konnte man zumindest beim Bremsen recht gut die Frequenzänderung hören. Je langsamer, desto tiefer das Geräusch. Eine solche Korrelation zwischen Drehzahl und Frequenz kenn ich von den Drehfeldmaschinen.

Bei Umrichter-gespeisten DC-Maschinen erwarte ich eigentlich für geringe Last / niedrige Drehzahl ein Pulsmuster mit vielen Schaltungen. Für steigende Belastung oder höhere Drehzahl werden die Pulsblöcke größer, die Frequenz sinkt eher. Oder bin ich da jetzt auf dem komplett falschen Dampfer?

Die Gleichstrommaschinen sind in letzter Zeit meines Wissens
etwas aus der Mode der Antriebstechnik gekommen.

Vielleicht hätte ich Traktionstechnik schreiben sollen …

Ah, ja? Kommt drauf an, welche Antriebe du da im Auge hast.
Bei den größeren Motoren für 0815-Antriebe ist es wohl so.

Ja.

Gleichstrommotoren werden aber sehr wohl in riesigen
Stückzahlen
eingesetzt, z.B. in Stellantrieben von Maschinen oder in der
Robotik zu Dutzenden pro Maschine/Roboter.
Das sind natürlich keine einfachen Motoren mit billigem
Kollektor,
sondern z.B. Teile mit elektronischer Kommutierung.

Stellantriebe und Robotik …
Das sind Themen, bei denen oft eine genaue Positionierung notwendig ist. Über das Ankerfeld und die Kenntnis der Anfangsposition kann man natürlich relativ gut Aussagen zur aktuellen Lage des Rotors und damit zum momentan Stelllung treffen.
OK, hier bin ich einverstanden mit der Anwendung der GSM.

Kannst du mir eine Quelle für deine Aussage
„sicher Gleichstrommaschinen“ nennen?

Das schein mir auch bei dem Einsatzzweck einfach sinnvoll.
Gruß Uwi

Ebenfalls Gruß
peherr