Hallo Physiker !
Bei einem Zweikörperproblem aus Sonne und Planet ist doch das
Drehmoment soviel ich weiß definiert als L = m * r x v, wobei
m die Masse des Planeten, r der Vektor von Sonne zu Planet und
v der Geschwindigkeitsvektor des Planeten ist.
Drehimpuls, nicht Drehmoment. Das Drehmoment wäre M= F x r. Da F parallel zu r ist, ist M = 0.
Der Drehimpuls L ist konstant, da dL/dt = M = 0.
Das hieße ja L stünde senkrecht zur Ekliptik des Planeten. Ist
das soweit richtig, und wenn ja gibt es dafür eine
anschauliche Erklärung ?
Neben der Translation benötigt man, um die Drehung zu beschreiben, drei weitere Koordinaten, z.B. zwei Winkel, um die Drehachse zu festzulegen, und einen Betrag, den Betrag der Wingelgeschwindigkeit w (omega), mit der sich der Winkel p (phi) ändert: w = dp/dt.
Es stellt sich heraus, dass sich die Drehachse nie ändert, lediglich der Betrag der Winkelgeschwindigkeit.
Da die z-Achse ‚zufällig‘ auch die Hauptsymetrieachse des Kreisels ist, ist L_z = I_zz*w.
I_zz ist das Massenträgheitsmoment: I_zz = m*r^2.
Also: Aufgrund der Tatsache, dass die Drehachse eine Hauptsymetrieachse ist, ist der Drehimpuls parallel zur/m Winkelgeschwindigkeit/svektor.
Das Ganze veranschaulicht man sich am besten an einem starren, rotierenden Körper. Drehimpuls ist eine Hilfsgröße, ein verallgemeinerter Impuls. Es stellt sich bei der Beschreibung rotierender Körper nämlich heraus, dass sich das Problem mittels der verallgemeinerten Koordinate Winkel einfaver beschreiben lässt.
hendrik