Hi Jochen,
deine Geduld ist vorbildlich! Meinen anerkennenden Dank!
Vor allem bei den zu Hilfe stehenden Mitteln. Das wirkungsvollste Handwerkszeug eines Technikers ist nämlich eigentlich Papier und Bleistift, dann wären wir schon lange fertig:wink:
Daraus ergibt sich das Maximaldrehmoment (MRäder=Fxr) und
damit bei langsamer Geschwindigkeit die
max§=max(MRäder)*wRäder, da hier max(PRäder) M=500Nm => bei z.B. w=2/s => P=1kW
Du startest jetzt eigentlich mit PMotor, denn die kannst Du durch Dein Gaspedal beeinflussen:wink:
=> PMotor ist 1kW (klein anfangen)
=> ohne Verluste kann das Antriebssystem an jeder Stelle des Antriebsstrangs also maximal 1kW übertragen, denn mehr hast Du nicht zur Verfügung
d.h. z.B. Getriebeübersetzung 1:2
=> w1=2*w2; => M1=0.5*M2; da P=konst.
d.h. Wenn Dein Motor z.B. 5Nm an der Kurbelwelle produziert, erhälst Du bei dieser Übersetzung 2.5 Nm nach dem Getriebe.
Das ziehst Du jetzt durch bis zu Deinem Rad und Du erhälst beim Rad bei einer gegebenen Geschwindigkeit die übertragene Kraft aus der Leistungsvorgabe.
Wenn diese Kraft jetzt größer als die maximal übertragbare ist=> geht nicht, die Räder drehen durch
=> Jetzt gehts andersherum, da Du jetzt weißt, dass Dein Motor mehr Leistung erzeugt, als Dein Fahrzeug auf die Straße bringt: Du startest auf der Straße, rechnest dort die maximal übertragbare Leistung aus und rechnest zurück bis zum Motor. Nichts anderes machst Du intuitiv, wenn Du beim „sportlichen“ anfahren Gas wegnimmst…
Und nun: Bei niedrigen Geschwindigkeiten (also wRad klein) ist schnell die Leistungsgrenze des Rades erreicht, schneller zumindest, als die des Motors. Bei hohen Geschwindigkeiten ist die Winkelgeschwindigkeit des Rades so hoch, dass selbst bei hoher Antriebsleistung nur noch lächerliche Kraftwerte herauskommen…
Und erst, wenn Du die Kraft am Rad hast, dann kannst Du meinetwegen anfangen, über F=m*a und FW=cw*A die Beschleunigung auszurechnen:wink:
duldsame Grüße (Ich geh jetzt aber heim:wink:)
Jürgen