Hallo Zusammen,
am Mittwoch hatte ich einige Schwindelattacken. Ich bin daraufhin zum HNO. Dieser hat einige Tests gemacht und gesagt aus seiner Sicht wäre alles in Ordnung.
Danach ging es mir erstmal besser. Seit Donnerstag Morgen habe ich jedoch einen andauernden „leichten“ Drehschwindel. Morgens jedoch erstmal heftiges Augenzucken, gestern 4 h lang heute nur noch eine . Bin bei meinem Hausarzt in Behandlung (EKG ok, Blutdruck zu hoch - dafür habe ich jetzt ein Medikament, Werte sind jetzt ok). Ich soll bis Sonntag abwarten, wenns bis dahin nicht besser wird -> Einweisung ins KH.
Ich habe natürlich einiges gegoogelt. Ich weiß die Ärzte sehen das nicht gerne, und ich will die Infos die ich finde auch nicht überbewerten. Ich stoße bei diesen Symptomen aber immer wieder auf eine Virusinfektion des Gleichgewichtsnervs (Neuritis vestibularis).
Meine Frage: Hätte der HNO mit seinen Untersuchungen (Blick in die Nebenhöhlen, Hörtest, Gleichgewichtsuntersuchung) eine solche Entzündung feststellen können/müssen?
Danke für Eure Antworten
schreiraupe
Hi,
feststellen kann man mit Anschauen und Tests nicht, denn das ist eine Ausschlussdiagnose. D. h., wenn sich bei einem Beschwerdebild keine anderen Ursache finden lässt, dann ist es wahrscheinlich das.
Es gibt aber viele Arten von Schwindel und Ursachen. wie man die diagnostiziert und wie sie sich äußern kannst Du hier lesen:
http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-017_…
Wenn Dir das zu kompliziert ist, musst Du Deinem HNO-Arzt vertrauen, der versteht diese Leitlinien nämlich und sollte auch nach ihnen vorgehen.
Schöne Grüße, Bernhard
Hi Bernhard,
danke für Diene Antwort.
Wenn Dir das zu kompliziert ist, musst Du Deinem HNO-Arzt
vertrauen, der versteht diese Leitlinien nämlich und sollte
auch nach ihnen vorgehen.
Natürlich vertrau ich meinem HNO. Mir war halt nur nicht klar ob die Diagnostik bei ihm sozusagen abgeschlossen ist. Ich befürchte halt gerade schlimmstes …
Schöne Grüße, Bernhard
gruß
schreiraupe
Wenn es nicht besser wird, kann man auch zu einer so. „Schwindelambulanz“ gehen. Ggf. mal googlen, wo in deiner Nähe eine entsprechende Einrichtung ist.
Hallo!
Noch ne Vermutung aus eigener Erfahrung:
Es könnte auch sein, dass deine Rücken- oder Brustwirbel verschoben sind. Da wirds einem ebenfalls schwindlig wie Sau!
Alles Gute!
Otholiten???l
Hallo schreiraupe,
ich leide von Zeit zu Zeit auch an Schwindelanfällen, die teilweise über Tage angehalten haben.Bei mir war es kein Drehschwindel, sondern ich habe dann immer das Gefühl,als wenn alles auf und ab geht. Das Problem besteht dann permanent oder auch im Ruhezustand.
Nach mehreren Besuchen bei verschiedenen Ärzten wurde festgestellt, dass die Otolithen(Gehörsteinchen) in meinem Innenohr etwas „durcheinander“ geraten waren. Durch ruckartige Bewegungen/Übungen meines Oberkörpers hat mein Pysiotherapeut sie wieder an die richtige Stelle „verfrachtet“ (zugegebener Weise sehr laienhaft ausgedrückt).
Vielleicht hilft Dir nachstehender Link
http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichgewichtsorgan - 43k
Gute Besserung
Harleybiene
Hallo
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=5…
ist alles schön zusammengefasst.
Liebe Grüsse
Anja
Hi Working Anja,
danke für den Artikel. Viel Fachsprache, aber im große und ganzen Verständlich.
Ich habe noch eine Frage: im Artikel wird von Oszillopsien gesprochen.
Wenn ich z.B. auf meine Tapete schaue, bewegen sich die Muster. Sind das Oszillopsien?
danke und Gruß
schreiraupe
Meine Frage: Hätte der HNO mit seinen Untersuchungen (Blick in
die Nebenhöhlen, Hörtest, Gleichgewichtsuntersuchung) eine
solche Entzündung feststellen können/müssen?
Hallo Schreiraupe,
wenn’s eine Neuritis vestibularis ist, dann hätte der Gleichgewichtstest was ergeben, nämlich einen Ausfall oder zumindest eine Einschränkung eines Gleichgewichtsorgans. Die Entzündung selbst wird nicht direkt diagnostiziert.
Dann hättest du wahrscheinlich aber auch keinen leichten Drehschwindel, sondern wüsstest nicht mehr, wo oben und unten ist und würdest dich oft erbrechen.
Grüße
ulla