Hallo,
ich habe hier einen kleinen 0,26kW Drehstromansynchronmotor- kein Eimnphasenwechselstrommotor, wie auf dem Typenschild angegeben, mit einer merkwürtigen Typenbezeichnung. Könnt ihr Euch diese Bitte mal anschauen und mir dazu einige Fragen beantworten?
http://img135.imageshack.us/my.php?image=img5399wb1.jpg
Dieser Motor hat drei Wicklungen U1 U2 V1 V2 W1 W2, die in Stern und Dreieck geschaltet werden können. Jede Wicklung hat einen ungewöhnlich hohen Widerstandswert von 40 Ohm und hochohmig gegen PE.
ich habe anfangs auch erst gedacht das es sich um einen Einphasenwechselstrommotor handelt. Doch dann kamen mir Zweifel auf als ich die 6 Wicklungsanschlüsse sah.
Ein Einphasenmotor hat eine Hauptwicklung die in 2/3 des Umfangs untergebracht ist und eine Hilfswicklung, die in 1/3 des Umfangs des Ständers untergebracht ist.
Meiner Meinung nach kann ich diesen Motor problemlos in Sternschaltung an das 400V Drehstromnetz legen. Nur in Dreieckschaltung ist das nicht erlaubt, weil sonst die Spannung an einer Wicklung den höchst zulässigen Wert von 230V um 170V übersteigen würde.
Liege ich bis hier mit meinen Erklärungen richtig?
Mit dem kondensator wird der Motor am Wechselstromnetz in der Steinmetzschaltung betrieben.ok. kein Problem. Habe ich ausprobiert. Ich konnte die Welle allerdings festhalten, ließ ich sie los, lief der Motor von alleine an!!! Ist das normal, das ich die Welle festhalten kann und der Motor ein so geringes Anzugmoment hat?? Auch während des Betriebes konnte ich ihn stoppen.
Ohne Kondensator brummte der Motor nur und lief verständlicherweise nicht an, weil in den zwei jetzt nur vom Strom durchflossenen Wicklungen, um 120° am Umfang verteilt, der Nord- und Südpol hin- und herwechselte ohne eine „Drehende bewegung auszuführen“.
Wieso hat der Motor einen cos Phi von 0,97? Das ist doch ungewöhnlich hoch. Gerade, wenn er am Wechselstromnetz betrieben wird ist der Leistungsfaktor gegenüber Drehstrom doch deutlich herabgesetzt. Ist der cosPhi gleichbedeutend mit dem Wirkungsgrad eta?
Dürfte der Motor nicht eine maximale Drehzahl von 3000 U/min haben. Wie kommen die 3300 zu Stande. 60Hz *60 /Polpaarzahl = v3600 Ist der Schlupf des Läufers die Differenz von 600?
Warum 60Hz und nicht wie hier normalerweise üblich 50Hz. Das ist dem Motor aber eigentlich egal, wären es 50Hz, würde er mit 300 U/min laufen.
Was bedeuten die Angabern auf dem Kondensator?
450Vac 30.000h
500Vac 3.000h
Kann ein Kondensator trotz richtiger Kapazität bei Messung dennoch defkt sein und seine Funktion im Betrieb nicht richtig erfüllen?
Grüße, Matthias.