Hi,
Ich weiß ist ein dummer Titel, aber mir fiel nichts besseres ein.
Im folgenden Film sieht man eine rotierende angeschlitzte Scheibe, welche sich schnell rotiert. Daunter ist ein Licht. Nun sieht man einmal das Licht der Lampen. Allerdings sieht man auch ein „schärzenren Bereich“ welcher sich langsam dreht.
http://www.youtube.com/watch?v=K1asNB0te0o
Dies kann man auch z.B. bei einem Helikopter beobachten. Den eigentlich Rotor kann man auf Grund der schnellen Umdrehung nicht richtig sehen, aber trotzdem sieht man ein schwarzen Streifen, der sich dort langsam um die Rotorachse dreht.
Ich wollte nun wissen, woher kommt dieser Streifen? Ist das das „Bild“ weclhes unseres Auge gerade sieht? Und da sich der Rotor so schnell dreht sieht man in immer an anderer Stelle?
Gruß
GURKE
Hallo,
das ist der sog. Stroboskopeffekt. Wenn der Rotor z.B. exakt mit der gleichen oder einer vielfachen Frequenz rotiert wie die Bildfrequenz der Kamera, scheint der Rotor zu stehen. Bei kleinen Abweichungen in den Frequenzen scheint er sich langsam zu drehen.
Wer noch einen Plattenspieler sein eigen nennt, kannt das von der Geschwindigkeitseinstellung. Dort wird ein Hell-Dunkel-Band mit einer 50Hz-Lampe angestrahlt. Die Geschwindigkeit ist korrekt, wenn die Markierungen stillzustehen scheinen.
Gruß, Niels
Moin, Gurke,
jeder Film setzt sich aus Einzelbildern zusammen, beim Kinofilm 24 pro Sekunde. Das Auge ist so träge, dass es die Einzelbilder nicht auseinanderhalten kann, so entsteht der EIndruck einer gleichmäßigen Bewegung.
Jedes Bild wird für jeweils 1/100 Sekunde gezeigt, in der Zeit bis zum nächsten Bild wird die Projektorlampe verdunkelt. Andernfalls sähe man, wie das Einzelbild vor dem Projektor vorbeifährt, das würde dann „verschmieren“.
Wenn eine Scheibe mit genau 24 Umdrehungen/Sekunde rotiert, dann scheint sie - und mit ihr der schwarze Streifen - zu stehen, weil der Streifen dann immer in der gleichen Position aufgenommen wird. Rotiert sie etwas schneller, dann „läuft“ der Streifen vorwärts in Drehrichtung, andernfalls rückwärts.
Gruß Ralf
Guten Tag,
Hi Ralf,
Das heißt die meisten Sachendrehen sich ähnlich schnell, oder ein vielfaches dessen?
Gruß
GURKE
Hi GURKE,
Das heißt die meisten Sachendrehen sich ähnlich schnell
dann sieht man eine langsame Bewegung.
oder ein vielfaches dessen?
Wenn es genau ein Vielfaches ist, scheint das Rad zu stehen.
Such mal bei Tante Gurgl nach „demo stroboskop“, da sollten sich Trickfilme finden lassen, die das verdeutlichen.
Gruß Ralf
Hi,
aber das heißt ja, das die Umdrehung meistens mit der Kamerafrequenz übereinstimmt. Da man den ja fast immer (zu mindest soweit ich mich erinnern kann) sich langsam drehen sieht. Das ist doch relativ unwahrscheinlich, oder? Würde man das denn auch live sehen können? Immerhin sind unsere Augen ja nicht viel langsamer als die Kamera.
Gruß
GURKE
Hallo Gurke !
aber das heißt ja, das die Umdrehung meistens mit der
Kamerafrequenz übereinstimmt. Da man den ja fast immer (zu
mindest soweit ich mich erinnern kann) sich langsam drehen
sieht. Das ist doch relativ unwahrscheinlich, oder?
Nein, die Umdrehungsfrequenz stimmt sehr selten mit der Kamerafrequenz überein, trotzdem sieht man aus einem recht einfachen Grund meist eine langsame Drehung:
Du brauchst bei der Verschiebung immer nur die Restmenge (also der Teil der bei der Division durch die Frequenz überbleibt) weil es keinen Unterschied macht ob sich das Rad in der Zwischenzeit z.B. 0,2 mal oder 1,2 mal oder 2,2 mal oder 200,2mal gedreht hat, die Verchiebung macht immer 0,2 aus.
Des weiteren kommt dann der psychologische Effekt dazu: wenn sich das Rad scheinbar bis zu einer Vierteldrehung weitergedreht hat macht das Gehirn (das immer Zusammenhänge sucht) eine langsame Vorwärtsbewegung daraus, bei einer Vierteldrehung rückwärts eine langsame Rückwärtsdrehung, zwischen 1/4 bis 1/2 (bzw. -1/4 bis -1/2) eine entsprechende schnelle scheinbare Drehung (bei genau 1/2 ensteht keine scheinbare Drehung sondern maximal ein Flackern).
Würde man
das denn auch live sehen können? Immerhin sind unsere Augen ja
nicht viel langsamer als die Kamera.
Nein, das Auge funktioniert nicht wie eine Kamera, es macht nicht eine bestimmte Anzahl von Aufnahmen pro Sekunde.
mfg
Christof