Drehzahl geregelter synchronmotor

hallo liebe elektronikerInnen,

zur simulation und zur ansteuerung o.g. bauteils interessiert mich wie die dinger tatsächlich funktionieren, wie man sie math. modellieren kann etc. pp. im netz fand ich keine wirklich gute beschreibung, ein buch dazu ist bereits bestellt…aber evtl. hat ja jemand auch el. vorlesungsskripte o.ä., erfahrungen mit einem ähnlichen umfeld (bei mir: simulation mit matlab / simulink) die sie / er teilen kann / darf / will…

im austausch könnte ich nicht-elektronische & handschriftliche vorlesungsskripte zur quantenmechnaik anbieten, die dgl’s und mathematik ist manchmal ähnlich bescheuert und auch damit beschäftigt sich nur jemand, der keine glückliche kindheit hatte :wink:

trotz des schlechten witzes am schluss: das anliegen ist ernst gemeint!

für jede hilfestellung dankbar,

stefan

trotz des schlechten witzes am schluss: das anliegen ist ernst
gemeint!

Hallo,

und was ist mit dem Witz am Anfang? Ein Synchronmotor läuft sysnchron zur angelegten Frequenz (oder garnicht), da gibt es keine Drehzahlregelung. Meinst du Fragen wie nach dem Kippmoment oder so?

Gruss Reinhard

Drehzahl geregelter Synchronantrieb
hallo reinhard,

danke für deinen hinweis…bei mir hatte sich der terminus aus meiner ursprünglichen anfrage so festgesetzt. deine erklärung, dass es käse ist klingt sehr überzeugend - leider bin ich (noch…) gar kein fachmann was elektronik / antriebe angeht.

o.g. begriff ist jetzt der, der auch vom kunden so verwendet wird.

mein problem, besser formuliert lautet dann: wie simuliere ich einen solchen antrieb, bei dem ich über die frequenz des eingehenden wechselstroms die drehzahl direkt (? - wie proportional ist das - eine meiner fragen - nicht an dich, sondern an die spec des aktuellen antriebs) regele.

vielen dank für weitere hinweise!

stefan

Hallöchen

mein problem, besser formuliert lautet dann: wie simuliere ich
einen solchen antrieb, bei dem ich über die frequenz des
eingehenden wechselstroms die drehzahl direkt (? - wie
proportional ist das - eine meiner fragen - nicht an dich,
sondern an die spec des aktuellen antriebs) regele.

Suchst du nach der Formel n=60f/p, mit n in min^-1, Frequenz f in Hz und Polpaarzahl p??

Greetz, Gley

Hallo Strfan

mein problem, besser formuliert lautet dann: wie simuliere ich
einen solchen antrieb, bei dem ich über die frequenz des
eingehenden wechselstroms die drehzahl direkt (? - wie
proportional ist das - eine meiner fragen - nicht an dich,
sondern an die spec des aktuellen antriebs) regele.

Wenn Du mit Proportionalität den Zusammenhang Frequenzänderung zu Drehzahländerung meinst, kann ich Dir einen Hinweis geben.
Du hast es hier mit einem schwingfähigen System zu tun, mit dem Magnetfeld als Feder und dem polaren Trägheitsmoment des Rotors als Masse. Man kann das schön auf einem Oszilloskop sehen wenn man den Strom eines Synchronmotors während der Hochlaufphase betrachtest. Im Moment der Synchronisation ‚rastet‘ der Rotor auf dem umlaufenden Magnetfeld ein. Das macht er mit einer kurzen, gedämpften Schwingung, bei der er um die Solldrehzahl schwingt. Mit anderen Worten der Rotor ‚fällt‘ mit Schwung in das Magnetfeldraster, wird dadurch etwas schneller als die Frequenz vorschreibt, bleibt zurück, eilt vor usw. bis er synchron zum Feld läuft. Je nach Größe des Motors spielt sich das so im Bereich von unter 10 Hz ab.
Das heißt also: Auf eine Sprungfunktion der Frequenz antwortet der Rotor mit einer wahrscheinlich linearen Drehgeschwindigkeits-Änderung, die mit einer gedämpften, harmonischen Schwingung endet.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim

mein problem, besser formuliert lautet dann: wie simuliere ich
einen solchen antrieb, bei dem ich über die frequenz des
eingehenden wechselstroms die drehzahl direkt (? - wie
proportional ist das - eine meiner fragen - nicht an dich,
sondern an die spec des aktuellen antriebs) regele.

vielen dank für weitere hinweise!

Hallo,

wie bei allen Motoren kennt nur der Hersteller die Innereien. Alternativ kannst du dich auch nach Unterlagen über Schrittmotoren umsehen - meiner Ansicht nach funktionieren sie identisch, nur sind Schrittmotoren ausgelegt dafür, mit niedervoltigen elektronischen Impulsen angesteuert zu werden, während man mit Synchronmotoren i.A. solche meint, die synchron mit 230V/50Hz laufen. Wenn man Schrittmotoren mit Sinussignalen ansteuert, wie bei Subschrittsteuerungen üblich, unterscheiden sie sich nicht von Synchronmotoren (Hallo Fachleute, jemand Einspruch?).

Qualitativ gilt: der Schrittmotor läuft (exakt) synchron mit der Frequenz der angelegten Impulse (oder Sinus), solange er nicht bezüglich Drehzahl und/oder Drehmoment „überfordert“ wird. Ist das der Fall, bleibt er stehen und zittert nur noch hin und her (wie Herzkammerflimmern). Es gibt verschiedene vom Hersteller angegebene Parameter wie z.B. die maximale Frequenz, bei der Motor aus dem Stillstand startet. Mit 10 kHz kann man einen solchen Motor meist nicht starten, man legt z.B. 1 kHz an und steigert die Frequenz so, dass der Motor (mit der Last!!!) der Drehzahlsteigerung folgen kann.

Von einem Synchronmotor für das 50Hz-Netz muss man natürlich verlangen, das diese Anlauffrequenz über 50Hz liegt, sonst würde er beim Anschalten an das Netz ja nicht anfangen sich zu drehen, sondern nur mit 50 Hz um die Ausgangslage schwingen.

Gruss Reinhard