Hallo zusammen,
Ich war gestern bei der Hauptuntersuchung. Der Prüfer hatte bei der Abgasuntersuchung einen Schwingungssensor an den Motorblock gesetzt, wodurch die Drehzahl berechnet wird.
Gemessen wird dabei meiner Meinung nach eine Beschleunigung. Wie funktioniert diese Berechnung? Sind da nicht Kenntnisse über den Motor nötig (Anzahl der Zylinder, Reihen, V…) um aus Beschleunigungen die aktuelle Drehzahl zu berechnen. Diese Daten wurden nicht an dem Prüfstand eingegeben - glaube ich zumindest:smile: ??
Die Beschleunigungen werden ja nicht gerade einen schöne Sinussignale sein?!
Vielen Dank schonmal für die Hilfe!!
Hallo
an welcher Stelle wurde der Schwingungssensor angebracht?
Wenn das im Bereich eines Zylinders war, könnte die Schwingung der Explosion des entsprechenden Zylinders ausgewertet werden. Und die Explosionsschwingungen der anderen Zylinder als Störsignale auszuschließen, wird von der Auswertelektronik nur das stärkste Signal bewertet. Und über diese periodische Wiederholung der Explosionsschwingungen an dem entsprechenden Zylinder wird dann das Drehzahlsignal errechnet.
Das muß jetzt nicht das Funktionsprinzip sein, aber zumindest könnte ich mir sowas vorstellen.
Übrigens kann mit dieser Körperschallmessung am Motorblock noch viel mehr erkannt und berechnet werden. Mit der richtigen Soft- und Hardware kann der gesammte Motor analysiert werden. Dies aber nur am Rande.
Gruß
Markus
Anzahl der Zylinder usw wird über das AU Programm eingegeben.In den 50er Jahren gab es solche Geräte,die mechanisch funktionierten:In einem Gehäuse waren verschieden abgestimmte Federn angebracht.Das Gehäuse wurde auf den Motor gestellt und die Drehzahl an der Feder abgelesen,die in Schwingungen geriet.
Grüße
Hallo,
ich weiß es nicht mehr genau. Aber der Sensor war glaube ich in der Nähe des vorderen Zylinders angebracht. Das mit den Gaskräften würde Sinn machen. Dazu jedoch noch eine Frage: Was ist mit den auftretenden osz. Massenkräften der verschiedenen Ordnungen?
Gerade an einem Reihenvierzylinder gibt es freie Massenkräfte 2. Ordnung welche bestimmt auch in dem Signal in irgendeiner Form auftauchen werden?! Sind diese zu vernachlässigen?
Würde die Auswertesoftware nur die Gaskräfte auswerten, müsste doch auch dem Programm die Anzahl der Zylinder vorgegeben werden?
Vielleicht war ich nicht aufmerksam genug und täusche mich, aber der Prüfer hatte da keine Daten eingegeben??
Leider habe ich diesbezüglich auch nur angeeignetes theoretisches (Halb-)Wissen aus Fachbüchern, keinerlei praktische Erfahrung, deshalb bin ich über jede Erklärung und Hilfe dankbar.
Vielen Dank!
Gruß
Hallo,
okay danke Maxxus121. Das heißt die Zylinderzahl wurde eingegeben. Habe dann wohl nicht ganz aufgepasst:smile:
Wäre noch die Frage mit den oszillierenden Massenkräften, welche Rolle die spielen.
Danke
Guten Abend,
die Anzahl der Zylinder muß halt nicht zwingendermaßen eingegeben werden.
Wenn bei einem Vier-Zylinder Motor z.B. Der Schwingungssensor in der Nähe des Vierten Zylinders angebracht wird, wird es neben den ganzen Nebenschwingungen vier Verbrennungssignale erkennen, das vom vierten stärker, die anderen drei Zylinder schwächer.
Wenn nun alle Störschwingungen durch Filterung elemeniert werden, wird man die Verbrennungssygnale recht deutlich erkennen können. Wenn man nun noch eine Triggerschwelle setzt, das nur das stärkste Signal weitergeleitet wird, dan erhält man alle vier Zündungen ein Signal. Und daraus kann dan ein Drehzahlsygnal errechnet werden, ohne das man die Zylinderanzahl eingeben muß.
Gruß
Markus
Das is so nicht ganz richtig. Im normalfall werden die Fahrzeugdaten anhand der HSN, TSN ermittelt und somit auch die Anzahl der Zylinder erkannt.