Drehzahlsensor Inbetriebnahme: Teil 2: Praxis-Teil

Ich habe die Applikation mit dem induktiven Sensor von Firma Turck GmbH gemacht.
Auf die Alu-Kupplung, auf die Ganze Länge 25 mm (drehteil) habe ich die Stahl-Ring aufgesetzt. Die Stahlring ist 2.5-3mm breit.
Im Stahlring habe ich 2 Bohrungen (180° gegeneinander) gebohrt. Durchmesser von Bohrungen ist 8mm.

Abstand zwischen dem Sensor und dem Drehteil ist ca. 3 mm, (sicher weniger als 4mm).

Das Motor mit dem Drehteil drehen schon deutlich, z.B. 100 bis 200 rpm und höher sicher habe ich erreicht.

Der Sensor ist mit 18 Vdc versorgt, es fliesst (laut Netzteil 0.01A Strom)

Die Applikation habe ich aufgebaut wie im Datenblatt, Anschlussbild. Nur sieht man an der Oszilloskop ‚BK‘ keine Impulse, sondern die Gleich-Spannung (12-17V) , mit welcher ich den Sensor versorge.

Bis jetzt habe ich kein Pull-Down eingelötet, laut Hotline: mit dem Widerstand auf dem Anschlüßbild ist nur Verbraucher X symbolisch gezeigt.
Hotline: „Sie Brauchen kein Widerstand (BK-BU) einzulöten“.

Bitte um Tipps. Besteht eine Möglichkeit hier das Bild von Applikation anzuhängen im Forum?

  1. Könnte sein dass der Sensor (M18) zu dick ist?
  2. Die Bohrungen auf dem Drehteil zu klein sind?
  3. Runde Form (und bisschen Rand von Bohrungen mit kleine pfeile geschleift war, nicht zu rund, nur um sich nicht anzuschneiden) sollte geändert und mit Feile rechteckig und grüsser gemacht werden?
  4. Stahlring 2.5-3mm ist zu dunn?

Noch mal die Beschaltung:
a) BK (schwarz) an ‚+‘ von Oszilloskop
b) ‚-‘ von Oszilloskop,  BU von Sensor (blau), an ‚-‘ vom Netzteil (Sensorversorgung)
c) BN (braun) vom Sensor an ‚+‘ Netzteil (Sensorversorgung) , da habe ich wie oben geschrieben 12 bis 18 VDC gegeben.

Ich habe die Drehzahl von Kupplung geändert (vergrößert) dabei änderte sich der Charakter der Linie (Gleichspannungsniveau)  am Oszilloskop gar nicht;
Auch Zeit von X-Achse, Apmlitundenänderung, Triggerung - hat nichts gebracht.
Am Oszillooskop ist die Gleichspannung vom Sensorversorgung gezeigt…

Hallo!

Warum machst Du da keinen Widerstand dran ?  Ist das so schwierig,hast Du keinen zur Hand ?

1 kOhm oder 10 kOhm egal,der muss da dran. Daran misst man die Spannung. Und da Oszi ein Spannungsmesser ist müsste er dann auch grundsätzlich anzeigen.

Und dann mache den Funktionstest. Sensor vom Motor abbauen und auf Tisch legen, dann ein Metallwerkzeug vor dem Sensor bewegen,dann MUSS der Oszi einen Impuls anzeigen.

Diesen Grobtest kannst Du auch mal ohne Widerstand machen,vielleicht klappt es ja doch.
Das ist ein PNP-Transistor am Ausgang,dessen Kollektor geht an Ausgang BK,der hängt in der Luft ohne Last. Wenn er trotzdem ein Signal ausgibt,dann ist intern wohl schon eine Grundlast dran.  Den der hochohmige Eingangswiderstand des Oszi wirds wohl nicht bringen.

Wenn das klappt,kann man an die Sache mit dem Impulsaufnehmer an der Kupplung gehen.

Du hast einen Metallring 2-3 mm dick und wie breit ? Wenn Löcher 8 mm,dann ist Ring ja mindestens  12 mm breit ?  Du willst also 2 Impulse je Umdrehung haben.

Das ist gut gedacht,nur muss man es probieren,ob sich die Impulse ergeben. Ob die Materialstärken/Metallart-Änderung durch die Bohrlöcher ausreicht für ein Signal.

mfG
duck313

Vielen Dank.

Hallo!

Warum machst Du da keinen Widerstand dran ?  Ist das so
schwierig,hast Du keinen zur Hand ?

Weil Hotline vom Turck GmbH (Hersteller) gesagt hat: es muss kein Widerstand drauf. Auf dem Datenblatt ist ein Muster-Verbraucher als Widerstand gemeint.
Aber ich kann mit dem Einbau vom Widerstand ausprobieren, wenn mit einem Magnet nicht klappt.
Sollte der Widerstand von einer Seite auf BK und von zweiten Seite an BU angelötet werden?

Noch habe ich vergessen zu schreiben: Während der Sensor mit DC-Spannung versorgt ist - leuchtete auf der Rückseite des Sensors die gelbe LED.
Was bedeutet das? Ist das i.O.?

1 kOhm oder 10 kOhm egal,der muss da dran. Daran misst man die
Spannung. Und da Oszi ein Spannungsmesser ist müsste er dann
auch grundsätzlich anzeigen.

Und dann mache den Funktionstest. Sensor vom Motor abbauen und
auf Tisch legen, dann ein Metallwerkzeug vor dem Sensor
bewegen,dann MUSS der Oszi einen Impuls anzeigen.

ok, tolle Idee. Werde ich machen.

Diesen Grobtest kannst Du auch mal ohne Widerstand
machen,vielleicht klappt es ja doch.
Das ist ein PNP-Transistor am Ausgang,dessen Kollektor geht an
Ausgang BK,der hängt in der Luft ohne Last. Wenn er trotzdem
ein Signal ausgibt,dann ist intern wohl schon eine Grundlast
dran. 

Am Oszi habe ich ein Signal am BK (schwarz) - angezeigt wird die gleiche DC-Spannung wie Versorgungsspannung

Den der hochohmige Eingangswiderstand des Oszi wirds

wohl nicht bringen.

Wenn das klappt,kann man an die Sache mit dem Impulsaufnehmer
an der Kupplung gehen.

Du hast einen Metallring 2-3 mm dick und wie breit ? Wenn
Löcher 8 mm,dann ist Ring ja mindestens  12 mm breit ?  Du
willst also 2 Impulse je Umdrehung haben.

Durchmesser von Stahlring (aussen) 25mm.
Die Stahlringe habe ich im Pro-Kilo gekauft.
Genauere Bezeichnung (falls es mit Material-Magnetizmus Auskunfte gibt):
Artikelbezeichnung: Präzisionsrohr 14x3,5 nachtlos
EN 10305-1 (DIN 2391)
25mm

Das ist gut gedacht,nur muss man es probieren,ob sich die
Impulse ergeben. Ob die Materialstärken/Metallart-Änderung
durch die Bohrlöcher ausreicht für ein Signal.

mfG
duck313

1 Like

Hallo,
ich muß schon sagen, du stellst dich an wie ein Grundschüler :-?)

Warum machst Du da keinen Widerstand dran ?  Ist das so
schwierig,hast Du keinen zur Hand ?

Weil Hotline vom Turck GmbH (Hersteller) gesagt hat: es muss
kein Widerstand drauf. Auf dem Datenblatt ist ein
Muster-Verbraucher als Widerstand gemeint.

Ja und? Hast du denn einen Musterverbraucher dran?
Wenn einer dran ist, dann brauchst du keinen Widerstand mehr.

Aber ich kann mit dem Einbau vom Widerstand ausprobieren, wenn
mit einem Magnet nicht klappt.

??? Was hat jetzt der Widerstand mit magnet zu tun?

Sollte der Widerstand von einer Seite auf BK und von zweiten
Seite an BU angelötet werden?

Ja wie ist den der Musterverbraucher im Schaltbild eingezeichnet?
So schwer kann es doch gar nicht sein.

Noch habe ich vergessen zu schreiben: Während der Sensor mit
DC-Spannung versorgt ist - leuchtete auf der Rückseite des
Sensors die gelbe LED.
Was bedeutet das? Ist das i.O.?

In der verlinkten Beschreibung steht da: „LED-Schaltzustandsanzeige“
Also wird es wohl den Schaltzustand anzeigen.

Am Oszi habe ich ein Signal am BK (schwarz) - angezeigt wird
die gleiche DC-Spannung wie Versorgungsspannung

Normal, weil der Oszi-Eingang sehr hochohmig ist.
Der Schaltkontakt (pnp-Transistor) erzeugt selbst keinen Low-Pegel,
sondern schaltet nur Strom auf die „Musterlast“ zum Minuspol.
Gruß Uwi

Hallo,
3 Leiter PNP/NPN funktionieren auch ohne den als Beispiel eingezeichneten Lastwiderstand… die Dinger funktionieren ja auch an einer SPS Karte…und da fliest ein sehr geringer Strom.

Aber das allersimpelste wäre es an den Status LED`s des Sensors zu prüfen ob der überhaupt schaltet! Oder dauerhaft schaltet… weil der dauernd belegt ist… wenn um der Sensorfläche vorn, viel Metall ist… sollte man einen für BÜNDIGEN einbau nehmen… !

Zum testen kann man den auch in die Hand nehmen und einfach was aus Metall daran halten… Seitenschneider, Schraubendreher, Schlüssel… was so in den Taschen rumfliegt :wink:

Danke.
Um den Sensor gibt es viel metal, vor allem Alu (magnetschwach?)

Erstes was ich gemacht habe:
Der Sensor ist mit der DC-Spannung 18V versorgt. Leuchtet gelbe LED auf der Rückseite Sensors.

Ich habe ein Magnet in direkte Nähe des Sensors positioniert. Auf dem Oszilloskop sind keine Änderungen. Gezeigt wird nur die gleiche DC-Spannung wie Versorgungsspannung 18 V. Wenn ich Magnet in diesem Bereich bewegte - brachte es keine Einflüße auf der am Oszilloskop angezeigten Linie…

Das könnte heissen ???

Und wenn relevant - auf dem Kopf-Seite des Sensors (nicht da wo LED), auf dem flachen Teil des Sensors welches zum Drehteil (3mm vom Kupplung) ausgerichtet ist - ist eine Gelbe Ettiket aufgeklebt so dass es anscheinend nicht entfernt werden soll? Anscheinend sollte die Ettikete dort bleiben, da es ist nicht leicht, die zu Entfernen…

Außerdem, die Stahl-Ring reagiert auf Magnet nicht. Wenigstens nicht spürbar. Sollte aber? Ist Ring-material in Ordnung falls keine Reaktion auf Magnet?
Ja, aber auch auf das Magnet selbst reagiert der Sensor noch nicht…

Der Sensor ist mit 2 Schraubmuttern (ca.18mm von Rückseite des Sensors) in der 18-mm- Bohrung in einer Metalplate befestigt.

Die Frontseite (aktive Fläche) des Sensors „schaut“ auf den Sensor nicht aus einem „Loch“.
„Kopf“ des Sensors ist nicht im Metal-Umgebung bekleidet und ist frei.
Heisst das , der Sensor ist nicht bündig eingebaut?

Im Datenblatt: Einbaubedingung: Bündig.

Spielt das wesentliche Rolle? (weil ich den Sensor schon mit einem Starken magnet) provoziert habe…und bis jetzt keine Reaktion…

Herzlichen Dank !

Es lauft!
sowohl ohne Stahlring (6 Kunststoffstreifen) als auch mit dem Stahlring mit 2 Bohrungen.
Die Bohrungen habe ich größer gemacht, die sind jetzt 12mm in Durchmesser.
Nur im Periode das Teil „Signal hoch“ ist lang (ca 4/5 Periodes) und die Zeit der Periode „Signal low“ ist ziemlich kurz (ca 1/5 oder 1/6 Periodendauers) auch bei relativ kleinen Drehzahlen.
Bei Steigerung von Drehzahl ist „Signal low“-Anteil noch kürzer.
Die Bohrungen kann ich größer machen noch (jetzt sind die 12mm Durchmesser), aber nicht viel größer mehr. Durchmesser vom Stahl-Ring selbst ist 25mm.

Auch die Echen der Impulsen sind nicht scharf genug, zum Teil ziemlich rund.
Das könnte später für Impulszählr schlecht sein.
Sollte ich die jetzigen 12mm- Bohrungen rechtegig machen und scharf schleifen (damit Übergang Bohrung- Oberfläche des Ringes schärfer und eckiger wäre)?

Ich zitiere mich mal selber
.
2 Zaehne und 2 Luecken am Umfang, Zahn etwa halb so viel Winkel wie Luecke, Abstand zum Sensor unter 7mm, zB auch 3mm.
.
Gruss Helmut

Vielen herzlichen dank an Leite für ihre sachliche und Inhaltlichen Tipps. Es hat funktioniert mit 2 Bohrungen 12mm Durchmesser. 6-7mm Schaltabstand.
Obwohl die Winkel der Impulsen könnten bisschen eckiger sein. Aber auch so ist nicht schlimm.

Und falls jemanden über meine Frage nervös war…will ich sagen: sie waren nervös nicht über meine Fragen, sondern über was anderes.
Ich bin in Rahmen der Forenregeln, und manche Warnungen und Aufdringlichkeiten - schön nicht in Rahmen.
Ich wende mich nur ausschließöich an die Teilnehmer, die nicht von meine Art nicht nervös sind.