Drehzahlsensor nach Reparatur defekt?

Hallo,

ich habe letztens an meinem Wagen (Mazda 323f, Baujahr 00 oder 01, ca. 100’000 km) die Bremsen hinten auswechseln lassen (sie waren angerostet).

Ca. 40 km danach leuchten mehrere Warnleuchten auf (ABS, Handbremse, TCS), also wieder ab in die Werkstatt. Dort wird mir nun gesagt, dass der Drehzahlsensor hinten rechts defekt sei und ausgetauscht werden müsste.
Da dies in den letzten 100’000 km nie passiert ist, und jetzt ziemlich bald nach der Reparatur genau dort auftritt, halte ich es (zugegebenermaßen als Laie) nicht unwahrscheinlich, dass da etwas beim Einbauen der Bremsen schiefgelaufen ist.

Besteht die Möglichkeit, dass der Defekt durch irgendeinen Fehler beim Austauschen der Bremsen kam? Falls ja, kann man das irgendwie bzw. irgendworan erkennen?

Vielen Dank schonmal :smile:

Hallo!

Es ist grundsätzlich möglich, dass bei der Reparatur der Drehzahlgeber beschädigt wird,
oder der Sensorring verbogen.
Leider kann ich da keine genaue Aussage treffen,
es gibt da recht viele verschiedene Bauarten,
und ich kenne Dein Auto nicht so genau.

Es ist aber auch möglich, das da ein Hammerschlag dem Drehzahlgeber „den letzten“ Rest gegeben hat.
Man kann sich das ansehen, aber die wirkliche Ursache wird man wohl nie erkunden können.

Aber so ein Drehzahlgeber ist ja jetzt nicht sooo schlimm,
das ist nur Peanuts,
bei mir ist aktuell ein Pumpe-Düse TDI -Motor nach dem Zahnriemenwechsel hochgegangen,
DAS sind echte Probleme.

Grüße, Steffen!

Sicherlich ist es möglich, dass bei der Bremsenreparatur der Sensor, Sensorring oder (abhängig von Art der Bremse und der Reparatur) auch das Radlager beschädigt wurde.
Ich könnte mir allerdings auch vorstellen, dass sich an dem (magnetischen) Sensor Eisenspäne von der Reparatur befinden, die das Signal stören. Du hast schließlich geschrieben, dass die Reparatur aufgrund von Korrosion und nicht Verschleiß von Nöten war und da kann beim Austausch Metallabrieb angefallen sein, der dann bei der ersten Fahrt an den Sensor gelangt ist. Wenn die Diagnose ausschliesslich mit dem Fehlerauslesegerät entstanden ist, dann bleibt ein solcher Fehler unentdeckt. Daher würde ich von einem versierten Mechaniker erst einmal den Sensor auf Verschmutzung kontrollieren lassen, sofern das mit vertretbarem Aufwand zu erledigen ist.
Gruß

Hermann

Hallo,

ich fürchte auch, dass da zumindest mit vertretbarem Aufwand nicht zu beweisen ist, ob die Beschädigung hätte vermieden werden können.

Die Frage ist: Wie umfangreich ist es, den Sensor zu erneuern?
Ich kenne es z.B. vom Focus, wenn man da die hinteren Radlager erneuert, macht man den ABS-Ring auch gleich mit neu. Kostet nur ein paar Euro, dagegen ist die Gefahr, das Ding bei der Demontage zu beschädigen, viel zu groß.
Wenn es bei Deinem Wagen ähnlich ist, dann sehe ich es als Fehler der Werkstatt an, dass die das Ding nicht gleich mit erneuert haben und hoffe, das jetzt eventuelle doppelte Arbeit nicht erneut in Rechnung gestellt wird.

Wenn der Sensor - wovon ich fast ausgehe - innerhalb von wenigen Minuten erneuert werden kann, würde ich keinen Aufstand machen. Höchstens kann man überprüfen, ob der sauber ist. Dann halt reinigen oder erneuern und gut ist.

Viel Erfolg bei der Sache
Guido

Vielen Dank für eure Hilfe :smile:

Es stimmt, es ist nicht wirklich eine riesige Reparatur (in welcher Größenordnung leigt eigentlich ein vernünftiger Preis?), aber schon die dritte Sache in einem Monat, das läppert sich leider.

Danke auch für den Tipp mit den Eisenspänen vor dem Sensor. Leider habe ich keinen Fachkundigen im Bekanntenkreis, aber ich werde bei der Reparatur mit einen Blick auf das Ding werfen, vielleicht sieht man ja was.

Viele Grüße