Hallo an alle KatzenexpertInnen,
durch Zufall (zugelaufen) haben wir eine zweite (etwa 2-3 jährige) Katze aufgenommen. Das gefällt unserer bereits hier lebenden (ca. 6 jährigen) Katze nicht besonders. Sie dominierte zuvor eine alte (vor ein paar Wochen gestorbene) Katze, und nun zeigt sie sich recht ängstlich der Neuen gegenüber: Anstatt ihr - wenn sie ungestüm auf sie zukommt, aber nicht weiter mit ihr in Kämpfe geht - die Leviten zu lesen, nimmt sie Reißaus. Sie zog sich auf höhere Möbel zurück, bis ich ihr eine Decke auf einen Wohnzimmersessel gelebt habe; seitdem schläft sie dort, und die Jüngere lässt sie dort auch weitestgehend in Ruhe.
Nun besteht aber folgender Umstand: Vor Aufnahme der zweiten Katze haben wir jemandem versprochen, deren Katze (ca. 2 Jahre alt) aufzunehmen, da diese Person sich dann nicht mehr um sie kümmern kann. Dieser Zeitpunkt rückt nun näher, und ich habe ein wenig Bedenken, dass sich die drei Katzendamen verstehen werden.
Was lässt sich vielleicht machen, um ein großes Drama nicht aufkommen zu lassen? Die „Dritte im Bunde“ ist es bisher gewöhnt die alleinige Fürsorge zu erhalten, und sie ist sehr „stattlich“, also auch wohl stärker, als die beiden anderen.
Vielen Dank im Voraus für eure Tipps!
Gruß - iceage
Hallo,
aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass hier keine Voraussage getroffen werden kann. Erwachsene Katzen sind praktisch völlig unberechenbar in der Vergesellschaftung, vor allem wenn sie vorher allein oder nur mit einem Wurfgeschwister gehalten wurden. Es kann also alles mögliche passieren. Im Bestfalle finden die beiden jüngeren Katzen als Spielgefährten zueinander und die Altkatze ist glücklich, weil sie in Ruhe gelassen wird. Alle möglichen anderen Varianten sind aber auch denkbar, es kommt auf einen Versuch an.
Gruß,
Myriam
Hallo iceage,
wie Myriam schon schrieb: Alles ist möglich.
Meine Altkatze hat damals sehr empfindlich auf die zweite und schon fast dramatisch auf den dann noch hinzugekommenen Kater reagiert (hat sich Tagelang im Schreibtischfach und im Abstellraum, wo sich das Katzenklo befand, versteckt). Angefreundet haben sich die beiden nie (im Gegensatz zu den beiden Jüngeren). Aber es wurde (mit nächtlichen Ausnahmen, wo das Geschrei groß war) irgendwann eine friedliche Koexistenz gepflegt, da es glücklicherweise genügend Rückzugsmöglichkeiten für die Alte gab. OK, und Madame bekam grundsätzlich ihr Fressen auf der Arbeitsplatte in der Küche und auch sonst einige Privilegien! 
Da Deine alte Katze aber bereits andere Katzen gewohnt ist, muss sich nicht unbedingt ein Drama abspielen. Sicherlich benötigen die Drei eine gewisse Zeit, ihr Zusammenleben zu regeln (und die kann auch mal recht lautstark ausfallen), aber wenn Du Sorge dafür trägst, dass jeder seine Rückzugsmöglichkeiten und Ruheplätze bekommt, kann es auch gut gehen. Wichtig ist, dass bei „Protestpinkeln“ die Katzenklos in der Wohnung verteilt werden. Und eventuell musst Du sie auch getrennt füttern. Tja, und bezüglich der Schmuseeinheiten muss man zusehen, dass keiner zu kurz kommt.
Viel Glück und viele Grüße
Kathleen
Hallo,
aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass hier keine
Voraussage getroffen werden kann. Erwachsene Katzen sind
praktisch völlig unberechenbar in der Vergesellschaftung, vor
allem wenn sie vorher allein oder nur mit einem
Wurfgeschwister gehalten wurden. Es kann also alles mögliche
passieren. Im Bestfalle finden die beiden jüngeren Katzen als
Spielgefährten zueinander und die Altkatze ist glücklich, weil
sie in Ruhe gelassen wird. Alle möglichen anderen Varianten
sind aber auch denkbar, es kommt auf einen Versuch an.
Gruß,
Myriam
Hallo zusammen,
ich kann auch nur bestätigen, dass es sehr schwierig ist, da ein genaue Vorhersage zu treffen. Es gibt, wie bei uns Menschen auch, einfach welche die sich mögen und welche, die sich nicht leiden können. Als Halter kann man versuchen mit genügend Raum und versteckmöglichkeiten, wie genügend Kratzbäume, möglichst für jedes Tier einen vorzubeugen. Da aber leider in der meisten Fällen, keine Wohnung groß genug ist, für einen Wald an Kratzbäumen, kann man nur die Zeit für sich spielen lassen. In den allermeisten Fällen gewöhnen sich die Tiere irgendwann aneinader oder versuchen sich zumindest zu ignorieren. Was ich allerdings für sehr wichtig halte sind genügend Katzenklos (für jedes Tier ein eigenes). Sonst kommt es sehr schnell zur Unsauberkeit und Markierverhalten der Tiere. Außerdem kann ich nur raten, in den ersten paar Wochen, überall Baldriantropfen zu verteieln. Bekommt man in der Apotheke und wirkt wunder bei Katzen.
Viel Glück Verena
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Absolute Zustimmung, außer hier:
Außerdem kann ich nur raten, in den ersten paar Wochen,
überall Baldriantropfen zu verteieln. Bekommt man in der
Apotheke und wirkt wunder bei Katzen.
Viele Katzen reagieren auf Baldrian (welches den Sexualpheromonen der Katze ähnelt) mit Agressionen. Prinzipiell gibt es 3 mögliche Reaktionen auf Baldrian und/oder Katzenminze: gar keine Reaktion, Agression, wildes Interesse/Draufrumrollen bis hin zu leichtem Rauschzustand. Die Verteilung ist ca. 1/3 pro Variante. Ich würde zur Vergesellschaftung lieber die Wohlfühlpheromone wie Feliway und Felifriend empfehlen, man bekommt sie im Netz oder beim Tierarzt.
Hilfreich sind auch Tricks wie „neue und alte Tiere mit gleicher Socke abreiben“ und „neue Katze von unbeteiligter Dritter Person bringen lassen“ sowie „neue Katze anfänglich in abgetrenntem Raum zur Eingewöhnung halten“.
Gruß,
Myriam
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Danke an euch!!!
Erstmal möchte ich euch allen für eure Meinungen und Tipps danken… ja, es gibt wohl keine Vorrausschau, was passieren könnte.
Ich hab’ mir überlegt, es vielleicht so zu machen: Da die Katzen die Möglichkeit haben, nach draußen zu gehen, könnte ich sie rauslassen, bevor die Neue alles begutachtet? Sie könnte dann erstmal in Ruhe „ankommen“?
Und dann würden die beiden anderen sozusagen dazukommen. Wobei, es wäre vielleicht gut, wenn ich sie nicht gleich alle drei auf einmal miteinander konfrontiere? Also der Reihe nach?
Und alles andere müsste man dann den Charakteren der Katzen überlassen… (vielleicht werden ja tatsächlich die beiden Jüngeren Spielgefährtinnen und die Ältere hätte dann auch mehr ihre Ruhe.)
Die andere Option: Es hat sich - wie ich erst heute erfuhr - eine Bekannte bereit erklärt, sie zu nehmen, aber sie müsste erst einen Monat woanders (also hier) unterkommen… Ist das nicht vielleicht etwas viel zugemutete, wenn die Katze vorübergehend hier leben würde, um dann wieder woanders hinzukommen??? Was würdet ihr machen?
Gruß - iceage