Dreieinigkeit!Wie geht das?Erklärts mir

Hallo,

ich muss in der Schule ein Referat halten.
Wie war das mit der Dreieinigkeit!
Jesus,Heiliger Geist und Vater in einem oder wie war das!

Hallo kaldera,

ich muss in der Schule ein Referat halten.
Wie war das mit der Dreieinigkeit!
Jesus,Heiliger Geist und Vater in einem oder wie war das!

folgendes muss irgendwo im Archiv mit dem Stichwort Dreieinigkeit zu finden sein.
Aber der Einfachheit halber kopiere ich meinen Text hier herein.

Schreibe das aber nicht so ab, sondern versuche, die Sache zu verstehen und mit eigenen Worten wiederzugeben :wink:

Beginnen wir unsere Überlegungen also mir dem, was die Bibel uns
über Gott berichtet.

  1. „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“
    Frage: Wie hat er das gemacht?

„Gottes Hauch (ruach) wehte über die Wasser“
„Gott sprach:…“

Hier finden wir zwei „Elemente“ Gottes. Sein Hauch, der später
auch als Sein Geist (ruach ha kodesch) bezeichnet wird, und Sein
Wort.

  1. Johannes berichtet als Einleitung zu seinem Evangelium:
    „Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und
    Gott war das Wort.“
    „Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht.“
    „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.“

Mit diesem Nachsatz erklärt Johannes, dass Jesus gleich dem
schöpferischen Wort Gottes ist.
Und Jesus selbst bestätigt: „Ehe denn Abraham ward, bin ich.“
(Joh.8,58)

  1. „Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild das uns
    gleich sei.“

Da nun Gott kein körperliches Wesen ist, kann er nicht Nase,
Mund und Augen gemeint haben.
Die Bibel beschreibt den Menschen als Körper, Seele (nephesch)
und Geist (ruach). Hier finden wir eine Ähnlichkeit zu Gott
(Vater-Sohn-Geist).

  1. Paulus schreibt an die Philipper (2,6-8):
    „Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen
    Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst
    und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der
    Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst
    und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.“

Hier finden wir auch die Erklärung, dass Jesus, als er auf Erden
lebte, nicht Gott gleich war. Erst nach seiner
Auferstehung erhielt er wieder seine göttlichen Fähigkeiten. Er
konnte durch verschlossene Türen gehen(Joh.20,19) bzw.
verschwand vor den Augen der Jünger.(Luk.24,31)

  1. Wieviel dem Vater die Menschwerdung des Sohnes bedeutete
    lesen wir in Joh.3,16
    „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzig
    geborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht
    verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

  2. Jesus sagt seinen Jüngern: (Joh.14,15-16)
    „ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster
    geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit:
    den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn
    sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er
    bleibt bei euch und wird in euch sein.“

Hier finden wir eine klare Aussage über die drei göttlichen
„Personen“. Jesus bittet seinen Vater, einen 3. (anderen, ihm
gleich) auf die Erde zu den Jüngern zu senden.

Zusammenfassung:
Der Mensch beteht aus Seele - Körper - Geist
Gott „besteht“ aus Vater - Sohn - Geist

Gruss Harald

Hier finden wir auch die Erklärung, dass Jesus, als er auf
Erden
lebte, nicht Gott gleich war. Erst nach seiner
Auferstehung erhielt er wieder seine göttlichen Fähigkeiten.

Hallo Harald,
hier habe ich Zweifel.
Weil ich nicht Gott gleich bin, kann ich

  • weder dem Sturm und den Wellen gebieten,
  • noch auf dem See wandeln
  • und kann zwar mit zwei Fischchen und fünf Broten (oder umgekehrt) die Massen speisen, aber satt werden sie halt nicht davon (Du verstehst: die übrigbleibenden 12 Körbe als Beweis dafür, dass nicht ich es war).

Wofür stehen die Wunder, wenn sie nicht Beglaubigungswunder für seine Göttlichkeit sind?

Gruß!
H.

Wunder?
Servus,

bin zwar nicht Harald, aber ich antworte mal aus meiner Sicht…

hier habe ich Zweifel.

Das ist der entscheidene Punkt. Wer zweifelt, hat nicht genug Glauben, um diese Wunder zu bewirken. Wenn man es wirklich schaffen würde, fest genug daran zu glauben und das aus tiefstem Vertrauen, könnte man Wunder bewirken (der Glaube versetzt Berge, "geh, dein Glaube hat Dir geholfen). Bevor Du mich fragst, wie das geht? Keine Ahnung…
Vielleicht könnte man es mit dem Placebo-Effekt in der Medizin vergleichen, wo der feste Glaube daran, wirkungsvolle Medizin zu konsumieren dazu führt, dass im Körper biochemische Prozesse ausgelöst werden. Nur haben Glaube und Wunder in dem Fall nichts mit Biochemie zu tun :smile:

  • und kann zwar mit zwei Fischchen und fünf Broten (oder
    umgekehrt) die Massen speisen, aber satt werden sie halt
    nicht davon (Du verstehst: die übrigbleibenden 12 Körbe als
    Beweis dafür, dass nicht ich es war).

Hmm, das ist ja eines meiner „Lieblingswunder“, weil sie tatsächlich wiederholbar wären. Stell Dir vor, ein paar hundert oder tausend Leute gehen zusammen jemandem nach - wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass viele Leute etwas zu essen und zu trinken dabei haben? Richtig, ziemlich groß! Nehmen wir mal an, dass das früher genau so war - da sitzen also alle zusammen und einige haben nichts dabei - und keiner traut sich, seine Vorräte zu zeigen, womöglich möchte jemand was abhaben!!! Und dann kommt so ein kleiner Junge dahergelaufen und macht es vor und gibt alles, was er dabei hat. Sobald sich auch nur ganz wenige daran ein Beispiel nehmen und ihre Vorräte ebenfalls auspacken, wird sich das auf den Rest übertragen und schließlich ist dann in der Tat genug für alle da. Dadurch wird das Wunder m.E. auch in keinster Weise abgemildert, im Gegenteil, anstatt einfach per Fingerschnipp was hinzuzaubern, wo vorher nichts war, wird den Menschen gezeigt, wie einfach das Leben sein kann, wenn man nur dran glaubt und bereit ist, zu teilen.

Wofür stehen die Wunder, wenn sie nicht Beglaubigungswunder
für seine Göttlichkeit sind?

Siehe oben, viele, wenn nicht alle Wunder, sind eine Ermunterung an die Menschen, sich nicht aufzugeben und sich nicht mit einer negativen Situation abzufinden, sondern aktiv dagegen anzugehen und sich um Hilfe zu bemühen. Wer also zu Jesus geht mit der Suche nach Heilung hat schon bewiesen, dass er den Glauben auf Heilung nicht aufgegeben hat, und das ist die allerwichtigste Voraussetzung überhaupt.

Viele Grüße
Christian

Hallo Hannes,

hier habe ich Zweifel.

Da traten seine Jünger zu ihm, als sie allein waren, und fragten: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? Er aber sprach zu ihnen: Wegen eures Kleinglaubens.“ (Matth.17,19)

Weil ich nicht Gott gleich bin, kann ich

  • weder dem Sturm und den Wellen gebieten,

Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.“ (Matth.17,20)

  • noch auf dem See wandeln

Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu.“ (Matth.14,29)

Wofür stehen die Wunder, wenn sie nicht Beglaubigungswunder
für seine Göttlichkeit sind?

Es kam aber Furcht über alle Seelen, und es geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel.“ (Apg.2,43)

Waren die Apostel auch göttlich?
Oder war es vielmehr die Folge des Glaubens?

Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: in meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, ein neuen Zungen reden, Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird’s ihnen nicht schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird’s besser mit ihnen werden.“ (Mark.16,17-18)

"6 Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.
8 dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden;
10 einem andern die Kraft, Wunder zu tun;
" (1.Kor.12,6-10)

Wir sind alle aufgefordert, Wunder zu tun. Wirken tut es dann der Heilige Geist. Und so war es auch bei Jesus.

Gruss Harald

2 „Gefällt mir“

Das sind alles recht hilflose Versuche, Dinge zu erklären, die die Ratio übersteigen.

Glaube ist bei diesen Vorgängen nur der Indikator. Es ist auch Wille notwendig.

Es ermöglichte den Kräften die man anrief (Jesus), sich zu manifestieren. Wenn man so will, meinetwegen der Heilige Geist.

Es waren aber immer nur wenige, die dazu in der Lage waren. Warum? Weil auch Macht dazu notwendig ist. Von Gott gegebene Macht.

gruß
rolf

Hallo Kaldera!

Ich denke es gibt hier einen ganz guten „Vergleich“.
Jeder kennt wasser. Es ist mit der bloßen Hand nur schwer greifbar. Es gibt aber auch den Dampf, der bekanntlich aus wasser besteht, aber ganz anders aussieht und andere eigenschaftn hat: er ist nicht mehr als Wasser für das Auge erkennbar besteht aber aus dem gleichen wie Wasser. Das gleiche ist mit Eis: auch eis betseht wie Dampf aus Wasser, ist aber genau das Gegenteil von Wasser und Dampf in seinen eigenschaften: Spröde und hart, halt zum anfassen.

Um es auf einen Nenner zu bringen: wasser, dampf und Eis bestehen aus ein und dem selben obwohl sie unterschiedliche Erscheinungsformen haben.

So verhält es sich auch mit Jesus und dem heiligen Geist- es sind Formen des göttlichen und aus Gott in neuer erscheinung „gemacht“ worden. Gott war nicht sichtbar- der Mensch brauchte aber etwas mit dem er sich identifizieren konnte - deshalb Jesus. Und der heilige geist ergreift den Menschen- d.h. nicht das glauben vom Kopf aus wird angesprochen, sondern dass man von herzen glaubt.

Nur wer alles drei kennt (Gott, heiliger Geist und Jesus) kann wohl die vielfältigkeit und damit ein kleines Stückes seines „werkes“ verstehen.

Ich hoffe, dass ich einige deiner Fragen damit beantworten konnte- wenn auch nur in Laiensprache

Hallo,

ich muss in der Schule ein Referat halten.
Wie war das mit der Dreieinigkeit!
Jesus,Heiliger Geist und Vater in einem oder wie war das!

Hallo erstmal,

Das sind alles recht hilflose Versuche, Dinge zu erklären, die
die Ratio übersteigen.

Was meinst Du? Das Wunder der Brotvermehrung?

Glaube ist bei diesen Vorgängen nur der Indikator. Es ist auch
Wille notwendig.

Ich denke, dass man hier Glaube und Wille nicht klar trennen kann. Wer etwas erreichen möchte und fest daran glaubt, hat auch naturgemäß den Willen, dieses Ziel zu erreichen. Andersherum klappt es aber nicht immer, dann, wenn dem Willen der Glaube fehlt.

Es waren aber immer nur wenige, die dazu in der Lage waren.
Warum? Weil auch Macht dazu notwendig ist. Von Gott gegebene
Macht.

Jeder Mensch ist an sich gleich, nach Gottes Vorbild erschaffen, also haben auch alle Menschen grundsätzlich diese „Macht“, nur wissen sie nicht, wie sie sie anwenden können oder dass sie sie überhaupt innehaben.

Viele Grüße
Christian

Hallo,

soll es ein Referat für die geschichtlichen Hintergründe oder soll der christliche Glauben damit untermauert werden?

Jedenfalls stehst Du vor einer schwierige Aufgabe, denn dies zu erklären scheitern Kardinäle :wink:
(Meiner Meinung nach das schwierigste Thema des christlichen Glaubens.) Ich frage mich was Du Deinem Lehrer „getan“ hast, dass Du diese Aufgabe erhalten hast :wink:

Du kannst auch im Archiv nach Dreinigkeit oder Trinitätslehre (Trinität) suchen.

Zur Geschichte kann ich dienen:

http://www.bibelcenter.de/bibel/trinitaet/hist_entwi…

Die Trinitätslehre wird im Glaubensbekenntnis wiedergegeben soweit ich mich entsinne, das wäre auch ein Punkt den Du im Referat „einbauen“ könntest.

Wikipedia liefert zahlreiche Infos:

http://de.wikipedia.org/wiki/Trinit%C3%A4t

lg
Morrighan