Dreiphasenwechselstrom i.d. Unterverteilung?

Nabend allerseits.

Ich denke an den Kauf eines Warmwassergerätes für eine Dusche/Badewanne in einem Einpersonenhaushalt,da aus Kostengründen auf die vorhandene Uralt-DDR-Stadtgasinstallation verzichtet werden soll.
Bei einem Kleindurchlauferhitzer wäre der Anschluß mit 230 V einfach zu realisieren,allerdings könnte ein Vollbad (warm :smile: ) schwierig werden.

Bei einem Standardgerät sind i.d.R. 400 V Dreiphasenwechselstrom erforderlich.
Ist so ein Anschluß von der Unterverteilung aus mit einfachen Mitteln von einer unterwiesenen Fachkraft zu realisieren(d.h. durch Neuverlegung einer 3P-Leitung,woran ist das in der Unterverteilung zu erkennen,oder könnte das von der Hausverteilung(Mietshaus) her auch unmöglich sein? Ist ein DDR-Altbau in Berlin Mitte.
Habe zwar elektrische Fachkenntnisse,aber mehr in der Elektromechanik,das ist aber schon ´ne Weile her,und Hausinstallationen waren dabei nicht der Schwerpunkt,vor allem nicht mit DDR-Technik.

Hallo Uwe

Ich hatte mal einen einphasigen Mini- Durchlauferhitzer mit 16A und weiss daher: Das reicht gerade mal zum Händewaschen.

Für einen leistungsstarken Durchlauferhitzer brauchst Du einen dreiphasigen Stromanschluss, also erstmal einen dreiphasigen Zähler beantragen, dann den Vermieter fragen, und und und.

Ein Badeboiler ist für Deine Zwecke wesentlich schneller und preiswerter zu realisieren. Bei einem Singlehaushalt dürfte, um Energie zu sparen, auch ein kleineres Volumen reichen.

Gruß Gerold

Habe zwar elektrische Fachkenntnisse,aber mehr in der
Elektromechanik,das ist aber schon ´ne Weile her,und
Hausinstallationen waren dabei nicht der Schwerpunkt,vor allem
nicht mit DDR-Technik.

Wenn du schon selbst unsicher bist, würde ich die Selbstinstallation auch nicht empfehlen. Schleifenwiderstand? Fehlerstromschutzschaltung? Bist da fit? Reicht die Wohnungszuleitung überhaupt aus? Selbst in Nürnberg gibts noch viele Wohnungen mit 2x6mm² als Zuleitung.

Durchlauferhitzer sind beim Stromversorger genehmigungspflichtig. Nicht ohne Grund. Wenn im Haus bereits zu welche installiert sind, kann es sein, daß deiner gar nicht mehr genehmigt wird. Wie belastbar die Hausinstallation ist, weiß ich nicht. Du brauchst alleine schon Zählersicherungen von 50A, da ein Durchlauferhitzer mit 24kW bei Vollast schon 35A zieht. Für Badewannenbetrieb sollten es auch 24kW sein. Und wenn, nur elektronisch geregelte Geräte. Keine hydraulischen. Die schalten beim Duschen u.U. ständig zwischen 1. und 2. Stufe. Heiß-Kalt-Dusche.

Wie vorher schon gesagt, mußt du einen Durchlkauferhitzer bei Vattenfall anmelden. Dazu mußt du deinen Vermieter kontaktieren und der muß dir das genemigen. Ich bin mir auch ziehmlich sicher, daß es in Mitte nicht üblich war, 3 Phasen in die Wohnung zulegen. Ich kenn da Mietshäuser, die haben heute noch 100 A im Hausanschluß bei 20 Wohneinheiten. Heißt der Aufwand für eine neue Steigeleitung kommt auch noch dazu.
Der 50-80 Liter Boiler ist da die bessere Wahl. Ich würde sogar sagen, das dieser wirtschaftlicher ist.

Bei einem Standardgerät sind i.d.R. 400 V
Dreiphasenwechselstrom erforderlich.
Ist so ein Anschluß von der Unterverteilung aus mit einfachen
Mitteln von einer unterwiesenen Fachkraft zu realisieren

Die nötige Leitung ist daumendick, entsprechend einfach/schwer ist sie zu verlegen.

durch Neuverlegung einer 3P-Leitung,woran ist das in der
Unterverteilung zu erkennen,oder könnte das von der
Hausverteilung(Mietshaus) her auch unmöglich sein? Ist ein
DDR-Altbau in Berlin Mitte.

Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass Du gar keinen „Drehstrom“ in der Verteilung hast. Schau mal auf Deinen Stromzähler, da stehen Daten drauf. Wenn es ein Wechselstromzähler ist, wird höchstwahrscheinlich auch keine Leitung zur Wohnung liegen, die vom Querschnitt und von der Anzahl der Adern her ausreicht.