Guten Abend,
Nein, keine Angst, ich will nicht wissen, ob der Angriff militärisch gerechtfertigt war. ;o)
ich will nur wissen, inwiefern es wahrscheinlich ist/war, dass -wie im Film gezeigt- im Januar 1945 ein Jude offiziel (also nicht versteckt) mitten in Dresden lebte und nur deshalb nicht deportiert wurde, weil er mit einer „Deutschen“ (also Nichtjüdin) verheiratet war.
Meines wissens war das ja überhaupt kein Hinderungsgrund für die Nazis.
dass es vielleicht trotzdem ein oder zwei ausnahmen gegeben haben könnte, ist mir bewusst…
bin mal gespannt.
servus
Hallo,
ich weiß nicht, ob es bis zum kriegsende bestand hatte - aber tatsächlich waren Juden aus Mischehen von der Deportation ausgenommen. Es gab zwar einmal den befehk der Festnahme in Berlin, der hat aber dazu geführt, daß die Ehefrauen massiv demonstriert haben und gegenüber do viel Zivilchourage haben die NAzis dann den Schwanz eingezogen und die inhaftierten Männder wieder freigelassen. (Wolit eigentlich klar wäre, daß organisierter Protest schon was bewirken konnte - leider gab es aber ansonsten keinen solchen).
Auf einem anderen Blatt steht, daß die deutschen Ehepartner grundsätzlich massiv bedrängt wurden, einer Scheidung zuzustimmen (auch mit der moralischen Kaule der Rassenschande und so). Viele haben dem nchgegeben - aber wer hart blieb, dessen Ehepartner war erst einmal sicher.
gernot Geyer
ich will nur wissen, inwiefern es wahrscheinlich ist/war, dass
-wie im Film gezeigt- im Januar 1945 ein Jude offiziel (also
nicht versteckt) mitten in Dresden lebte und nur deshalb nicht
deportiert wurde, weil er mit einer „Deutschen“ (also
Nichtjüdin) verheiratet war.
Das gab es schon, wenn er Gönner bei den Nazis hatte.
Der größte Schwachsinn war aber im Film, dass ein Jude Anfang 1945 mit typisch jüdischer Kleidung (also auch großem schwarzen Hut) durch die Stadt marschiert und Kinder ihn veräppeln. Das war Spitze!!!
Meines wissens war das ja überhaupt kein Hinderungsgrund für
die Nazis.
Wie gesagt, es gab seltene Fälle. Einige haben ja wirklich überlebt.
dass es vielleicht trotzdem ein oder zwei ausnahmen gegeben
haben könnte, ist mir bewusst…
Normal war es aber nicht.
Ein weiterer Blödsinn passiert wohl im Moment, dass ein britischer Pilot an einer Feier teilnimmt.In Wehrmachtsuniform mitten in Dresden.
Diesen zweiten Film tu ich mir nicht mehr an.
mfgConrad
Riesenentaeuschung
Nachdem ich per Zufall ein Stueck des Making-off gesehen habe, indem der Film als „realitaetsnahe Schilderung der Geschehenisse, mit militaerischen und menschlichen Hintergruenden zum Fall Dresden“ beschrieben wurde, bin ich fast schon sauer.
Ich finde der Film hat das gleiche Niveau wie „Marienhof“ oder GZSZ.
Es ist nur eine Kitsch-Katastrophenverfilmung wie „Titanic“ oder „Pearl Harbor“ mehr. Katastrophe droht, von der niemand etwas weiss, ein Liebespaar das sich nicht lieben darf, blablabla…
Nichts gegen solche Filme (wems gefaellt) aber dann behauptet doch nicht es waehre solch ein bahnbrechendes, einzigartiges Werk.
Morgen werde ich mir auf jeden Fall um 20.15, auch auf ZDF, die Dokumentation ueber Dresden ansehen. Die Werbung dazu habe ich gestern nach dem ersten Teil gesehen. Und damit hats doch was gutes gehabt…
Gruesse
Fonz
Hallo Du,
es ist eine Tatsache, dass der Angriff auf „mein“ Dresden zahlreiche Juden vor der Deportation gerettet hat. Die sollte nämlich am 14.02. stattfinden.
Inwiefern jedoch der „Filmjude“, der da so rumspaziert, realistisch ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Ansonsten bin ich von diesem Film echt enttäuscht. Vor allem musste diese höchst alberne „Liebesszene“ im 1. Teil nicht sein. Sah etwas an den Haaren herbeigezogen aus.
Klemperer
Hallo Galle,
ich empfehle im Sinne deiner Frage die Biografie eines wunderbaren Beobachters und Literaten Victor Klemperer:
Tagebücher ISBN: 3746655145 Buch anschauen
LTI ISBN: 3379001252 Buch anschauen
Gruß
Rosenstraße - o.t.
Hallo Gernot,
hier mal ein, wie ich finde, interessanter Link zu den von dir geschilderten Ereignissen.
http://www.welt.de/data/2003/02/25/45154.html?prx=1
Gruß
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Hallo Conrad,
du schreibst hier den grössten Schwachsinn.
Das gab es schon, wenn er Gönner bei den Nazis hatte.
Der größte Schwachsinn war aber im Film, dass ein Jude Anfang
1945 mit typisch jüdischer Kleidung (also auch großem
schwarzen Hut) durch die Stadt marschiert und Kinder ihn
veräppeln. Das war Spitze!!!
Meines wissens war das ja überhaupt kein Hinderungsgrund für
die Nazis.
Wie gesagt, es gab seltene Fälle. Einige haben ja wirklich
überlebt.
Gernot und peet haben die richtige Antwort gegeben. Der Jude Viktor Klemperer ist hat am Vorabend des Angriffes den gestellungsbefehl für die Abtransport ausgetragen.
Ciao maxet.