Heute habe ich eine Sendung verfolgt, wo Herr Drewermann die Menschen als Unikat der Evolution darstellte, indem er behauptete, dass wir die einzigen Geschöpfe der Evolution mit „Nächstenliebe“ ausgestattet wären. Dem ist aber nicht so: Man weiss, dass z.B. Schimpansen, ja sogar Elefanten mit altruistischen Gefühlen ausgestattet sind. Die darwinsche Evolution lehrt uns, dass „Nächstenliebe“ zur Erhaltung der Gattung notwendig ist !
Gruss: hardy
Hallo, Hardy,
selbstverständlich ist Altruismus bei allen gesellig lebenden Tieren ein evolutionärer Vorteil.
Also wieder mal nix mit einem Alleinstellungsmerkmal.
Gruß
Eckard
selbstverständlich ist Altruismus bei allen gesellig lebenden
Tieren ein evolutionärer Vorteil.
Also wieder mal nix mit einem Alleinstellungsmerkmal.
Hallo Eckard,
diese Verallgemeinerung ist irreführend.
Den meisten dieser Lebewesen fehlt nämlich das Bewußtsein, daß ihr Handeln „altruistisch“ ist.
Insofern sind wir zwar nicht ganz allein, aber viele ähnlich bewußt Handelnde gibt’s nicht.
Gruß
Barney
Hallo,
also es ist doch seit Heinz Erhard bekannt was den Menschen wirklich von den Tieren unterscheidet:
„Der Mensch ist das einzige Lebewesen, daß während des Fluges eine warme Mahlzeit zu sich nehmen kann!“
))
Grüßle,
Rudolf
Hallo,
also es ist doch seit Heinz Erhard bekannt was den Menschen
wirklich von den Tieren unterscheidet:
„Der Mensch ist das einzige Lebewesen, daß während des Fluges
eine warme Mahlzeit zu sich nehmen kann!“))
Falsch, diese Weisheit stammt von Loriot.
Grüße
Wolfgang
Hallo Hardy,
es ist in akademischen Kreisen allgemein bekannt, dass Drewermann es mit den Einzelheiten seiner Behauptungen nicht so genau nimmt. Cum grano salis scheint seine Position vielleicht überzeugend zu sein, insbesondere weil er ja selbst unter gewissen Auswüchsen leidet. Aber das rechtfertigt eben doch nicht, so einfach mal durchaus umstrittene oder auch ganz falsche Behauptungen in die eigene Argumentation einzuflechten.
Ohne also Drewermann im Ganzen für falsch erklären zu wollen, muss man ganz klar sagen, dass er die Einzelheiten oft sehr ungenau referiert. Das ist auch publikumswirksamer. Leider tut er damit seiner Sache wohl eher keinen Gefallen, würde ich meinen.
Herzliche Grüße
Thomas Miller
diese Verallgemeinerung ist irreführend.
Den meisten dieser Lebewesen fehlt nämlich das Bewußtsein, daß
ihr Handeln „altruistisch“ ist.
Du hast, lieber Barney,
natürlich mit den Betroffenen selbst gesprochen, entnehme ich der Bestimmtheit, mit der du das behauptest.
Nein, aber kommt es darauf an, ob man sich seiner Handlungsweise bewußt ist? Wie viele Menschen machen sich denn klar, wie sich eine Handlung die sie ausführen auswirkt? Oder anders gesagt, wie steht es um das Bewusstsein der meisten Menschen. Auch sie entscheiden überwiegend "aus dem Bauch heraus.
Gruß
Eckard
Nächstenliebe ist kein biologischer Begriff. Insofern liegt dem Einwand eine Kategorienverwechlung zu Grunde.
Sofern Drewermann aber sagt „mit Nächstenliebe ausgestattet“ (ich kann es grad nicht kontrollieren und hab auch bisher nicht darauf geachtet), liegt auch er falsch: Nächstenliebe ist ein religionsimmanent jedem Menschen für sich selbst vorausgesetztes und jedem anderen Menschen vorauszusetzendes Vermögen zu einer jeweils aktuell neu zu entscheidenden Handlungsweise. Sie ist aber keineswegs an sich selbst schon eine „Ausstattung“. „liebt einander“ ist ein Auftrag.
Mit diesem Begriff „Ausstattung“ böte Drewermann tatsächlich einem biologistischen Gegenargument eine Breitseite. Denn tatsächlich lassen sich im Tierreich Verhaltensmuster beobachten, die von manchen als altruistisch bezeichnet werden.
Allerdings sollte man selbst dann beachten, daß Altruismus und „agapeite ton heteron“ und erst recht „agapeite allelois“ bei weitem nicht dasselbe ist.
Gruß
Metapher
hALLO eCKARD;
da hast du, glaube ich, den guten Barney missverstanden. Er meint meines Erachtens nicht, dass manche Menschen weniger bewußt handeln als andere, sondern er meint mit Lebewesen eben auch die Tiere, die nicht so bewußt leben wie wir Menschen. Und da er mit denen ja schlechter sprechen kann…Sprechen schon, aber die antworten so seltn
, abgesehen vom Papagei und einigen Delphinen vielleicht…
Du verstehst schon…
Gruß,
Branden
Hallo Branden,
ja, so habe ich das gemeint.
Extrembeispiele sind die staatenbildenden Insekten, aber auch die Riesennester der Webervögel.
Je höher entwickelt ein Lebewesen ist, umso weniger wird sein Handeln von genetisch festgelegten Programmen bestimmt. Wo dann die „Grenze“ (zweifellos fließend) zu sehen ist, ob gewisse Verhaltensweisen nur angelernt sind oder bewußt verstanden werden, kann ich nicht definieren.
Delphine - um bei Deinem Beispiel zu bleiben - sind höchstwahrscheinlich schon zu den bewußt handelnden Tieren zu rechnen. Die Papageien würde ich eher nicht dazu zählen.
Gruß aus Wien
Barney
da hast du, glaube ich, den guten Barney missverstanden. Er
meint meines Erachtens nicht, dass manche Menschen weniger
bewußt handeln als andere, sondern er meint mit Lebewesen eben
auch die Tiere, die nicht so bewußt leben wie wir Menschen.
Und da er mit denen ja schlechter sprechen kann…Sprechen
schon, aber die antworten so seltn, abgesehen vom
Papagei und einigen Delphinen vielleicht…
Du verstehst schon…
Gruß,
Branden
Egal ob der Heinz oder der Loriot. Überzeugend ist es. Das leuchtet ein, das geht rein in die Rübe.
)
Gruß
Nick
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Hallo,
du verwechselst Nächstenliebe und Altruismus. Altruismus bedeutet Selbstlosigkeit. Ich kann meinen nächsten lieben, aber wenn ich etwas für ihn tue, fühle ich mich selber besser, weil es ihm dann gut geht. Das ist kein Altruismus. Den gibt es auch nicht bei Tieren, es hat immer einen Vorteil für das jeweilige Tier, etwas für das andere Tier zu tun. Bei Vampirfledermäusen wird Altruismus vermutet, weil bestimmte Tiere von anderen gefüttert werden, wenn sie nicht genug Blut gefunden haben. Damit können sich die fütternden Tiere selber schaden (weil sie dann selbst zuwenig haben und das bei Vampiren schnell tödlich sein kann), darum wird Altruismus vermutet. Leider wurde mir die Doktorarbeit nicht bezahlt. 
LG,
Cess