Dringend 'Erziehungslektüre' gesucht!

Hallo!

Ich suche Lektüre für eine Mutter,die ihr 3jähriges Kind durch ihre unglaublich herlose,kalte,unbarmherzige und egoistische Art in den seelischen Ruin treibt.

Gespräche mit ihr persönlich, führen zu nichts!!

Der Versuch von außen Hilfe installieren zu lassen,scheiterte.
Die Fassade ist ja auch wirklich „entzückend“.
Gepflegt,Adrett,Mittelklassewagen,ihr eigener Vater bei der Polizei und in einer gut situierten Wohngegend lebend.

Das Buch sollte ihr auf einfache und unmissverständliche Art eröffnen,welche schwerwiegenden Folgen ihr Verhalten auf dass Kind hat.

Habe zwei Bücher im Auge aber weiß nicht,ob es in ihrem Fall empfehlenswerteres gibt.
Sie ist recht einfach gestrickt und Psychologie/Pädagogik ist füt sie „alles Quatsch“.

Alice Miller „Das Drama des begabten Kindes“
Susan Forward „Vergiftete Kindheit“

Das Buch sollte auf keinen Fall zu wissenschaftlich geschrieben sein.
Perfekt wäre es,wenn der Leser dabei direkt angesprochen wird.

Alternativ kann ich mir auch gut eine Dokumentation auf DVD vorstellen.

Bin für jeden Tipp dankbar!

LG

kaum geeignet
Hi Xenia,

ich weiß zwar ac hoc keine geeignete Lektüre zu empfehlen. Aber

Alice Miller „Das Drama des begabten Kindes“
Susan Forward „Vergiftete Kindheit“

sind zwar beide herausragend gute und wichtige Bücher, aber sie dürften ebenso beide eine Person deiner Beschreibung

Sie ist recht einfach gestrickt und Psychologie/Pädagogik ist füt sie „alles Quatsch“

vollkommen überfordern.

Miller ist wissenschaftlich, und bei Forward dürfte ihr der Untertitel „Vom Mißbrauch elterlicher Macht und seinen Folgen“ bereits reichen, um das Buch in den Papiermüll zu entsorgen.

Liest sie denn überhaupt?

Gruß
Metapher

und bei Forward dürfte ihr

der Untertitel „Vom Mißbrauch elterlicher Macht und seinen
Folgen“ bereits reichen, um das Buch in den Papiermüll zu
entsorgen.

Genau das habe ich auch schon befürchtet.

Liest sie denn überhaupt?

Ehrlich gesagt,nein!
Habe aber die Hoffnung,dass sie reinschaut.

Bin selber fix und fertig,weil keiner reagiert und wenn,dann hat sie dass „Glück“ zu entkommen.

Ein Nachbar wurde aufmerksam-sie zieht weg!
Den Erziehern in der Kita ist das Kind auch schon aufgefallen-sie wechselt die Einrichtung!

Bis auf eine Person,die auch noch ähnlich wie sie gestrickt ist,hat sich der gesamte Freundes- und Bekanntenkreis zurückgezogen,weil es sich keiner mehr mit anschauen kann aber damit ist es doch nicht getan.

Ich höre von allen Seiten:

…da kann man nix machen
…Kinder werden auch so groß
…Hilfe erfordert die Mitarbeit der Familie und kann nicht erzwungen werden

usw.

Nach der Trennung vom Kindesvater ist sie via Internet aktiv auf der Suche nach einem neuen Mann.
Was auch immer im schlimmsten Fall hinter den Türen des Kindezimmers passieren sollte,sie würde DEFINITIV wegschauen.
Das ist keine bösartige Unterstellung von mir,sondern 100%ige Gewissheit!

Was soll ich noch machen?Was kann ich machen?
Den Kontakt zu ihr vielleicht wieder intensivieren??

Andererseits,ich kenne sie seit mehreren Jahren.

Sobald es um ihre Person geht,schweigt sie sich eisern aus.
Solch ein Verhalten habe ich noch nie bei jemandem erlebt.

Dieses eiserne Schweigen.

Wie verhalte ich mich „richtig“?

LG

Hallo Xenia,

das, was du schreibst, klingt danach, dass sie eine ebenso schlimme Kindheit gehabt haben könnte. Ich schreibe absichtlich „könnte“, weil ich sie nicht kenne.

Manche Kinder erkennen schon als solche, was ihnen angetan wird und sind als Erwachsene zu ihren Kindern ganz anders. Manche erkennen es aber nicht und denken, so, wie sie behandelt wurden, werden Kinder nunmal behandelt, sprich, sie denken, alles ist normal. Auch wenn andere Erwachsene sich dagegen aussprechen oder empört sind, denken sie immer noch, es ist so richtig.

Andererseits kennen sie keine anderen Varianten der Erziehung. Hier könnte dein Ansatz sein. Im Aufzeigen anderer "Erziehungs-"Methoden. Es wird wohl nicht reichen, ihr ein Buch zu geben oder empört zu sein. Wenn sie „dicht“ macht, wenn sie nichts über sich erzählt, dann ist was im „Busch“, also, da stimmt mit großer Wahrscheinlichkeit eine Menge nicht.

Helfen könnte, allerdings nur langfristig, sie mit anderen Muttis und deren Kindern zusammen zu bringen, sie Zeit miteinander verbringen zu lassen, damit sie sehen kann, wie andere Muttis mit ihren Kindern in bestimmten Situationen umgehen.

Wie schätzt du denn ihr Kind ein? Kann es diese Behandlung noch lange verkraften? Hast du mal daran gedacht, das Jugendamt einzuschalten?

Liebe Grüße
Ina

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Hallo Xenia,

Nach der Trennung vom Kindesvater

wieviel Einblick hat denn der Vater in ihre psychische Situation und ihren Umgang mit dem Kind? Möglich,dass auch ihre Beziehung daran gescheitert ist.Könntest du ihn kontaktieren?
Vor vielen Jahren ist es einem Freund von mir gelungen,in einem möglicherweise ähnlich gelagertem Fall,das Sorgerecht zu bekommen.
Das ist aber kein ganz leichtes Unterfangen.Ich müsste mich nochmal im Detail erkundigen,welche Schritte damals eingeleitet wurden.

liebe Grüsse
Heidi

Lektüre sinnlos
Hi Xenia.

Meiner Ansicht nach ist jeder Cent für aufklärende Lektüre in diesem Fall und in diesem Stadium vergeudet. Was hier not tut, wäre irgend jemand, der persönlich auf die Frau Einfluss nimmt. Und selbst hier wären die Chancen auf Besserung nur pessimistisch einzuschätzen (wenn der Einflussnehmende nicht gerade ein nahezu hypnotisches Charisma hat). Denn die Frau leidet - vermutlich - unter starken inneren Zwängen, die sie gegen ihr Kind ausagiert. Dahinter stecken natürlich ihre eigenen Kindheitserfahrungen, die sie auf ein wehrloses Opfer, eben ihr Kind, überträgt. Dass ihr Vater Polizist ist, widerlegt nicht gerade meine Vermutung, dass sie in ihrer eigenen Kindheit schmerzhaften Zwängen ausgesetzt war.

Dagegen kommt keine Literatur an. Da muss eine möglichst charismatische Person her, der sie vertraut, seelisch wie geistig.

Gruß Horst