DRINGEND: Grüne Bohnen

Hi,

kann ich grüne Bohnwen (Buschbohnen, die langen dünnen) in der Suppe weichkochen oder brauchen die erstmal Extra-Wasser und werden dann gegart zur Suppe gegeben?

Viele Grüße
HylTox

Hi, kann st Du in der Suppe kochen. Aber vorher kleinschneiden und ggf. sichtbare holzige „Fäden“ entfernen (soweit vorhanden).

A.

Hi, kann st Du in der Suppe kochen. Aber vorher kleinschneiden
und ggf. sichtbare holzige „Fäden“ entfernen (soweit
vorhanden).

A.

Danke, mir ging es nur um das „Gift“ in den rohen Bohnen. Daß mit den Ästen :wink:) und den Blättern war mir relativ klar…

Viele Grüße
HylTox

Hallo HylTox!

Ist jetzt schon zu spät? Essenszeit ist ja schon vorbei…

Kann man so machen, einfach eine viertelstunde Kochen lassen, dann ist der Verzehr unbedenklich.

Anders als bei der Kartoffel (wo der für den Menschen schädliche Stoff Solanin enthalten ist und erst in seperatem Garprozess „ausgeschwemmt“ werden sollte), zerfällt die für den Menschen in rohen Bohnen enthaltene schädliche Substanz Phasin nach kurzer Zeit des Kochens.

Guten Appetit (oder zumindestens eine anschliessend nicht von Zweifeln geplagte Verdauung)!

Und lieben Gruß
Patrick

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Hallo Patrick

Ist jetzt schon zu spät? Essenszeit ist ja schon vorbei…

Gerade verzehrt!

Kann man so machen, einfach eine viertelstunde Kochen lassen,
dann ist der Verzehr unbedenklich.

OK, dann muß ich jetzt ja nicht mein Testament…

Anders als bei der Kartoffel (wo der für den Menschen
schädliche Stoff Solanin enthalten ist und erst in seperatem
Garprozess „ausgeschwemmt“ werden sollte), zerfällt die für
den Menschen in rohen Bohnen enthaltene schädliche Substanz
Phasin nach kurzer Zeit des Kochens.

Ach so ist das! Vielen Dank für die ergänzenden Worte!

Guten Appetit (oder zumindestens eine anschliessend nicht von

Suppe war sehr gut und schmeckte sogar einem sehr kritischen Esser und schlecht ist mir auch noch nicht!

Viele Grüße
HylTox

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solanin
hallo patrik,

da kann was nicht stimmen. alle eintöpfe mit kartoffeln bekommen selbige im rohen zustand, die kartoffeln werden nicht extra gekocht.

zitat:
Was sind Glykoalkaloide?
Glykoalkaloide sind natürlich vorkommende toxische Pflanzenstoffe, die aus einer Alkaloid- und mehreren Zuckereinheiten bestehen. In der Kartoffel sind die beiden Glykoalkaloide a-Chaconin und a-Solanin vorherrschend. Sie bestehen aus dem Alkaloid Solanidin und drei Zuckereinheiten (Monosaccharide). Bei a-Chaconin sind zwei Rhamnose- und eine Glucoseeinheit enthalten, bei a-Solanin die Monosaccharide Glucose, Galaktose und Rhamnose.

Spricht man bei der Kartoffel von dem Solaningehalt, so ist darunter der Gesamtgehalt an a-Chaconin und a-Solanin zu verstehen.

Der Alkaloidgehalt ist besonders hoch in den Keimen, im Bereich der Augen und in der Kartoffelschale. Die Konzentration der Alkaloide in der Kartoffel nimmt vom äußeren Schalenbereich zur Markschicht hin deutlich ab.

Welche Faktoren beeinflussen den Glykoalkaloidgehalt ?
Sorte: Zwischen den einzelnen Sorten bestehen häufig erhebliche Unterschiede im Alkaloidgehalt. Bei den derzeitig am Markt befindlichen Sorten kann von einer gesundheitlich bedenklichen Höhe des Alkaloidgehaltes keine Rede sein.

Wachstumsbedingungen: Witterungseinflüsse wie Hagel und Frostschäden sowie kalte Vegetationsabschnitte können zu einer Erhöhung des Alkaloidgehaltes führen.

Reifezustand: Unreife Kartoffelknollen enthalten mehr a-Chaconin und a-Solanin als reife Kartoffelknollen.

Mechanische Verletzungen: Sowohl im Verlauf der Kartoffelernte als auch beim Transport und bei der Lagerung kommt es vielfach zu mehr oder weniger starken Verletzungen durch Schneiden oder Zerquetschen der Knollen. Verletzte Knollen enthalten deutlich mehr Glykoalkaloide als vergleichbare, nicht verletzte Kartoffeln.

Lichteinfluss: Die Einwirkung von Licht verursacht nicht nur das Ergrünen von Kartoffelknollen, sondern auch einen Anstieg des Glykoalkaloidgehaltes. In ergrünten Knollen wurden stets höhere Mengen nachgewiesen, als in nicht ergrünten Knollen.

Lagerung und Temperatur: Eine ideale Lagertemperatur für Kartoffeln sind 10 °C. Zu hohe und zu tiefe Temperaturen können zu einer Erhöhung des Alkaloidgehaltes führen, ebenso eine zu lange Lagerung. Nach erfolgter Auslagerung und unter Bedingungen wie sie im Lebensmittelhandel zu finden sind, kann ein rascherer Anstieg der Gehalte erfolgen (Temperatur, Licht, Keimstimulierung).

Wie lässt sich der Glykoalkaloidgehalt verringern?
Da ein wesentlicher Prozentsatz der beiden Glykoalkaloide in der Schale der Knolle zu finden ist, kommt es beim Schälen zu einer starken Reduzierung des Alkaloidgehaltes, so dass in Kartoffelgerichten nur noch 5 bis 10 % der ursprünglichen Menge zu finden sind.

Ergrünte und beschädigte Knollen sind auszusortieren, da in ihnen der Alkaloidgehalt immer höher ist als in unbeschädigten oder nicht ergrünten Knollen. Die Glykoalkaloide a-Chaconin und a-Solanin sind hitzestabil und können somit nicht durch Kochen und Braten eliminiert werden. Sie sind jedoch wasserlöslich, so dass eine Extraktion ins Kochwasser erfolgt. Kochwasser und Presssäfte von Kartoffeln sollten deshalb nicht verzehrt werden.

Bewertung
Unsere derzeitig am Markt befindlichen Kartoffelsorten weisen unter üblichen Bedingungen und in normaler Qualität keine gesundheitlich bedenklichen Gehalte an Glykoalkaloiden auf. Deshalb ist die Warnung vor Kartoffeln, die mit der Schale zubereitet werden, wie Pell- oder Grillkartoffeln, im Hinblick auf die erhöhten Alkaloidgehalte als unbegründet zu bezeichnen, auch wenn ein gewisser Prozentsatz des Glykoalkaloidgehaltes in der Schale und der unmittelbar darunter liegenden Schicht zu finden ist.

Quellen:
Kupfer, H.: SuB Heft 5/85, Seite III-13

Fülgraff, Georges: Lebensmitteltoxikologie, UTB-Verlag, 1989
entnommen einer bayrtischen ernährungssite.

strubbel
S:open_mouth:)

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Hallo Strubbel!

Was stimmt wo nicht?

Hast Du den Text gelesen, den Du gepostet hast? Hier steht:

Ergrünte und beschädigte Knollen sind auszusortieren, da in
ihnen der Alkaloidgehalt immer höher ist als in unbeschädigten
oder nicht ergrünten Knollen. Die Glykoalkaloide a-Chaconin
und a-Solanin sind hitzestabil und können somit nicht durch
Kochen und Braten eliminiert werden. Sie sind jedoch
wasserlöslich, so dass eine Extraktion ins Kochwasser erfolgt.
Kochwasser und Presssäfte von Kartoffeln sollten deshalb nicht
verzehrt werden.

So - nichts anderes habe ich geschrieben. Der ganze Artikel strotzt darüber hinaus nur von Widersprüchen - hier steht, das Kochwasser nicht trinken, aber weiter unten (und oben auch) die ganze Kartoffel kann bedenkenlos verzehrt werden. Da stimmt meiner Meinung nach etwas nicht…

Aber wie ich vor ein paar Tagen im Ess- & Trinkkultur - Forum gepostet habe (steht auch im aktuellen Forum), denke ich, dass auf Grund der üblichen Konzentration von Solanin in handelsüblichen Kartoffeln der Verzehr in geringen Mengen bedenkenlos ist.

Mir ging es nur darum aufzuzeigen, dass der für den Menschen schädliche Stoff in den grünen Bohnen durch Hitze abgebaut wird, im Gegensatz zu dem Solanin der Kartoffel.

Lieben Gruß
Patrick

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