Dringend Hilfe!80/20-Prinzip nach Pareto

Keine Ahnung ob ich hier richtig bin mit meinem Anliegen aber der Versuch macht kluch:wink:

Es geht mir speziell ums Lernen.

Was hat das mit der Formel nach Pareto auf sich die besagt, dass man mit 20 Prozent von dem, was man tut, 80 Prozent der angestrebten Ergebnisse erzielt.

Wie setze ich das um?

Beispiel:
Zu einer Klausur gibt es einen Fragenkatalog mit dem man sich vorbereiten kann.
Der Katalog beinhaltet 300 Fragen,von dem aber max. 20 abgefragt werden.

Wie sollte ich da die Formel anwenden?Ich verstehe das Prinzip nicht.

Ich habe nämlich das Problem,dass ich alles lernen möchte aber scheitere weil ich mich an den kleinsten Details aufhalte und somit gar nichts bestücken kann.

Unser Dozent hat auf Pareto hingewiesen aber nun steh ich vor der Umsetzung.

hallo xenia,

Was hat das mit der Formel nach Pareto auf sich die besagt,
dass man mit 20 Prozent von dem, was man tut, 80 Prozent der
angestrebten Ergebnisse erzielt.

es geht um die Verteilung statistischer Werte
wie z.b. Verteilung von Vermögen oder Kosten.
Da hat dieser Italiener herausgefunden, dass 80% des Volksvermögens bei 20% der Bevölkerung liegt.

Der Katalog beinhaltet 300 Fragen,von dem aber max. 20
abgefragt werden.

die 20% Abfrage mag für die Emittlung des Wissenstandes ausreichen.

Das heißt auf keinen Fall, dass Du nur 20% lernen brauchst, es sein denn, Du spielst so eine Art Lotterie, da Du nicht weißt, welche Fragen es konkret sind.

Nach Pareto würdest Du 20% des Lerninhaltes mit einem Erfolg von 80% lernen, aber für die restlichen 80% hättest Du nur einen Lernerfolg von 20%.
Und das wäre mal ein Beispiel, wo Pareto nicht passt.
Es gibt auch kein Lern-Prinzip nach Pareto :smile:)

gruß
klaus

Hallo Xenia,
die Pareto Formel allein wird dir kaum weiter helfen. Sie sagt ja nur, dass du in mit 20% deines Lernaufwands (Zeit, Energie) 80% des Ergebnisses erzielst. Was die richtigen 20% wären sagt sie nicht.
Das kannst nur du herausfinden und geht nur mit der richtigen (Zeit/Lebens)Planung.

Die 300 Fragen werden wahrscheinlich aus unterschiedlichen Bereichen sein. Die 20 gestellt Fragen werden prozentual anteilig ebenfalls aus allen Bereichen sein.

Am Anfang steht die Planung: wie viel Zeit habe ich? (Wochen, Tage?) Teile ein in Sammeln, Ordnen, Sichten (lesen), Zusammenfassen z.B. MindMap, Repetieren, Muster Fragen lösen. Die Bereiche überlappen sich teilweise. In dieser Reihenfolge, dabei nehmen Lesen und Repetieren die meiste Zeit.
Du legst Hilfsmittel und Werkzeuge fest, schätzt den Zeitbedarf, informierst dich nach Prüfkriterien und Bewertungsmaßstäben, überlege wer dir helfen kann (Team, Kollegen, Mitstudenten)

Informieren und Sammeln. Mach eine Liste (schriftlich), welche Bereiche, wie lange wurde darauf im Unterricht verwendet, wie viel Platz nimmt dieser Bereich im Buch ein, wie viele Fragen gibt es zu welchem Bereich bei den 300 (danach kannst du z.B. die Wichtigkeit einschätzen. Brauche ich noch Material? wo bekomme ich es her?.. Fast Zeitgleich kannst du schon anfangen das Material zu ordnen. Mach für jeden Bereich einen Stapel, oben auf Stichpunkte was du hast, was du noch brauchst.

* Führe einen Kalender in dem deine Planung übersichtlich eingetragen ist
* Plane jeden Abend was du am nächsten Tag machst. Schreib es auf. Z.B. Morgen lese ich Kap. 5 von Buch X und Seiten 20-53 von Buch Y, mache mir Stichpunkte und notiere mir eventuelle Fragen.
* Plane jeden Sonntag was du die kommende Woche machst.
* Schätze wie viel Zeit du brauchst, plane mind. 30% Reserve ein.
* Wenn etwas abgehandelt ist streiche die Aufgabe durch, übertrage Aufgaben auf den folgenden Tag.
* Berücksichtige wann du am besten lernen kannst. Lege in diese Zeit die schwierigen Aufgaben.
* Nimm dir einmal in der Woche die Zeit dir auszumalen warum du das alles machst (dein Ziel)
* Nimm jeden Morgen die Liste deiner Tagesaufgaben die du am Abend zuvor gemacht hast und nummeriere nach Wichtigkeit. Das wichtigste 1. das zweite 2. usw. Fange mit 1. an und mache es fertig, gehe weiter mit 2. usw.
* Wenn du merkst du kommst nicht weiter, lege diese Aufgabe zur Seite und gehe weiter mit der nächsten, wende dich in der dafür eingeplanten Zeit an dein Team und bitte um Hilfe. (Z.B. am Abend)
* Dein Ziel ist wahrscheinlich das Bestehen der Prüfung, durch deine Planung weißt du, welche Bereiche viel und welche weniger Raum einnehmen. Wenn wenig Zeit ist konzentriere dich besser auf die Bereiche die viel Raum haben.
* Nutze deine Gefühle um Information ‚plastisch‘ zu machen. Sorge für Aha-Efekte, finde für dich relevante Beispiele, kannst du es auf dich anwenden? Je mehr Gefühl desto wahrscheinlicher behältst du eine Information, denke dir Eselsbrücken aus, lustige Reime,…
* Überfrachte dich nicht sonst wird Information von neuer Information überlagert.
* Wiederholung ist die Mutter von vielem auch vom Lernen
* Schreibe Merksätze auf Karteikarten und lese sie vor dem Einschlafen nochmal durch - Schlaf drüber!
* Mind Mape (Dazu informierst du dich am besten wenn du nicht im Prüfungsstress bist)
* Plane auch Pausen ein ca. alle eineinhalb Stunden
* Esse gesund, regelmäßig und ausgewogen, bei Heißhunger ist Obst und Vollkornbrot besser als Schokolade
* Trinke genug Wasser
* Bewege dich
* Sei in deiner ‚Lern-Zeit‘ nicht erreichbar, Keine Mails, keine SMS, kein Handy.

Ich habe nämlich das Problem,dass ich alles lernen möchte aber
scheitere weil ich mich an den kleinsten Details aufhalte und
somit gar nichts bestücken kann.

‚Alles‘ lernen geht nicht. Worum geht es dir? Doch darum die Prüfung zu bestehen, damit du dein Ziel (Abschluss Studium) erreichst. Details helfen dir dabei kaum. ‚Gut‘ ist besser als ‚Perfekt‘, Widme dich den oberen 20%. Frage dich bei jedem was du tust: bringt mich dies meinem Ziel näher?

Zu denken man könnte mit dem Pareto-Prinzip mit nur 20% der Zeit Erfolg haben ist meiner Ansicht nach zum Scheitern verurteilt. Aber die Erinnerung daran kann helfen sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren.
Erfolg…lux