Dringend Hilfe oder Rat gesucht

Hallo Forum,

meine Freundin musste heute genau vor drei Wochen einen kleinen operativen Eingriff über sich ergehen lassen, bei dem Knoten entfernt wurden, die sich danach als harmlos heraus stellten.

Seitdem Sie von der Narkose wieder erwacht ist, muss sie sich ständig übergeben und konnte zwei Wochen überhaupt nichts essen, noch trinken. Bei jedem kleinsten Schluck musste sie sich übergeben und nahm dadurch innerhalb 8 Tagen rund 8 Kilo ab.

Kein Arzt kann ihr weiterhelfen. Nach einer Woche war sie derart geschwächt, dass sie mehrfach in die Klinik musste, um Infusionen zu erhalten.

Auch nach nunmehr drei Wochen muss sie sich regelmäßig, wenn auch nicht mehr im halben Stundentakt übergeben und kann nur sehr wenig essen, was jedoch meist wieder erbrochen wird.

Hat jemand vergleichbare Erfahrungen gemacht? Oder kann jemand einen Hinweis oder Tipp geben, was dies sein könnte? Der Hausarzt hat sie eine weitere Woche krank geschrieben und ist mit seinem Latein am Ende. Erneute Nachfragen an ihn, was sie haben könnte, blieb unbeantwortet.

Ich wäre über jeden Rat sehr dankbar.

Huhu!

Ich wäre über jeden Rat sehr dankbar.

Nachdem niemand hier die genaue Vorgeschichte kennt, ist es schwer, dir da zu raten.
Nimmt sie seit der OP Medikamente, die sie vorher nicht genommen hat?

Viele Grüße!
Ph.

Hallo,

wo saß der Knoten und welche Art der Narkose hat sie denn erhalten?

Viele Grüße.
(B)Engel

PONV- Postoperative Übelkeit und Erbrechen
Hi!

Ich bin keine Narkoseärztin, aber ich kann mir vorstellen, daß hier ein anhaltendes PONV vorliegen könnte (http://de.wikipedia.org/wiki/Postoperative_%C3%9Cbel…). Hier sollte man dringend Rücksprache halten mit den Anästhesisten der Klinik. Entweder ihr selbst oder besser der Hausarzt, der ein solches Gespräch vielleicht konstruktiver bzw. fachlicher führen und sich so einen konkreten Rat einholen kann.

Desweiteren kann ich mir vorstellen, daß das anhaltende Erbrechen mittlerweile zu einer nicht unerheblichen Elektrolytstörung geführt haben dürfte. Mit gelegentlichen (ich nehme an: ambulanten) Infusionstherapien ist hier sicher nicht mehr geholfen. Der Hausarzt sollte sie in eine Klinik einweisen, um dies diagnostizieren und beheben zu lassen und den Teufelskreis bzw. die Chronizität durch richtige, konsequente Therapie, ggfs. unter erneuter Konsultation mit Anästhesisten, zu durchbrechen.

Nach drei Wochen ist die Indikation für eine Krankenhauseinweisung bei therapierefraktären (=durch bisherige Therapie nicht beherrschbaren) Symptomen durchaus mehr als angebracht.

Und ein Tipp für die Zukunft: bei den nächsten notwenigen Narkosen stets den Narkosearzt auf diese Geschichte mit schwerem PONV hinweisen - vorbeugend kann der so manches tun, im Nachhinein ist es meist schwieriger.

Gruß,
Sharon