Hallo Martin!
Die Tendenz ist die, wie sich jetzt gestern auch durch die
Anfrage bei meinem Händler herausgestellt hat, dass ein
„Tausch“ des Fahrzeugs nicht in Frage kommt, da der Verlust
einfach zu hoch wäre (ca. 5000,- abzgl. Wertausgleich durch
die Versicherung, also gute 4000,-). Ein teurer Spass.
Das ist ein ausgesprochen faires Angebot des Händlers.
Machen würde ich es trotzdem nicht.
@Mathias (auch hier danke für die umfangreiche Antwort):
Natürlich ist es möglich, dass bei einem Verkauf in ein paar Jahren etwas mehr ::als 800 Eur Wertverlust durch den Unfall entstanden sein werden.
Ich kann da jetzt nur von meiner eigenen Einschätzung als
privater Autokäufer ausgehen und 800,- (+ ein bisschen) wäre
mir das Risiko nicht wert.
Welches Risiko?
Ein sauber reparierter Unfallwagen ist genauso gut wie ein neues Auto.
Ich hatte zweimal das Problem:
1.) Alfa 33 16V. Wert 14.000 DM. Schwerer Seitenschaden, 17.000 DM. In Italien repariert für 4.000 DM. Kein Problem. Die hiesige Werkstatt hat den Wagen auf Herz und Nieren geprüft und kam zu dem Schluß, dass die Spaltmaße nach der Reparatur besser waren, als bei einem neuwertigen alfa 33.
2.) Mein Spider: saftiger Heckschaden. 4.000 Eur. Repariert, vom Oldieprofi geprüft: alles besser als vorher…
Aber das lässt sich durch guten Pflegezustand und entsprechende Verhandlungen ::beim Neukauf mehr als ausgleichen.
Davon gehe ich sowieso aus …
Viele tun das nicht und wundern sich dann beim Verkauf gar fürchterlich…
Nach 5 Jahren ist das kein großes Thema mehr, das Auto ist dann in einer :
reisklasse, wo es eher um Pflegezustand und Laufleistung geht, als um absolute ::Unfallfreiheit.
Ich glaube, für private Käufer kommt ein Unfallfahrzeug meist
prinzipiell schon nicht in Frage. Sowas kaufen oft nur
Händler, die das Fahrzeug dann ins Ausland weiterverfrachten
wollen - und die drücken den Preis.
Das kann sein, ist aber das Problem der privaten Käufer.
Ich möchte eine Photodoku der Reparatur und einen Preisnachlaß sehen, dann stört mich das nicht.
So etwas ist einfach allgemeines Lebensrisiko.
Wie wahr!
Meine Einschätzung des Wertes des Opel: 17 TEur ungefähr. Kein vernünftiger ::Gebrauchtwagenkäufer geht heute noch vom Listenpreis aus. Die Opels werden mit ::15-18% Rabatt verkauft.
Die würde ich direkt abziehen und dann bei einem solchen Modell in den :erstn 2 ::Jahren jeweils 20-25%.
23.750 Euro war bereits der Kaufpreis nach Abzug des
Nachlasses in Höhe von 16,6%, allerdings inkl. Fracht (da
hatte ich mich vertan, also reiner Fahrzeugpreis ca.
23.200,-). 23.200 - 4,5/12*0,25*23.200 = 21.025 Euro. Deine
Einschätzung von 17.000,- Euro erschreckt mich.
Mehr wird Dir niemand für den Wagen geben.
Der Gebrauchtautomarkt in D ist tot.
Nur noch exklusive oder alte und exklusive Autos werden teuer verkauft.
Hinzu kommt der hohe Preisverfall der Premiumautos.
Eine 2005er S-Klasse kostet 30.000 Eur. Eine 200er S-Klasse kostet 15.000 Eur. Weshalb sollte ich mir da einen Opel kaufen…?
Wie auch immer. Es sieht wohl so aus, dass ich die Karre
behalte und entweder fahre bis Sie auseinanderbricht oder mich
in ein paar Jahren wieder an meinen „Freundlichen“ wende, der
mir das Auro verkauft und repariert hat. Und dann bin ich mal
gespannt …
Genau so würde ich das auch machen. Das Auto wird, sofern ordentlich repariert, bestens laufen. Wenn Du ein neues möchtest, wird eben verhandelt. Bis dahin kannst Du die 800 Eur zu 3,5 % anlegen und Dir einen evtl. Wertverlustausgleich verdienen…
Gruß,
M.