DRINGEND! Wertverlust eines neuwertigen Fahrzeugs

Hallo miteinander!
Ich wurde letzte Woche unverschuldet (ehrlich!) in einen Unfall verwickelt. Dabei wurde mein schönes, 4 1/2 Monate altes Autochen leider derart beschädigt, dass alleine die Reparaturkosten ca. 30% des ursprünglichen Kaufpreises ausmachen. Der Wagen ist jetzt ein Unfallfahrzeug und ich befürchte beim Verkauf in ein paar Jahren einen massiven Wertverlust - abgesehen von eventuellen Spätfolgen. Die ca. 800,- Euro, die die gegnerische Versicherung laut Gutachten als „merkantilen Wertverlust“ zu zahlen hat, halte ich - ehrlich gesagt - für ein Almosen. Daher kommt meine Überlegung, das Fahrzeug an meinen Händler zu verkaufen und einen identischen Neuwagen zu erstehen. Um das Angebot des Händlers beurteilen zu können, brauche ich einen Experten, der mir folgende Frage kurzfristig beantworten kann:
Wieviel wäre mein Auto heute wert - und zwar wenn es den Unfallschaden NICHT erlitten hätte? Hier die Eckdaten, bei Rückfragen bitte per Mail:

Opel Astra Limousine 1.6 Turbo; Ausstattungslinie Cosmo; Extras: Metallic, Navi CD 70, Farbmonitor, Sitzheizung, Keyless Go, Performance Paket, …; Listenpreis 27.800,-; Kaufpreis (ohne Fracht) 23.750,-; Erstzulassung 05.10.07; Zustand (ohne den Unfallschaden): perfekt.

Danke im Voraus, Gruß
Martin

Hallo Martin,
als ganz grobe Linie für den Wertverlust (ohne Sondereinflüsse wie Unfall etc) gilt (immer) noch : im ersten Jahr 20%, in den darauffolgenden 10%. Und das vom Kauf preis. Der Listenpreis ist so etwas wie ein Mondpreis, den kaum jemand noch zahlt.
Gruß
Karl

Hallo Martin!

alleine die Reparaturkosten machen ca. 30% des ursprünglichen
Kaufpreises von 23.750 € aus, also 7.125 €

Dann kann das

Die ca. 800,- Euro, die die gegnerische Versicherung laut Gutachten
als „merkantilen Wertverlust“ zu zahlen hat

nicht stimmen.
Erkläre bitte näher, wie es zu dieser Diskrepanz 1:9 kommt!

Gruß
BT

Hallo,

rechtliche Hinweise zu geben ist hier im Forum immer so ein Problem.
Deswegen frage jemanden, der sich damit auskennt: Z.B. einen Fachanwalt. Frage ihn vorher, von wem er bezahlt wird und Du wirst sehen, der Weg wird sich für Dich finanziell lohnen.
Auch wird der Dir am besten sagen können, wie lange Du z.B. auf einen Ersatzwagen Anspruch hast.

Das Angebot von 800 Euro belegt doch nur, dass die gegnerische Versicherung es nicht anders will.

Viel Erfolg dabei
Guido

Hallo Beuteltier (???),

Beim merkantilen Wertverlust wird - zumindest habe ich’s so verstanden - davon ausgegangen, dass das Fahrzeug durch die Reparatur (vollständig !?!) wiederhergestellt wird. Die Reparaturkosten übernimmt die gegnerische Versicherung. Die Ausgleichszahlung von 800-1000 Euro soll nur den Verlust ersetzen, der beim Verkauf durch den theoretischen Makel „Unfallfahrzeug“ entsteht. Aber ich glaube halt nicht, dass jemand ein solches Fahrzeug kauft, nur weil es etwas billiger ist als ein unfallfreies. Also ich würde es nicht machen, da kann mir der Besitzer noch so sehr versichern, dass alles top repariert wurde.

Gruß, Martin

Hallo Guido!
Danke für die Hinweise, aber es geht mir gar nicht um die rechtlichen Aspekte. Die Abwicklung wird bereits über einen Anwalt erledigt. Auf den Ersatz der Anwaltskosten habe ich auch Anspruch gegen die Versicherung des anderen Fahrers.
Die Sache mit der Höhe der Entschädigung für den Wertverlust ist leider auch schon klar, da gibt es feste - von den Gerichten anerkannte - Berechnungsmethoden. Und die liefern eben dieses bescheidene Ergebnis.
Ich wollte tatsächlich einfach nur wissen, wieviel mein Auto (theoretisch ohne den Unfallschaden) noch wert wäre, damit ich ein eventuelles Ankaufangebot meines Händlers bewerten kann.
Gruß, Martin

Nochmal Hallo miteinander!

Eines habe ich doch noch vergessen: Die Laufleistung ist 4325km

Danke im Voraus, Gruß
Martin

nö…
Hi Martin!

ich glaube halt nicht, dass
jemand ein solches Fahrzeug kauft, nur weil es etwas billiger
ist als ein unfallfreies.

Immerhin ist der Verkäufer so ehrlich, zuzugeben, dass das Fahrzeug einen Unfall hatte. Und wenn er dann auch noch die Rechnungen einer FACHwerkstatt hat…
Und der Sachverständige meines Vertrauens den ordnungsgemässen Zustand des Fahrzeuges bestätigt - würde ich kaufen!
Immerhin sollte das Fahrzeug durch die Reparatur in einen technisch einwandfreien Zustand versetzt werden - den Wertverlust durch den Makel „Unfallfahrzeug“ gibt es obendrauf!

Im Zweifel ist mir das lieber, als ein Verkäufer, der einen Unfall vertuscht.

Gruss Ulli - die gerade ganz offen und ehrlich ein Motorrad verkauft hat - der Käufer kennt die Stürze, das Messprotokoll des Rahmens und die Rechnungen für die Reparaturen…

Moin!

Hi Martin!

ich glaube halt nicht, dass
jemand ein solches Fahrzeug kauft, nur weil es etwas billiger
ist als ein unfallfreies.

Immerhin ist der Verkäufer so ehrlich, zuzugeben, dass das
Fahrzeug einen Unfall hatte.

zumindest theoretisch. Hier soll doch gar kein Unfallwagen an einen Dritten verkauft werden.
Und selbst wenn, es bleibt einem doch gar nix anderes übrig, als den Unfall anzugeben. Ansonsten müßte man das Auto bei Entdeckung des Betruges zurücknehmen. Und daß wäre noch nichtmal das Schlimmste. Ein Schaden dieser Größenordnung wird auffliegen.

Und wenn er dann auch noch die
Rechnungen einer FACHwerkstatt hat…
Und der Sachverständige meines Vertrauens den :ordnungsgemässen
Zustand des Fahrzeuges bestätigt - würde ich kaufen!

Ich nicht unbedingt. Es weiß doch hier keiner, was genau repariert wurde.

Immerhin sollte das Fahrzeug durch die Reparatur in einen
technisch einwandfreien Zustand versetzt werden - den
Wertverlust durch den Makel „Unfallfahrzeug“ gibt es
obendrauf!

Im Zweifel ist mir das lieber, als ein Verkäufer, der einen
Unfall vertuscht.

Kommt drauf an. Ein, zwei Jahre ein kostenloses Auto fahren,… :wink: s.o.

Gruss Ulli - die gerade ganz offen und ehrlich ein Motorrad
verkauft hat - der Käufer kennt die Stürze, das Messprotokoll
des Rahmens und die Rechnungen für die Reparaturen…

Gruß Tom

Auch wenn es alles off Topic ist

Hallo Martin,

Beim merkantilen Wertverlust wird davon ausgegangen, dass das
Fahrzeug durch die Reparatur vollständig wiederhergestellt wird.
Die Reparaturkosten übernimmt die gegnerische Versicherung.

ah so, jetzt hab ich es kapiert.
Die Reparaturkosten von knapp 8000 Euro zahlt die gegnerische Versicherung sowieso, und legt noch die 800 Euro für den Wertverlust drauf.
Und du wolltest auch nur eine Aussage von Anderen hören, ob die so ein repariertes Auto kaufen würden.
Aha.

Nun, ich würde, wenn ich das Geld dafür hätte, sofort solch ein gebrauchtes Auto mit repariertem Unfallschaden, wenigen km Laufleistung und wenigen Jahren Alter kaufen, wenn es ordnungsgemäß repariert wurde (Nachweise!).
Ein Preisreduzierung um 800 Euro liest sich ja auch ganz nett, wenn sie weitergereicht würde.

Meint
BT

Hallo Martin,

diese „anerkannten“ Berechnungsmethoden sind die von Halbgewachs und von Ruhkopf/Sahm, tlw. gut 30 Jahre alt und immer wieder - auch vor Gericht - in der Diskussion, da eben nicht anwendbar auf jeden Fall… der Betrag erscheint mir in der Tat auch äußerst (!) niedrig, und wenn Dein RA den ohne weiteres akzpetiert hat, ist er mglw. auch nicht gerade ausgewiesener Fachmann.
Aber wie Guido schon sagte: alles weitere wäre eine Rechtsberatung.

Was sagt denn das Gutachten zu Wiederbeschaffungswert und Restwert (oder habe ich oben was überlesen…?), genau diese Werte sind doch vom SV zu ermitteln. Zumindest, wenn der Schaden entsprechend hoch ist, was hier gegeben ist.

Grüße, M

Moin,

Eines habe ich doch noch vergessen: Die Laufleistung ist
4325km

Antwort bei DAT:
Es liegen uns leider noch keine Preisinformationen vor. Möglicherweise ist Ihr Fahrzeug ein zu neues Modell.
Es liegen uns leider noch keine Preisinformationen vor. Möglicherweise ist Ihr Fahrzeug ein zu neues Modell.
http://www.dat.de/fzgwerte/index.php?action=fzgsearc…

Danke im Voraus, Gruß
Martin

mfg
W.

Hallo!

Meine Meinung: wenn der Wagen in der Fachwerkstatt ordentlich repariert und danach vom Gutachter als solches klassifiziert wird, sehe ich kein Problem.

Natürlich ist es möglich, dass bei einem Verkauf in ein paar Jahren etwas mehr als 800 Eur Wertverlust durch den Unfall entstanden sein werden.
Aber das lässt sich durch guten Pflegezustand und entsprechende Verhandlungen beim Neukauf mehr als ausgleichen.
Nach 5 Jahren ist das kein großes Thema mehr, das Auto ist dann in einer Preisklasse, wo es eher um Pflegezustand und Laufleistung geht, als um absolute Unfallfreiheit.

So etwas ist einfach allgemeines Lebensrisiko.

Den Wagen beim Händler umzutauschen dürfte jedenfalls deutlich teurer sein, denn aktuell im 1. Jahr findet der größte Wertverlust statt, welcher dann ja auszugleichen wäre.

Meine Einschätzung des Wertes des Opel: 17 TEur ungefähr. Kein vernünftiger Gebrauchtwagenkäufer geht heute noch vom Listenpreis aus. Die Opels werden mit 15-18% Rabatt verkauft. Die würde ich direkt abziehen und dann bei einem solchen Modell in den erstn 2 Jahren jeweils 20-25%.

Gruß,
M.

Die Tendenz ist die, wie sich jetzt gestern auch durch die Anfrage bei meinem Händler herausgestellt hat, dass ein „Tausch“ des Fahrzeugs nicht in Frage kommt, da der Verlust einfach zu hoch wäre (ca. 5000,- abzgl. Wertausgleich durch die Versicherung, also gute 4000,-). Ein teurer Spass.

@Mathias (auch hier danke für die umfangreiche Antwort):

Natürlich ist es möglich, dass bei einem Verkauf in ein paar Jahren etwas mehr als 800 Eur Wertverlust durch den Unfall entstanden sein werden.

Ich kann da jetzt nur von meiner eigenen Einschätzung als privater Autokäufer ausgehen und 800,- (+ ein bisschen) wäre mir das Risiko nicht wert.

Aber das lässt sich durch guten Pflegezustand und entsprechende Verhandlungen beim Neukauf mehr als ausgleichen.

Davon gehe ich sowieso aus …

Nach 5 Jahren ist das kein großes Thema mehr, das Auto ist dann in einer Preisklasse, wo es eher um Pflegezustand und Laufleistung geht, als um absolute Unfallfreiheit.

Ich glaube, für private Käufer kommt ein Unfallfahrzeug meist prinzipiell schon nicht in Frage. Sowas kaufen oft nur Händler, die das Fahrzeug dann ins Ausland weiterverfrachten wollen - und die drücken den Preis.

So etwas ist einfach allgemeines Lebensrisiko.

Wie wahr!

Meine Einschätzung des Wertes des Opel: 17 TEur ungefähr. Kein :vernünftiger Gebrauchtwagenkäufer geht heute noch vom Listenpreis aus. :smiley:ie Opels werden mit 15-18% Rabatt verkauft.
Die würde ich direkt abziehen und dann bei einem solchen Modell in den :erstn 2 Jahren jeweils 20-25%.

23.750 Euro war bereits der Kaufpreis nach Abzug des Nachlasses in Höhe von 16,6%, allerdings inkl. Fracht (da hatte ich mich vertan, also reiner Fahrzeugpreis ca. 23.200,-). 23.200 - 4,5/12*0,25*23.200 = 21.025 Euro. Deine Einschätzung von 17.000,- Euro erschreckt mich.

Wie auch immer. Es sieht wohl so aus, dass ich die Karre behalte und entweder fahre bis Sie auseinanderbricht oder mich in ein paar Jahren wieder an meinen „Freundlichen“ wende, der mir das Auro verkauft und repariert hat. Und dann bin ich mal gespannt …

Nochmal Grüsse an alle,
Martin

Hallo Martin!

Die Tendenz ist die, wie sich jetzt gestern auch durch die
Anfrage bei meinem Händler herausgestellt hat, dass ein
„Tausch“ des Fahrzeugs nicht in Frage kommt, da der Verlust
einfach zu hoch wäre (ca. 5000,- abzgl. Wertausgleich durch
die Versicherung, also gute 4000,-). Ein teurer Spass.

Das ist ein ausgesprochen faires Angebot des Händlers.
Machen würde ich es trotzdem nicht.

@Mathias (auch hier danke für die umfangreiche Antwort):

Natürlich ist es möglich, dass bei einem Verkauf in ein paar Jahren etwas mehr ::als 800 Eur Wertverlust durch den Unfall entstanden sein werden.

Ich kann da jetzt nur von meiner eigenen Einschätzung als
privater Autokäufer ausgehen und 800,- (+ ein bisschen) wäre
mir das Risiko nicht wert.

Welches Risiko?
Ein sauber reparierter Unfallwagen ist genauso gut wie ein neues Auto.

Ich hatte zweimal das Problem:

1.) Alfa 33 16V. Wert 14.000 DM. Schwerer Seitenschaden, 17.000 DM. In Italien repariert für 4.000 DM. Kein Problem. Die hiesige Werkstatt hat den Wagen auf Herz und Nieren geprüft und kam zu dem Schluß, dass die Spaltmaße nach der Reparatur besser waren, als bei einem neuwertigen alfa 33.

2.) Mein Spider: saftiger Heckschaden. 4.000 Eur. Repariert, vom Oldieprofi geprüft: alles besser als vorher…

Aber das lässt sich durch guten Pflegezustand und entsprechende Verhandlungen ::beim Neukauf mehr als ausgleichen.

Davon gehe ich sowieso aus …

Viele tun das nicht und wundern sich dann beim Verkauf gar fürchterlich…

Nach 5 Jahren ist das kein großes Thema mehr, das Auto ist dann in einer ::stuck_out_tongue:reisklasse, wo es eher um Pflegezustand und Laufleistung geht, als um absolute ::Unfallfreiheit.

Ich glaube, für private Käufer kommt ein Unfallfahrzeug meist
prinzipiell schon nicht in Frage. Sowas kaufen oft nur
Händler, die das Fahrzeug dann ins Ausland weiterverfrachten
wollen - und die drücken den Preis.

Das kann sein, ist aber das Problem der privaten Käufer.
Ich möchte eine Photodoku der Reparatur und einen Preisnachlaß sehen, dann stört mich das nicht.

So etwas ist einfach allgemeines Lebensrisiko.

Wie wahr!

Meine Einschätzung des Wertes des Opel: 17 TEur ungefähr. Kein vernünftiger ::Gebrauchtwagenkäufer geht heute noch vom Listenpreis aus. Die Opels werden mit ::15-18% Rabatt verkauft.
Die würde ich direkt abziehen und dann bei einem solchen Modell in den :erstn 2 ::Jahren jeweils 20-25%.

23.750 Euro war bereits der Kaufpreis nach Abzug des
Nachlasses in Höhe von 16,6%, allerdings inkl. Fracht (da
hatte ich mich vertan, also reiner Fahrzeugpreis ca.
23.200,-). 23.200 - 4,5/12*0,25*23.200 = 21.025 Euro. Deine
Einschätzung von 17.000,- Euro erschreckt mich.

Mehr wird Dir niemand für den Wagen geben.
Der Gebrauchtautomarkt in D ist tot.

Nur noch exklusive oder alte und exklusive Autos werden teuer verkauft.

Hinzu kommt der hohe Preisverfall der Premiumautos.
Eine 2005er S-Klasse kostet 30.000 Eur. Eine 200er S-Klasse kostet 15.000 Eur. Weshalb sollte ich mir da einen Opel kaufen…?

Wie auch immer. Es sieht wohl so aus, dass ich die Karre
behalte und entweder fahre bis Sie auseinanderbricht oder mich
in ein paar Jahren wieder an meinen „Freundlichen“ wende, der
mir das Auro verkauft und repariert hat. Und dann bin ich mal
gespannt …

Genau so würde ich das auch machen. Das Auto wird, sofern ordentlich repariert, bestens laufen. Wenn Du ein neues möchtest, wird eben verhandelt. Bis dahin kannst Du die 800 Eur zu 3,5 % anlegen und Dir einen evtl. Wertverlustausgleich verdienen…

Gruß,
M.

Hallo,

wer unverschuldet in einen Unfall verwickelt wird, und die Sache keinem Anwalt übergibt (den die gegnerische Versicherung dann bezahlen muss), macht was verkehrt. Ein von der gegnerischen Versicherung beauftragter Gutachter wird immer alle Schadenpositionen (inkl. merkantilem Minderwert) für seinen Auftraggeber so günstig wie möglich ansetzen. Auch ein eigener Gutachter muss nicht immer richtig liegen.

Über den merkantilen Minderwert gibt es diverse Bücher und einen Haufen von Rechtsprechung, und nur ein auf dem Gebiet erfahrener Anwaltskollege wird sagen können, was da wirklich zu zahlen ist, und ob das Angebot der gegnerischen Versicherung passt. Wenn nein, wird dann eben Klage erhoben. Sowas passiert täglich viele hundert Mal in diesem Land.

Gruß vom Wiz

Eigene Erfahrungen
Hi,

zur Wertfeststellung haben sich ja bereits andere geäußert, zum Wiederverkauf von Unfallwagen auch, aber da stehen meine eigenen Erfahrungen klar dagegen.

Nur als Beispiel:

Ich hatte vor einigen Jahren einen wunderschönes SAAB Cabrio mit Vollausstattung in der seltenen und offenbar gesuchten Version dunkelblau mit beigem Leder. Da ich noch ein Firmenwagen besitze wurde der SAAB nur im Sommer gefahren und das auch noch recht wenig. Er hatte also mit 6 Jahren nur 45’km auf dem Tacho. Leider ist mir ein Vollidiot vorne links in den stehenden Wagen gerast und hat einen Schaden von ca. 6.500€ verursacht. Dieser wurde in einer SAAB Werkstatt repariert (Rechnungen, Gutachten vorhanden etc. pp). Ich habe 900€ Wertminderung bekommen und Du wirst es nicht glauben. Ich habe zwei! Sommer gebraucht bis ich in Wagen losgeworden bin. Und das in München, wo Dir dir Cabrios normalerweise aus der Hand gerissen werden. Jeder der den Wagen gesehen hat fand in herrlich, schön und wollte ihn eigentlich haben, als ich dann den Unfall erwähnte, waren sie alle wieder weg. So viel zu: „klar nehme ich einen Unfallwagen, wenn der fachmännisch gerichtet wurde“. Nix da, wenn Du zwei zur Auswahl hast, nimmst Du den der keinen Schaden hatte. Und sorry, bei einem Opel Astra, hast Du nicht zwei zur Auswahl sondern hunderte in allen erdenklichen Farben und Ausstattungen.

Das waren nur meine Erfahrungen.

Gruß
C.

Hallo Joerg,

Die Sache läuft bereits über einen Anwalt (Kontakt wurde über das Autohaus hergestellt). Dieser hat den vom Gutachter ermittelten Wertverlust als realistisch beurteilt. Der Gutachter wurde von meinem Händler/Werkstatt, nicht von der gegnerischen Versicherung, beauftragt.

Über das Ergebnis bin ich halt alles andere als glücklich, kann aber mangels eigenen Wissens das auch nicht beurteilen. Die Schilderung von Christoph (siehe oben) kann mich da auch nicht aufmuntern. Er hat 900€ als Wertausgleich für ein 6 Jahre altes Fahrzeug erhalten, da finde ich einen ähnlichen Betrag für ein 4 1/2 Monate altes, hochwertig ausgestattetes Fahrzeug schon schwach.

Gruß, Martin

Hallo Mathias,

Das kann sein, ist aber das Problem der privaten Käufer.
Ich möchte eine Photodoku der Reparatur und einen Preisnachlaß
sehen, dann stört mich das nicht.

Es wird aber leider in dem Moment zu meinem Problem, wenn sich der Kaufinteressent beim Wort „Unfallschaden“ umdreht und geht.

Hinzu kommt der hohe Preisverfall der Premiumautos.
Eine 2005er S-Klasse kostet 30.000 Eur. Eine 200er S-Klasse
kostet 15.000 Eur. Weshalb sollte ich mir da einen Opel
kaufen…?

Na ja, evtl. weil der kompakter, wendiger, sparsamer (heute schon mal auf die Spritpreise geschaut?), umweltfreundlicher und erheblich günstiger im Unterhalt ist. Und das bei guter Qualität und ordentlichem Fahrkomfort.

Genau so würde ich das auch machen. Das Auto wird, sofern
ordentlich repariert, bestens laufen. Wenn Du ein neues
möchtest, wird eben verhandelt. Bis dahin kannst Du die 800
Eur zu 3,5 % anlegen und Dir einen evtl. Wertverlustausgleich
verdienen…

Werde ich so machen.

Danke und Gruß,
Martin

Hi!

Hallo Mathias,

Das kann sein, ist aber das Problem der privaten Käufer.
Ich möchte eine Photodoku der Reparatur und einen Preisnachlaß
sehen, dann stört mich das nicht.

Es wird aber leider in dem Moment zu meinem Problem, wenn sich
der Kaufinteressent beim Wort „Unfallschaden“ umdreht und
geht.

Das sind m.E. ungelegte Eier. In ein paar Jahren sieht das ganz anders aus. Günstige Gebrauchtwägen werden in D immer populärer werden.

Hinzu kommt der hohe Preisverfall der Premiumautos.
Eine 2005er S-Klasse kostet 30.000 Eur. Eine 200er S-Klasse
kostet 15.000 Eur. Weshalb sollte ich mir da einen Opel
kaufen…?

Na ja, evtl. weil der kompakter, wendiger, sparsamer (heute
schon mal auf die Spritpreise geschaut?), umweltfreundlicher
und erheblich günstiger im Unterhalt ist. Und das bei guter
Qualität und ordentlichem Fahrkomfort.

Das war ja nur ein Beispiel, weshalb man einen gebrauchten Opel-Kompaktwagen eben nicht zum Höchstpreis los werden kann.

Genau so würde ich das auch machen. Das Auto wird, sofern
ordentlich repariert, bestens laufen. Wenn Du ein neues
möchtest, wird eben verhandelt. Bis dahin kannst Du die 800
Eur zu 3,5 % anlegen und Dir einen evtl. Wertverlustausgleich
verdienen…

Werde ich so machen.

Gruß,
M.