Warum mischt sich Herr von Weizäcker nicht mehr ein ???
Seine Aussagen wären tausendmal wertvoller als das Gesülze des gegenwärtigen Lübke-Verschnittes
PK
Warum mischt sich Herr von Weizäcker nicht mehr ein ???
Seine Aussagen wären tausendmal wertvoller als das Gesülze des gegenwärtigen Lübke-Verschnittes
PK
hallo,
ja das waere schoen. in den ersten vier wochen des amtierenden hoerte ich nur seine danksagungen, dass man ihm seinen traumberuf ermoeglicht hat(wortwoertlich zum teil). weizaecker allerdings ist auch nur eine privatperson nun mehr noch. allerdings hat sich herzog blicken lassen auf plakaten mit der ueberschrift „durch deutschland muss ein ruck gehen“. das traefe auch auf kohls letzte jahre zu. nicht reformbereit um den armen kleinen dummen waehler nicht zu erschrecken und um nicht der anderen volkspartei ammo zu liefern.
allerdings gehoert es sich auch nicht, wenn alte praesidenten sich politisch einmischen, darf de facto parteilich nicht mal der amtierende zaehneklapperer.
beste gruesse, lego
Warum mischt sich Herr von Weizäcker nicht mehr ein ???
Seine Aussagen wären tausendmal wertvoller als das Gesülze des
gegenwärtigen Lübke-VerschnittesPK
Hallo,
Warum mischt sich Herr von Weizäcker nicht mehr ein ???
Seine Aussagen wären tausendmal wertvoller als das Gesülze des
gegenwärtigen Lübke-Verschnittes
im Magazin der Süddeutschen Zeitung vom Freitag findet sich ein Interview von Weizsäcker. Er ist also noch präsent.
Herzliche Grüße
Thomas Miller
Hallo Peter,
in den Nachrichten kann man nachlesen, daß der Altbundespräsident sich zum Wort meldet. Zum Beispiel, in einem Interview in der Süddeutschen vom 5.7:
"Sie sind ein Freund des neuen Zuwanderungs- und Integrationsgesetzes.
Natürlich. Es ist höchste Zeit dafür. In dem neuen Gesetz geht es um die Notwendigkeit, Zuwanderung zu ermöglichen, aber natürlich auch zu kontrollieren und zu regeln. Das hatten wir ja bisher nicht. Und es muss doch auch der Union möglich sein, das in einer Form zu erklären und dafür in einer Form zu werben, die nicht zu Fremdenangst bis hin zu Gewaltmaßnahmen führt. Das ist versäumt worden.
Warum fällt der Union das Eintreten für dieses Gesetz so schwer?
Weil es offenbar noch zu unpopulär ist. Wir leben in einem Stadium, in dem einerseits die Verwurzelung in der eigenen Heimat und das Bewusstsein der Zuge-hörigkeit zu einer Nation nicht aufhört und auch gar nicht aufhören soll, wir aber andererseits nach Europa hineinwachsen: Die Menschen erleben die Auflösung der bisherigen Grenzen, sie leben in bisher nicht erlebten Zusammenhängen und reagieren darauf empfindlich. Es ist ja in fast allen unseren europäischen Nachbarländern dasselbe.
Sie sagten, Ihre eigene Partei macht in diesen Fragen nicht das, was sie machen soll. Wie aber bringt man die CDU dazu?
Es geht nicht nur um die CDU. Die große politische Integrationsphase in Richtung auf Europa und die Welt stellt gewaltige neue Anforderungen, und die beiden großen Parteilager sind mit einiger Mühe dabei zu erkennen, welche Verantwortungen damit verbunden sind. Was wir bisher in der Montanunion, dann in der Europäischen Gemeinschaft und jetzt auch in der Europäischen Union geschaffen haben, ist historisch betrachtet ein wahrhaft großes Friedenswerk. Das Jahr 1989 wird langfristig in der Geschichte keine geringere Bedeutung gewinnen als das Jahr 1789. Dieses hat die Menschenrechte auf die Agenda gebracht und zur Entwicklung von Rechtsstaat und Demokratie wesentlich beigetragen. Und das Jahr 1989 hat nun endgültig die Chance, aber auch den Auftrag zu Tage gefördert, dieses Europa zu vereinigen, aus zwei Teilen, aus einer armen und einer reichen Hälfte, aus einer freien und einer unfreien Hälfte ein Ganzes zu machen. Damit verbunden sind genau die Probleme, über die wir hier reden: die Probleme von Zuwanderung, Integration und Veränderung, tief greifende Veränderungen in der Atmosphäre der eigenen Gesellschaft. Das löst große Konflikte aus und es ist unvermeidlich, dass wir gegenwärtig im Zeichen dieser Konflikte stehen. Die damit verbundenen Lernprozesse werden sich letzten Endes durchsetzen. Aber es dauert halt sehr lange. Und vorläufig wird allzu oft die langfristige Einsicht durch kurzfristigen Populismus ersetzt, zugleich die anstrengende Politik mithilfe vieler Medien in seichte Unterhaltung verwandelt."
Oder:
"Wie stehen Sie zu Joschka Fischer?
Kein anderer verfügt über so viel Ansehen in der Welt als deutscher Außenpolitiker wie er. Wenn Sie an die schwere Nahostkrise denken, an ein Thema also, bei dem einerseits nach Hilfe aus Europa gerufen, andererseits aber Hoffnungen auf dieses Europa bisher kaum begründet und infolge- dessen jetzt auch nur spärlich existent sind, sind die Anstrengung und die Stimme Joschka Fischers die mit dem größten Ansehen im Nahen Osten. Natürlich konnte er auch nicht erwir-ken, dass die Selbstmordattentate unterbleiben und dass die Israelis ihre Siedlungspolitik ändern. Aber wenn überhaupt eine europäische Stimme zur Geltung gekommen und gehört worden ist, dann war es die von Fischer. Er ist geschichtsbewusst und geschichts-verantwortungsbewusst wie kaum ein anderer. Zugleich ist er ein zupackender Politiker in seinem jeweiligen Tagesprogramm. Und das verbindet er auf eine Weise, die ihren Eindruck nicht verfehlt. Was das nun mit seiner Partei zu tun hat? Warum darf man nicht auch mal einen Menschen um seiner selbst willen betrachten?
Machen Ihnen die Reaktionen der deutschen Öffentlichkeit auf die Lage in Israel Sorge? Man könnte fast den Eindruck haben: Wenn es Scharon nicht gäbe, dann müsste ihn der Antisemitismus erfinden. Gibt es also eine neue Welle des Antisemitismus in Deutschland?
Eindeutig nein. Kritik an Scharon, dem Überzeugungstäter, ist etwas ganz anderes. Kein Zweifel ist, dass vor allem Rabin unter den Regierungschefs in Israel bei uns auch einfach als Person und als politisches Programm einen Eindruck hinterlassen hat, der nach ihm nicht wieder erreicht wurde. Heute ist es unvermeidlich, dass auf Grund der Berichte, die der normale Mensch bei uns aus den Medien über die Auseinandersetzung und grauenhaften Taten im Nahen Osten erfährt, die kritischen Rückfragen gegenüber Israel nicht einfach deshalb verstummen, weil es der Holocaust war, der zur überstürzten Gründung des Staates Israel gezwungen hat.
Sie meinen nicht, das sich der Antisemitismus jetzt in der Form des Antizionismus und der massiven Kritik an Israel zeigt?
Die allermeisten Leute bei uns im Land wissen doch überhaupt gar nicht, was Zionismus ist.
Man muss auch das Wort Stupidität nicht kennen, und kann trotzdem dumm sein.
Ich glaube, dass es eine gewisse Latenz von Antisemitismus in vielen Ländern gibt, auch in Russland, Amerika und Großbritannien oder Frankreich. Aber an eine neue Welle glaube ich nicht. Es kann freilich sein, dass sich neue Ängste und Fremdheitsgefühle, die gar nichts mit Israel oder mit dem Judentum zu tun haben, sondern mit dem Fremden, dass die sich miteinander verbinden können.
Ist eine Lösung im Nahen Osten überhaupt möglich, solange Personen wie Arafat und Scharon oder sonstige aus ihrer Generation dort die Federführung haben?
Was heißt Generation? Avnery ist älter als Sharon. Und Rabin war dieselbe Generation. Arafat ist wohl so, wie er beschrieben wird. Letzten Endes wird eine Lösung nur möglich sein, wenn es gelingt, sowohl die Israelis wie auch die Palästinenser davon zu überzeugen, wie viel sie vom anderen brauchen und auch profitieren. Natürlich muss es einen selbstständigen palästinensischen Staat geben. Und natürlich muss die Siedlungspolitik - auf der Basis eines gesicherten Existenzrechtes Israels - grundlegend revidiert werden. Das ist beides unabdingbar.
Kanzler Schröder hat Überlegungen dazu angestellt, ob nicht auch deutsche Soldaten im Raum Israel eines Tages ihre Rolle spielen könnten?
Ich habe das nicht so konkret verstanden. Es ist ihm wohl darum gegangen, zu versichern - gerade nach dem 11. September 2001 -, dass sich Deutschland nicht versteckt. Aber erstens kann und darf es eine deutsche Beteiligung an ins Militärische eingreifenden Aktionen nur geben, wenn es sich eindeutig um UNO-Mandate handelt. Das gilt insbesondere auch in Hinblick auf etwaige Pläne gegen den Irak. Und zweitens wird es selbstverständlich eine ganz singuläre Sensibilität geben für den Fall, dass jemand auf die Idee kommt, in Deutschland nachzufragen, ob deutsche Truppen sich auf den Golan-Höhen oder sonstwo mit beteiligen wollen."
Mehr bei http://szarchiv.diz-muenchen.de/REGIS_A14271954;inte… (noch ein paar Tage erreichbar)
Außerdem in der Zeitschrift Focus vom 8.7 noch ein Interview, leider nicht kostenfrei erreichbar… Laut AP steht da:
"Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat der Bundesregierung ein gutes Zeugnis ausgestellt. «Die solide Haushaltspolitik ist ein großes Verdienst der rot-grünen Regierung», sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenmagazin «Focus» zufolge. Zudem sei erstmals eine echte Rentenreform in Angriff genommen worden - wenn auch «noch halbherzig». Auch Reformen auf dem Arbeitsmarkt stünden noch aus. Lob gab es auch für den Außenminister: «Joschka Fischer ist ein geschichts- und verantwortungsbewusster Politiker, der im Leben ständig dazu gelernt hat.»
Kritik übte Weizsäcker am Zustand der deutschen Gesellschaft. Deutschland sei in den vergangenen zehn Jahren «keine Gesellschaft der Aufbruchstimmung geworden. Auch der Wechsel 1998 hat keinen Reform-Enthusiasmus gebracht, sondern eine Status-Quo-Mentalität.» Der Regierungswechsel von Helmut Kohl zu Gerhard Schröder sei kein dramatischer Aufbruch in eine neue Ära der Weltgeschichte gewesen, sagte das ehemalige Staatsoberhaupt."
Das ist wohl eine klare Position.
Gruß
Warum mischt sich Herr von Weizäcker nicht mehr ein ???
Seine Aussagen wären tausendmal wertvoller als das Gesülze des
gegenwärtigen Lübke-VerschnittesPK
hallo lego,
ja das waere schoen. in den ersten vier wochen des amtierenden
hoerte ich nur seine danksagungen, dass man ihm seinen
traumberuf ermoeglicht hat(wortwoertlich zum teil). weizaecker
allerdings ist auch nur eine privatperson nun mehr noch.
allerdings hat sich herzog blicken lassen auf plakaten mit der
ueberschrift „durch deutschland muss ein ruck gehen“. das
traefe auch auf kohls letzte jahre zu. nicht reformbereit um
den armen kleinen dummen waehler nicht zu erschrecken und um
nicht der anderen volkspartei ammo zu liefern.allerdings gehoert es sich auch nicht, wenn alte praesidenten
sich politisch einmischen, darf de facto parteilich nicht mal
der amtierende zaehneklapperer.
es ist richtig, wenn sich die Alt-Bundespräsidenten einmischen. Bei Rau sieht man einfach, dass jemand, der sein persönliches Ziel, seinen persönlichen Traum sich erfüllen durfte, sonst hätte man ihn wohl nicht so schnell in Düsseldorf entfernen können, eben seinen Traum erfüllt hat. Von einem Präsidenten erwarten wir aber Ideen, Hinweise auf Grundzüge der Politik, Aussagen zur Gesellschaft und keinen Philosophie-Unterricht was aus DE geworden würde, wenn es ihn nicht geben würde. Der Respekt vor dem Amt gebietet es, nicht deutlicher zu werden.
Es zeigt sich, dass ein guter Landesvater noch lange nicht denselben guten Ruf als Bundespräsident haben muss. Dem sollte genügen.
v. Weizäcker und Herzog waren unabhängige Personen, die schon früher in der eignen Partei den Freunden das Leben richtig schwer gemacht haben. Beide zeichnen und zeichneten sich durch ihre Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und Zivilcourage aus.
Beide haben politische, gesellschaftliche, zwischenmenschliche Gedanken aufgegriffen, thematisiert und Anstösse gegeben und zwar ohne Rücksicht, ob der Bundeskanzler das gleiche Parteibuch hatte. Ob dies ein Bundespräsident Rau auch so macht, muss jeder für sich beantworten.
Gruss Günter
hallo guenter,
es ist richtig, wenn sich die Alt-Bundespräsidenten
einmischen.
das ist richtig, ich wollte in meinem posting auf ein angemessenes mass hinaus. also nicht massiv oder direkt auf die unzulaenglichkeiten amtierender bundespraesidenten hin.
Bei Rau sieht man einfach, dass jemand, der sein
persönliches Ziel, seinen persönlichen Traum sich erfüllen
durfte, sonst hätte man ihn wohl nicht so schnell in
Düsseldorf entfernen können, eben seinen Traum erfüllt hat.
eben, seitdem scheint er vollends in seinem erfuellten traum zu schwelgen.
Von einem Präsidenten erwarten wir aber Ideen, Hinweise auf
Grundzüge der Politik, Aussagen zur Gesellschaft und keinen
Philosophie-Unterricht was aus DE geworden würde, wenn es ihn
nicht geben würde. Der Respekt vor dem Amt gebietet es, nicht
deutlicher zu werden.
jau, unten dito, kann dem nichts hinzufuegen, ergo ich kann ihmo und werde es so stehen lassen.
Es zeigt sich, dass ein guter Landesvater noch lange nicht
denselben guten Ruf als Bundespräsident haben muss. Dem sollte
genügen.v. Weizäcker und Herzog waren unabhängige Personen, die schon
früher in der eignen Partei den Freunden das Leben richtig
schwer gemacht haben. Beide zeichnen und zeichneten sich durch
ihre Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und Zivilcourage aus.Beide haben politische, gesellschaftliche, zwischenmenschliche
Gedanken aufgegriffen, thematisiert und Anstösse gegeben und
zwar ohne Rücksicht, ob der Bundeskanzler das gleiche
Parteibuch hatte. Ob dies ein Bundespräsident Rau auch so
macht, muss jeder für sich beantworten.Gruss Günter
NRW nach RAU [1]
Hallo Günter,
Es zeigt sich, dass ein guter Landesvater noch lange nicht
denselben guten Ruf als Bundespräsident haben muss. Dem sollte
genügen.
wobei ich noch anmerken möchte, daß man Rau angesichts der desolaten Lage NRW´s in fast jeder Beziehung m.E. nicht unbedingt als guten Landesvater bezeichnen sollte.
Gruß
Christian
[1]Raus allgemeines Unvermögen
hallo,
Du sagst, wir sollten Zuwanderung ermöglichen. Gibt es denn Argumente für diese Ansicht?
Gruß